27.10.2009

Liebe Postbank

Postbank Hamburg

Auskunftsverlangen gemäß § 34 BDSG
Mein Girokonto

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stiftung Warentest berichtet, Sie hätten externen Finanzberatern, die in keinem Anstellungsverhältnis zur Postbank stehen, Zugriff auf Kundenkonten gewährt. Diese “Finanzberater” sollen dadurch unter anderem die Möglichkeit gehabt haben, bei Geldeingängen Kunden auf Anlagemöglichkeiten hinzuweisen.

Ihr Unternehmen hat dies im Kern bestätigt, aber einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen nicht erkennen wollen.

Ich mache hiermit meinen Auskunftsanspruch gemäß § 34 BDSG geltend und bitte Sie um Beantwortung folgender Fragen:

1. Welche Daten zu meinem Giro- oder Postcardkonten haben Sie an Finanzberater oder sonstige Dritte herausgegeben?

2. Wer war der Empfänger dieser Daten?

Ich erwarte keine schwammigen Angaben, sondern fordere Sie auf, konkret zu benennen, welcher “Finanzberater” oder sonstige Dritte wann welche Daten (Umsätze, Kontostände etc.) zu meiner Bankverbindung abgefragt bzw. auf sonstige Weise erhalten hat.

Für die Antwort setze ich eine Frist bis zum 3. November 2009. Sollte die Antwort nicht zufriedenstellend ausfallen, behalte ich mir vor, den Auskunftsanspruch gerichtlich geltend zu machen.

Abschließend weise ich darauf hin, dass ich eine Übermittlung von Zahlungsdaten meiner Bankverbindung an Personen, die noch nicht einmal bei der Postbank angestellt sind, als grobe Verletzung des Bankvertrages ansehe. Insbesondere kann ich mich nicht erinnern, mein Einverständnis zu derartigen Praktiken gegeben zu haben, schon gar nicht für Werbezwecke (um anderes handelt es sich ja nicht).

Hiermit widerspreche ich einer solchen Praxis auch ausdrücklich. Sollten Sie sich auf ein vermeintliches Einverständnis meinerseits berufen wollen, widerrufe ich diese eventuelle Erklärung hiermit.

Bitte teilen Sie mir mit, wie sie die Vertraulichkeit meiner Kontodaten künftig gewährleisten wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Vetter

Nachtrag: Ähnliches Schreiben von RA Thomas Stadler

63 Kommentare zu “Liebe Postbank”

  1. Sebastian Schneider meint: (27.10.2009 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    Die Antwort wird bestimmt interessant, denke aber es wird darauf hinauslaufen das ihre Daten selbstverständlich in keinster weise weitergegeben wurden ;)

  2. Snickerman meint: (27.10.2009 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    Auf die Antwort bin ich mal gespannt!

  3. anonym meint: (27.10.2009 um 15:16) AntwortenReply to this comment

    Sehr gut. Ich habe auch seit vielen, vielen Jahren ein Girokonto bei der Postbank. Irgendwann im Sommer hatte ich auf Arbeit (erstmals) so einen komischen Anruf von einem Typen, der sich mit Postbank vorstellte … Ich war nicht nett zu ihm am Telefon (weil ich den Anruf aufdringlich fand und ich sonst Anrufe von Banken so gut wie nie bekomme), und er hat im Gegenzug blödes Zeug erzählt. Ich sagte, er könne meine Vermögensverhältnisse doch gar nicht einschätzen; er sagte darauf, das wisse man doch heute nie genau. Ich weiß leider nicht mehr genau, wann der Anruf war und wie der Typ sich vorgestellt hat.

  4. Jan meint: (27.10.2009 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    Ich bin froh, dem Verein den Rücken gekehrt zu haben. Ich will eine Bank, keinen Tante-Emma-Laden in irgendeinem Aldi.

  5. Bayernfuzzy meint: (27.10.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    Darf man das Schreiben als Muster hernehmen oder gibt's Aerger (z.B. von Udo oder von der Gema)?

  6. vorlagenheinzi meint: (27.10.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    Dürfen wir dies als Vorlage betrachten (also auch für die Personen, die nicht so redegewandt/schlagfertig sind)?

  7. datenschutzhaha meint: (27.10.2009 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    Zur Antwort der Postbank siehe hier:
    datenschutzbeauftragter-o...nd-datenschutz-im-alltag/

  8. DeserTStorM (Link) meint: (27.10.2009 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    Na die Antwort wird wohl mehr oder weniger sein:

    "Ach was die Stiftung Warentest da behauptet. Wir haben keine Daten rausgegeben"

    Fertig. :-(

    Btw: Ich weiß nun nicht ob du das Ganze auf Briefpapier der Kanzlei schickst. Aber ich finde es angenehm das du nicht sofort "Rechtsanwalt" unter deinen Namen schreibst. Ich finde das oft recht seltsam wenn Personen soetwas unter einen Brief schreiben, nur um vermeintlich "wichtiger" zu wirken oder mehr Druck zu machen.

