Diekmann zum Abschuss freigegeben

BILDblog sucht jetzt ebenfalls Leserreporter. Aber mit einer eng umrissenen Aufgabe. Sie sollen BILD-Chefredakteur Kai Diekmann fotografieren. In allen Lebenslagen.

Zur Leserreporter-Aktion der Bildzeitung heißt es:

In einigen Fällen gingen die Fotografierten bereits mit Erfolg juristisch gegen die Veröffentlichungen vor.

Wieso das umgekehrt nicht klappen sollte, verrät BILDblog leider nicht.

47 Gedanken zu “Diekmann zum Abschuss freigegeben

  1. 1

    Vielleicht erhoffen Sie sich ja eine Klage Diekmanns. Das würde ja sehr schön die Doppelmoral darstellen, die Diekmann in seinem Verfahren über die Penislänge schon mal an den Tag legte. Da wäre ein juristischer Misserfolg nachrangig. Die PR-Kosten wären sicherlich überschaubar.

  2. 2

    Hmm, am Anfang des Artikels steht doch:

    “Denn nachdem das Landgericht Berlin vor ein paar Jahren entschieden hat, dass “Bild”-Chef Kai Diekmann “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht” und deshalb “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird”, wollen wir Diekmanns Persönlichkeitsrecht erneut einer Belastungsprobe aussetzen.”

    Evtl. wird’s dadurch schwieriger?

  3. 3

    Wieso das umgekehrt nicht klappen sollte, verrät BILDblog leider nicht.

    Vielleicht weil ‘das Landgericht Berlin vor ein paar Jahren entschieden hat, dass “Bild”-Chef Kai Diekmann [...] “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird”‘? :)

    Und wenn er Erfolg hat ist das immer noch ein Sieg für BILDblog: Mal wieder die Doppelmoral von BILD aufgezeigt. Punktsieg :)

  4. 4

    Die taz hat das zitierte Urteil teilweise dokumentiert:

    http://www.taz.de/pt/2003/01/18/a0091.1/text

    Damals hat sich Kai Diekmann gegen die Behauptung gewehrt, er habe seinen Penis verlängern lassen wollen. Das BILDblog ruft, wenn die Aktion nicht doch eine Satire sein soll, aktiv zur Verletzung seines Persönlichkeitsrechts auf. Also eine etwas andere Konstellation.

  5. 5

    Udo: Es SOLL ja umgekehrt klappen. Diekmann soll seine Anwälte losschicken, um damit zu beweisen, dass solche “Leserreporter”-Aktionen eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten sind.

  6. 6

    ob das Impressum von Bildblog wasserdicht ist? Vor allem komisch b-Blog GbR… war da nicht was mit Personennamen (natürlich und juristisch) bei GbRs?

  7. 7

    Ist mir eigentlich völlig egal, ob hinterher die Fotografen oder die BildBlogger verklagt werden (wünsche ich natürlich keinem). Und ob überhaupt sich jemand dafür in Gefahr begibt.

    Allein der Gedanke, dass Herr Diekmann sich permanent beobachtet fühlt ist schon für sich gesehen so charmant. Ich an seiner Stelle würde mir jetzt Gedanken machen.

  8. 8

    Die Anwälte, so sie denn in Marsch gesetzt werden, werden argumentieren, dass es sich um eine Treibjagd auf eine Person handelt. Also etwas völlig anderes als die Leseraktion der Bild.

  9. 9
  10. 10

    Der BILDBlog ruft ja nicht zu etwas anderem auf, als zu dem, was die Bild schon gedruckt hat. Wenn dies nun von Herrn Diekmann als Persönlichkeitsverletzung vor Gericht gezerrt würde, stimme ich comment 5. zu: Kai Diekmann wäre durch eine solche Aktion geradezu genötigt eizugestehen, daß beim Prinzip des Leser-Paparazzi was nicht stimmt.

