Mittags in der Großbude
Nachhaltig an Großkanzleien hat mich bislang nur beeindruckt, dass die teilweise in ihren Eingangshallen gar keine Firmenschilder mehr haben. Sondern Projektoren, welche die Illusion eines Firmenschildes erwecken. Ich stelle mir dann immer den Anwalt vor, dessen Karriere im Foyer mit in einem kurzen Flackern endet. Während er noch seinen Schreibtisch räumt.
Wer mehr Einblicke in das Leben einer juristischen “Großbude” nehmen möchte, sollte auf dieses neue Weblog umschalten. Sehr unterhaltsam, auch wenn ein Fake nicht auszuschließen ist.
Kostprobe vom heutigen Tag:
Beim Mittagessen ging es heute natürlich um die mitgeführten Sonnenbrillen. Die Gläser werden schon wieder kleiner gegenüber dem Frühjahr. Prada, Boss, Armani … RayBan fällt da eher negativ auf. Vor allem an Leuten, die es eigentlich besser wissen müssten. Die Kollegin beeilte sich dann zu versichern, dass sie ihre Gucci im Auto hätte liegen lassen. Wer’s glaubt … Sie ist dann auch etwas früher gegangen. Morgen hat sie sicher eine Gucci. Hoffentlich regnet es.
Wer sowas lustig findet, dem empfehle ich die Lektüre (Buch, nicht Film) von "American Psycho".
;-)
"Stinkesekretärin" und "Stinkemann", köstlich :)
Der von Ihnen zitierte Ausschnitt erinnert mich ganz stark an eine Szene aus dem Film "American Psycho".
Nur da gings um das Design der Visitenkarten und nicht um Sonnenbrillen..
@1
Ok.. ich war zu langsam
@4 bestätigt dann aber wohl den Eindruck
Gefällt mir gut! Danke für den Link.
Es ist doch zu platt, um kein Fake zu sein.
Ich tippe auch auf Fake. Trotzdem abonniert, da gut geschrieben. :)
Genau den Gedanken an American Psacho hatte ich auch. Man(n) sollte Blogger beobachten ob er demnächst im Baumarkt Tapezierfolie und aine Holzfälleraxt kauft….
Tja. Traurig, aber wahr: Genau so ein Gespräch habe ich von Erstsemestern in der Nähe einer Bäckerei am Audimax mithören müssen. Aber das waren Erstsemester BWL, die die Autos ihrer Papis fuhren.
(Und: Sicher werden die während der weiteren 8 Semester noch stark gereift sein).
Hm, hat Potential, ja.
Also ist der Typ ein BWL/Jura-Erstsemester-Fake, der American Psycho gelesen hat.
Damit hätten wir bereits fast mehr, als sein online-Profil auf blogger.de hergibt.
Ich habe "Großbuden"erfahrung sammeln dürfen und als Admin ein neues Rechenzentrum (die nächsten 2-3 Jahre sicher noch das leistungsfähigste in einer deutschen Kanzlei)gebaut.
Ganz so schlimm, wie oben beschrieben wars nicht. Aber dass jeder auf seine Position achtet und sie mit allen Mitteln verteidigt, ist ja wohl klar.
Gruß
Thorsten W.
Eine *Kanzlei* hat ein RZ? Wieviele Server braucht denn so eine Kanzlei? Und was läuft auf denen?
Jetzt bin ich echt neugierig.
@14
Alles kann ich hier sicher nicht sagen ;-) versteht sich.
Aber soviel: 14 Server. für 24 Bürostandorte quer durch Deutschland. Mehrere SQL-Server, incl. Backup, Insolvenzverwaltungssystem, RA-Software, 2 Exchange-Server als Cluster für den internen und externen Mail-Verkehr, Nokia Business-Comm-Server für die Anbindung der Blackberrys und Nokia-9300 an das Mail-Termin- usw- – System.
War schon anspruchsvoll. ;-)
Ist das dort so schlimm, dass die jetzt schon ein Insolvenzverwaltungssystem brauchen? ;-)
@16
Wenn es eine Inso-Kanzlei ist, dann mit Sicherheit ;-)
@Thorsten:
Nach der Beschreibung auf Ihrer Website wurde die ganze Infrastruktur in einem RZ eines (Hosting-)Providers realisiert. Allerdings sind angesichts der hier zu verarbeitenden Informationen sehr hohe Anforderungen an den Vertragspartner des Outsourcing-Vertrages zu stellen. Meine Frage hierzu: Wurde Ihnen der Provider durch Ihre Vetragspartner vorgegeben oder haben Sie diesen selbst ausgewählt. Falls letzters der Fall war – nach welchen Kriterien wählten Sie den Provider aus?
Meine Frage: Das Outsourcing derartiger Strukturen ist an ziemlich hohe Anforderungen geknüpft
… uuups – den letzten (unvollständigen) Satz bitte streichen. Es ist halt schon spät …:-)
Der Schreiber stapelt bereits am zweiten Tag so hoch, dass es unglaubwürdig ist. Wenn es nach mir geht, können wir Wetten hinsichtlich der demnächst zu erwartenden Themen abschließen …
@18
Können wir Fachdiskussionen bitte hier raus halten?
Ich denke, das passt hier nicht wirklich her.
