Traurig
Wir haben ein trauriges Kind im Büro. Sie hat gerade davon gehört, dass der kleine junge Braunbär erschossen wurde.
Die offiziellen Verlautbarungen überzeugen übrigens nicht. Zumindest keine 9-Jährigen.
Wir haben ein trauriges Kind im Büro. Sie hat gerade davon gehört, dass der kleine junge Braunbär erschossen wurde.
Die offiziellen Verlautbarungen überzeugen übrigens nicht. Zumindest keine 9-Jährigen.
Und mich auch nicht!
Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich geweint. Aber im Büro ging das ja schlecht…
Der knuffige Braunbär ist tot? Dabei wollte der doch nur spielen, oder?
Solange 9-jährige Mädchen darüber weinen: ok.
Daß es der Problem-Schad-Zoffbär aber überhaupt schaffen konnte, das mediale Sommerloch zu stopfen und selbst die WM noch zu toppen, zeugt allerdings vom erdnahen geistigen Horizont der selbstgefälligen unermüdlichen Wahrheitssucher in Fernsehen, Radio und Zeitungen.
Fazit: In Deutschland ist inzwischen (Text editiert. U.V.)
tonangebend geworden, und zwar überall, nicht nur in irgendwelchen Parlamenten und Regierungen.
Soweit man noch über ein Minimum moralischen Empfindens verfügt, kommt man nicht umhin, seine Ausreise aus diesem verlogenen Land nun ernsthaft in Erwägung ziehen.
Man muß nicht 9 Jahre alt sein um nicht zu verstehen warum keine Betäubungsgeschosse genutzt worden sind.
So ein Zufall aber auch! Die Schonfrist läuft ab, und schon am nächsten Morgen hat ein Jäger seine Trophäe! Waidmannsheil und hallali!
Zum Kotzen.
Genauso wie der "Saure-Gurken-Zeit"-Medien-Hype um den Bären in den letzten Wochen.
JJ1 alias Bruno hatte leider keinen Pressesprecher …
Ich kann nicht glauben, was ihr da für ein dummes Zeug schreibt. Ein Bär ist erschossen worden. Na und? Täglich werden tausende Kühe und Schweine geschlachtet. Heuchelei pur!
Und natürlich werden auch gleich wieder wirre Verschwörungstheorien gesponnen. Daß wochenlang versucht wurde, den Bären zu fangen, wird unter den Tisch fallen gelassen. Ebenso wird ignoriert, daß Betäubungsgeschosse nur auf kurze Distanz anwendbar sind, und nur von Leuten, die sich mit sowas auskennen und wohl kaum gerade zufällig neben dem Jäger gestanden haben werden. Sollte man den Bären schon wieder entkommen lassen? Wenn er in einer Siedlung dann ein Kind tötet (z.B. ein 9-jähriges Mädchen?), daß ihm dummerweise über den Weg gelaufen war ist das Gejammer dann wieder groß. Selbst der WWF unterstützt den Abschuss!
Das der Jäger den Bär als Trophäe nutzen kann bezweifle ich übrigens. Es sind von "Naturschützern" schon einige Morddrohungen eingegangen! Bravo! :-(
@Wütender Leser: Was DU machst ist Heuchelei. Was haben Kühe und Schweine mit dem Bären zu tun…
Aber ja…
Bitte nicht den Troll füttern… ^^
Apropos, Morddrohungen: von welchem prominenten deutschen Jäger stammt folgendes Zitat:
"Wir werden jene in Konzentrationslager einliefern, die denken, sie können Tiere wie leblose Dinge behandeln."?
Göring, Hermann. Mitglied NSDAP.
*Prust* … das bringts irgendwie auf den Punkt – Quelle wäre sehr interessant.
Zum Bären … das war doch irgendwie in dem Moment klar, in dem der ganze Hype losging. Panes et circenses …
Quelle? Hier: http://de.wikiquote.org/wiki/Hermann_G%C3%B6ring#Zugeschrieben
"@Wütender Leser: Was DU machst ist Heuchelei."
Was DU machst ist dummes Zeug schwätzen.
"Was haben Kühe und Schweine mit dem Bären zu tun…"
Es sind alles Tiere, die in unserem Land getötet werden. Nur das von dem Bären zusätzlich noch Gefahr für Menschen ausging. Du bist wirklich nicht der Hellste, oder?
"Aber ja…
Bitte nicht den Troll füttern… ^^"
Na dann: sorry, daß ich Dich gefüttert habe.
bum bum, ist doch einfach (klasse?) dies Art von Problemlösung. Einfach drauf halten und fertig. Natürlich ist da viel Gefühlsduselei dabei. Teddys waren schon immer knuffig. Trotzdem ist diese Art des Umgangs mit dem "Problembären" oder Halbstarken, wie er jetzt genannt wird ein ziemliches Armutszeugnis. Ich denke, der Stoibär ist der größere Problemfall.
Übrigens, in einer ganzen Reihe von Nachbarländern reagiert man wesentlich gelassener und längst nicht so panisch auf wieder eingewanderte Bären, Wölfe oder Luchse.
Die "armen" geschädigten Bauern wurden übrigens fürstlich von einer Versicherung, die den Bär auf 1,5 mio versichert hatte entschädigt.
Scheint dabei ein großer Gourmet gewesen zu sein. Hat ausnahmslos hochwertiges Zuchttiere mit laaaaangem Stammbaum vertilgt.
Schade, dass er sich an Pinocchios laaangen Nasen nicht schadlos gehalten hat…..
