Bundes-Nanny rügt Rabeneltern
Eine Streife der Bundespolizei stellte am 25.10.2009, gegen 13.20 Uhr, am Bahnhaltepunkt Duisburg-Obermeiderich durch Beobachtung aus dem Dienstfahrzeug heraus fest, dass zwei Kinder am dortigen Bahndamm spielten.
Wegen der drohenden Gefahr ließen die Beamte sofort die Bahnstrecke Obermeiderich – Ruhrort sperren und erreichten schnellstmöglich den Einsatzort. Dort bemerkten die Einsatzkräfte dann, dass sich auf dem Bahnsteig die 26-jährige Mutter befand. Sie hielt sich ca. 25 Meter von ihren beiden Kindern (4-jähriger Sohn und 6-jährige Tochter) auf und war intensiv mit ihrem Handy beschäftigt.
Dass sich ihre Kinder in einer lebensgefährlichen Situation befanden, hatte sie offensichtlich nicht bemerkt. Die Frau wurde über die Gefahren des Bahnbetriebes eindringlich belehrt. Die Strecke konnte bereits nach drei Minuten wieder befahren werden, so dass keine Verspätungen bei Zügen entstanden.
In diesem Zusammenhang rügt die Bundespolizei solch ein unverantwortliches Verhalten. Gerade Eltern, die eine besondere Verantwortung für ihre Kinder haben, müssen sich dieser bewusst sein und dürfen ihren Nachwuchs “nicht aus den Augen lassen”.
Natürliche Selektion. Natürliche Selektion…
Verstehe ich nicht: Wieso eine Bahnstrecke sperren, wenn man schnell hinlaufen und die Kinder einsammeln kann?
Solche Personen sieht man fast jeden Tag in der S-Bahn. Taschentelefon-Addicts. Überwiegend weiblich, meist ziemlich jung, meist ziemlich ungebildet (meine Vermutung). Allerdings ohne Kinder. Ich finde es immer wieder bezeichnend, daß viele dumme Leute offenbar eine besondere Affinität zu Elektronikschrott haben.
@Sebastian Salzgeber: Na!
"[...] die eine besondere Verantwortung für ihre Kinder haben [...]": Gibt es noch mehr Arten von Verantwortung für die eigenen Kinder?
Wie dem auch sei. Es gab da eine Evolutionstheorie, die den Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen zur Grundlage hatte. Die Theorie ist zwar im Kern widerlegt, aber aufs Gehirn scheint das noch anwendbar zu sein.
@M.: Der Zug ist meistens schneller…
Ihre Ueberschrift suggeriert irgendwie, dass Sie das nicht gut finden, was die Bundespolizisten hier getan haben. Nicht verwunderlich – Sie finden ja alles nicht gut, was Polizisten tun. Dass das allerdings nun schon so weit geht, dass kleine Kinder nicht mehr von Bahnschienen ferngehalten werden sollen, haette ich selbst von Ihnen nicht gedacht, Herr Vetter.
@ Frank.
Ihr Beitrag suggeriert irgendwie, dass sie am Thema kein Interesse haben und lediglich Herrn Vetter mal eins reinwürgen wollten. Und sei es durch wildes Hineininterpretieren.
@5 Jan:
Naja die eigenen Kinder werden auch irgendwann mal erwachsen und dann duerfen die, wenn sie denn wollen, auf dem Bahnsteig spielen, ohne dass die Eltern dafuer verantwortlich sind.
Es bleiben aber trotzdem die Kinder der Eltern. :)
@ Jan: Ich denke, die Betonung liegt da anders: "Gerade Eltern, (also nicht die Omma oder die Schantalle), die eine besondere Verantwortung für ihre Kinder haben" (weil sie nämlich die Aufsichtspersonen sind, im Grunde gibt es jedoch nur eine Verantwortung, nämlich diejenige welche, also keine besondere sondern nur "eine"). Aber eben eine besondere, weil sie die Eltern sind und nicht "irgendwer", so verstehe ich das..
