22.6.2006

Kein Ticket für Kongo

Einige Bundeswehrsoldaten werden womöglich nicht mit in den Kongo dürfen. Sie sind, so die Welt, mit “zweifelhaften Sexpraktiken” aufgefallen. Unter anderem soll Soldaten bei Feiern Obst ins Gesäß geschoben worden sein. Anschließend sei mit einem Paddel draufgeschlagen worden.

Sicherlich ist so was nicht zu tolerieren. Aber für mich klingt das eher nach barbarischem Ritual, weniger nach, nun ja, exzentrischer Sexualität.

Bericht in der Welt.

(Danke an Danny Faak für den Link)

37 Kommentare zu “Kein Ticket für Kongo”

  1. Arnd meint: (22.6.2006 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte nicht wissen, wenn die kein Obst gehabt hätten, sondern nur Küchengegenstände. %-)

  2. mt meint: (22.6.2006 um 13:58) AntwortenReply to this comment

    Interessante Art und Weise, um um den fragwürdigen Kongo-Einsatz, der wohl mit nicht unbeträchtlichen Gesundheitsrisiken verbunden ist, herumzukommen.

  3. Der Jens meint: (22.6.2006 um 13:59) AntwortenReply to this comment

    Hauptsach das Wort "Sex" kommt in der Schlagzeile vor. Da verkauft sich das Blatt gleich viel besser.

    Gewisse Rituale gibt es bei der Bundeswehr (und sicher auch in anderen Armeen) schon seit jeher. Insbesondere ist hier die Marine anzuführen. Bsp. Kielholen, Gurkenschießen und der nette Speckfaden.

  4. genevaInformation meint: (22.6.2006 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    Und ich dachte immer das wären die Jungs von der Marine, die sich mit eben dem begnügen müssen, was so unter Männern geht.

  5. Arnd meint: (22.6.2006 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    Es gibt noch andere fragwürdige Spielchen bei der Bundeswehr, die ich als Wehrpflichtiger dort "beobachten" durfte.

    Und ich habe sicherlich keine gute Meinung über unsere Bundeswehr und ihre Rituale, die dort offensichtlich und wissentlich toleriert werden.

  6. schmiso meint: (22.6.2006 um 14:06) AntwortenReply to this comment

    Da kann ich nur zustimmen. Die beschriebenen Praktiken dargestellte "Ritual" erinnern mich eher an diverse Initiationsriten, die in der Männergesellschaft der Armee gang und gäbe sind.

  7. Danny Faak meint: (22.6.2006 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    Also wie muss man drauf sein um sich Gemüse rektal zu paddeln …

    Aber ist ne gute Ausrede wenn man nicht hinwill:

    "Spieß, ich wollte nur mal sagen … ja also … ich bin einer schönen Gurke nicht ganz abgeneigt, wenn Sie verstehen was ich meine?"

    Und wie fühlt man sich wenn man Gemüse kauft und denkt: "Och, die Paprika sieht ja 1A aus, die ist für den Oberfeld Müller …"

  8. oldman meint: (22.6.2006 um 14:32) AntwortenReply to this comment

    Alle SoldatInnen Bravo – Leser ?

    Es kann natürlich sein, daß die Burschen- / Mädel – SoldatInnen
    die Anweisungen in bravo.de nicht richtig gelesen haben.
    http://www.oldblog.de/?p=178
    Oder diente diese Vorbereitung dem Kampf gegen "Kindersoldaten"
    die sicher beim Anblick eines 'Teutschen Offßiers' mit einer Banane
    im Hintern vor Lachen ihre Macheten weggeschmissen hätten.

  9. Anonymous meint: (22.6.2006 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    Bei uns gabs an Ritualen nur "Maßbandsaufen".

    In einem Krug wurde das geliebte Maßband versenkt und bis zur Oberkante mit allem aus dem Sortiment eines normalen Spirituosen-/Lebensmittelhandels gefüllt. Nun hatte man die Wahl, das Ding zu leeren oder über den Kopf zu bekommen, um sein Maßband zu haben. Allerdings waren wir eine Stabskompanie, der "Chorgeist"/Gruppenzwang nicht ganz so ausgeprägt und mit etwas Selbstbewußtsein konnte man sich dem gut entziehen.