@Wütender Leser…
Doch doch, ich bin schon der hellste. Soweit ich mitbekommen habe, hat der Bär noch keinem Menschen etwas gemacht…
Klar werden jeden Tag andere (Nutz-)Tiere getötet. Nur, darum geht es nicht…
Du irrst. Der Troll warst Du :-)
"bum bum, ist doch einfach (klasse?) dies Art von Problemlösung. Einfach drauf halten und fertig."
Einfach draufhalten? Wochenlang hat man es mit anderen Mitteln versucht!
"Übrigens, in einer ganzen Reihe von Nachbarländern reagiert man wesentlich gelassener und längst nicht so panisch auf wieder eingewanderte Bären, Wölfe oder Luchse."
Bei uns auch nicht. Anfangs hat man sich ja durchaus gefreut.
"Die “armen” geschädigten Bauern wurden übrigens fürstlich von einer Versicherung, die den Bär auf 1,5 mio versichert hatte entschädigt."
Es geht nicht um den finanziellen Schaden der Bauern, sondern um Gefahr für Menschen.
"Soweit ich mitbekommen habe, hat der Bär noch keinem Menschen etwas gemacht…"
Genau, also warten wir, bis er es tut? Bei einem Bären, der sich in meschlichen Siedlungen rumtreibt ist das nur eine Frage der Zeit.
Ich hoffe nur, daß Du keine Verantworung für das Leben anderer Menschen trägst.
@Wütender Leser (Nr. 14):
Ok, ich kann verstehen, dass es dir um die Gefahr für Menschen geht… Nur… Da gibts andere Wesen, vor denen man mehr Angst haben muss….
Übrigens, wir haben hier ab und zu sogar Wölfe… Die haben noch keinem Menschen was getan…
@Wütender Leser (Nr. 15)…
Sowas hab ich auch schon gehört… Man ersetze "Bär" durch ein anderes Wesen und dann…
Moment mal:
Der Bär war kein 'Zotti' von Steiff. Und er hatte keine Scheu vor Menschen – das kann ihn einigermaßen gefährlich machen. Normalerweise machen Bären einen großen Bogen um Menschen – der erschossene Bär zu Lebzeiten allerdings nicht.
Ich finde es traurig, dass es für Bären keinen Platz gibt, ebenso wie z.B. für Wölfe. Mit Luchsen wirds versucht, sie wieder auszuwildern.
Tja, er ist erschossen worden, ich glaube allerdings nicht, dass es um eine Trophäe für den Schützen ging, daran hätter er sicherlich keine Freude.
fakt ist, sie habens zumindest versucht, den bären lebend zu fangen.. fakt ist auch in deutschland leben zuviele menschen, als das bären hier einigermaßen *unbehelligt* leben könnten. klar wäre es schöner, wenn wir tiere etwas mehr respektieren würden.. aber da sollte dann mal jeder bei sich selber anfangen… oder wer kauft ausschliesslich bio/öko-fleisch von *glücklichen* *fair behandelten* tieren… wer kauft nur schuhe aus tierleder von glücklichen kühen.. usw….
tja.. es ist schade, dass der bär getötet werden musste.. aber es war ja abzusehen.. halt um die drohende gefahr abzuwehren, die menschen durchaus droht, wenn bären in der nähe leben.
nichts desto trotz kann ja wohl jeder verstehen, dass eine neunjährige darüber traurig ist.
Der Bär ist doch vielen Menschen begegnet. Er hat keinen einzigen angegriffen, obwohl er zahlreiche Gelegenheiten hatte.
Es ist doch seltsam, das es z.B. in Slowenien problemlos möglich war, Bären lebendig zu fangen und diese dann nach Frankreich zu bringen (wo es das gleiche Gezeter der Bauern gab).
Vielleicht hat man die falschen Leute engagiert?
Ich empfehle auch dieses Interview :
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,423720,00.html
sie überzeugen auch keinen 37jährigen
Ich finde es ja lustig, dass es seit ein paar Wochen, Millionen von Bärenexperten gibt.
Wer zB von Euch hier kann sich als Bärenexperte bezeichnen?
Ist schon schön, vor Fernseher, Radio, Zeitung und Internet zu sitzen und dann ne Meinung zu backen. Zumal man bedenken sollte, wie die Medien manipulieren.
Ob das Töten nun gerechtfertigt war oder nicht, vermag jedenfalls ICH nicht zu sagen.
@21 harhar… da kamen spezialisten (super profibärenfängermitspezialsuperduperhund).. da haben 2 länder drüber beraten… da hat greenpeace mitgemischt.. das ganze hat ein vermögen gekostet.. ich bezweifle sehr stark, dass man ernstlich jm. da vorhaltungen machen kann *kopfschüttel*
..schön, dass der bär keinem etwas getan hat… bis dato nicht.. er stand ja auch unter permanenter beobachtung… wenn man den bären aber einfach machen lässt, dann wird er nächstes mal vielleicht nicht nur den kaninchenstall plündern, sondern auch in haus einbrechen und den kühlschrank ausräumen… die leute werden unaufmerksamer… und *zack* wird das picknick im wald zur falle…
…lächerlich. Haben wir keine anderen Sorgen?
LIeber Jägermeister, die Äußerung ist nicht nur unsachlich, sondern abschätzig, überheblich, beleidigend und überdies konturlos. Insgesamt jenseits meiner Schmerzgrenze. (Möglicherweise gehen mir an anderer Stelle härtere Sachen durch. Aber das ist das Schicksal derer, die \"erwischt\" werden.)
Ihre Nachfrage habe ich gelöscht, weil der Begriff dort auch vorkommt.