  9. Claudia Carius meint: (27.10.2009 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    Sehr schön geschrieben, aber ich würde lieber nicht auf eine passende Antwort hoffen. Meiner Erfahrung nach ist jedes noch so gut formulierte Anschreiben an die Post einfach nur verschwendete Zeit. Auf meine Anfrage gab es als Antwort auch wieder nur ein Standardschreiben ("Seien Sie versichert, dass die Weitergabe von Kunden- oder Kontodaten ausschließlich anlassbezogen und unter strengster Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfolgt.") – an keiner Stelle ist man auch nur auf eine einzige Forderung und Frage von mir konkret eingegangen. Das war bisher auch bei meinen Beschwerden wg. mangelhafter technischer Ausstattung so. Früher hatte man sich noch bei solchen Anlässen entschuldigt und sich bemüht, die Kunden wenigstens mit einem kostenlosen Briefmarkenmäppchen bei Laune zu halten. Die Zeiten sind lange vorbei. Ich glaube, heute erledigt das alles ein hirnloser Computer, der sinnfrei irgendwelche vorgegebenen Textbausteine zusammensetzt, mit denen er möglichst effizient möglichst viele so schnell wie möglich abspeisen kann.

  10. Rudi meint: (27.10.2009 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    @8:

    Leider funktionieren viele Dinge nur, weil man seinen Anwalt(-stitel) dazuschreibt.

    Welcher Otto Normalverbraucher rennt gleich zum Anwalt?
    Nur wenn die wissen, bei dem ist so eine Klage schnell diktiert, dann läufts…

    Leider!

  11. anonym meint: (27.10.2009 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    @ Jan
    Auch wenn Ihre Reaktion verständlich und nachvollziehbar ist: Die meisten Banken in D nehmen sich wohl nicht viel. Ich habe schon bei einer Reihe von Banken ein Girokonto gehabt. Die Erfahrungen dabei sind nicht überraschend: Für alle diese Banken ist der Kunde im Grunde ein großer Störfaktor, selbst wenn er sich über Jahre ruhig verhält und die ganze Zeit eine relativ hohe Summe auf seinem Konto hat. Wenn er das Konto kündigt, scheinen viele Banken aufzuatmen. Ja, seltsame Welt.

    @ Claudia Carius
    Sehr richtig. Aber ein Stück weiter müßte es bei den Banken schon noch gehen: Es gibt den Ombudsmann.

  12. mark meint: (27.10.2009 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    Wäre das nennen der Läute die Zugriff auf die Daten genommen haben, denn nicht auch ein Verstoß gegen den Datenschutz?

  13. Thomas meint: (27.10.2009 um 15:58) AntwortenReply to this comment

    Ich habe mal versucht, herauszubekommen, woher eine der großen Adreßsammler der Republik (Sch*ber) recht paßgenaue Daten von mir hergehabt haben könnte. Antwort: Man wisse das nicht, man kaufe sich das alles hier und da zusammen. Gegenüber den Kunden werben sie dann aber mit "paßgenauen und sorgfältig erhobenen Datensätzen".

  14. mds meint: (27.10.2009 um 15:58) AntwortenReply to this comment

    @DeserTStorM:

    Ich finde das oft recht seltsam wenn Personen soetwas unter einen Brief schreiben, nur um vermeintlich "wichtiger" zu wirken oder mehr Druck zu machen.

    Wer tatsächlich Rechtsanwalt ist, darf dies doch hinschreiben …?!

  15. Mithos meint: (27.10.2009 um 16:13) AntwortenReply to this comment

    @Rudi: Da steht in dem Schreiben noch nichtmal, dass U.V. Anwalt ist (hinter dem MfG). Vielleicht hat U.V. das auch komplett raus gelassen, um dann bei tatsächlich nur schwammiger Antwort erst recht loslegen zu können.
    Den Anspruch auf Auskunft haben ja schließlich nicht nur Anwälte.

    Ich freue mich schon auf das Antwort-Schreiben. By the way, war da nicht vorher schonmal was mit der Postbank, weshalb U.V. eigentlich längst wechseln wollte?

  16. Christian meint: (27.10.2009 um 16:22) AntwortenReply to this comment

    War nicht die Post selbst (oder ien subunternehmen) einer der größten Addresshändler der Welt? Immerhin haben sie die Möglichkeit auch Addressen zu korrigieren die falsch angegeben sind mit den Daten von den Brifumschlägen/Paketen…

    Evtl. kommt dieser Umgang mit Daten hier durch?