Und ich schließe mich Nr. 1, Herrn Salzgeber, an es sollten viel mehr Wohnungen nahe an Bahnstrecken liegen…
@ Frank
Aus dem Text lese ich eher heraus, daß – evtl. – eine Sperrung der Bahnstrecke durch die Polizisten als unnötig angesehen wird. Ich glaube nicht, daß Herr Vetter einen Polizisten kritisieren würde, wenn der völlig vernünftig und nachvollziehbar handelt. Dafür gibt es m. E. auch kein Beispiel in seinem Blog.
was ist daran falsch eltern an ihre pflichten zu erinnern?
wichtiger wäre in diesem falle wohl weniger die aufsicht als kindern zu erklären wo sie spielen können und wo eher nicht.
Ich verstehe die Absicht hinter dem Artikel nicht. Ich finde die Vorgehensweise und die Ermahnung seitens der BP absolut i.O.
@ 11:
Aus der Pressemeldung ergibt sich, dass die Sperrung der Bahnstrecke veranlasst worden ist, BEVOR die Beamten die Einsatzstelle erreicht hatten.
Was hätten die Beamten also aus der Ferne tun sollen? Abwarten und hoffen, dass die an der Strecke spielenden Kinder bei Passieren eines Zuges unverletzt bleiben?
Fazit: Mir erschließt sich beim besten Willebn nicht, wo hier der Ansatz einer Kritik am Verhalten der Beamten liegen soll.
Find's eigentlich auch i.O. Scheint auch nirgends Probleme gegeben zu haben, oder hat da wer noch fett kassiert für irgendwelche Dienstleistungen/Ausfälle? Aber da hier nix davon steht find ichs Ok.
Vll ist es ja ausnahmsweise auch gar nicht als Kritik gedacht (?)
Wir haben als Kinder direkt auf den Gleisen gespielt (Münzen aufgelegt, an der Schiene gehorcht usw.). Im Winter sind wir den Bahndamm hinuntergerodelt. Wenn ein Zug kam, haben wir Pause gemacht.
Wenn die TraPo kam, sind wir weggelaufen. Wenn sie uns erwischt haben, gab es Senge.
Und wir leben alle noch.
Heute sperrt man die Strecke ab. Es ist nicht zu fassen. Wie bereitet man denn Menschen auf das Leben vor, wenn man sie davor bewahrt?
Bei der Schlagzeile dachte ich automatisch an Frau von der Laeyn.
Natürliche Selektion träfe eigentlich doch nur zu, wenn zur Strafe die Mamma auf die Schienen gestellt worden wären. Aus Kevin und Winona-Dawn hätte unter artgerechten Bedingungen in einem anderen Land ja vielleicht doch noch was werden können.
Welches Personen-Beförderungsunternehmen setzt Kinder ohne gültigen Fahrschein, trotz Protesten anderer Fahrgäste, die sogar für das Kind bezahlen wollten, Abends im Winter auf einem gottverlassenen Bahnhof aus?
@M.: Ja, das finde ich auch sehr vielsagend. Anstatt die Kinder von dort wegzuholen, wird einfach die Strecke gesperrt. Super … sich bloß nicht die Finger schmutzig machen.
@17: Ich dagegen dachte an Frau von der Leyen!
@Frank: Ich verstehe das ein wenig anders. In der Überschrift steht „Rabeneltern”, nicht „Rabenmutter”, und im Text, dass die Bundespolizei den Zeigefinger verbal gegen alle Eltern hebt, und nicht, dass sie sich erschüttert über diesen Einzelfall zeigt. Ich glaube, dass Udo diese „Moral” aufs Korn genommen hat, das übermäßige Sich-zuständig-fühlen.
Verstehe leider das Problem einiger hier überhaupt nicht. Uns wird in Seminaren immer wieder die erste Regel Eigenschutz beigebracht(Sanidienst) und wenn ich als Po-Beamter aus der Ferne, spielende Kinder auf den Gleisen sehe, ist das nur mehr als logisch die Gleise kurzfristig dicht zu machen.