@27: Sorry, Herr Kollege, aber die Reaktion finde ich doch etwas überzogen.
Okay, kann man drüber streiten. Ich finde es aber nicht gut, wenn ganze Gesellschaftsgruppen in einen Topf geworfen und für etwas kollektiv verantwortlich gemacht werden. Und ich möchte so etwas hier auch nicht lesen.
Das vielleicht als zusätzliche Erklärung.
@ 28. so ist das Leben. andere Menschen andere Meinungen
Jetzt stelle man sich mal vor … ein östereichischer Verbrecher (Mörder, Vergewaltiger oder vielleicht sogar Kinderschänder) ist auf der Flucht und kommt über die Grenze nach Bayern oder Deutschland. Nach 2 Wochen Fahndung konnte er immer noch nicht gefasst werden und hat nachts meherere Kioske und Hühnerställe auf der Suche nach Nahrung aufgebrochen. Er hat keine Scheu vor Menschen und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück. Was lesen wir dann nach Einstellung der Fahndung?
– Problem-Klaus zum Abschuss freigegeben!! —
Ich glaube nicht. Aber wieso nicht?? Ist der Mensch nicht auch nur ein Tier?
Also,
da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll.
1.
Da haben sich Politiker, Umweltschützer, Bürger und was weiß ich nicht für Leute, Jahrzehnte lang darüber 'bestürzt geäußert', dass es in Deutschland keine Bären mehr gibt. Das sei ein Ungleichgewicht in der Natur.
Ist es auch.
Damit erklären Jäger ihre Existenzberechtigung. Wenn man Jägern vorhält, sie hätten "nur Lust am Töten", kommt stets die Antwort, dass für ein Gleichgewicht in der Natur gesorgt werden muss, da es weniger Raubtiere gibt, die Rehe, Wildschweine etc. reißen.
Wenn jetzt mit skandinavische Spezialisten Tagelang nach dem Bären suchen, und auch alle Anderen die Augen offen halten, und der Bär nicht gesichtet wird; aber sobald die 'lebenserhaltende Fangaktion' abgeblasen wird, wird das Tier gesichtet und abgeschossen – ich will niemanden verurteilen, aber dass gibt mir zu denken!
2.
Es mag sein, dass Betäubungsgeschosse nur eine kurze Reichweite haben. Dann kann man sie nicht ohne Gefahr für Menschen einsetzen, klar. Aber wenn es so gefährlich ist, warum dann diese Super-Hund-Aktion? Ist die Reichweite eines Hundes geringer als die, eines Betäubungsgewehres? Hätten die Finnen den Bären erschossen oder betäubt? Sie hätten ihn betäubt! (BTW, das wäre mal eine Aufgabe für die Rüstungsindustrie: Betäubungsgewehre mit großer Reichweite, vielleicht sogar Betäubungsmaschinengewehre oder gar Betäubungsbomben – könnten echt sinnvoll sein (auch – und vor Allem – beim Militär).)
3.
Man hätte den Bären NICHT töten sollen. Mag er auch ein "'Problem'-Bär" gewesen sein. Man gibt schließlich auch nicht 'Problem'-Autofahrer zum Abschuss frei, sondern man schickt sie zur MPU. (Ja, es ist mir bekannt, man kann einen Bären nicht testen kann) Aber man hätte ihn zumindest einfangen und in einen Zoo bringen können. Da hätte er wenigstens einen halbwegs bärenwürdigen Lebensabend verbringen können.
4.
Bären sind in Deutschland erneut ausgerottet worden!
Ach ja… Stimmt es, was ich heute morgen in den Nachrichten gehört habe, nämlich dass die Abschussgenehmigung _nur_ für Tirol galt? Hmmm….
Grüße!
Wie auf jeder anderen Plattform auch habe hier die meisten völlig die Objektivität verloren, Häme in allen Lagern. Ich frage mich, ob irgendwer diese Diskussion produktiv oder gar sinnvoll findet? Oder fällt das unter Meinungsäußerung?
@33, Alex:
Ich finde die Diskussion sowohl produktiv als auch sinnvoll.
Mein Kommentar ist voll von Meinungsäußerungen und dich würde gerne die Meinung Anderer dazu lesen.
Welchen Beitrag zur Diskussion bringt Dein Beitrag?
Grüße!
Ich äußere meine Meinung, magst Du sie teilen oder nicht – es sei dir unbelassen. Und ich bin eben der Meinung, dass die Diskussion per se bereits ein ganzes Stück sinnlos ist.
Nimm's mir nicht übel, alles was von Dir geschrieben wurde, wurde so bereits auf SPON, SZ und wo sonst noch zum Besten gegeben. Und auch an eben diesen Stellen heftigst bekämpft und verteidigt.
Tatsache ist nun mal, dass JJ1 das Sommerloch gefüllt hat, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin mir sicher, es sterben jeden Tag Bären auf diesem Planeten durch Menschenhand und es interessiert niemanden, dich wohl eingeschlossen. Die Diskussion ist durchzogen von "Wenn man"s, von "man hätte" und "man sollte" … hinterher ist man doch immer schlauer, nicht? Vor allem, wenn man auch gar nichts damit zu tun hatte.
Die schnelle Tötung wird reflexartig mit irgendwelchen Verschwörungstheorien verknüpft, ein Zufall wird von vorneherein ausgeschlossen.
Und das nennst du produktiv und sinnvoll?
BTW: Ich war/bin weder für noch gegen das Abschießen des Tieres, tatsächlich find ich's irrelevant. Um den geschmacklosen Witz zu bringen: Diesmal ist halt nicht der Sack Reis in China umgefallen, sondern der Bär in Bayern.