    Weiter finde ich die Idee auch wirklich charmant, Herrn Diekmann ein wenig von seiner eigenen Medizin kosten zu lassen.
    Und falls dabei ein weitere Entscheidung alá “wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen” herauskommen sollte, wäre das sicher nicht der Untergang der Rechtskultur.

  11. 11

    Machts doch so: Fotografiert die Bildbesatzung! Je höher das Tier, umso höher die Abschussprämie.

  12. 12

    man kann davon ausgehen, dass bildblog sich vorher juristisch hat beraten lassen. auf jeden fall ist es ein sehr guter werbegag. nur wird es schwer sein herrn diekmann vor die kamera zu bekommen, denn der arbeitet nach eigener aussage doch 14 stunden am tag ;-)

  13. 13

    @ Nr. 8 (Udo Vetter):

    Ihr Anwälte seid schon ein komisches Völkchen. Warum machen Sie sich Gedanken, wie die Anwälte von Diekmann argumentieren würden? Ohne einen Idee für eine Replik vorzutragen? Zumal jetzt noch völlig unklar ist, ob überhaupt jemand Herrn Diekmann “jagen” will.

    Ich sehe keinen großen Unterschied darin, ob die Bild-Zeitung dazu aufruft, Prominente an sich oder BildBlog einen einzigen Prominenten zu “jagen”. Wenn man die Anzahl der Leser durch die Anzahl der “Gejagten” teilt kommt bei beiden ein ähnlichr Quotient heraus.

  14. 14

    Ich kann Udo Vetters juristische Herangehensweise durchaus verstehen. Aber dadurch wird eine andere Sichtweise doch etwas eingeschränkt.
    Was der Unterschied zwischen der Treibjagt von Bild auf Prominente und Opfer von Katastrophen und der des Bildblog auf Kai Dieckmann sein soll, leuchtet mir nicht so richtig ein. Die zweitere hat wenigstens einen Sinn. Nämlich die erstere zu kritisieren und wohlmöglich zu verhindern.
    @ Udo Vetter: lesen sie doch mal Gerd Henschel, Gossenreport. Ich finde, es lohnt sich.

  15. 15

    Das Problem an der Sache liegt wohl nicht nur im Rechtlichen, sondern auch im Tatsächlichen. Um Kai Diekmann fotografieren zu können, muss man ihn erkennen, wenn man in sieht.

  16. 16

    So gut, dass ich ihn einfach Gerd nennen darf, kenne ich Gerhard Henschel nicht. Entschuldigung.

  17. 17
  18. 18

    Udo:

    BILD hat AFAIK ebenfalls explizit Personen zum “Abschuss” freigegeben. Zudem sprechen die anschließenden Veröffentlichungen eine deutliche Sprache.

  19. 19

    die vollen Namen hin oder her. Eine BGB Gesellschaft mit natürlich Personen hat Maier & Huber GbR zu heißen.

  20. 20

    ein diekmännchen in seinem habitat fotografieren?! wie will man von dem langweiligen und schlechten chefredakteur eines langweiligen und schlechten blattes nur ordentliche fotos machen?!
    das kann doch nur langweilige schlechte bilder geben.

  21. 21

    Zu schade, dass ich nicht in Hamburg wohne. Wie gern würde ich den Kai einen Tag/Woche/Monat mit der Kamera begleiten. Natürlich hätte er die Möglichkeit, sich die Rechte an Bildern zu sichern, um eine Veröffentlichung zu verhindern – allerdings nicht für die läpischen 500 Euro…

  22. 22

    @ Nr. 22 (n.n.):

    Das ist doch die Idee, wir senden alle Fotos von Männern, die ihm ein bischen ähneln (männlich, zwischen 40 und 70, Haare, kein Bart, Rest beliebig) an BildBlog, die veröffentlichen, Diekmann klagt und wir lachen uns kaputt. Wenn das keine Satiere ist

