Beschwerdeflut gegen Kopfnoten
Barbara und Andreas V. sind verärgert: Der 13-jährige Sohn besucht eine Gesamtschule in Neuss und bekam aus Sicht der Eltern drei schlechte Kopfnoten in sein Zwischen-Zeugnis: Je ein „befriedigend“ für die Zuverlässigkeit, die Verantwortungsbereitschaft und das Konfliktverhalten. Diese Zensur wollen die Eltern genau begründet haben, denn sie möchten dem Sohn helfen. Das schrieben sie auch so ausführlich in ihrem Einwand der Schule. Doch die antwortete nur lapidar: „Ihren Widerspruch hat die zuständige Konferenz nicht abgeholfen“.
Auch die angerufene Bezirksregierung Düsseldorf reagierte nur pauschal „Die Beschwerde ist zulässig, jedoch nicht begründet. Die erteilten Noten werden bestätigt“. Zudem fehlte ein Hinweis auf einen Rechtsbehelf. Ministeriumssprecher Herbert Spieß erklärt die Rechtslage: Nur ein Abschluss- oder Abgangszeugnis ist ein Verwaltungsakt, gegen den geklagt werden darf.
Abgesehen davon aber „muss ein Lehrer die Kopfnoten immer nachvollziehbar erklären“. Darauf warten die Eltern noch immer. Die Bezirksregierung will den Fall jetzt überprüfen. Fest steht unterdessen: Allein bei der Bezirksregierung Düsseldorf sind bislang 970 Beschwerden eingegangen: 603 von Gymnasiasten, 309 von Gesamtschülern und etwa 65 von Realschülern. Nur 5 Prozent waren für den Gymnasial- und Gesamtschulbereich ganz oder teilweise begründet. Alle Beschwerden aus den Realschulen waren unberechtigt. (pbd)
Und wie viele haben Beschwerde eingelegt, die gute Noten bekommen haben? Waren die guten Noten auch unbegründet?
Es wird Zeit, daß sich manche Eltern damit abfinden, daß sich ihre Kinder nicht so entwickeln, wie sie es gerne hätten.
Und das liegt nicht an den Schulen!
@ 2: Sch…haus-Parolen bitte dort lassen, wo sie hingehören.
Aus eigener beruflicher Erfahrung weiß ich, dass die Situation an vielen Schulen mehr als beschämend ist. Mobbung ist kein Einzelfall mehr.
Es geht doch gar nicht darum, wie sich die Kinder entwickeln, sondern darum, dass Kopfnoten nur schwehrlich objektiv zu vergeben sind und es vielfach gar nicht erst versucht wird.
Die Frage: "Warum ist das Konfliktverhalten meines Sohnes nur befriedigend, wie kann ich ihm helfen" von den Eltern ist doch löblich und die Schule sollte darauf mit mehr antworten können als mit "ist halt so".
Zu meiner Jugend gab es Elternabende, um solche Dinge zu klären. Eltern von schlechten Schülern sind da aber schon ungern hin, weil die Lehrer ja eh doof sind und die Schüler zu unrecht für schlecht halten, und bei den Guten gab es nix zu klären.
Aber abgesehen von diesem Grundproblem wäre ein persönliches Gespräch wirklich der bessere Ansatz. Hat man diese Möglichkeit abgeschafft und durch Bescheide und den Rechtsweg ersetzt?
Die Kopfnoten… ein schönes Thema, womit ich mich mit meinem 13.1 Zeugnis vor fast einem halben Jahr zum ersten mal rumschlagen musste. Aber die Panik war selbstverständlich unbegründet. Ergebnis: alles "gut". Überall eine 2.
Eine 3 zu bekommen, oder sogar eine 4 scheint mir sehr schwer. Beim Vergleich der Kopfnoten im Freundeskreis zeigte sich, dass jemand, der eine 3 bekommt auch wirklich was dafür tun muss. Und zwar unaufmerksam, faul und desinteressiert sein.
Zu den Beschwerden: Wofür gibt es Elternsprechtage? Warum kann man nicht einfach mal im Lehrerzimmer um ein Gespräch bitten?
Ich kenne KEINEN Lehrer, der diese Bitte abschlagen würde…
Zu "Wie kann ich meinem/r Sohn/Tochter helfen?": Ja überlegen wir mal… Leistungsbereitschaft oder Pünktlichkeit kann man doch nicht trainieren. Man kann seinem Kind nur einmal kräftig den Kopf waschen. Aber darauf sollten die Eltern eigentlich von selbst drauf kommen.
Den Frust der Lehrer kann ich – trotz eigener massiver negativer Erfahrung als Vater – wirklich nachvollziehen.
Die Kinder um die es geht – deren Eltern kommen nicht. Die anderen neigen schnell dazu alle Kritik an ihren Schätzen massiv anzugreifen.
Eine positive Kritik an Lehrern – einfach mal ein Dankeschön – gibt es praktisch nie.
Und die Anwort auf eine Frage zu einem Befriedigen bei Pünklichkeit und Zuverlässigkeit ist doch wohl klar – der Schüler war eben nicht immer pünktlich und zuverlässig! Und das ist sehr wohl auch als Kopfnote objektivierbar.