  17. pixel meint: (27.10.2009 um 16:28) AntwortenReply to this comment

    einen Auskunftsanspruch nach … usw. habe ich schon öfters mal Firmen um die Ohren gehauen und JEDESMAL mehr oder weniger reumütige Antworten erhalten.

    Hatte ich schon erwähnt, dass ich Kunde der Postbank bin?

  18. inge meint: (27.10.2009 um 17:19) AntwortenReply to this comment

    Ich liebe solche Schreiben.

  19. BMG meint: (27.10.2009 um 17:19) AntwortenReply to this comment

    Da passt doch immer wieder der Slogan:

    "Postbank – schließlich wars mal Ihr Geld" :-)

  20. Clark meint: (27.10.2009 um 17:25) AntwortenReply to this comment

    Das ganze "Geschwätz" bringt doch leider recht wenig.
    Sobald sich solche Gerüchte der Wahrheit annähern oder bestätigen, die fristgerechte Kündigung der Geschäftsverbindung mit deutlichem Hinweis auf die Gründe dersleben absenden und gut ist. Zusätzlich jedem Bekannten dies auch nahelegen.
    Wie in der Politik ist Gerede und Papierkram nur Makulatur.
    Es muss den Herrschaften weh tun…

    BTW habe ich in Verbindung mit meinen PB-Konten noch keine Anrufe und auch keine Print-Werbung bekommen.
    (Ja, ich kann dies zu 99% nachvollziehen, da ich eine Taktik habe)
    Möglicherweise bin ich auch einfach zu arm. :-(

    Grüße!

  21. horst meint: (27.10.2009 um 17:42) AntwortenReply to this comment

    Jetzt ist bereits die Rechtsverletzung eingetreten. Welche Konsequenz wird das haben.

    Keine.

    Rechtsverletzungen, die keine spürbaren (pekuniäre) Folgen auslösen, sind faktisch keine Rechtsverletzungen.

    So ist das im sogenannten "Rechtstaat" oder "Rechtsstaat" :)

    StasiGestapo is on its way again.

  22. Avantgarde meint: (27.10.2009 um 17:43) AntwortenReply to this comment

    Einige Zeit lang rief mich meine Bank (nicht die PB) wöchentlich an, um mir mitzuteilen, dass ich schriftlich in einer Filiale meine Einwilligung geben solle, weiterhin Werbeanrufe bzw. andere Werbung erhalten zu wollen.

    Als mir das zu nervig wurde, ging ich hin, um allem zu widersprechen. Auf dem Formular stand dann auch sehr kleingedruckt ein Passus, dass man einwillige, dass die Bank meine Kontobewegungen in jeder Hinsicht analysieren dürfe (auch Empfänger und Adressaten der Überweisungen), um mir maßgeschneiderte Angebote zu machen.

    Bei diesem Passus gab es kein Nein zum ankreuzen.

    Daraufhin strich ich alles durch, schrieb WIDERSPRECHE hinzu und wurde etwas ernst mit meinem Bankberater.

    Offenbar scheint diese Praxis üblich zu sein.

  23. micha (Link) meint: (27.10.2009 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    FYI:
    Es gibt auf der Postbank-Internetseite ein Kontaktformular, welches man mit seinem Konto verknüpfen kann, um so authentifiziert diesen Text als E-Mail abzusenden.

    Startseite oben:Kontakt
    ->Kontaktseite mitte: E-Mail
    ->Kontaktseite mitte: Allgemeine Mittleilungen (Kontakt zu Postbank)
    – Legitimierte Mitteilung auswählenn und dann am Schluß eine TAn bereithalten.

  24. Bernd meint: (27.10.2009 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter,
    das würde mich bitte auch interessieren: dürfen wir dieses Schreiben als "Muster" bzw. "Vorlage" verstehen und kopieren, in unserem Namen an das Institut versenden?
    Eine kurze Freigabe wäre klasse!

  25. qwertz meint: (27.10.2009 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    wer geht überhaupt als kunde zur postbank?
    Oder gibts auch vernünftige Bankfilialen von denen?

  26. anonym meint: (27.10.2009 um 18:04) AntwortenReply to this comment

    @ qwertz
    Wie von mir schon weiter oben bemerkt, nehmen sich viele andere Banken und die Postbank nicht viel. Die Rechte der Kunden verletzen sie, früher oder später, letztlich alle. Ich habe bereits bei verschiedenen Banken Girokonten gehabt und sie meist nach einigen Jahren wieder gekündigt – und zwar nicht deshalb, weil mir dort alles so gut gefallen hat. Bei der Postbank habe ich nahezu zwanzig Jahre ein Girokonto.

  27. Mugros meint: (27.10.2009 um 18:05) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr Vetter,

    in Ihrem Falle wurden gar keine Daten weitergegeben.