    Ich möchte hiermit gleich Geschmacksmusterschutz anmelden für meine brillante Geschäftsidee: Fotos von Look-A-Like’s mit dem Mobiltelefon in schlechter Qualität in Situationen von Interesse an die Bild senden…

  23. 23

    Satire nicht Satiere. Und ein Punkt fehlt auch noch. Ich sollte den Quatsch, den ich schreibe, nicht auch noch lesen…

  24. 24

    Ich halte die Aktion für äußerst gelungen.
    Hoffentlich springt Diekmann über das Stöckchen und läßt seine Anwaltsmeute von der Kette.
    Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit, ihm die perversion seines Handelns vor Augen zu führen.
    Ich glaube aber, daß der Typ absolut skrupellos und schmerzfrei ist, solange er nicht persönlich betroffen ist. (Oder sein (Text editiert. Die Behauptung ist doch schon widerlegt. U.V.)).

    Gruß A. John

  25. 25

    @6 und 21:

    Dazu Herr Ulmer, in: MüKo, § 705 BGB, Rdnr. 270:
    “Der Gesetzgeber hat davon abgesehen, für die Bezeichnung der GbR im Rechtsverkehr Regelungen zu treffen. Er ging ersichtlich davon aus, dass die Gesellschaft bei Bedarf durch die Namen sämtlicher Gesellschafter identifiziert werden sollte – eine Lösung, die insbes. im Grundbuchrecht und im Prozessrecht lange Zeit dominierte. Außerhalb derartiger Sondergebiete, in denen die formellen Anforderungen an Klarheit und Eindeutigkeit der Personenbezeichnung besonders hoch sind, war es den Gesellschaftern jedoch schon bisher unbenommen, sich unter einem unterscheidungskräftigen, schlagwortartigen Gesamtnamen am Rechtsverkehr zu beteiligen, solange dadurch weder Rechte Dritter verletzt wurden noch Verwirrung im Handelsverkehr zu befürchten war. Die ursprünglich gegen die Zulässigkeit eines besonderen Gesellschaftsnamens erhobenen Bedenken waren schon lange Zeit vor Anerkennung der Rechtsfähigkeit der Außen-GbR überholt.”

  26. 26

    Interessante Aktion. Das einzige, was mich an dem Artikel total stört, ist das auf diese Promijagd-Portal verlinkt wird. Die Abschüsse auf Promisichtung sind doch keinen Deut besser, als das was in der Bild veröffentlicht wird.

  27. 27

    Spiegel Online schreibt: “So setzten sich etwa die Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski und David Odonkor, sowie der ehemalige Außenminister Joschka Fischer gegen die Amateurfotografen zur Wehr.”

    Jetzt wüsste ich gerne, gegen wen die Anwälte vorgingen. Gegen die Fotografen? Gegen Bild? Oder gegen beide? Durften die “Leserreporter” das Geld behalten?

  28. 28

    Überschätzt sich da nicht das BildBlog selbst ein bisschen? Oder wird von der Bloggerwelt überschätzt? Die Zahl der Bildleser, die -viele- Leute fotografieren dürfte um Größenordnungen über der liegen, die sich aus der Zahl der BildBlog-Leser gegibt, die ja nur -eine- Person fotografieren “sollen”.
    Da freut sich die Bloggerwelt mal wieder ihres latenten Antijournalistentums (wobei ich BILD nicht wirklich als Journalismus sehe) und klopft sich selbst auf die Schulter – mehr nicht. Glaub nicht, dass da auch nur ein halbes Dutzend Fotos zusammenkommen wird. Dazu ist, wie gesagt, der Nutzer- und Leserkreis vom Bildblog einfach zu klein.

  29. 29
  30. 30

    jede Zeitung beschäftigt Foto-Reporter.
    Mir will nicht einleuchten, welchen qualitativen Unterschied es nun macht, ob es sich dabei um einen “professionellen” Reporter oder um einen Hobby-Reporter handelt.
    In so weit erkenne ich nicht, was an den “Bild-Leserreportern” nun so besonders verwerflich sein soll.
    Eigentlich greift die Bild doch damit nur einen Trend auf, der in ähnlicher Weise auch die Blog-welt hervorbringt:
    Otto Normalverbraucher wird selbst journalistisch tätig. Ist doch vom Grundsatz her mal ganz symphatisch.