Und diese Haltung obwohl ich als Anwalt bei Lehrern als Mandanten sehr wohl kritisch und zurückhaltend bin …. da Lehrer eben wirklich sehr oft dazu neigen alles zu wissen.
Tja, oder vielleicht einfach ab und zu widersprechen, kritisieren oder sonstwie aus dem Raster fallen?
Wenn gewährleistet werden könnte daß wirklich nur echtes Fehlverhalten negativ zu Buche schlägt könnte man mit den Kopfnoten ja evtl. noch leben. Das Problem ist aber festzulegen wo Fehlverhalten anfängt und zu Vermeiden daß Kopfnoten einfach nur als Disziplinarmaßnahme mißbraucht werden.
Aus dem Raster falle ich oft genug. Wenn ich eine andere Meinung vertrete, gebe ich dem Lehrer dies zu wissen. Aber ich argumentiere auch entsprechend und sag nicht nur: "Dagegen!"
Wenn man gut argumentiert, dann ist ein Widersprechen oder ein Kritisieren dem Unterricht nur förderlich.
Ein Widersprechen und Kritisieren ohne Begründung und Fakten ist einfach nur dumm und hilft dem Unterricht kein Stück weiter. Eine schlechte Kopfnote ist nur die logische Konsequenz.
Das Problem an meiner alten Schule war eher: Es wurden halt immer die Standard-Kopfnoten gegeben, es war eigentlich unmöglich schlechter, oder eben auch besser zu sein. Wozu gibt es die Noten dann, wenn nicht differenziert wird?
Ich halte diese Rechtsauffassung für völlig falsch! Tatsache ist, dass Schüler sich nicht ausschließlich mit ihren Abschlusszeugnissen, sondern bereits mit den Zeugnissen aus den zwei Halbjahren vor dem Abschlusszeugnis auf Lehrstellen bewerben. Insoweit muss sich auch gegen solche gewehrt werden können.
Bei einem 13jährigen, der wohl die 8. Klasse besucht, wird es sich aber wohl nicht um ein solches Zeugnis handeln, da er frühestens nach der 9. Klasse abgehen wird.
Jedoch machen Schüler auch Schülerpraktika, und bei der Bewerbung für solche machen sich diese Kopfnoten auch nicht wirklich gut.
Beim Karnevalsumzug in Mönchen-gladbach hiess das Motto "Halts Maul !"
So ist es auch bei diesen lustigen Kopfnoten.
Nur wer das Maul hält, bekommt gute Noten.
Nur der Duckmäuser ist zufrieden und wenn die Eltern sich beschweren, heißt es "Halts Maul".
Da können sie nur noch bei "Spick mich" schlechte Noten an die beteiligten Lehrer verteilen.
Die Sache mit den Kopfnoten ist doch, dass diese erstmal rein subjektiv vergeben werden. Geht ja auch nicht anders. Obendrein haben sie auch nur eine Aussagekraft, wenn man die Kopfnoten der ganzen Klasse/Jahrgangsstufe in Relation setzt.
Ein weiterer Punkt ist natürlich auch die Schulform. Zwischen einem "befriedigend" für einen Gymnasiasten und dem eines Sonderschülers (z.B Verhaltensauffällige) liegen Welten. Bei beiden steht aber nur "befriedigend".
Ein weiteres Problem für die Lehrer sind Eltern und Schüler die vermehrt rechtlich gegen jeden Pups vorgehen, von der Ermahnung, Benotung bis zur (temporären) Suspendierung vom Unterricht und wenn die Fakten noch so klar sind (z.B. Rauchen im Klassenzimmer, Anzünden des Mülleimers etc.). Jeder Lehrer wird sich also zweimal überlegen welche Kopfnote er einem Schüler gibt. Ist sie zu gut, beschweren sich alle anderen, ist sie zu schlecht kommt die Rechtskeule.
Und obendrauf kommt dann noch die Zeit die aufgewendet werden muss um diese Noten zu ermitteln. Da müssen sich ja die unterrichtenden Lehrer einig sein.
Die Kopfnoten sind aus meiner Sicht überflüssig, belasten die eh schon überlasteten Lehrer noch mehr und sind absolut nicht aussagekräftig.
@9 Maik: Und du meinst, dass weil du das Glück hast und deine Leherer scheinbar halbwegs objektiv urteilen, dass es überall so ist?
Glücklich ist wer nicht weis, was traurig macht.
@ 14:
Ja gut… dann habe ich als einziger Schüler in ganz NRW die einzigst fairen Lehrer… da hab' ich aber Glück gehabt…
Ich darf dich doch sehr bitten. Als wenn man ausschließlich(!) Lehrer hat, welche subjektiv sind, und gemein und sowieso…
@Maik
Dann gratuliere ich zu einer guten Schule / guten Lehrern.
Vielleicht solltest Du dennoch in Betracht ziehen daß es noch andere Schulen neben Deiner gibt in denen die Lehrer vielleicht weniger gut sind.
Ausschließlich ist gar nicht nötig, einer reicht doch.