  10. Bernieboy80 meint: (22.6.2006 um 14:42) AntwortenReply to this comment

    Ich sage mal: alle Soldaten sollen ja FREIWILLIG mitgemacht haben; und so lange keiner zu irgendwas gezwungen wurde, lasst den Jungs doch ihren Spaß. (Andernfalls wäre es natürlich eine Sache für den Staatsanwalt!)

    Mein Fall wäre sowas wirklich nicht, aber wer's mag und auf so was steht? Es wird natürlich so sein, dass einigen beim Bund ab und zu die Sexualhormone durchgehen – in Anbetracht des Frauenmangels nicht verwunderlich.

  11. Siggi meint: (22.6.2006 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    Das war eindeutig ein eigentlich verbotener, aber tolerierter Unteroffiziers-Einstandsritus für frisch beförderte Unteroffiziere oder welche, die kurz davor stehen.

    Bei uns mußten die armen Uffz eine Bierkiste per Sänfte aus dem 6km entfernten Supermarkt holen, und die Sänfte war aus dicken Baumstämmen gezimmert. Dann eine Gans besorgen und dem Spieß schenken (nicht tiefgefroren). Und noch so manch anderer derber Spaß.

    Ich nehme an, die Dörrpflaume wurde dem Delinquenten nicht rektal eingeführt, sondern in die Hose bzw. Unterhose gesteckt. Aber ungediente Journalisten (leider wohl die Mehrzahl) hören auch sehr selektiv, wenn es um das Erfassen von Fakten geht.

    Ich schätze, mindestens die Hälfte der Berufssoldaten wären nach der Einschätzung, solche Soldaten wären nicht auslandswürdig, es tatsächlich nicht.

    Mit Sexualpraktiken hat das Einführen von Trockenobst in Soldatenpöter wohl weniger zu tun.

    Ansonsten verweise ich auf Nr. 4.

  12. Sebastian meint: (22.6.2006 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    @11: Da findet sich eine Gruppe und für alle ist es ok, sich Obst in den Hintern zu stecken? Ich kennen nicht einen, dem ich das zutrauen würde, geschweigeden eine ganze Gruppe.
    Ich habe da doch starke Zweifel an der Freiwilligkeit.

  13. Anonymous meint: (22.6.2006 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    @11
    Es ist doch eine Farce, zu vermuten, in einer Gemeinschaft, mit Ritualen, gebe es "Freiwilligkeit".

  14. Hootch meint: (22.6.2006 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    Aber dabei kann doch auch ganz schnell etwas schief gehen (natürlich abhängig vom verwendeten Obst; Kirsche: eher ungefährlich, Banane: schon gefährlicher, Ananas: Uiuiuiui).
    Wie erklärt der Soldat dass dann wohl dem Stabsarzt??
    "Melde gehorsamst: Wollte unbekleidet Banane essen! Dann fiel die Banane auf den Boden! Ich fiel vor Schreck hinterher! Kamerad Müller dachte, ich hätte Ungeziefer am Gesäß und gab mir dann noch eins mit dem Paddel drauf!" Da muss ich schon sehr schmunzeln…

    Dieser etwas sarkastische Ansatz gilt natürlich nur dann, wenn das ganze freiwillig passiert ist! Wenn da jemand zu gezwungen wurde, würde mir aber spontan eine passende Strafe einfallen (Stichwort: "Wassermelone" ;-) ).

    Grüße!

  15. Tobias Wolter meint: (22.6.2006 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    "Bundeswehrsoldaten haben perverse Initationsriten" – news at 11!
    Mit folgenden weiteren Schlagzeilen:
    * "'Regen ist nass', sagt eine wissenschaftliche Studie"
    * "Schockierende Erkenntnisse: War Hitler antisemit?"