    Das unsymphatische kommt doch eigentlich nur daher, dass die Bild-Zeitung sich auf schmuddelige Boulevard-Themen spezialisiert.

    Aber wenn – sagen wir mal – die Süddeutsche eine ähnliche Idee gehabt hätte und ihre Leser aufgefordert hätte, politische Skandale aufzudecken (“Bürgermeister Müller lässt sich von den Stadtwerken sein privates Schwimmbecken ausheben”), wäre das doch eine klasse Idee gewesen.
    Die Grund-Idee des Leser-Reporters ist auf jeden Fall absolut modern und demokratie-fördernd.

  31. 31

    @32 Florian:
    das problem ist aber, dass die bild-leser-reporter die “promis” in situationen antreffen, wo sie eben nicht in der öffentlichkeit stehen. eben nicht auf einem roten teppich, sondern nach einem unfall, oder auf dem klo in einem restaurant. und in solchen momenten müssen sich nun mal auch promis nicht fotografieren lassen, sondern haben ihren höchstpersönlichen privatraum. die bild-zeitung hat das einschlägige “caroline”-urteil zu beachten (sie tut es aber oft doch nicht), sie geht aber davon aus, dass IHRE LESER das entweder nicht wissen, dass es sie nicht interessiert, oder dass die promis, die so abgeschossen werden, die armen “otto-normalverbraucher” nicht in dem maße angehen werden, wie sie (völlig zu recht!) die bild-”zeitung” angehen würden. das ist das verwerfliche. promis mußten bisher schon damit rechnen, überall um autogramme gebeten zu werden, wo sie vielleicht auf einfach mal allein sein wollten. und nun müssen sie sogar damit rechnen, dass sie bei höchstpersönlichen dingen fotografiert werden, weil die leute keine scham mehr kennen, wenn man ihnen mit 500 euro vor der nase herumwedelt. ich finde das abscheulich. daran ist aber auch gar nichts demokratie-förderndes.

  32. 32

    übrigens: schon vor ca. 2 jahren hat die titanic schon mal einen ganz ähnlichen aufruf gestartet; es wurden alle alten kollegen und freunde u.ä. von super-diekmann gebeten, alte fotos einzuschicken. das ganze aus den gleichen motiven wie jetzt, das schlagen dieses “mannes” mit seinen eigenen waffen. da kam zwar nicht viel zusammen, aber schon ein paar lustige fotos.

  33. 33

    Natürlich verstehe ich diverse Argumente, in denen die Bildblog-Aktion kritisiert wird, die Auge-um-Auge-Mentalität sollte die Gesellschaft schon längst überwunden haben.
    Im Gegensatz zur Bildaktion stehen hierbei aber ganz andere Motive und Beweggründe im Vordergrund. Während oben bereits dargelegt wurde, dass mit der Abschussprämie die niedersten Instinkte des Menschen angeregt werden (wie erwähnt Voyeurismus und Geldgier), geht es hier ausschließlich darum “lernunwilligen” Mitgliedern unserer demokratischen Gesellschaft mit den selben Mitteln aufzuzeige, wie falsch der Weg ist. Des Weiteren ist der Geschädigte kein annonymes Unfallopfer, das in eine entwürdigende Art dargestellt wird, sondern jemand, der eben diese Moral gutheißt.

    Ich denke, dass diese moralisch unterschiedlichen Motive die bildblog-Aktion rechtfertigen.

    Am eigenen Leib hab ich die Photo-Hatz beim Köln-Marathon erfahren, als ein Teilnehmer zusammenbrach und eine Horde erstmal das Photohandy zügte, ich war der einzige, der den Krankenwagen rief.