Recht lustig ist die offenbar von nordrhein-westfälischen Beamten immer noch vertretene Auffassung, dass Voraussetzung für die Möglichkeit gerichtlichen Rechtsschutzes dass Vorhandensein eines Verwaltungsaktes sei. Falsch ist dass seit Mai 1949 (Art. 19 Abs. 4 GG), zuletzt vertreten wurde es meines Wissens im Jahre 1960. Heute ist das Vorliegen eines Verwaltungsaktes nur noch für die Art der stets zulässigen Klage von Interesse. Schießen nordrhein-westfälische Beamte ihr juristischen Examina auf dem Jahrmarkt??
Schon die Menge der Kopfnoten .
Fast so viele sinnlose Kopfnoten wie aussagekräftige Leistungsnoten.
Das ist doch nur ein schlechter Witz.
was erwartet man denn von lehrern, die nur aufgrund ihres lösungsbuches unterricht halten können?
padagogik ist in den meisten schulen ein fremdwort …
Als ich noch zur Schule ging, waren diese Kopfnoten abgeschafft und noch nicht wieder eingeführt worden. Bewertet wurde man dann trotzdem, das floss am Halbjahresende in die Note für mündliche Mitarbeit im Unterricht ein. So eine blöde Kuh hat mir im Basiskurs Englisch der 11. Klasse ne 4 gegeben, weil ich mehrmals widersprochen habe (die hat aber auch dauernd Fehler gemacht, Jungejunge), gleichzeitig hatte ich im Profilkurs (LK) Englisch bei einer anderen Lehrerin ne 1. Ungerechtigkeit gibt's immer, aber zumindest ne Begründung legen sich Lehrer schon zurecht, egal ob sie zutrifft oder nicht.
Ich hatte aber zum größten Teil gute Lehrer.
@16: Aber mit dem Argument, dass es Schulen gibt, an denen es weniger gute Lehrer gibt, kann man ja jegliche sinnvolle Diskussion abwürgen. Immer wird es irgendwo Lehrer/Beamte/Pfarrer/Ärzte/Zugbegleiter/… geben, die eine Neuerung, die von den anderen sinnvoll eingesetzt wird, aus den verschiedensten Gründen nicht widmungsgemäß verwenden. Ob sie es nun aus purer Faulheit, böser Absicht oder einfach mangels besseren Wissens machen.
Von wem werden diese Kopfnoten vergeben? Vom Klassenleiter oder von allen das Kind unterrichtenden Lehrer gemeinsam?
Die Kopfnoten überfordern die Lehrer, da sie (die Lehrer) das Verhalten der Schüler nicht wirklich sachlich begründen können (höchstenz tendenziell). Dazu braucht es ausgebildete Psychologen. Und unter der Überforderung der Lehrer leiden schließlich die Schüler.
Also ich habe Kopfnoten immer als fair empfunden, was natürlich voraussetzt, dass der Lehrer "vernünftig" damit umgeht. Absprache im Kollegium, evtl. vorherige Diskussion in der Klasse.
Dann klappt das
Matthias
Ich habe zahlreiche Lehrer (mehrere Grund,Haupt,Realschulen) im Bekanntenkreis, und stelle eine einzige Tendenz in den letzten 20 Jahren fest: Erziehung gibt es in den meisten Elternhäusern immer weniger. Aber wehe der Lehrer lässt sich nicht alles bieten.
Statistisch gesehen gehe ich also davon aus, dass besagte Eltern erzieherisch versagt haben, dies sich aber nicht eingestehen/wahrnehmen wollen. Und natuerlich müssen sie deshalb alles "genau begründet haben" also mit Videobeweis, Uhrzeit und Bestimmung von 3 Schulfremden Zeugen. Seltsamerweise steht schliesslich nichts von Elterntagen, Gesprächen mit dem Lehrer(n) o.ä., ich gehe also mal davon aus, dass diese stattgefunden haben (wenn die Eltern wirklich etwas wissen wollten), aber das Ergebnis bzw. das Gehörte nicht gepasst (eine Notenänderung war gewünscht, man will schliesslich nichts böses über den Sohnemann kommen lassen) und deshalb geklagt wird (und zwar bei Instanzen die den Bengel noch nie in Action im Klassenzimmer/Pausenhof erlebt haben).
Eigentlich bin ich inzwischen fast fuer die Kameraueberwachung in der Schule (Lehrer und Schüler) und dem Recht des zukünftigen Arbeitgebers diese Aufzeichnungen einzusehen, ein objektiver Einblick sozusagen… :-)
peter8527 schrieb:
> Ich habe zahlreiche Lehrer (mehrere Grund,Haupt,Realschulen)
> im Bekanntenkreis, und stelle eine einzige Tendenz in den
> letzten 20 Jahren fest: Erziehung gibt es in den meisten
> Elternhäusern immer weniger. Aber wehe der Lehrer lässt sich
> nicht alles bieten.