Wenn hier auch nur irgend jemand der hier Mitlesenden schonmal ein Suizidopfer in Einzelteilen von den Gleisen aufgelesen hat, darf er gerne sich weiter darüber empören… oder sich mal mit einem in Rente versetzten Zugfahrer unterhalten, dem einer vor den Zug gesprungen ist, ich wünsche eine angenehme Unterhaltung.
Insofern finde ich das Verhalten der Cops in allen Belangen mehr als gerechtfertigt! Zumal die Anspielung von "Bundesnanny" A) die Frau von der Leyen trägt und B) der Sinn dieses Artikels sich nicht nur mir, nicht wirklich erschliesst.
@Reinhard: Natürlich muss man die Bahnstrecke erst sperren. Schließlich könnte in der Zeit, bis die Polizisten die Kinder erreicht haben, bereits ein Zug kommen.
Wenn sie zuerst zu den Kindern geht, wäre so, als ob die Feuerwehr erst löscht und dann die Personen aus dem Haus holt …
Und was ist daran verkehrt, dass die Polizei in diesem Zusammenhang ganz allgemein vor der Gefahren an Bahngleisen warnt?
Es handelt sich um eine Original-Pressemitteilung. Bis auf die Überschrift.
mir erschließt sich noch nicht so ganz, was "am bahndamm" genau bedeuten soll. waren die jetzt auf den schienen oder daneben? das wäre ja schon mal interessant, zumal das ganze sich ja offenbar in einem bahnhof abgespielt zu haben scheint. sonst hätte die mutter ja wohl kaum "auf dem bahnsteig" befinden können.
Den Unterschied zwischen Gleis (Todeszone) und Bahndamm (Böschung, Dickicht, verstecken spielen) kannte ich schon als Dreikäsehoch. Siehe auch den Beitrag von Taminator weiter oben.
Irgendwann hat dann ein Zugführer unseretwegen eine Notbremsung vollführt. Fanden wir ziemlich doof, wir waren (nach unserem Verständnis) nicht einmal in der Nähe der Gleise.
Die oben geschilderte Geschichte scheint was ähnliches gewesen zu sein.
Die Handymoms sind neuerdings leider ziemlich häufig zu beobachten. Der Mutterjob hat zwar seine Längen, trotzdem ist es schade, wenn die Kids so offensichtlich ignoriert und vernachlässigt werden.
Die andere Seite der Medaille ist die Überkontrolle der Gesellschaft.
So war unsere Kindheit wahrhaftig nicht – gut, manchen hat´s bei Dummheiten zerlegt, aber die meisten leben in der Tat noch.
Mein Eindruck ist, dass die Wut, die unterschwellig durch diese Overcontrol in den Kids und Teens gärt, entweder zu vermehrt bekloppten Spielchen oder zu mehr offenem oder versteckten Vandalismus führt.
Wir hätten jedenfalls NIE jemanden in der U-Bahn zusammengetreten.
Das scheinen die beklemmenden Folgen einer merkwürdigen big-brother-artigen Unterdrückung zu sein.
(Wir haben übrigens sieben recht ausgeglichene Kids/Teens)
@Udo Vetter: Macht nix! Man in jeden Text eine Absicht hinein interpretieren. Egal wie neutral er verfasst ist.
Ansonsten: Wenn es eine "Original-Pressemitteilung" ist, wären dann nicht mindestens ein Quellenhinweis notwendig? Oder ist das in Zeiten, wo die Presse nur noch PR-Meldungen unter das Volk bringt nicht mehr notwendig?
Bei "Bundes-Nanny" hab ich auch im Zusammenhang mit diesem Blog zuerst an Frau v.d.L. gedacht…
Ich interpretiere – im positiven Sinne für Herrn Vetter – mal den Begriff "Bundes-Nanny" so, dass die hier genannte Mutter wohl aus der Zielgruppe der "Supernanny"-Zuschauer kommt. Leute, die man zum Überleben an die Hand nehmen muss. Deren Wissen sich überwiegend aus den Formaten des Morgen- und Nachmittagsprogramms im Fernsehen, das einen Großteil ihres Lebensinhalts darstellt, bildet. Sie braucht sogar ne Nanny, um ihre Kinder zu beaufsichtigen.