    MFG, Ihre Postbank

    PS: Versuchen Sie doch, uns das Gegenteil zu beweisen…

  28. Braunbär meint: (27.10.2009 um 18:14) AntwortenReply to this comment

    Das Kontobewegungen von den Instituten heutzutage ausgewertet werden, gehört offenbar zum guten Ton. Ich bin bei der Sparda-Bank und unterhalte auch ein Tagesgeldkonto (wohin auch gelegentlich Geld hinging). Das hat die Sparda zum Anlass genommen mir einen Brief ("wir haben auch ganz tolle Angebote, legen Sie Ihr Geld doch bei uns an!") zu schicken. Fand ich auch nicht gut.

    Und das war ja noch harmlos gegenüber der Postbank…

  29. Klaus meint: (27.10.2009 um 18:15) AntwortenReply to this comment

    @Bayernfuzzy:
    Die GEMA – als Verwalter von Musikkompositionen – hat damit überhaupt nix zu tun. Ts, ts…

  30. Angesprochener meint: (27.10.2009 um 18:15) AntwortenReply to this comment

    Anfang 2008 bin ich von einem süddeutschen Headhunter über mein Monsterprofil mit dem Ziel angesprochen worden eine Vertriebseinheit im Auftrag der Postbank für den süddeutschen Raum aufzubauen. Gegenstand unseres zweiten Telefonates war mein Einwand, dass ich bis dato nicht in der Finazbranche im Vertrieb tätig war. Dieser Einwand wurde vom Tisch gewischt; mir wurde die Vertriebsstruktur erklärt, insbesondere wurde ein PC-Programm erwähnt mit dem ich die Kunden bis in kleinste Detail analysieren könnte.
    Der Headhunter erklärte detailiert welche Informationen abfragbar seien und sprach auch von fertig konfiguierten Abfragen, die es dem Vertrieb sehr einfach machen dem Kunden die "richtigen Angebote" zu unterbreiten. Er sprach dediziert von Kontobewegungen, Analysen des Versicherungsverhaltens des Kunden sowie von Konsumanalysen in Zusammenarbeit mit Punktesystemen à la Payback.
    Letztendlich bin nicht auf das Abgebot eingegangen, da das Gehalt einen zu viel hohen Provionsanteil beinhaltete, der zu erreichende Mindestverdienst p.a. utopisch hoch war und die Vertragsdauer über eine mir nicht seriös erscheinende Vertriebsfirma viel kurz war.

  31. anonym meint: (27.10.2009 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    @ Angesprochnener
    Wenn ich das mal konkret auf die Realität anzuwenden versuchte, sehe ich erst mal keine sonderliche Gefahr, sondern vermute Großsprecherei von seiten der "Analysierer". Wie wollen die eigentlich Kunden bis in kleinste Detail analysieren, wenn diese sich anders verhalten, als sie erwarten, z. B. alles und jedes bar bezahlen, kaum Versicherungen besitzen, ihr Geld verteilt auf mehrere Konten haben, Payback für sie ein Fremdwort ist usw.? Die könnten da gar nicht wirklich durchblicken, vermute ich, höchstens bei einigen wenigen Personen. Ansonsten müßten sie die Möglichkeit haben, auf alle Konten einer Person gleichzeitig zu schauen.

  32. Volker Birk (Link) meint: (27.10.2009 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich auf der Postbank ein Konto hätte, es wäre jetzt gekündigt. Ich werde diese Bank auch zukünftig meiden, insbesondere geschäftlich.

    Viele Grüsse,
    VB.

  33. Hannes meint: (27.10.2009 um 18:51) AntwortenReply to this comment

    Mit einem ähnlichen Schreiben quäle ich gerade einen Softwarehersteller, der sich mir gegenüber äußerst ungebührlich benommen hat. Eine brauchbare Antwort habe ich nicht bekommen, nur die versteckte Drohung, dass man meine Daten an ein Inkasso-Unternehmen / Wirtschaftsauskunftsei weitergeben würde, wenn …

    Die Antwort liegt jetzt beim zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten. Nicht dass viel passieren wird, aber solange sich jemand in der Firma mit dem Landesdatenschutzbeauftragten rumschlagen muss, kann er wenigstens in den paar Minuten keinen anderen Kunden fic***.

  34. kay meint: (27.10.2009 um 19:12) AntwortenReply to this comment

    Die Postbank reagiert auf die Vorwürfe und sperrt den "Freien" den Zugriff auf die Kontodaten.