Einige Lehrer scheinen allerdings eine ausgeprägte Abneigung gegen freie Meinungsäußerung zu haben und keine andere als ihre Meinung zuzulassen. Gerade Kinder die es gewohnt sind von den Erwachsenen erst genommen zu werden tun sich damit äußerst schwer. Nicht immer ist die Ursache mangelnde Erziehung!
Hat der Osten eigentlich den Westen übernommen oder…? Folgt als nächstes die Beurteilung der aktiven Beteiligung an politischen Veranstaltungen und der klassenbewußten Einstellung? Ich will hier raus. Kopfnoten mögen in der Theorie Sinn haben, in der Praxis dürften Mitläufer und Duckmäuser den Vorteil ziehen – "arbeitet immer fleißig mit und gibt keine Widerworte".
"Nur ein Abschluss- oder Abgangszeugnis ist ein Verwaltungsakt, gegen den geklagt werden darf."
Das halte ich für Quatsch. Zumindest Zeugnisse, durch die Versetzung oder Nichtversetzung geregelt wird, sind VAe.
Obwohl ich ja befürchte, hier als Lehrer eine Diskussionslawine loszutreten:
- die Kopfnoten müssen alle in der Klasse aktiven Lehrer einzeln geben und das kann dann auf vielfältige Weise (also normalerweise 2/3 oder 3/4 Übereinstimmung) abgestimmt werden auf der Konferenz.
- Aus Angst vor Einsprüchen ist ein "gut" die Standardnote bei den meisten Schulen, von denen ich weiß. Ich persönlich denke, dass "befriedigend" besser als Standard ist, aber bin an meiner Schule damit in der Minderheit. Wer andere als die Standardnote verteilen will, sollte schon genaue Notizen haben (Datum, Anlass), um notfalls gegen Einsprüche gewappnet zu sein.
- 4 Kopfnoten sind nicht zuviel; viel problematischer ist, dass sonst das Schema von 1-6 gilt, bei Kopfnoten aber nur sehr gut, gut, befriedigend und nicht befriedigend – eigentlich also gibt es nur eine wirklich negative Note und das Schema von quasi 1-4 ist auch nicht einer klaren Notengebung förderlich.
- Erziehung im Elternhaus WIRD immer weniger bei einer Minderheit von Schülern, die aber in der Klasse die Mehrheit durchaus negativ beeinflusst. Eltern solcher auffallenden Schüler wiederum sind in der Mehrheit der Ansicht, dass zuhause alles richtig ist und Probleme nur auftreten, weil Lehrer alles falsch machen.
- ich persönlich kenne keinen Kollegen/Kollegin in meinem (ca.65 Lehrer) oder anderen Kollegien, die oder der mit Absicht Schülern schlechte Kopfnoten gibt oder andere, sachlich vorgetragene Meinungen ablehnt. Wer das sagt, müsste sich häufig auch an die eigene Nase packen, generalisiert Einzelfälle oder "hat mal gehört" (Die Zeitung mit den vier Buchstaben lässt da auch grüßen…)
- nicht zuletzt: die Politik wollte Kopfnoten, die Politik hat Kopfnoten eingeführt, die Politik hat auch die Regeln dafür erstellt: was Lehrer wollen oder/und für sinnvoll erachten, hat (wie in der Schulpolitik häufig) niemanden interessiert…
[Zynismus-Mode an] Tjaha, diese Art Kopfnoten tragen ja auch sehr gezielt dazu bei, aus den Kindern/Schülern selbständig denkende und handelnde demokratische Mitbürger zu machen. [Zynismus-Mode aus].
Erschreckend, diese Diskussion.
Da leiden also die armen Kinderseelen, wenn ihnen der Lehrer ins Zeugnis schreibt, dass ihr Fleiß zu wünschen übrig lässt oder ihr Konfliktverhalten allenfalls befriedigend ist, weil Klein-Kevin gerne mal zur manuellen Streitlösung neigt.
Ja, was kann so einem Achtklässler denn besseres passieren, als wenn er bei einer Bewerbung auf ein Praktikum darauf angesprochen wird – oder er sogar seinen Praktikumsplatz nicht bekommt? Jetzt ist es noch Zeit, etwas zu ändern am Verhalten (und möglicherweise auch noch an den anderen Noten). Zwei Jahre später, wenn er sich die Hacken vergeblich abrennt, um eine Lehrstelle zu bekommen, oder weil er aus der Lehrstelle wieder rausfliegt, weil er eine faule oder linke Socke ist, ist es zu spät.
Dass natürlich die Eltern sofort auf die Barrikaden gehen und letzten Endes auch die Anwälte wieder gutes Geld verdienen, ist leider Gottes ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet. Das Bild, das Eltern von ihren Kindern haben, und die Realität driften doch zum Teil erheblich auseinander. Wer nicht alles in der 3. und 4. Grundschulklasse mit "persönlichem Training" (nein, das ist keine Nachhilfe, betonen die engagierten Mütter) vermeintlich fit gemacht wird fürs Gymnasium und dann dort jämmerlich scheitert, weil’s natürlich nicht reicht – viele Eltern wissen einfach nicht, was sie ihren Kindern antun. Aber selbstverständlich sind die Lehrer schuld.