Ja, das hat man nun hinzunehmen.
Eines würde mich aber schon interessieren: gibt´s denn Ihrer Ansicht nach überhaupt jemand, den man für den jämmerlichen Zustand des Landes verantwortlich machen kann? Oder ist wieder mal keiner dran schuld?
Zur Erinnerung: Deutschland braucht inzwischen eine Fussball-WM, um auf ein paar Prozentpünktchen Wachstums zu hoffen…
Rente, Gesundheit, Steuern – alles am Anschlag. Aber der gute Ottmar Schreiner sagt, Deutschland sei kein Sanierungsfall, das sehe man schon daran, daß Deutschland Exportweltmeister sei.
Durch dieses surreale Meinungsbild, das uns von "Moderatorinnen" dargeboten wird, bei denen ich mich immer frage: kommt jetzt noch das Bussi oder nicht(N24), geistert dann noch über Wochen der Problem-Schad-Zoffbär, als gäbe es sonst nichts zu berichten.
Und klarerweise finden sich auch stets genügend Gefühlsmenschen, um bei Passantenbefragungen, die hierzulande übrigens unter "Nachrichten" firmieren, zum Schicksal dieses Tierchens eine Meinung abzugeben. Je emotionaler und unsachlicher, desto besser.
Sind das denn keine Zumutungen, respektive Beleidigungen jedes halbwegs noch normal tickenden Bürgers durch eine selbstgefällige und sich gegenseitig bedienende Polit- und Medienkaste? Und die darf man nicht beim Namen nennen?
Das Lawblog habe ich bislang immer sehr geschätzt, wegen seiner Unabhängigkeit und der vielfältigen Ansichten, die hier Wort kommen durften. Ich hoffe, das wird auch in Zukunft so bleiben.
ich finde es auch – leider – gut, dass der bär erlegt wurde. da kann man sich lang und breit romantische gedanken machen, dass es ja eigentlich schön ist, dass hier wieder einer herumläuft, aber eins ist ganz klar: der bär war gefährlich und musste aus dem verkehr gezogen werden.
NATÜRLICH glaube ich auch, dass eine betäubung und verbringung besser gewesen wäre – aber wohin? das ist schon mal die erste frage. bären haben ein "revier" von vielen, vielen quadratkilometern. und der vorschlag mit dem zoo oder zirkus, der oben gemacht wurde, der war extrem daneben. gerade so ein tier wünscht sich mit sicherheit ALLES andere als ein solches dahinsiechen. da war wohl auch die romantische verklärung des schönen tierlebens hinter gittern vater des gedanken.
die zweite frage ist, wie das hätte getan werden sollen. es ist nunmal nicht so, dass ein jäger einfach statt schrot (oder was man da nimmt) einfach ein betäubungsmittel in sein schießgewehr stopft. man braucht ein völlig anderes gewehr, das – wie hier bereits bemerkt wurde – nur auf sehr kurze entfernung abgeschossen werden kann. und auch dies nur von tierärzten mit zusatzausbildung. und selbst wenn das funktioniert hätte, wäre der bär erst schlechtestenfalls erst nach 30 min wirklich außer gefecht gewesen, und mit einem angeschossenen 2 meter raubtier möchte ich keine 30 min lang 20 meter auseinander stehen.
fazit: es gab LEIDER! kaum eine andere möglichkeit als den abschuss. und es ist ja tatsächlich nicht so, dass nicht versucht wurde, das tier lebend zu fangen.
zu dem abschusszeitpunkt: ich habe auch gehört, dass die freigabe in deutschland ab dienstag, 0 uhr gelten sollte; in tirol allerdings schon ab montag, 0 uhr. wenn der bär auf deutschen boden abgeknallt wurde, gibt es da meiner meinung nach ein problem. aber ich glaube kaum, dass es wirklich eins werden wird.
naja, ich bin mir jedenfalls sicher, dass über kurz oder lang etwas passiert wäre, wenn man den bären einfach so hätte laufen lassen. es kam ihm sicherlich zu gute, dass menschen bären nun einmal mit süß, knuffig usw. in verbindung bringen, aber bären sind nun einmal unter den allergefährlichsten raubtieren. man muss sich doch wirklich nur einmal ausmalen, was geschehen wäre, wenn ein kleines kind hätte dran glauben müssen. mal im ernst leute. das risiko kann man wirklich nicht eingehen. nur weil es sich um einen kuschelbären handelt, wird halb deutschland zu kämpfern für tierrechte. da muß man es mit der romantisierung des guten alten berglebens wirklich nicht übertreiben.
und auch den hier gekommenen verweis auf die tägliche tausendfache tötung von nutztieren finde ich keineswegs unangebracht. damit sollten sich die hier versammelten möchtegern-tierschützer mal besser befassen.
wenn man eine (in meinen augen die einzige) möglichkeit, die der bär zur unterbringung gehabt hätte, mal sehen will: baerenpark.de, die seite des bärenparks Worbis (ich glaube in thüringen).
dort kümmert man sich wirklich und so gut es geht um alte bären, und dort sind auch wirkliche fachleute am werk. auf der indexseite hat man auch einen news-überblick zum "problembären". dort wurde folgende meinung vertreten:
"Erst Deutschland hat den Bären zum Problembären gemacht", so die Experten, "weil eine Panik verbreitet wird, die international gar nicht akzeptabel ist".
Deutschland sollte sich besinnen und an alten Traditionen festhalten, auch Haustiere vor Wildtieren zu schützen.