  16. handyaner meint: (22.6.2006 um 15:17) AntwortenReply to this comment

    es heißt ja nicht umsonst, dass man beim bund, die seife nur mit dem rücken zur wand aufheben soll.

  17. Peter the man without hair meint: (22.6.2006 um 15:27) AntwortenReply to this comment

    Obst soll ja gesund sein. Aber da es sich um Fallschirmjäger handeln soll, ist das erklärbar. Schlimmer sind aus meiner Erfahrung nur die Fernspäher.

  18. Deneriel meint: (22.6.2006 um 15:29) AntwortenReply to this comment

    Freiwilligkeit und Gruppen passen nicht zusammen. Wo viele Leute eine Meinung vertreten müssen sich andere beugen.

    Das ist aber keine neue Erkenntnis und wird schon frühzeitig in der Schule vermittelt. Wer in der Pause mitspielen will muß das spielen was alle spielen. Wenn Fußball gespielt wird wird das gespielt, und wer das nicht will muß zusehen wo er bleibt.

    Und Initationsriten gibt es genauso woanders. Gut, außer einer peinlichen Situation entsteht dem Azubi kein körperlicher Schaden wenn er in der Materialausgabe Pixeltoner und original Siemens Lufthaken (hier heißt das Haken und nicht Anker!) verlangt.

    Versucht euch mal auf einer vielbefahrenen innerstädtischen Straße an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten ohne zum Verkehrshindernis zu werden.

    Gruß, Deneriel – der nicht beim Bund war und auch nicht muß

  19. Der Jens meint: (22.6.2006 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    Es muss doch aber keiner zur Bundeswehr. Und schon garnicht muss man Uffz oder Offz werden…! M.E. doch alles freiwillig.

    Und ausserdem ist das in der Regel doch ein Heidenspaß für alle Beteiligten. Und ein Quratal später sogar für die ehemaligen Jungspunde.
    Was mich maßlos ank.tzt ist der Begriff "Sexpraktik". Glauben die im erst, dass sich irgendeiner an einer zerpaddelten Pflaume in der Gesäßfurche erregt??!

  20. RAW meint: (22.6.2006 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    Nuja, wer für Deutschland krepieren will, mußte schon immer wehrwürdig, als wohlanständig, heterosexuell und nicht vorbestraft sein.

    Wo würde man da auch hinkommen, wenn irgendwelche sexuell pervertierten….. Nein, also wirklich, wer weiß schon, wie solch …. sich in einer "Duellsituation mit einem Kindersoldaten" verhalten würde… womöglich zögern…

  21. SvenR meint: (22.6.2006 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    Ich war auch beim Bund, sogar in einer "Kampfeinheit" und bei uns gab es außer dem gewöhnlichen Alkoholismus keine Rituale im obigen Sinne. Beim Saufen musste man nicht mitmachen, es hatte auch keine Nachteile, wenn man nüchtern blieb. Ok, so mancher Zugführer war besoffen noch dümmer als nüchtern. Ansonsten gab es nur Rituale wie mit zwei Fingern Schmauch auf die Wange gestrichen bekommen nach dem ersten Schuss…

  22. 432 meint: (22.6.2006 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    Obst und Fallschirmjäger. Fallobst?

  23. Dietrich meint: (22.6.2006 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    Von 1969 bis 1971 war ich beim 'Bund', ein Zweijähriger also. Ich habe damals einen Eid abgelegt: das Deutsche Vaterland zu verteidigen. Nix mehr, nix weniger.
    Mein Sohn wird in ca. 2 Jahren gemustert und evtl. 'gezogen'. Ich setze schon jetzt mit Diskussionen an: lass die Finger davon, vor allem nicht als 'Freiwilliger'oder Berufssoldat. Was hast du im Ausland als Soldat zu besorgen? Wenn die sich ihre Köpfe einschlagen, sollen sie es tun. Ist deren Problem, aber nicht deines. Bleibe mit deinem Hintern hier.
    Ich glaube (hoffe), er hats begriffen.
    Feigheit? Ne, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

  24. pflegehose meint: (22.6.2006 um 17:02) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es schon beruhigend, das anscheinend keine Wassermelonen im Spiel waren.
    Ansonsten halte ich es wie wohl alle Fleischfresser: zuviel Gemüse und Obst ist für`n Arsch..