Übrigens: Ich bin kein Lehrer. Ich habe nur eine Tochter im entsprechenden Alter und sehe, wie hart die in der Schule arbeiten muss. Den Kindern wird inzwischen eine Menge zugemutet, die Arbeitsbelastung für 12- oder 13-Jährige erreicht Umfänge, bei denen verdi oder Beamtenbund gemeinhin schon das Murren anfangen. Trotz dieser hohen Belastung sollte man jedoch eines nicht machen: Die Kids in Watte packen und ihnen eine vermeintlich heile Welt vorgaukeln.
Die Kiddies selber sehen es übrigens auch nicht ein, warum der ausgewiesene Klassenstörer oder -tyrann sein mieses Verhalten nicht im Zeugnis schwarz auf weiß bestätigt haben sollte.
@30: "ich persönlich kenne keinen Kollegen/Kollegin in meinem (ca.65 Lehrer) oder anderen Kollegien, die oder der mit Absicht Schülern schlechte Kopfnoten gibt"
Ich glaube, das war der Kritikpunkt ;-)
@32: Ich glaube, Du hast einen Grossteil der Diskussion grundlegend nicht verstanden. Du schreibst von Deiner Erfahrung mit bestimmten Personen, vielleicht sogar einer Mehrheit von Personen. Du meinst, dass die Art, wie diese Personen behandelt werden, schon in Ordnung ist. Das mag man so sehen oder anders – aber Kern-Gegenstand dieser Diskussion ist nicht, ob es Personen gibt, die so richtig behandelt sind, sondern ob es Personen gibt, die so _nicht_ richtig behandelt sind, aber trotzdem so behandelt werden. Und bei dieser Diskussion spielt es nicht einmal eine grosse Rolle, was in dem konkreten Fall Sache ist – die Tatsache, dass Transparenz der Kopfnoten anscheinend keine Selbstverstaendlichkeit ist, sondern im Gegenteil Seitens der Behoerden als verwunderlicher Wunsch aufgefasst zu werden scheint, spricht dafuer, dass es auch Personen, die zu unrecht schlecht benotet werden, schwierig gemacht wird, sich zu wehren.
Davon auszugehen, dass es niemanden gibt, der zu unrecht schlecht benotet wird, halte ich zumindest mit meiner Lebenserfahrung nicht fuer vereinbar. Weder basierend auf meiner Erfahrung mit der Institution Schule, noch basierend auf meiner allgemeinen Erfahrung mit grossen Institutionen – es gibt ab einer gewissen Groesse immer schwarze Schafe.
Nun mag es sich moeglicherweise bei der Gruppe der zu unrecht schlecht benoteten um eine Minderheit handeln – aber ich denke kaum, dass die Angelegenheit dadurch aus Sicht eines Mitgliedes dieser Minderheit irgendwie unwichtiger wird. Zu unrecht versaute Ausbildungsplatzchancen fuer wenige sind meiner Meinung nach Grund genug, Wege zu schaffen, diesen wenigen zu helfen.
Ich möchte ein Zitat aus dem Beitrag herausstellen, auf den soweit ich es erkennen kann, noch überhaupt nicht eingegangen wurde: "Diese Zensur wollen die Eltern genau begründet haben, denn sie möchten dem Sohn helfen."
Das bedeutet nicht, dass sie wollen, dass der Junge statt der 3 die 2 bekommt, das heißt, dass sie wissen wollen, warum es eine 3 und keine 2 war, damit sie das bei ihrer Erziehung beachten können. Wenn eine solche Anfrage dann dermaßen pauschal abgewiesen ist, führt sich das (m.E. sinnlose) System der Kopfnoten doch schon selbst ad absurdum…
Vielleicht hätten die Eltern statt eine Beschwerde zu verfassen, einfach mal an einer Besprechung der KlassenlehrerIn mit den Eltern teilnehmen sollen oder das Gespräch mit der KlassenlehrerIn suchen sollen. Oder die Zeit dazu verwendet, ihren Sohn zu erziehen.
Ich finde Kopfnoten gut. Hatten wir im Osten damals auch.
Den Eltern gehört mal ganz gründlich die Meinung gegeigt. Offenbar haben sie in der Erziehung kräftig versagt.
Verehrte Damen und Herren,
ist denn schon mal jemand auf die Idee gekommen, den doch sachlich beschreibenden Artikel auf den Inhalt abzuklopfen?
Es geht doch eindeutig um das sture und bürokratische Verhalten der Schule und der Bezirksregierung.
Bei Institutionen haben doch ganz offenbar weder das Interesse des Schülers noch dessen Eltern im Auge.
Im Gegenteil: Die Mühe der Eltern wird mit 08/15-Formularen überwalzt.
@ 34
Ist ja immer schön, einem Mitdiskutanten zu unterstellen, er habe nicht verstanden, worum es überhaupt geht.
Aber ganz kurz nur: Mag sein, dass Sie eine solche Notenvergabe als einen Verwaltungsakt sehen wie einen Bußgeldbescheid und den entsprechenden Widerspruch dagegen. Ich sehe in erster Linie den pädagogischen Aspekt und dass es hier um Kinder geht.