Die Kinder tun mir leid. Wahrscheinlich gab's anschließend noch ordentlich mecker (oder mehr) von Mama, als die Polizisten weg waren.
"Bei "Bundes-Nanny" hab ich auch im Zusammenhang mit diesem Blog zuerst an Frau v.d.L. gedacht…"
Ich auch :-)
BTW:
Ich lebe in einer Stadt da hat man(n) den Eindruck auf ein oder zwei eigene Kinder kommt es nicht an. Selbst erlebt im Notdienst: Kind hoch fiebernd und nicht ansprechbar! Arzt: Sie müssen ins Krankenhaus mit Ihrem Kind! Mutter mit 5(!) Kindern dabei: Heute? Reicht das nicht auch morgen? Arzt: Ihre Entscheidung, ihr Kind!
Ich denke, sie ist dann doch gegangen …..
@ laie
Sie begehen hier den Fehler der meisten Journalisten, allerdings paßt Ihr Nickname besser dazu: Es heißt Lokführer oder Triebfahrzeugführer. Der Zugführer bei der Bahn ist nämlich etwas völlig anderes, der ist immer im Zug, nicht auf der Lok.
@ der echte n.n.
Ein Haltepunkt bei der Bahn ist eben gerade kein Bahnhof (letzteres ist er nur fürs Publikum). Die technische Ausstattung ist oft sehr viel geringer als bei einem Bahnhof. Oft ist ein Haltepunkt lediglich ein leerer Bahnsteig irgendwo in der Prärie.
Immerhin gesteht man von staatlicher Seite den Eltern eine Teilveranwortung für ihre Kinder zu, das ist doch schon was.
Das Durchschnittsvolk bekommt doch sowieso nur Nachwuchs um das Kindergeld zu kassieren, ist natürlich vollkommen mit der Erziehung überfordert und züchtet wahlweise Sozialhilfedynastienachfolger oder Bahnhofsschläger (so schließt sich hier wieder der Kreis) heran, wenn es ihn nicht gleich in Blumentöpfen oder Tiefkühltruhen versenkt.
Am besten wird den Eltern also die Erziehung ganz aus der Hand genommen und der einzig wahre Grund, warum nicht ab Geburt alle Kinder in die zärtliche und kompetente Hand des Jugendamtes/Staates überstellt werden liegt – leider, leider – wohl an der angespannten Haushaltslage.
So bleibt – vorerst – die besondere Verantwortung in den Händen der Eltern.
PS, wer hier Ironie findet, darf sie behalten.
PS2, wer hier keine Ironie findet, sollte mal seinen Ironiedetektor neu justieren…
BTW, irgendwie habe ich bei den Kommentaren hier immer das dringende Bedürfnis, mit Glasreiniger den Bildschirm abzuwischen. Ich verwechsle ständig den "Antworten"-Pfeil mit Dreckspritzern …
@Carola:
He! Ich wohne gerade 20 Meter von den Schienen entfernt!
Und ich bin früher öfters hinübergestiefelt, nachdem unser Bahnübergang entfernt wurde- aber bei einer geraden Strecke und am Tage muss man schon extrem doof/lebensmüde/Kind sein, wenn man die Gefahr nicht sieht…
Aber niemals vor den Augen von Kindern!
Inzwischen benutze ich auch brav die Brücke 200m weiter, wenn das auch insgesamt ein halber Kilometer Umweg ist, allerdings nicht so sehr aus Einsicht, sondern weil die Anwohner von gegenüber dort alles verrammelt haben…
Das Überqueren der Straße davor ist gefährlicher, die fahren hier wie die gesengten S***…
@anonym: Wenn, dann machen wir es gleich ganz korrekt: Der Zugführer kann durchaus auch der Mann ganz vorne sein – wenn er der einzige Bahnbedienstete im Zug ist. In Triebwagen auf Nebenstrecken kommt das oft vor.
Das ist vergleichbar mit Kapitän und Steuermann auf einem Schiff: Auf dem Ozeanriesen ist der Kapitän auch nicht immer auf der Brücke, auf dem Krabbenkutter schon eher.