  25. geheim meint: (22.6.2006 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Ich würde mir auch freiwillig Obst in den Hintern schieben, wenn ich dafür nicht in den Kongo müsste ;)

  26. Martin_mb meint: (22.6.2006 um 17:35) AntwortenReply to this comment

    "Keiner der Soldaten, die sich etwas haben zu Schulden kommen lassen, wird in den Kongo geschickt."

    Treffen sich zwei deutsche Soldaten im Kongo: "Na? Gabs bei Euch auch nur noch Wassermelonen?"

  27. Andreas Klein meint: (22.6.2006 um 18:09) AntwortenReply to this comment

    Was soll´s? In gewissen Kreisen (zu denen ich ausdrücklich NICHT zähle …) kostet so eine "Behandlung" richtig Geld … :)

  28. F.R. (Psycho-Blog) meint: (22.6.2006 um 18:19) AntwortenReply to this comment

    Ich denke, das Thema Kongo sollte besser sehr schnell zu den Akten gelegt werden:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,423022,00.html

    Dagegen sind wohl die beschriebenen Vorfälle bei der Bundeswehr Peanuts ;-)

  29. Anonymous meint: (22.6.2006 um 18:49) AntwortenReply to this comment

    Das "heuteJournal" hatte noch ein wichtiges DetaiL: Es sollen Trockenfrüchte gewesen sein. Womöglich hatte da jemand gelesen – Trockfrüchte regen die Verdauung an – und hat das einfach nur missverstanden….

  30. Nakry meint: (22.6.2006 um 18:50) AntwortenReply to this comment

    Nicht ganz so anonym.
    Tja, manche schießen sich in den Fuß, andere probierens mit Frechen Früchtchen.

  31. Matze meint: (22.6.2006 um 19:41) AntwortenReply to this comment

    Ich las gestern auf der Internetseite des Stern, daß die Trockenfrüchte nach dem Einführen wieder "herausgeleckt" wurden. Das empfand ich zumindest als eklig, und es scheint doch ein wenig in Sexualpraktiken hineinzureichen, übliche Rituale hin oder her.

    Link: http://www.stern.de/politik/panorama/:Fallschirmj%E4ger-Kompanie-Obst-Ges%E4%DF-Paddel/563756.html

  32. Ute meint: (22.6.2006 um 20:42) AntwortenReply to this comment

    Falls die Früchte nicht freiwillig rückwärts gegessen wurden (und davon gehe ich bei dem Verein namens Bundeswehr aus), sollte man die betreffenden Initiatoren eigentlich erst recht in den Kongo wandern lassen.

  33. Peter the man without hair meint: (23.6.2006 um 00:00) AntwortenReply to this comment

    Fruchtalaaarm!

  34. Alex Eagle meint: (24.6.2006 um 19:00) AntwortenReply to this comment

    Wenn alles im Einvernehmen zueinander geschehen ist, sehe ich den ganzen "Skandal" nicht.

  35. bodo meint: (24.6.2006 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    ich hoffe doch es gibts solche rituale fuer normale wehrdienstleistende nicht? muss zu den panzergrenadieren, naja ich kann mich auch durchsetzen habe das noetige selbstbewustsein, wollt aber nur mal fragen ob da einer was weiss…..

  36. Besoldungsgruppe A10 meint: (26.6.2006 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    @36:
    Solche Rituale kommen eigentlich nur im Rahmen von Aufnahmefeiern vor, das heißt, irgendjemand wird Unteroffizier und die anderen, älteren Unteroffiziere nehmen ihn in ihre Gemeinschaft auf – eben mit jenen Ritualen. Die müssen nicht unbedingt so krass sein wie die beschriebenen…

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