Selbstverständlich gibt es keine hundertprozentige Notengerechtigkeit – wie auch? Nur: Auf eine nicht so tolle Benotung (immerhin geht es im vorgestellten Fall um "befriedigend", auch wenn es nur ein vierstufiges Notensytem gibt)mit einer formellen Beschwerde zu antworten, halte ich für falsch. Wenn es den Eltern tatsächlich darum geht, ihrem Sohn zu helfen, dann muss ich als Vater oder Mutter das Gespräch mit dem Klassenlehrer suchen, mit wichtigen anderen Fachlehrern oder auch mit dem Schulpsychologen, Vertrauenslehrer oder dem Schulleiter.
Meine Erfahrung ist: Die sind allesamt offen für solche Gespräche, weil jedes Kind, das weniger aus dem Ruder läuft, das Leben an der Schule entstresst.
Warum in einem solchen Fall immer gleich der Weg der formellen Beschwerde an Oberschulamt oder Kultusministerium (alles schon erlebt) gegangen werden muss, verstehe ich nicht. Wie ich aber auch nicht die Schule verstehe, die eine solche Beschwerde schriftlich ablehnt, statt ein vernünftiges Gespräch zu suchen – es sei denn, es hat solche Gespräche gegeben und die Eltern haben dennoch die Eskalation gesucht
@32: da stimme ich zu, Problem ist oft das nicht Einsehen-Wollen, dass der Sohn/die Tochter ein Problem (warum, woher auch immer) hat – grundsätzlich haben inzwischen zu oft die anderen, hier also die Lehrer, Schuld
@33: und eben dieser Kritikpunkt, wenn es überhaupt einer ist, stört mich. Vielfach wird (aus Unwissenheit?!) etwas vermutet und vorgeworfen, was einfach falsch ist. Wer Kinder hasst, nicht mag oder ihnen was Böses will, ist/wird nicht Lehrer, soviel kann ich aus meiner Praxis und Erfahrung aus 1. Hand sagen.
@35: stimmt auffallend :-)
@38: stimmt ebenfalls, aber die Diskussion ist ja schon längst abgedriftet – in der Schule würde es heißen "Thema größtenteils verfehlt". ;)
Koennte man die Kopfnoten eigentlich nicht mit dem Antidiskriminierungsgesetz verbieten/unterbinden lassen ?
Frage nach Begründung? Der Dokumentationsaufwand muss ja realistisch in einem standardisierten Rahmen bleiben.
Z.B. standardisierte Ankreuzformulare zu den Verhaltensweisen, die ohne viel Mehraufwand erstellt und im Streitfall zur Akte gegeben werden.
Kopfnoten abschaffen? Wichtge Lehrstellengeber (z.B. Automobilzulieferer im Stuttgarter Raum) sind schon dazu übergegangen, die Noten von Nebenfächern wie Musik, Kunst oder Reli als ##versteckte## Kopfnoten auszuwerten — dort wo herkömmliche Kopfnoten fehlen.
Vorschnell haben einige Familien die Abschaffung der Kopfnoten als politischen Erfolg gefeiert — und geglaubt, die entsprechenden Verhaltensweisen seien damit verzichtbar.
Mobbing/Duckmäuser durch Kopfnoten? Juristisch kann man diesem Problem nur in krassen Fällen abhelfen.
Mutmaßungen nach so einem kurzen Bericht kann man viele aufstellen, ob sie zutreffen sei dahingestellt. Tatsache ist: In NRW gibt es sechs und nicht wie in anderen Bundesländern vier Kopfnoten. Auf Druck des Ministeriums (Ministerin Sommer hat es zur Chefsache erklärt) entschied man sich hier für eine besondere Lösung. Daraus ergibt sich in vielen Fällen aber auch eine "Doppelbenotung" – wer eine schlechte Fachnote hat, bekommt via Kopfnote noch einen drauf. Bittet man die Schule (Lehrer)um Aufklärung, was als Bewertungsmassstab für die unterdurchschnittliche Note herangezogen wurde, bekommt man ein Formblatt ausgehändigt, auf dem ein Text des Schulministeriums NRW abgebildet ist. Der ist auf der Webseite des Ministeriums nachzulesen. Ist als kleine Humoreske sehr zu empfehlen, so unverständlich und wirklichkeitsfern ist er formuliert. So scheint sich Klein-Barbara Schule vorzustellen. Fragt man nochmals bei der Schule nach, ob man Genaueres erfahren könne, gibt der Lehrer den Tipp, man solle sich schriftlich einlassen, dann lande alles bei der Mittelbehörde, also dem Regierungspräsidenten. Die erstellt dann ein weiteres Formblatt, indem sie kundtut, alles sein korrekt gelaufen. Warum einzelne Noten so vergeben wurden, auch im Vergleich mit anderen Schülern, weiß man dann immer noch nicht, steht so dumm da wie zuvor.
Im übrigen sind nicht alle Eltern kritiklos und wenig interessiert – das ist genau so ein blödes Vorurteil wie: Alle Lehrer sind faul.