Und der Unterschied zwischen Bahnhof und Haltepunkt ist, verkürzt gesagt, der: An einem Haltepunkt gibt es keine Weichen.
Zum Thema: Natürlich hat die Polizei hier richtig gehandelt. Absolut jedes Risiko im Bahnbetrieb, und sei es noch so klein, muss vermieden werden. Was wäre denn, wenn die Kinder beim Spielen eine Eisenstange auf die Schienen legen? Dann wären nicht die Teppichratten hinüber, sondern möglicherweise jede Menge Unschuldige.
@Taminator:
Die Geschichte hört sich ziemlich alt an, damals waren die Züge laut und langsam. Heute fährt Sie ein ICE mit über 200 km/h um, und sie hören ihn noch nicht mal kommen…
@anonym: Solche Personen sieht man fast jeden Tag in der S-Bahn. Blackberry-Addicts. Überwiegend männlich, meist ziemlich jung, meist ziemlich (un)gebildet (je nach Einstellung). Allerdings ohne Kinder. Ich finde es immer wieder bezeichnend, daß viele (nicht) dumme Leute offenbar eine besondere Affinität zu Elektronikschrott haben.
Hach ich liebe Pauschalaussagen….
Ein Wort ändern, schon passt eine solche Aussage auf eine völlig andere Gruppe, die aber nicht weniger in ihr Spielzeug vertieft ist.
@Taminator: das, was @BB: geschrieben hat und dazu noch, dass heute das Verkehrsaufkommen höher ist und dass früher die Kindersterblichkeit auch wesentlich höher war.
Wenn ich den Erzählungen meines Großvaters von damals trauen darf, dann war er als kleiner Bengel im Sommer den ganzen Tag unterwegs und sie haben die Weiher der Umgebung erkundet. Heute pflanzen Eltern ihren Kindern doch beinahe schon Ortungs-Chips unter die Haut. Zumindest hat jedes der Kiddies nen Mobiltelefon dabei, dessen Standort man ja bequem überwachen kann. Wenn es denn überhaupt ohne Aufsicht los ziehen darf.
@anonym:
Ich finde es persönlich ausgesprochen interessant dass gerade die Menschen, die kaum in der Lage sind ordentliche Sätze zu sprechen und sich vernünfitg auszudrücken derart besessen von "Kommunikationselektronik" sind.
zwei einträge vorher ärgern sich die kommentierenden über die ungeheuerliche vorverurteilung "gegen NS-Schergen Heinrich B.", aber gehen in diesem fall natürlich sofort aus, dass die mutter am bahndamm dumm, asozial ist und ihre kinder nicht erzieht.
da wundert es mich auch nicht, dass hier keiner den ruf nach "natürlicher selektion" menschenverachtend findet.
"da wundert es mich auch nicht, dass hier keiner den ruf nach "natürlicher selektion" menschenverachtend findet."
Warum auch? Wer mit den Gefahren seiner Umwelt nicht klarkommt und/oder dieses Wissen nicht an seine Nachkommen weitergibt, steigt aus dem Genpool aus. Nichts anderes ist "Natürliche Selektion"…
@Neuling:
Kinder in Heimen unterbringen und staatlich erziehen?
Super Idee die Heimleiter sind ja jetzt schon überfordert.
Aber ihre Idee hat was so so kann man was gegen die Wahlmüdigkeit tun und es wird später nur noch 2 Parteien geben.
Schließlich kann man die Kinder dann so erziehen das sie nur das machen was sie sollen. Also immer brav wählen und die Schnauze halten. Wenn dann mal jemand aus der Reihe tanzt ist er verrückt und wir schön wieder auf den rechten Weg gebracht.
Das Verhältnis des Herrn Vetters zur Bundespolizei ist ein gestörtes. Sie haben nichts zu tun und machen sich wichtig.
Interessant ist die Obrigkeitshörigkeit der Leser hier.
Die Meldung wird nicht genau gelesen, die Polizei wird schon im recht sein.
Spielen am Bahndamm .
Dafür wird die Bahnlinie gesperrt.