Vor Füchsen, Mardern und Habichten werden Haustiere auch geschützt. Warum Bienenstöcke und Schafweiden nicht elektrisch absichern und sich wieder an Hütehunde gewöhnen.
Diesen Abspruch stellen wir als Stifiung für Bären, denn eine neue Akzeptanz für Bären tut Not.
es wurde aber bereits vor wochen auch dort festgestellt:
Die von Anfang an geäußerte fachliche Haltung, der Bär sei aufgrund seines Verhaltens ein Risikobär, wurde durch die Vorfälle in Kochel weiter erhärtet. Das Tier hat gelernt, dass es im menschlichen Siedlungsraum Futter findet. Diese Futterkonditionierung wird durch jeden erfolgreichen Versuch verstärkt. Die befürchteten zufälligen Begegnungen Bär-Mensch haben in Kochel erstmalig stattgefunden – das Unfallrisiko ist nach Meinung der Fachleute hoch.
Schießbefehl fertig ! bum – alles klar? Kein Geld mehr für üblebende Lösungen + keine Konzepte der Verantwortlichen – gab´s alles schon mal – TRAURIG – good grief!
Wie schon jemand geschrieben wurde: wochenlang hat man es mit allen anderen Mitteln versucht.
Den Hass auf Jäger kann ich nicht nachvollziehen. Tiere werden halt nunmal getötet, damit der Mensch nachher einen leckeren Braten auf dem Tisch stehen hat. Niemanden kümmert das, wenn es sich um eine Kuh oder ein Schwein aus der Massentierhaltung gehandelt hat, das sein ganzes Leben lang in einem engen Gatter stehen musste, sich nie bewegen konnte, nie die Sonne sehen konnte… Aber schießt ein Jäger ein Wildschwein, ein Reh oder, horrible dictu, einen Bären, dann geifert die Meute…
Lasst Euch morgen beim Frühstück schön Wurst, Milch, Käse und Eier schmecken und fühlt Euch schön moralisch überlegen, daß ihr die verachtungswürdigen Jäger so dolle hasst!
@ 39: Sollte man nicht doch einen kleinen Unterschied zwischen einem Nutztier und einem in Deutschland als ausgestorben gelisteten Tier machen? Zum ersten Mal seit 170 Jahren haben wir wieder einen Braunbären in Deutschland (gehabt). Und was fällt uns ein? Schießen wir ihn halt ab, wenn er sich nicht fangen lässt.
Die Idee, dass eben nicht mehr im Wald gepicknickt wird und man den Bären einfach leben lässt, scheint keinem gekommen zu sein. Aber ich vergaß. Er lief ja dummerweise in einer Touri-Region herum….
Darüber hinaus stelle ich mir hier – wie so viele – die Frage, warum es wochenlang nicht mal möglich war, ihn zu orten. In der Nacht, in der die Abschußgenehmigung erfolgt, ist er aber direkt fällig…. Was für ein Zufall….
Also ich würd mal drauf wetten, daß Politiker mehr existenzen Zerstört und damit so manchen in den Freitot getrieben haben wie dieser Bär.
Warum schicken wir nicht mal die ganzen Jäger in den Bundestag???
Ich glaub, da wären mehr Menschen gedient, als wenn wir dem seinen natürlichen Trieb nachgehenden Bären einfach ummurcksen.
@7: Godwins Law?
Ich für meinen Teil finde sehr beruhigend, so viele geBILDete Wildtierexperten um mich rum zu haben – Gottseidank braucht keiner davon Veranwortung für einen Vorfall zu übernehmen, nachdem das Tierchen nun tot ist. Denn ich befürchte, dann hätten exakt die selben Leute über ein totes Kind statt über einen toten Bären gejammert.
Es wird immer wieder das Argument vorgebracht, daß für eine Betäubungsschuß die Entfernung zu groß gewesen sei. Wenn dem so ist, wieso existieren dann so wunderbare Videoaufnahmen dieses Bären?
Auch mich kann die Notwendigkeit absolut nicht überzeugen.
Wie sieht es eigentlich mit dem Straftatbestand der Wilderei (§ 292 StGB) aus????
Die Abschussgenehmigung in Bayern gilt erst seit HEUTE, 0:00. Nur in Tirol galt diese auch schon gestern.
Der Bär wurde gestern, 4:50, abgeknallt. In Bayern.
@gerhard: Vielleicht, weil Kameras zoomen können? Da kann man 200m entfernt stehen, und das Bild scheint wie aus 20m Entferung aufgenommen. Eine Zoomfunktion für Betäubungsgewehre gibt es aber noch nicht. Diese können eben nur aus max. 35m (?) treffen. Dann geh doch mal auf 35m an einen Bären ran und triff nicht richtig. Ich möchte mal sehen, wie schnell du dann laufen kannst. Ein Bär schafft es auf ca. 60km/h.
Über Sinn oder Unsinn des Abschusses hab ich mir noch keine Meinung gebildet, aber das Argument "warum erschießen, man hätte doch betäuben können" ist haltlos.
Vielleicht hat ja noch jemand die Pressekonferenz in Schliersee gesehen (über N-TV, wenn ich mich recht erinnere):
Die Abschussgenehmigung sollte als Allgemeinverfügung (durch öffentliche Bekanntmachung) erst ab Dienstag wirksam werden. Dies wurde Samstag so beschlossen, damit rechtlich alles in Ordnung ging.
Eine Zeitung und der Videotext des Bayerischen Rundfunks haben die Allgemeinverfügung aber noch vor Montag veröffentlicht, sodass diese ab Montag 0:00 Uhr wirksam war.