An anderer Stelle natürlich gern. ;-)
Es ging hier ja eigentlich nur um die Erfahrung in einer "Großbude".
Ach ja: Den Verfasser des ursprünglich zitierten Blogs halte ich auch für ein Fake. Einfach zu übertrieben.
Aber er (sie?) hat ganz sicher in einer Großbude Erfahrungen gesammelt. Vielleicht ist das eine Variante, mit den Belastunge klar zu kommen ;-)
Gruß
Thorsten
Weder gut noch hat die Sache "Potential". Billig, arrogant, und vorallem das Wesentliche nicht verstanden. Prada, Gucci und andere Shcwanzverlängerungen ziehen auch Garantiert schon das richtige Klientel an. (Lässt sich übrigens auch mit ungeschultem Auge sofort an den Kommentaren erkennen) Wahrscheinlich ist es mein subjektiver Eindruck, aber für mich hat der Bengel ne Profilneurose. Aber offensichtlich prägt da wieder die "Großbude" ….
Vielleicht arbeitet Patrick Bateman auch für die?
Auweia, das liest scih als hätte der hier http://raecher.blog.de/ ein neues Betätigungsfeld gefunden. Armes Würstchen
Nein, das klingt eher nach Jeremy Blachman.
niedlich:
"Schließlich sind das ja alles hochqualifizierte Doppel-Prädikat-Schweinchen mit Kriegsbemalung."
:-))
Erinnert ein wenig an die großartige Seite http://anonymouslawfirm.com/ …
Ob's echt ist, oder nicht, kann ich auch nicht sagen. Das was er schreibt, habe ich so, oder so ähnlich auch schon erlebt.
Ich habe einige Jahre als IT-Berater für internationale und deutsche Großkanzleien gearbeitet und da auch so einiges erlebt.
Da fährt man den mit Partnern im Fahrstuhl, die ihren Associates erklären, dass man den Erfolg an der Höhe des Stapels der "La Martina" Polo-Shirts im Kleiderschrank messen kann. Am nächsten Casual Friday laufen die alle, n, mit welchen Polo-Shirts wohl 'rum.
Stinkesekretärinnen kenne ich auch, sogar welche in Düsseldorf, Herr Veter ;-)
@ Nr. 15 (Thorsten)
Also ich kenn ein Rechenzentrum eine Großkanzlei in Süddeutschland, das hat ca. 60 Server und eines im Rhein-Main-Gebiet welches einer MDP gehört mit ca. 200 Servern und über 24 TB Daten.
Habe eine Mitarbeiterin nur aufgrund ihres Aussehens eingestellt. Die Kolleginnen hassen mich dafür, die männlichen Kollegen feiern mich. Sie muss doch auch eine Chance bekommen, oder?
http://www.beichthaus.com/index.php?h=index&c=00021919&PHPSESSID=0c8be9f97bc9e787ba4c395fda589208
@28 (Sven)
Die reine Anzahl der Server sagt doch aber wenig über die effektive Rechenleistung aus. Ebenso wenig die Menge der gespeicherten Daten, lieber Kollege ;-)
Habe schon "Rechenzentren" mit 500 Servern gesehen. Keiner jünger als 5 Jahre……
Die reine Datenmenge sagt auch nicht wirklich viel. Nur eben, dass es VIEL ist.
Was wird alles gespeichert und wie lange?
In einer Kanzlei mit 6 RAen und 12 Schreibkräften, die die komplette Eingangspost scannen, entstehen schon recht schnell 2-3TB im Jahr an Daten.
Und das ist ganz sicher keine "Großbude" ;-)
Ist halt alles eine Frage des Blickwinkels :-)
Aber wie schon weiter oben gesagt: Fachdiskussionen jederzeit gerne. (Tel., Mail, Skype (witschel)…..etc.)
Nur denke ich, dass das nicht in den LawBlog von Herrn Vetter gehört.
Gruß
Thorsten
Diskussionen mit IT-Einschlag gehören zu den beliebtesten überhaupt.
Danke, lieber Herr Vetter,
ich möchte aber nicht zu weit OFFtopic geraten ;-) Abgesehen davon macht es sich schon aus jur. Sicht nicht wirklich gut, öffentlich über ehemalige Arbeitgeber/Kunden zu posten. Die haben ja auch alle Google und Co….
Obwohl…. *fg* …. ich habe mir ja auf meiner Internetseite auch einen Blog eingerichtet. Eigentlich eine gute Idee. Dachte ich. Hat nur einen Haken: Erfolgsstorys will keiner lesen. Mit den kleinen täglichen Anektoden aus dem Berufsalltag in jur. Kanzleien würden mir die Themen nicht so schnell ausgehen. Geht aber nicht. Leider.
Sie haben mit "meiner ist länger" angefangen, Thorsten ;-)
Ich würde ja gern noch detaillierter Fachsimpeln, aber bei Anwälten lasse ich das besser. Ich bleibe da lieber im Vagen und verkneife mir die ein oder andere Anekdötchen.
Ich glaube, Herr Vetter weiß wo ich arbeite. Aber der ist ja Verschwiegen wie das Gras, oder wie das heißt.
> Sie haben mit “meiner ist länger” angefangen, Thorsten ;-)
War nicht meine Absicht, muss aber zugeben, dass man es auch so sehen kann.