  34. 34

    Habe beim Presserat Beschwerde eingereicht. Diese Aktion von BILDblog ist meiner meiner nicht in Ordnung, da sie sich gezielt gegen eine Person richtet, anders als bei BILD-Leser-Reporter. Zudem wird gedroht Diekmanns Persönlichkeitsrecht erneut einer Belastungsprobe aussetzen. Dies ist meiner Meinung rechtlich bedenklich und ein Persönlichkeitsrecht kann auch BILDblog nicht ignorieren geschweige denn andere animieren dies zu tun. Wer dies genauso sieht, sollte sich beim Presserat beschweren.

  35. 35

    @ 40

    man kann es mit dem gutmenschentum auch übertreiben. bekanntlich gehört auf einen groben klotz ein grober keil, das hat sich seit den zeiten von FJS nicht geändert. und einen gröberen kotz als diekmann kann ich mir in der deutschen medienlandschaft derzeit kaum vorstellen.
    und beim presserat kann sich natürlich beschweren wer will. und das schönste ist: in unserer gesellschaft gibt es presse- und meinungsfreiheit, die rügen des presserats sind nicht verbindlich! :-p

  36. 36

    @40: die beschwerde ist inhaltlich blödsinn, zum glück aber auch bei einer unzuständigen einrichtung eingereicht.

  37. 37

    @40

    Schöne Idee, leider der falsche Ansprechpartner. Der Presserat ist für BILDblog schlicht nicht zuständig! Presse, Internet, noch gibt es da einen Unterschied.

    Darüber hinaus ist zu beachten, dass das “System BILD” dadurch Profit erzielt, dass es kalkulierte Rechtsverstöße begeht. Da werden Photos veröffentlicht, die für jedermann offensichtlich nicht hätten veröffentlicht werden dürfen (Caroline-Urteil), da werden Personen nur dann anonymisiert, wenn man gerade Lust hat, da werden massive Kampagnen gefahren (Sibel Kekilli, Heide Simonis, Trittin etc.) um Menschen bzw. Karrieren genüsslich zu vernichten, es werden Dokumente verfälscht, Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen, Zahlen verdreht etc. etc. etc. Gerade der Fall Kekilli zeigt deutlich, wie BILD arbeitet. Der Richter testierte der BILD eine menschenverachtende Berichterstattung.

    Insofern – und auch weil ja bereits ein Richter in einem anderen Fall feststellte, dass Herr Diekmann sich die gleiche Herangehensweise gefallen lassen muss wie er BILD arbeiten lässt – hat BILDblog meine volle Sympathie; nicht nur für diese Aktion.

    Und noch etwas an #40: Wenn du dann unter Zuhilfenahme des Mediendienstestaatsvertrages herausgefunden hast, wer für deine Beschwerde örtlich zuständig ist, kannst du vielleicht auch die örtlich zuständige Behörde für bild.de heraussuchen. Dort kannst du dich dann darüber beschweren, dass es bild.de trotz mehrerer einschlägiger Urteile nicht schafft, die Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten zu vollziehen.

  38. 38

    @40: Dies ist meiner Meinung rechtlich bedenklich und ein Persönlichkeitsrecht kann auch BILDblog nicht ignorieren geschweige denn andere animieren dies zu tun.

    Wäre diese Aktion angreifbar, müßte die Bild”Zeitung” sofort verboten werden.
    Gegen das, was dort in jeder Ausgabe verbrochen wird, ist die Bildblog- Aktion ein nettes Späßchen.
    Deshalb den Presserat anzurufen, stellt die Verhältnisse komplett auf den Kopf und ist geradezu absurd.

    http://www.readers-edition.de/2006/07/11/guenter-wallraff-im-interview-ueber-bild/
    “So darf jeder heute BILD eine “professionelle Fälscherwerkstatt” und das “Zentralorgan des Rufmordes” nennen.”

    http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/131-140/henschel_gossenreport.htm
    “In Bild gurgelt der Gully obszön vor sich hin. Wer in dieses Abflussrohr hinabsteigt, der hat seinen Geist aufgegeben. Wer Bild als Kolumnist oder als Interviewpartner dient, der ist ethisch gerichtet und hat seinen intellektuellen und moralischen Bankrott erklärt.”

    Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.

    Gruß A. John

  39. 39

    @43:
    “Und noch etwas an #40: Wenn du dann unter Zuhilfenahme des Mediendienstestaatsvertrages herausgefunden hast, wer für deine Beschwerde örtlich zuständig ist, kannst du vielleicht auch die örtlich zuständige Behörde für bild.de heraussuchen. Dort kannst du dich dann darüber beschweren, dass es bild.de trotz mehrerer einschlägiger Urteile nicht schafft, die Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten zu vollziehen.”

    örtliche zuständigkeit hin oder her (die sich auch nicht direkt aus dem MDStV ergibt), bild.de wäre gerade (auch) ein kandidat für den presserat!

  40. 40

    Wir begrüßen diese Aktion von BILDblog vollumfänglich und freuen uns schon jetzt auf die womöglich ersten Fotos (ähnlich Prinz Ernst August von Hannover) eines an die Hauswand urinierenden Chefredakteurs.

  41. 41

    @32 (Florian)
    Das Unsympathische kommt für mich mehr dadurch zustande, dass dem Bild-Leser unterschwellig gesagt wird, er solle bei einem Unfall erstmal mit dem Handy draufhalten, bevor er den Krankenwagen ruft. So wird das eh schon weit verbreitete Gaffertum noch mehr verbreitet.

    Da schauderts mich…

  42. 42

    Statt beim Presserat beschweren, besser hier:
    Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia, Kopernikusstr. 35, 10243 Berlin (office@fsm.de)
    Die sind auch für Bildblog zuständig.

  43. 43

    Vielleicht bin ich ja bloed, jedenfalls bin ich kein Jurist. Aber ist es nicht die Veroeffentlichung solcher privater Bilder, die verboten ist, bzw. presse-ethisch bedenklich? Die Aufforderung, die Bilder zu machen und einzuschicken hat doch mit dem Caroline Urteil wenig zu tun? Auch Odonkor, Fischer und andere sind ja juristisch gegen die Publikation vorgegangen und nicht gegen das Nehmen der Fotos. Auf das Niveau der Bild liesse man sich erst mit einer Veroeffentlichung ohne Unkenntlichmachung herab. Und so wie ich Bildblog einschaetze, werden sie entsprechende Bilder gar nicht oder nur mit einem dicken Balken unter dem Namen Kai D. publizieren.

  44. 44
  45. 45

    Andreas Tobaschus hat in jedem Forum zu diesem Thema den selben Text per Copy and Paste eingefügt.

    Wer da wohl dahinter steckt??? =)

    Scheinbar scheint Diekmann ihm doch sehr ans Herz gewachsen zu sein und äußerst beschützenswert zu sein für ihn. (Klar wär er mir auch, wenn er über mein Gehalt entscheiden würde… verdammt den wollte ich mir doch verkneifen ;-))

    Und wenn in der Bild Zeitung Peronen des öffentlichen Interesses in ihrer Freizeit abgelichtet werden und kein Anrecht auf Privatsphäre haben, dann gilt dass selbe für Kai Diekmann.
    Vorallem wenn man teilweise so vorm Presserat argumentiert wie seine Zeitung: http://www.bildblog.de/ruegen2004.html

  46. 46
  47. 47

    Das ist jetzt aber nicht anständig den “armen” Andreas Tobaschus, oder Andre Tobaschus oder auch nur Andre (je nachdem in welchem Blog man schaut; da ist dann auch jeweils die Partymaus [Nr.49] vertreten) hier als Springerangestellten zu enttarnen äh ich meine zu diffamieren. Das geht doch nicht… tztz das hat ja schon fast Bildblog-Niveau ;)

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