(wahrscheinlich geht's da um Art./§ 41 Abs. IV S.4 (Bay)VwVfG )
Und nochmal: Gibt es so viele Bärenexperten, dass eine qualiizierte Diskussion ohne ständige Konjunktive und Mutmaßungen überhaupt möglich ist?
Und dann die hanebüchenen Vergleiche mit Verbrechern, die ja auch nicht zu Abschuss freigegeben werden…
Hier ein Link zu Kachelmann, der alles wichtige beinhaltet.
http://onnachrichten.t-online.de/c/83/25/16/8325168.html
Klar ist der Bär eine Gefahr für Menschen. Dennoch ist es wahrscheinlicher, von einem besoffenen Idioten über den Haufen gefahren zu werden als von diesem Bären angegriffen und getötet zu werden. Interessiert jemanden die Verkehrstoten? Nein, denn diese Gefahren nehmen wir billigend in Kauf. Aber der böse böse Bär, der vielleicht unter Umständen jemandem etwas tun könnte, dann, wenn die Venus in einem günstigen Winkel zum Saturn steht. Ja, diese Gefahr müssen wir schnellstens beseitigen. Und Spaß macht das Abkanallen auch noch – yeah! Wie John Wayne.
Ich habe mal dem Bayerischen Jagdverband geschrieben. Wortlaut in meinem Blog. Ich denke aber nicht, dass ich Antwort bekommen werde…
Es ist unbekannt, ob der Abschuss durcheien Jäger oder Förster erfolgt ist. Zudem hatte sich der bay. Jagdverband gegen den Abschuss ausgesprochen, da er eien Imagescaden fürchtete. Jäger sind jedoch nicht weisungsgebunden.
Außerdem hat hier der Shcütze eien hoheitliche Aufgabe vrgenommen, zu der die Polizei mangels Ausrüstung/Ausbildung nicht in der Lage ist.
Welche Anwort wird denn dann erwartet oder reicht es aus, ein schlechtes Gewissen, da man kein Veganer ist, mit Anschuldigungen gegenüber Jägern zu kompensieren?
Was hat Jagd mit Autofahren zu tun?
Wie kommen Sie zur Arbeit? Wie wird Ihr Supermarkt/Händler beliefert ihr Comuter verschickt?
Es gibt zu viele Verkehrstote und man muss etwas dagegen unternehmen. Wenn man die Verkehrstoten oder die Gefährdung dadurch abstellen könnte, dass man ein Schuss abgibt, ja warum nicht?
@Mone: Das das gezoomte Bilder sind, kann ich natürlich nicht ausschließen.
Ich habe den Eindruck, daß da eine riesige Show für Publikum veranstaltet wurde und das das Schicksal des Bärenjünglings von vorn herein beschlossen war. Wir haben heutzutage alle möglichen Hilfsmittel ( Wärmebildkameras, Hubschrauber, Nachtsichtgeräte, etc.), da zeugt es schon einer gehörigen Portion Unfähigkeit, einen Bären nicht zu fangen.
Der Bär hatte von Anfang an keine Chance nachdem er sich am Heiligtum der Bayern – der Besitz – vergriffen hatte. Warum holt eine finnische Bärenjagdgruppe und fragt nicht die, die sich mit dem Verhältnis von Bären und Menschen aus eigener Erfahrung auskennen? Nach allen Informationen, die ich über Bären gelesen habe, war der Bär nicht verhaltensauffällig. Er hatte sich nur seiner Umgebung angepaßt!
@gerhard:
Wäremebildkamera zeigt jedes Reh und Gams, jede Kuh, Schaf usw. an und daher ungeeignet. Nachsichtgerät funtioniert nur in Reichweite einer UV-Lampe. Hubschrauber über Wäldern? Warst Du schon mal in den Bergen?
Es ging nicht um Eigentum, sondern Menschenleben. Ein nicht verhaltensuntypischern Bär hält sich von Menschen fern, JJ1 hat diese aufgesucht d.h. war verhaltensuntypisch für ein Wildtier.
Ich finde es merkwürdig, wenn der Abschuss des Tieres damit gerechtfertigt wird, dass es andere Probleme auf der Welt gibt.
Dass woanders Menschen hungern, Bürgerkrieg herrscht oder Fleisch gegessen wird – was hat das mit dem Bären zu tun?
oder mit Verkehrtoten?
@jagdgast
Und die Wärmebildkameras sind so (Text editiert. U.V.)ungenau, dass man damit nur einen hellen Flecken sieht und dann lediglich weiß, dass \"etwas\" geortet wurde???? Ein großer Brummbär wird also gleich angezeigt wie ein graziles Reh oder ein Gams usw?
(Text editiert. U.V.)
@Jagdgast
Was ich mit dem Vergleich zum Straßenverkehr sagen wollte: das Leben an sich ist verdammt gefährlich. Es ist sogar die eine Tätigkeit, die mit 100%-iger Sicherheit zum Tod führt. Wir sind tagtäglich viel viel größeren Gefahren ausgesetzt, die wir gelassen hinnehmen und dulden. Da wäre es auf die minimale zusätzliche Gefahr durch den Bären nicht mehr wirklich angekommen…
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,3949037,00.html
Der Bär ist vor der bewirtschaft. Almhütte, der Wirt geht raus und schreit ihn an und der rennt ängstlich davon. Na sowas von gefährlich…
Gleich darauf dort erschossen.
So, und weil scheinbar überhauptgarkeiner ihn erschossen hat, muß er
wohl Selbstmord begangen haben.
nB, in Nordamerika, Kanada und Alaska sind Bären fast überall in den
Naturparks, auf den Campingplätzen, in den Resorts anzutreffen.