@ Joe Katterturm
Das mit den Weichen ist schon richtig, es ist das Kriterium für die bahninterne Definition, ob Bahnhof oder Haltepunkt. Aber auch einige andere Dinge fehlen ja oft im Haltepunkt (bes. auf dem Land), z. B. auf jeden Fall das Personal, und das war im Kontext hier wohl etwas wichtiger. Zudem möchte man das Publikum ja auch begrifflich nicht überfordern (wo schon in der Presse heute jeder Reisezug nur noch "Personenzug" genannt wird).
Das Problem ist in der heutigen Zeit doch immer das gleiche:
Passiert nix – wurde überreagiert, passiert was – werden die Schuldigen gesucht die nicht sofort reagiert
werdenhaben.Das überall in unserer Vollkaskomentalitätsgesellschaft vorkommende Dilemma. Jeder will alles machen möglichst viele Risiken eingehen, Nervenkitzel spüren, aber wehe es passiert dann was, da wird gleich wieder 'Schlamperei' geschrien und nach Schuldigen gesucht. Selber vorher mal überlegen oder gar denken – Nein Danke!!
@anonym:
A propos Elektronikschrott. Aus meinem Zettelkasten: "Das moderne Sklavenabzeichen: Mobiltelefon."
du hast recht,Klaus.Meine Oma sagte immer:wer ständig erreichbar ist gehört zum Personal!
Meines Wissens ist der Bereich um Gleise herum ebenfalls "Betreten verboten" – auch wenn dort kein ausdrückliches Schild steht.
Jedes Betreten dieses Bereiches – nicht mal der Gleise selbst – kann eigentlich schon geahndet werden. Wer dann auch noch Dinge auf die Gleise legt, kann sogar wegen Eingriffs in den Bahnverkehr belangt werden.
Daher haben die Bundespolizisten korrekt gehandelt. Wäre nämlich ein Zug gekommen und etwas passiert, wären sie dran gewesen. Es geht auch nicht unbedingt um einen direkten Treffer vom Zug – ein durch Geschwindigkeit und Gewicht des Zuges hochgeschleuderter Stein kann nicht unerhelbliche Schäden an Kinderköpfen verursachen…
@ Klaus
Herzlichen Dank dafür. Das kannte ich noch nicht, und es gefällt mir sehr gut.
Meinungs- oder Nachrichtenblog? Man sollte sich mal für eins entscheiden und nicht alles wild durcheinanderwerfen.
Zum Fall: Was ist am Verhalten der Polizei nun genau auszusetzen?
Passt nicht so recht. Aber trotzdem.
Wenn man in Düsseldorf "Am Bahndamm" sagt, meint man einen Puff. Einen bestimmten. Einen nicht sonderlich edlen. Eher eine Nuttenkaserne mit schätzungsweise 100 Einzelzellen und Kontakthof hinter zwei sich überlappenden Mauern als Sichtblende und davor ein elendiger Gestank aus alter Pisse, der von einem sehr frequentierten Pissoir an der Mauer stammt. So richtig fies das alles. Eben Bahndamm.
Na, z.B, dass so überhauptnicht ersichtlich ist was nun wirklich passiert ist, aber man (Bundes Nanny) so ein Wind darum macht ^^ sich profiliert… sich auf die Schulter klopft etc… sucht es euch aus^^
ein Wunder, dass sie überhaupt noch die kinder "behalten" darf… und ja sie hat falsch gehandelt… aber die Mitteilung ist einfach nur ein Witz^^
#51: Eben Düsseldorf halt … :-P
Ob da die Bahnpolizei nicht auch unter anderem vergessen hat, eine Stellungnahme der Mutter zu veröffentlichen?
Oder hat die Meldung nicht vielleicht als Aufhänger für den in der Pressemeldung genannten Link gedient:
Mehr zum Thema: „Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz“ (pdf 292-KB)
http://www.bundespolizei.de/cln_180/nn_249932/DE/Home/01__Aktuelles/2009/0910/15__kinder__bahndamm.html
Hätte ein Zug die Balgen überfahren: Macht doch nichts. Die Arge hätte eine Bestattungsbeihilfe bewilligt und dann hätte es für die ganze Sippe mal wieder Kuchen und Schnaps auf Steuerzahlerkosten gegeben.