    > heise.de/newsticker/meldu...uf-Kontodaten-843319.html

  35. x meint: (27.10.2009 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    Ich arbeite als Student über ein Zeitarbeitsunternehmen auch bei einer Bank. Sowas machen wir auch. Wenn der Kunde eine Abhebung an einem ausländischen Automaten hatte, bieten wir ihm telefonisch eine Reiseversicherung an. Wenn er KFZ-Steuer ans Finanzamt bezahlt, eine Autoversicherung. Und wenn er einmal kein Geld am Automaten bekam auch ein Kreditlimit. Ähnliches gilt für den Fall, dass der Kunde einen Kredit bei einer anderen Bank über sein Girokonto bei uns abzahlt – den Kredit wollen wir natürlich zu uns übertragen. Und wir kaufen auch fleißig Daten von Kundenkarten, um rauszufinden, welche Mütter gerade geworfen haben, damit wir deren Nachwuchs ein Kindersparkonto an die Backe labern können. Die Bank befindet sich übrigens in einem westeuropäischen Nachbarland von Deutschland ;-)

  36. anonym meint: (27.10.2009 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    @ Hannes
    Versteckte Drohung? Wie versteckt?
    Sie wissen sicherlich, daß Sie mit einer Strafanzeige gegen die Firma vorgehen können, wenn sie Ihre Daten an die Schufa oder dgl. weitergibt, ohne daß dafür ein zureichender Grund besteht, oder Ihnen damit droht? Ich würde es ohne Zögern tun, wenn sich die Gelegenheit bietet.

  37. Prüfer meint: (27.10.2009 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    @10
    das ist wohl die unter Standeskollegen stillschweigend vereinbarte Vorgehensweise zur Beschäftigungs- und Wohlstandssicherung. Was meinen Sie, wieviele Juristen von Banken und Versicherungen beschäftigt werden?
    @9
    bei geschätzten 10.000 Beschwerden bei der Postbank – erwarten Sie da wirklich eine individuelle Antwort?
    @UV
    Was muss denn noch passieren, damit Sie Ihr Konto kündigen? Und welche Bank hat keine freien Finanzberater? Die Alternativen dürften nicht so zahlreich sein.

  38. Tobias meint: (27.10.2009 um 19:38) AntwortenReply to this comment

    Mit der Geschichte haben diese "Finanzberater" mehr gesehen, als das Finanzamt jemals hätte dürfen. Glückwunsch!

  39. Udo Vetter (Link) meint: (27.10.2009 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    Wer möchte, darf das Schreiben gerne verwenden.

  40. Markus meint: (27.10.2009 um 20:08) AntwortenReply to this comment

    "Auskunfsverlangen". Erwischt! Da fehlt ein T.

  41. Ano Nym meint: (27.10.2009 um 20:30) AntwortenReply to this comment

    @Braunbär: Es wär ja auch noch schöner, wenn die Banken ihre eigenen Konten (nichts anderes sind die Konten, deren Auszüge wir an Automaten ziehen oder online abrufen) nicht mehr analysieren dürfte.

    Das ist nun ausnahmsweise nicht ironisch gemeint.

  42. Ano Nym meint: (27.10.2009 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    @Volker Birk: Ich wünsche viel Spaß als künftiger Barzahler.

  43. Ackermann Peace meint: (27.10.2009 um 21:11) AntwortenReply to this comment

    Wer so mit den Daten seiner Kunden umspringt, hat es mindestens verdient, dass seine Kunden ihm mit sofortiger Wirkung den Vertrag kündigen. Bei so einem gewichtigen Vertrauensbruch sind Vertragslaufzeiten zweitrangig. Dann dürfte der Steuerzahler allerdings wieder herangezogen werden, eine Bank zu retten, die den Hals nicht voll genug bekommen konnte. Was soll man aber sonst erwarten? Der Motor unseres Wirtschaftssystems ist Gier und diejenigen, die am rücksichtslosesten und gierigsten sind, werden dafür belohnt. Fährt man die Karre an die Wand dürfen andere dafür geradestehen. Und warum auch nicht? Wir lassen es ja zu, womit wir durchaus mitverantwortlich sind. Natürlich werden Daten genutzt, wenn sich damit Geld "verdienen" lässt. Dumm nur, wenn man erwischt wird. Aber dann streitet man halt ab, zögert hinaus und lässt den Vorfall versanden.

  44. hiro meint: (27.10.2009 um 21:38) AntwortenReply to this comment

    Erinnert mich an einen Kommentar des Datenschutzbeauftragten einer großen deutschen Bank. Sinngemäß: "Wenn Sie uns richtig ärgern wollen, fordern Sie eine Auskunft über alle von uns gespeicherten Daten an. Da ist die Abteilung Datenschutz mindestens eine Woche voll beschäftigt, weil die unzählige Daten in verschiedensten Systemen liegen und nicht auf Knopfdruck ein Bericht ausgedruckt wird." Gilt aber wohl nicht für die "Girokonto-auf-Guthabenbasis"-Kunden.