Suchen in den Kühlboxen, Hütten und Zelten nach Eßbarem.
Überall Aufklärungsschilder und keinem passiert was. Die Ranger
greifen höchst selten ein.
Ganz oben sinds auch mal Eisbären,irgendwo, die sind unfreundlicher, Polizei verjagt sie dann.
Und warum ist er jetzt tot?
Weil deutsche Staatsdiener, Beamte nichts mehr hassen und fürchten,
als Risiko und Verantwortung übernehmen.
Wenn da am Ende einer verletzt worden wäre, oder gar tot.
Allerdings, wenn man jedes Jahr ein paar Hundert Menschen, auch Kinder,tötet,weil man kein Tempolimit in D will, im BMW-Porsche- und Mercedesland will das die Union nicht und weil wegen der CSU kein 0,0 Promille-Gesetz
kommt,der Alkohol-Hersteller-Wahlkampfspender wegen, interessiert das keine Sau.
@52 (Udo Vetter)
???
Ist es nicht genau anders herum? Weil Mörder, Unfallfahrer, etc. nicht zum Abschuss freigegeben werden, solle erst recht kein Bär abgeschossen werden.
Das ist meiner Auffassung nach der Tenor im pro-Bär-Lager hier.
Ihre Aussage bzgl. einer Rechtfertigung mit anderen Problemen verstehe ich in dem Kontext nicht.
Den Hinweis auf Fleischesser würde ich in eine andere Schublade sortieren: Warum Fleisch essen, wenn man gegen das Töten von Wild ist?
@58 (Thomas)
Saftige Argumentation. Wirklich.
Der Bär wäre in jedem Fall vor Menschen zurückgewichen? Vielleicht…
Deutschland liegt in Kanada oder Alaska? Hui!
Kanada: 3 Einw./km²
Alaska: 0,5 Einw./km²
Deutschland: 231 Einw./km²
Über den Größenvergleich nordamerikanischer und deutscher Naturparks wollen wir mal hinwegsehen…
Vielleicht sollte jeder mit Verkehrsgefahrenvergleich 5 Cent in die Analogieverbot-Kasse zahlen. Eine Goldgrube!
Noch ein unsachlicher Beitrag von mir:
Der Bär wurde laut Nachrichten durch einen Lungenschuss getötet!
Klasse!
Das ist kein schneller Tod.
Das arme Vieh ist elend verreckt.
Grüße!
@ 48
hier die Stellungnahme, sozusagen eine Antwort auf die Anfrage:
http://www.jagdnetz.de/Aktuelles/News/Detail/index.cfm?Datensatz=6001
Lungenschuß ist sofort tödlich und absolut waidgerecht. Gilt als bester und am schnellsten wirkender Schuß(Ausnahme Kopfschuss).
Langes Leiden gab es nicht, damit ein untauglicher Versuch der Emotionalisierung.
Problembären:
http://home.arcor.de/psychoanalyst/200606c.htm#27_275
@49
> Außerdem hat hier der Shcütze eien hoheitliche Aufgabe vrgenommen, zu der die Polizei mangels Ausrüstung/Ausbildung nicht in der Lage ist.
Bei letzterem wäre ich mir nicht so sicher.
Auf ca 150 m mit 9×19?
Polizei ist zwar Jagdschutzberechtigt, jedoch dienstlich nicht jagdlich ausgebildet.
Hier ein Einzelfall, der hier zumindest in diesem Fall die mangelnde Ausbildung zeigt:
Ein Jäger war gegen Mittag mit anderen Jägern auf der Suche nach Sauen, Westfalenterrier, an einen kranken Hirsch geriet. Der Hirsch hatte zwei Tage zuvor einen Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden und lag wohl dort seitdem. Der kranke Zwölfender, kam auf die Läufe und flüchtete bergab, gefolgt vom Hund, der ihn immer wieder stellte. An der Landstraße konnte der Hirsch nicht mehr über den Graben, als eine Polizeistreife zufällig vorbeikam. Eine Polizistin stieg aus und schoß sofort, insgesamt sechsmal, auf den als Jagdhund erkennbaren, mit Warnband versehenen Hund, der den Hirsch stellte. Zufällig vorbeikommenen Zeugen erklärte sie, daß sie das Pferd nur vor dem Hund schützen wollte!!!!!!!
… übrigens, hat jemand in letzter Zeit Goleo gesehen ???
@64 jagdgast:
dafür hast du doch sicherlich Belege oder? Irgendein Zeitungsbericht? Pressemitteilung der Polizei?
@ 66:
ja.
Könnte man zwar auch googeln, aber wenn ich schon so nett gefragt werde hier eine ausführliche Diskussion zum Thema mit Fundstellen, Polizeibericht usw.:
http://forum.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=50&t=001513
@Udo: zeig dem traurigen kleinem Kind doch einfach ein paar Bilder von aufgerissenen Schafen, Lämmern und Häschen, die u.U. nicht das Glück eines schnellen Todes hatten – da dürfte auch ein 9jähriges Kind verstehen, daß kein Steiff-Teddy erschossen wurde.
@Rest: Offensichtlich haben sich sogar (die u.a auch hier geforderten) Bärenexperten zu dem Thema ausgelassen – selbst der WWF empfahl das Tier aus dem Verkehr zu ziehen. Schon werfen die Träumer mit "Gehege" um sich … aber für ein Tier, das bisher Kilometer am Tag zurückgelegt hat?