Besonders auf Gesamtschulen sind die meisten Lehrer hochmotiviert und pädagogisch geschickt – wahrscheinlich regt sich dort deswegen auch der heftige Widerstand gegen den politischen Schnellschuss "Kopfnoten", unter dem Alle leiden.
Kopfnoten zeigen Kindern früh,
wie ein dem deutschen Beamtenwillen nicht angepasstes Verhalten, zu unendlichen Familienstreit oder Entzug der Elternliebe führt. Kinder holen sich später das verlorengegangene Selbstwertgefühl
in der Familie zurück, indem sie selbst für das Recht und die Ordnung sorgen.
Der Wille soll gebrochen werden.
Ein gewisses Unternehmen in Stuttgart braucht Duckmäuser, damit der Vorstand mit Einverständnis des Duckmäuser-Betriebsrates in Ruhe einen Milliardenverlust machen und trozdem noch selber 60 Millionen einsacken kann.
@30 Mo
…eigentlich also gibt es nur eine wirklich negative Note…
Kann man so sehen. Man kann aber auch sagen, dass "befriedigend" die zweitschlechteste Note ist.
Wenn dann "befriedigend" die Standardnote ist, braucht man sich über ein wenig Aufregung in Elternkreisen nicht zu wundern.
Kopfnoten ist der Versuch die Karriere eines Kindes, was sich eigentlich mit Nachilfe und so weiter Mühe gibt schon im vorraus zu zerstören. Hier werden Noten vergeben, die ein späterer Arbeitgeber zwar sieht, aber ohne die vermutlich eher harmlose Begründung. Damit wird ein Auswahlkriterium geschaffen, welches Menschen nach ihrer frühen Vergangenheit sortiert … unschön.
@24: "Die Kopfnoten überfordern die Lehrer, da sie (die Lehrer) das Verhalten der Schüler nicht wirklich sachlich begründen können (höchstenz tendenziell). Dazu braucht es ausgebildete Psychologen. Und unter der Überforderung der Lehrer leiden schließlich die Schüler."
Ach, falsch. Umgekehrt wird ein Schuh draus! Die Psychologen sollten sich die erstaunlichen Fähigkeiten der Lehrer in NRW zunutze machen! Statt dass die Psychologen also erst lange studieren und dann teure Testverfahren benutzen, um solche komplexen Verhaltensweisen und gesellschaftlich überformten, persönlichkeitspsychologischen Verhaltensdispositions-Konstrukte wie "Zuverlässigkeit", "Verantwortungsbereitschaft" und "Konfliktverhalten" möglichst intersubjektiv, valide und reliabel zu erfassen, sollten sie einfach bei ihrer psychologischen Forschung am Menschen oder bei Gutachten den nächsten NRW-Lehrer bezüglich der zu untersuchenden Person befragen.
Statt also die anerkannten psychologischen Testinstrumente zu benutzen, die in internationalen Forschungsbemühungen über Jahre hinweg entwickelt, überprüft und angepasst werden und deren Anwendung viel Geld und Fachwissen bedarf, sollte man ab sofort schlicht und einfach auf die enormen Fähigkeiten der NRW-Lehrer bei der Beurteilung von Menschen zurückgreifen.
Das ist Fortschritt!!
@39: Joa, auf den Standpunkt koennte ich mich durchaus einlassen.
@40: Naja, den Kritikpunkt wollte ich mir nun nicht zu eigen machen.
Aber: "Wer Kinder hasst, nicht mag oder ihnen was Böses will, ist/wird nicht Lehrer, soviel kann ich aus meiner Praxis und Erfahrung aus 1. Hand sagen."
Zumindest fuer die grosse Mehrheit duerfte das wohl stimmen, ja. Aber das ist auch nicht gerade die Richtung, in der ich die groessten Gefahren sehe. Ein wesentliches Problem sind gerade die Lehrkraefte, die es "gut meinen" mit den Schuelern, dabei aber nicht selten uebersehen, dass ihre eigenen Wertvorstellungen keineswegs das universell gueltige "Gute" bzw. "Richtige" sind, weshalb sie Schueler in der einen oder anderen Form unter Druck setzen, sich ihren Wertvorstellungen anzupassen, in dem Glauben, den Schuelern damit gutes zu tun.
Ich fasse mal kurz zusammen, was die Befürworter der Kopfnoten so von sich geben: es ist richtig, daß es das gibt, weil a) sonst die Eltern nicht merken, was sie für mißratene kiddis haben und b) der Staat doch irgenndeine Möglichkeit haben muß, unliebsames Verhalten zu sanktionieren. Das wird dann c) noch gewürzt mit solchen hanebüchenen Begründungen, daß ein Kiddi es den Kopfnoten zu verdanken hätte, wenn es später aufgrund des erzielten erzieherischen Zweckes eine Lehrstelle bekommen kann.
Dümmer gehts nimmer.
ich bin 78er Baujahr und habe damit noch einige DDr- Zeugnisse empfangen dürfen. Dort gab es nicht nur Kopfnoten, sondern auch Platz für eine Einschätzung des Gesamtverhaltens, in der sich dann auch die Begründungen für die Kopfnoten (zumindest anteilig) fanden. Keine Ahnung, ob das in den heutigen zeugnissen auch noch so ist, wäre ja praktisch.