Fortpflanzen ist soooo leicht; und dann können sich andere (vorzugsweise der Staat und seine Vertreter) um die Brut kümmern. Wichtig ist nur, das der üppige Hartz-IV-Satz monatlich auf dem Konto der völlig überforderten "Alleinerziehenden" eingeht.
Der Bestand der Tabak-, Handy- und Plastikfingernagelindustrie ist gesichert!
Ach ja, so ein Bahndamm ist schon ein toller Spielplatz. Das dachten sich wahrscheinlich auch die vier Jungs aus dem Ort meiner Tante, bis sie vom Fahrtwind des vorbeifahrenden Zugs mitgerissen und getötet wurden. Bahndamm wohlgemerkt, nicht Bahngleise.
Und ansonsten liest sich die Mitteilung so ähnlich wie eine Warnung in der Mikrowellenbetriebsanleitung, man solle keine lebenden Meerschweinchen zum Trocknen reinlegen. Wo ist er hin, der gesunde Menschenverstand? Und warum glauben hier eigentlich so viele Kommentatoren, Udo Vetter wolle mit jedem seiner Einträge skandalisieren?
@kati, vielen Dank! Ich finde diesen Darwin-Award-Scheiß auch ekelhaft.
@Taminator: http://pagesperso-orange.fr/veb-schienenschlacht/131/IndPic/Trapo.jpg
Und Ihr habt doch nicht nur Münzen, sondern auch Schottersteine genommen. Gebt's doch zu, ist ja kein Zug in den Dreck gefahren damals …
@ 44: Vorhandenes Personal als typisches Merkmal eines Bahnhofs? Die Zeiten sind aber sowas von vorbei …
wäre ich Udo Vetter, und würde ich diese pressemitteilung unter dem titel »Bundes-Nanny rügt Rabeneltern« in meinem blog veröffentlichen, würde ich damit zum ausdruck bringen wollen, dass ich, wäre ich die pressestelle, die die pressemitteilung veröffentlicht hat, mir den letzten absatz spätestens aufgrund der zwangsläufigen reaktionen, wie sie hier in den kommentaren ersichtlich werden, einfach verkniffen hätte. oder anders: wotsefack? dürfen/müssen wir uns darauf einrichten, dass ab sofort jeder pressemitteilung der polizei(en) ein absatz mit erhobenem zeigefinger angehängt wird? nach dem motto »…und die moral von der geschicht': gute bürger tun das nicht.«?
nun bin ich nicht Udo Vetter. es kann also alles auch ganz anders sein. meine nackenhaare haben jedenfalls mit dieser angehängten belehrung, die weder mit der aufgabe der polizei noch mit sinn und zweck so einer pressemitteilung etwas zu tun hat, ein ziemliches problem.
Gut, es ist "nur" eine Pressemitteilung, aber ziemlich antik geschrieben. Das muss doch aufgepeppt werden. Also:
"Terrormutter legt Bahnverkehr lahm!
Die arbeitslose Mutter Simone A. wurde von einem SEK der Polizei Hintertupfingen nach zähen Verhandlungen festgenommen, nachdem der ahnungslose Renter Albert P. gesehen hat, wie die Mutter ihre Kinder als Selbstmordattentäter missbrauchen wollte. Der Rentner sah, wie die Mutter gerade mit ihrem Handy ein Gespräch führte, während die ahnungslosen Kinder am Bahndamm spielen mussten. Das Ziel der Simone A. war klar: Ein Attentat auf die Regionalbahn RE0815 mit Hilfe ihrer Kinder zu verüben! Blah blah blubber!"
So muss das heute gemacht werden :)
(SCNR)
So ändern sich die Zeiten. Wir haben damals unbehelligt von unseren Eltern am Bahndamm gespielt. Hat keine Sau interessiert und wir waren auch mit sechs schon irgendwie immer so schlau zu gucken, ob ein Zug kommt…. oder war ich da schon acht?