Flickr-Abmahnwelle?
Womöglich setzt sich gerade die Flickr-Abmahnwelle in Bewegung. Ein Opfer ist jedenfalls schon zu beklagen. Wird vielleicht eine neue Geschäftsidee: eigenen Content anonym bei Flickr hochschaufeln, gemütlich abwarten, bis – eher arglose – Blogger verlinken oder gar kopieren. Und dann abmahnen.
Was die Kosten für Anwälte und, wenn es sich nicht vermeiden lässt, Gericht angeht, sieht es schlecht aus. Rechtsschutzversicherungen übernehmen grundsätzlich nicht die Abwehr von Unterlassungsansprüchen. Darunter fallen derartige Fälle. Der Betroffene bleibt also in aller Regel auf den Kosten sitzen. Es sei denn natürlich, an der Sache ist nichts dran.
WObei es gerade bei Flickr der Uploader explizit die Lizenz einstellen kann und Flickr auch die Suche nach lizenzfreien Bildern unterstützt kann man fast nur sagen selber Schuld.
@ Nr. 1 (flash);
Das hilft doch nicht im von Udo Vetter beschriebenen Modell. Wenn ich ein Foto mache und dann es ANONYM hochlade, werde ich bestimmt nicht sagen "Achtung, das ist kein Public Domain!", wenn ich anschließend abmahnen will.
Natürlich, der phöse Blogger ist selbst schuld! Was verbloggt er auch Bilder von Flickr über die Flickr-eigene "Blog This"-Funktion! Der phöse, phöse Blogger richtet beim Bildrechteinhaber einen Schaden von 21.000 € an. Der arme, arme Bildrechteinhaber … der phöse, phöse Blogger …
Und da man den Uploadr nicht greifen kann, nimmt man sich eben den Bloggr vorr. Ich mache jetzt einen "Abmahn-Wellr"Dienst auf und verdien mich dumm und dusseligr!
Soll man das jetzt so deuten, dass UV den Abgemahnten unterstüzt? Wer war es denn, der seinen Content zum automatischen verbreiten anbietet und dann mit Abmahnung droht, wenn das jemand macht?
Als eine BILD-Kritikerin für das unerlaubte Veröffentlichen ihrer Fotos in BILD eine Entschädigung haben wollte, wurde in diesem Blog behauptet, Bilder jeglicher Art würden bei Agenturen für 50 Euro pro Bild zu erhalten sein.
Der Uploader des zweiten Bildes hat sich abgemeldet. Rein theoretisch könnte es ein abgekartetes Spiel zwischen Rechteinhaber und Uploader sein.
Honeypot 2.0
@6: "Rein theoretisch" kannst du auch der Kennedy-Mörder sein.
*Praktisch* interessieren diese "rein theoretischen" Überlegungen nicht die Bohne.
Jaja, böse Blogger….
Hier wurde einer Bloggerin der Content gestohlen (bzw. nicht lizenzgerecht verwendet) und für eine Anzeige des dortigen Tourismus-Ministeriums missbraucht. andfaraway.net/blog/2006/...who-is-stealing-pictures/
Es geht also auch andersrum.
Ja, im allgemeinen stimme ich der Empörung zu. Das Bild wurde nicht kopiert, sondern eingebunden von einer Seite die quasi dazu gemacht wurde. Das Bild dort löschen zu lassen (wenn es denn illegaler weise dort ist, was anzunehmen ist) hätte das Problem gelöst. Der Rechteinhaber kann sich ja genauso bei Yahoo melden und löschung verlangen, und ich denke das ist gar nicht mal so schwierig. Von daher völlig überzogenes verhalten. Allerdings, wenn man sich das verbleibende Bild der "Aria Giovanni" (ganz ansehnlich eigentlich) mal anschaut, sieht man einen Copyright-Hinweis einer professionellen Pornoseite. Schaut man sich dann noch weiter die Bilder von "Enrique Rodriguez" an, müsste man doch eigentlich recht schnell merken, dass das nicht seine Bilder sein können. 4700 Bilder von nackten Damen, alle mehr oder weniger professionell und mit einer vielzahl von weiteren Copyrightvermerken der unterschiedlichsten Pornoseiten. Also mir ist das auf jedenfall zu auffällig. Wie gesagt, ob das mit der Abmahnung so korrekt ist vermag ich nicht zu sagen, aber nur wegen einem kleinen "Blog This" Knöpfchen gleich den Kopp auszuschalten…
Schön, wenn man Lizenzen liest und beachtet. Man sollte aber auch eine Kopie mit Datum davon anlegen – und ein Zeuge für Quelle und Datum wär auch nicht schlecht. Was hilft sonst, wenn eine Lizenz gegen eine andere ausgetauscht wird?