Nur die Boulevardpresse hat eine andere Meinung: sie scheucht Mountainbiker und Wanderer in die Berge, damit sich das Tierchen an den letzten Hobbyfotografen gewöhnt und genüßlich zum "Passanten erschrecken" durch Kochel am See trabt. Nun füllt die selbe Presse anschließend mit dem Kadaver ihr Sommerloch und treibt statt der sprichwörtlichen Sau ausnahmsweise einen Bären durchs Dorf, sogar der Stofftierkommerz nimmt sich des Themas an – und halb Deutschland fällt auch noch darauf rein.
Ich finde es weiterhin leicht daneben zu argumentieren, daß es bei tausenden Verkehrstoten im Jahr auf ein paar tote Urlauber durch einen Bären auch nicht ankommt. Mit dem Argument könnte ja jeder Amoklaufen, wie's ihm paßt – was sind schon ein Dutzend Tote bei den vielen Hungertoten pro Tag … oder wie? Gehts noch?
Am Ende meines Beitrags möchte ich noch den letzten Absatz dieses Artikels zitieren:
http://www.welt.de/data/2006/06/27/935209.html:
== Moderate Stimmen warnen derweil vor einer Romantisierung des Bären. Der Ministerpräsident des österreichischen Bundeslandes Tirol Herwig van Staa bat, „Brunos“ Schicksal nicht zu vermenschlichen. In Europa gebe es 30 000 bis 40.000 Braunbären, von denen jährlich etwa 4.000 geschossen würden. Der Braunbär sei keine aussterbende Wildtierrasse. „Ein Braunbär mit dem menschlichen Namen „Bruno“ ist kein Kuscheltier. Mir tut auch das Schaf Leid, das der Bär gerissen hat.“ ==
@ anonymous: darf man lachen??? ^^
Die ganze Diskussion hier ist die beste Satire, die ich seit langem gelesen haben. :-)) Danke dafür!
ich kann mir zumindest gut vorstellen, wie der MOB reagiert hätte, wenn der bär tatsächlich jm. verletzt oder getötet hätte…
freue mich über diese kommentare. in zeiten in denen harald schmidt sommer/wm/etc-pause macht, mein einziger zugang zu satirischer belustigung. diesmal sogar für lau.
der versuch einen braunbären, dass mehrere km am tag zurücklegt, den menschen nicht scheut und nutztiere tötet in einer kulturlandschaft zu etablieren, muss scheitern. wenn arbeiter bei einem konzern entlassen werden, ereifern sich die menschen über die heuschrecken. reist ein bär nutztiere und bringt damit die existenz von bauern in gefahr, ist das was ganz anderes. ist ja ein süßer süßer bär, denn man auch in einen 3×3 meter großen stall in einem tollen zoo 500 km entfernt transportieren hätte können.
meiner meinung gehört der bär ins blog.
tja, ist ja doch nichts von der Mär der bösen Jäger:
Braunbär Bruno ist von einem "staatlich beauftragten Sicherheitsteam des Landratsamts Miesbach" und nicht von Privatjägern erlegt worden. Das teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband/DJV mit.
Die Jägerschaft habe sich hingegen sehr früh vom Abschuss des hierzulande geschützten Bären distanziert.
Hier ein guter Kommentar in der FAZ:
http://www.faz.net/s/RubFD9B0717842F4687893B0B9BAA8FFDDD/Doc~ED23234AB435B4559AA65C4E137EFD03E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Eine wahre Vergleichsgeschichte zum nachdenken!
Am Waldrand wohnend,hatte ein achtjähriges Mädchen Namens Fränzi einen lieben Gefährten, einen zweijährigen kuscheligen Berner Sennhund der auf den Ruf "Bärli" schwanzwedelnd ankam.
Bärli war aber so vermessen beim rumtollen mit Fränzi kurz in den Wald zu laufen.
Schuss-Peng-Tot.
Der Köter hat gewildert hieß es anschließend. Nichts hat er getan, weder Tieren noch Menschen.
Niemand (ausser "Bärlis Familie")hat sich aufgeregt, warum auch.
Um was geht es eigentlich hier?
ich find witzig, wie dusselig die bayrischen behörden hier (allgemeinverfügung zum abschuss von bruno) sind:
http://www.regierung-oberbayern.de/Bereich5/5wirueberuns/5sgvorstell/55.1doku/06_06_23_Braunbaer_Allgemeinverfuegung.pdf
offensichtlich hat der regierungsrat, der den abknallbefehl unterzeichnet hat, kein interesse an die öffentlichkeit zu treten, warum auch immer… und der im briefkopf angegebene ansprechpartner will auch kein solcher sein.
betätigt man aber strg+a, danach strg+c und geht danach in eine textverarbeitung, wo man alles per strg+v einfügt, hat man plötzlich alle klarnamen…
komisch sowas.
Einige, die hier irgend welche Geschichten posten, sollten sich überlegen, ob sie dafür zitierfähige Quellen haben. ZITIERFÄHIGE Quellen! Forenpostings gehören jedenfalls nicht dazu!
Solche Internetgerüchte (auch urban legends genannt) sind manchmal harmlos, manchmal haben sie aber auch sehr unangenehme Konsequenzen für die Leute, auf die das bezogen ist:
http://home.arcor.de/psychoanalyst/200606c.htm#28_278
Also ich finds ja persönlich total beschissen, dass ein Bär einfach umgebracht wird nur weil irgendjemand es nicht auf die Reihe kriegt ihn zu fangen. Man bringt ja auch nicht einfach igrnedwelche Menschen um, die Kinder bedrohen, ermorden oder irgendjemanden bzw. Häuser ausrauben?!
Mehr Respekt für die Tiere würde ich mal sagen!