    Zum Fall: "Keine Daten an extern" ist doch obsolet. Das Schlimmste, was man den "Finanzberatern" ggf. vorwerfen können wird, ist das Fehlen irgendeiner Datenschutz-Klausel im Vertrag zwischen externem Dienstleister und kontoführender Bank. Alles andere wird eh munter von der Bank zu Töchtern der Bank in ein externes Rechenzentrum und zurück zu Zeitarbeitskräften an der Hotline gereicht.

    Dafür, was da abgeht, gibt es im Bankensektor hinsichtlich Datenschutz schon verdammt wenig Skandale. Wenn man das dem dummen Kunden erzählt, versteckt der aus lauter Panik sein Geld lieber in der Matratze.

  45. RA Kompa (Link) meint: (27.10.2009 um 23:09) AntwortenReply to this comment

    Aber das ist doch nichts wirklich Neues!

    Die Postbankler sind nach dem Handelsvertreter-Prinzip organisiert. Auf der Arbeitsebene wird bei Finanzvertrieben nicht zwischen Angestellten-Verhältnis und Handelsvertreter-Verhältnis unterschieden. Bereits ein anderer großer deutscher Finanzvertrieb, zu dessen Konzern auch eine Bank-Tochter gehörte, ließ die Handelsvertreter in die Konten sehen, wo man auf diese Weise finanziell potente Kunden ausmachen konnte. Das hat denen dann die Verbraucherzentrale durch Abmahnung abgestellt. Inzwischen hat man den Finanzvertrieb mit der Bank fusioniert, und alles ist praktisch wie vorher …

    Aber halb so wild, inzwischen vertickt ja jede Bank Versicherungen etc., und die dürfen ohnehin in die Konten gucken …

  46. Lionel Hutz meint: (27.10.2009 um 23:11) AntwortenReply to this comment

    Gut, das mit den freien Vertrieben ist ja ein uraltes Thema, jede Retail-Bank dürfte das schonmal versucht und am Ende bleiben gelassen haben. Die Citi hat AFAIR damit angefangen. Man wird die Retail-Banken auch kaum davon abbringen können, denn es ist halt deren verzweifelter Versuch Cross-Selling zu machen. Die Datenweitergabe ist dabei eines der schönen Themen, wahrscheinlich hat man doch mal irgendwo in den Sonderbedingungen für xyz sowas zugestimmt, nur auf "Wahrnehmung berechtigter Interessen" will sich wohl kaum eine Bank verlassen.

    Naja, letztlich ist es aus Kundensicht wahrscheinlich auch nicht so entscheidend, ob der Vertrieb aus eigenen Mitarbeitern oder irgendwelchen freien Vermittlern besteht. Und was die Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen Bank und freiem Vermittler angeht: Die ist tendenziell besser als das, was im Arbeitsvertrag der angestellten Bankmitarbeiter steht (@hiro: Bei der mir bekannten Struktur ist die Vertraulichkeit/Datenschutz der am besten dokumentierte Punkt im Vertrag).

    Aber ansonsten: Jeder besser organisierte Betrieb betreibt Kundenforschung, um seine Umsätze zu steigern – warum sollten das Banken anders machen? Und natürlich werden Konten ausgewertet, war schon immer so – die Erscheinungsformen sind halt andere:

    Wenn ich Kunde bei Metzler bin, habe ich einen Betreuer, der auch sieht, was ich so tue und der mich dann hochindividualisiert und dezent bis zum Umfallen auf Produkte anspricht, von denen er glaubt, dass sie mich interessieren könnten. Da der mich dann auch gut kennt, hat er da auch einen ziemlich guten Eindruck. Das nennt man dann Private Banking!

    Wenn ich Kunde bei der Marktschreier-Bank bin, kennt mich keine Sau, dafür werden die Kundenprofile automatisiert ausgewertet und ich mit zielgruppenorientierter Werbung bombardiert. Das ging vor dem Computerzeitalter halt nicht so ohne weiteres und hat weniger Stil, ist aber so unterschiedlich auch nicht!

    Die Postbank ist nun wirklich Retail hoch zwei. Wenn einem dieser Setup nicht passt: Metzler, Reuschel und Kollegen stehen bereit – dann wird man halt manuell von ergrauten Herren in dunklen Anzügen analysiert, aber die würden natürlich nicht daran denken, sowas outzusourcen. Deren Zielkundenwelt hat aber auch wenig Überlappung mit der der Postbank …

  47. Dirk Becker (Link) meint: (27.10.2009 um 23:29) AntwortenReply to this comment

    Jawohl! Auf sie mit Gebrüll!

    Lustigerweise habe ich heute einen kleinen Artikel in der ix gelesen. Arbeitsrichter bestätigen neuerdings fristlose Kündigungen, wenn ein Systemadministrator in den Inhalt von Postfächern anderer Angestellter mitliest. Dagegen wirken die Praktiken der Postbank noch eine Spur aggressiver.