Meine Liebling- Einschätzung ist aus der dritten Klasse:
"Andrea muss sich um ein normgerechteres Schriftbild bemühen."
Die Bemühungen dauern an….
@40. "Wer Hunde und kleine Kinder hasst kann kein so schlechter Mensch sein." ;-)
@50. Kommt darauf an, auf welcher Seite man sein Leben verbringen will – Hammer oder Amboß sein. Daß der Staat ein Interesse hat, fleißige und gehorsame Untertanen zu erziehen, dürfte verständlich sein, daß man mit sehr guten Kopfnoten keine außergewöhnliche Karriere, weder in Kunst, Politik oder Wirtschaft, hinlegen wird, auch.
Koppfnoten für Realschüler, ok.
Aber warum auch für die Führungselite ?
Wir müssen uns klar werden wo wir sind und wer wir sind !
Recht so !
Kommentar 53 von Schwarzmaler @50 trifft es auf den Punkt. Diese NRW-Köpfnoten sind ein willfähriges Instrument. Unternehmer beurteilen danach ihre Bewerber auf Lehr- und Ausbildungsstellen. "Wie duldsam ist der Auszubildende, kann ich ihn für meinen Profit gebrauchen, ist er vielleicht sogar für 'nen Niedriglohn-Job geeignet?" Gefördert, unterstützt und per Gesetz untermauert wird dies alles von der im Moment vorherrschenden tiefschwarz eingefärbten politischen Kaste, die versucht ihre Pfründe über die nächsten Wahlen zu retten. Koste es was es wolle, Bärbel Sommer hat ihre Pension durch und unsere Kinder bleiben als Kollateralschäden auf der Strecke. "Sorry, friendly fire, politische Willkür" – aber nicht mit uns.
Dieser starke Rechtsruck in unserer Gesellschaft ist nun mal nicht zu übersehen und kann uns Allen, besonders unserem Staat nicht, gut tun. Ewig gestriges, verschwiemeltes Gedankengut hat in unserer Geschichte schon Schlimmes hervorgebracht, das wollen wir Alle nicht mehr haben und brauchen es auch nicht mehr.
Kurzum: Wenn ich meinen Sohn zu einem mündigen, wachen,kreativen, kritischen Bürger und Demokraten (was wir alle wollen) erziehen will, müsste ich den größten Krach mit ihm anfangen, wenn er mit guten oder noch befriedigenden Köpfnoten nach Hause kommt – alles besser als unbefriedigend ist abträglich.
Das dieser Schüler wahrscheinlich ziemlich unbeliebt, weil unbequem, ist würde da niemanden verwundern.
Vielleicht ist es mal ein Ansatz (für alle beteiligten Lehrer wie Eltern) drüber nachzudenken, ob dass wirklich so sein sollte, ob man hier nicht aktiv etwas zur guten Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beitragen kann – auch wenn es Mühe macht.
…ein weiterer Gedankenansatz sollte uns auch beschäftigen:
Jungen haben durchweg schlechtere "Köpfnoten" als Mädchen.
Recherchen bei Schulen, Mittelbehörde und Ministerium haben dies durchweg eindeutig bestätigt.
Wofür da die Gründe liegen, sei mal dahingestellt.
Also: was soll das alles – schafft die Dinger ganz schnell wieder ab!
klar, dass die lehrer gegen spickmich sind, da könnten sie ja genauso bewertet werden, wie sie das selbst die ganze zeit tun …
Hehe das erinnert mich an meinen eigenen Fall, als nach der Zeugnisausgabe der Abschlussveranstaltung unser lieber Herr Rektor geflüchtet ist, weil 60% der Eltern fast synchron aufgestanden sind und sich beschweren wollten.
Ich weis noch das ich die exakt gleich schlechte schriftliche Bewertung in meinem Abschlusszeugnis hatte wie mein Sitznachbar, der jedoch zwei Notenstufen unter mir lag und sowas von sitzen geblieben ist während ich ne Ausbildung zum Informatiker gemacht hab. Natürlich war auch meine Beschwerde "unbegründet"…
Also ich halte es für ein vollständigen Quatsch und wäre frohe wenn sie nicht extirten
Einerseits sollen unsere Kinder selbstbewusst sein, ihre eigene Meinung vetreten und/oder Nein sagen und und und…alles schön und gut, nur wer aus der Reihe tanzt, nicht angepasst ist läuft Spießruten und das zeigt sich dann in den Kopfnoten. Dieses Land verkommt immer mehr zu einem totalitärem Land…Demokratie gleich NULL…ich habe mich zu DDR-Zeiten (bin 46) freier gefühlt als in diesem Land mit ihrer Kinderklaubehörde (was sich Jugendamt nennt), ihrem Schulsystem mit LehrerInnen, die ins Dritte Reich gehören…und Denken in diesem Land ganz ganz falsch…bloß sich nicht des eigenen Verstandes bedienen…hier ist der Schein gefragt nicht das SEIN!!!