    P.S.: Ich hoffe, Du hälst uns auf dem Laufenden.

  48. Lars meint: (28.10.2009 um 06:21) AntwortenReply to this comment

    @micha:
    Blöderweise ist dieses Formular recht unzuverlässig, d.h. man braucht mehrere Versuche, um überhaupt etwas abzusenden. Außerdem kommen da nie die passenden Antworten auf die Fragen, die man gestellt hat (reichte schon von einem "Ihr Anliegen wurde weitergeleitet" bis zu Fehlinformationen).

  49. kenguru meint: (28.10.2009 um 07:16) AntwortenReply to this comment

    unter der Adresse

    fastix.blogspot.com/2009/...datenschutz-flashmob.html

    ist ein Schreiben an einen "GELBEN BRUDER" der Postbank zu finden.

    Ich habe es versand … Antwort: …. Wir haben keine Daten über Sie … wer's glaubt!

  50. Stefan (Link) meint: (28.10.2009 um 08:04) AntwortenReply to this comment

    Der freizügige Umgang mit Daten ist doch nix Neues bei der Post:
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=1245
    und
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=1237

    Im übrigen wird die Post immer mehr zu einem absolut undurchschaubaren Geflecht von Tochterunternehmen: Schalter, DP-Adress, Postbank etc…. bleibt die Frage, was eigentlich noch zum "Kernkonzern" gehört und wie sichergestellt wird, dass bei den von mir angenommenen Datentransfers zwischen den Töchtern der Datenschutz auch nur in Grundzügen berücksichtig werden kann.

    Dafür bekomme ich inzwischen aber beim Paketversand nicht mal mehr nur Bankleistungen auf's Auge gedrückt, sondern auch Yello-Strom:
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=7754

    Ehrlich? Da war mir die Staatspost mit ihren Beamten noch lieber.

    (Allerdings möchte ich mal eine Lanze für die Postzusteller brechen… die machen zumindest hier bei jedem Wetter einen guten Job!)

  51. Carola meint: (28.10.2009 um 09:01) AntwortenReply to this comment

    Sorry, lieber RA Vetter, wer ein Konto bei der Postbank hat, ist selbst schuld. Dies gilt auch für die Dresdner Bank. Und wahrscheinlich auch für alle anderen Banken, aber die machen es unauffälliger.

    Was die Azubis erzählen, wenn sie auf der Post inkl. Bank waren, was sie alles abschließen sollen, ob man schon gelben Strom hat, etc. könnte man u.U. darauf kommen, dass die Post vielleicht nicht unbedingt eine gute Bank ist.

    Und ich gehe mal davon aus, dass die Daten direkt an Herrn Zumwinkel/Ackermann geleitet wurde, der schwärzt sie jetzt beim Fiskus an und sagt aus, dass sie Drogen- u. Bestechungsgelder einnehmen.hihi.

  52. Rallemann meint: (28.10.2009 um 09:23) AntwortenReply to this comment

    Ja, die Banken. Sie haben schon eine regelrechte Sucht, alles an Daten zu erhalten, was sie bekommen können.

    Ich hatte ein popeliges Sparbuch bei Ackermann. Nach meiner Scheidung reichte ich einen geänderten Freistellungsauftrag ein, jetzt für mich allein, nicht mehr zusammen veranlagt. Da kam die Antwort, man könne das so nicht anerkennen, bräuche weitere Daten, ich solle doch mal das Scheidungsurteil in Kopie senden. Jetzt hab ich kein Sparbuch mehr dort…

    Vergangene Woche ein Gespräch mit der netten Bankbetreuerin meines Arbeitgebers gehabt. Sie wolle mir auch für privat mal was anbieten. Nun ja, ansehen kann man sich's ja mal. Für das Angebot wollte sie dann gleich Ausweiskopien meiner Frau und meines Sohnes haben. Für ein Angebot, hääää…?

  53. Carola meint: (28.10.2009 um 09:47) AntwortenReply to this comment

    @Rallemann:
    Ja wie, das kommt Ihnen komisch vor ? Wie soll die nette Bankbetreuerin denn ein Angebot für Sie erstellen, wenn sie Ihre Daten nicht hat ? Also da müssen sie schon die Ausweise und mind. die Führungszeugnisse und persönliche Lebensverhältnisse angeben..

    Bei sowas schwillt mir echt der Kamm. Dieses Cross-Selling ist eine Plage, ich hoffe, irgendwann wird man verstehen, dass man damit keine Kunden gewinnt, sondern nur vergrault.

    Außerdem halte ich persönlich Banken, Bankbetreuer/innen im Besonderen, die mir unaufgefordert Angebote unterbreiten für unseriös.
    Wie ging der Witz gleich wieder ? Mit dem Schafhirt und dem Manager ? Weiß das jemand ?

  54. Thewub meint: (28.10.2009 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    Naja, wir wissen alle, wem die Postbank mittlerweile gehört.

    Und, aus deren Site: datenschutz@postbank.de

    Doch habe ich den Eindruck, dass Papier mehr Wirkung erzielen wird als eine Mail.

  55. dot tilde dot meint: (28.10.2009 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    schreckl-ich, dabei sollten die daten doch vertraul-ich sein. könnte dieser focus auf das individuum (und seine daten) vielleicht die eigentl-ich-e botschaft hinter der werbekampagne sein? die finde ich sowieso aufdringl-ich.

    fragt s-ich

    .~.

  56. antwort der postbank, na klasse… (Link) meint: (28.10.2009 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr #######,

    vielen Dank für Ihre Mitteilung vom ######.

    Sie ermöglichen uns dadurch, Ihnen einige Informationen zu den aktuellen Medienberichten über die Weitergabe von Kundendaten an die Postbank Finanzberatung AG zu geben.

    Die Irritationen, die diese Berichte ausgelöst haben, bedauern wir sehr. Die darin dargestellten Verfahren entsprechen nicht den Tatsachen. Das tatsächlich in der Praxis angewandte Verfahren wurde in der Vergangenheit nicht beanstandet.

    Adressaten anlassbezogener Kundenansprache durch die Postbank Finanzberatung AG sind Privatkunden. Geschäftskunden sind keine Adressaten dieses Verfahrens gewesen.
    Die Postbank hat auf die aktuelle Diskussion reagiert und umgehend weitgehende Zugriffsbeschränkungen für die Finanzberater eingerichtet.

    Zu der in der Presse diskutierten Praxis erlauben Sie uns bitte folgenden Hinweis:
    Die Postbank Finanzberatung AG ist eine Konzerngesellschaft der Deutschen Postbank AG. Die für die Gesellschaft tätigen mobilen Handelsvertreter treten ausschließlich im Namen und im Auftrag der Deutschen Postbank AG als Finanzberater auf. Die Weitergabe von Kunden- oder Kontodaten erfolgte anlassbezogen unter strengster Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

    Die Finanzberater dürfen die ihnen im Rahmen der Aufgabenerledigung bekannt gewordenen Daten ausschließlich zu diesem Zweck verarbeiten und nutzen. Eine anderweitige Verarbeitung und Nutzung – auch für eigene Zwecke – ist vertraglich ausdrücklich ausgeschlossen. Der Zugriff auf die Kundeninformationen durch die Finanzberater ist auch technisch durch ein Zugriffs- und Berechtigungskonzept geregelt. Die Mitarbeiter erhalten nur die Zugriffe, die sie für die Erledigung ihrer Aufgaben auch benötigten, ein genereller Datendownload von Kundendaten ist weiterhin technisch ausgeschlossen.

    Sofern es zu Verstößen gekommen ist, wird die Postbank entschieden dagegen vorgehen und unmittelbar strafrechtliche Schritte ergreifen.

    Der Postbank Konzern legt großen Wert auf den Schutz der Kundendaten und des Bankgeheimnisses. Im Rahmen einer umfassenden Beratung und Betreuung ist eine sorgfältige Vorbereitung anhand von Kundeninformationen wichtig für das Kundengespräch und wird von den Kunden auch so erwartet.

    Selbstverständlich berücksichtigen wir Ihren Wunsch, dass Sie keine Datenweitergabe innerhalb des Postbank-Konzerns wünschen. Wir nehmen Ihre Mitteilung zum Anlass, dies in unseren Unterlagen zu vermerken.

    Für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns ausdrücklich. Wir freuen uns, wenn unsere Erläuterungen Ihr Verständnis finden und wir dadurch Ihr Vertrauen wieder zurückgewinnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Postbank E-Mail Team
    Michaela Grebe

  57. Christoph meint: (28.10.2009 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    Das ist halt die Frage, ob das vom gemeinen Kunden wirklich erwartet wird, dass die Postbank durch freie Mitarbeiter selbstständig auf "zugeschnittene" Konditionen hinweist.
    Entweder schicken die mir allgemeine Werbung zu neuen Produkten oder sie schicken von _Computersystemen_ personalisierte Werbung. Aber ich will nicht von irgendwelchen Leuten angerufen werden..
    Nein, danke.
    Das hilft mir eh nicht weiter, wenn die anrufen, da sowas nicht von jetzt auf gleich entschieden wird. Also reicht auch Werbung per Brief oder Mail. Und gut.

  58. D.Netzepand (Link) meint: (28.10.2009 um 18:07) AntwortenReply to this comment

    So sehe ich das auch: Der Zugriff auf die Kundeninformationen durch die Finanzberater ist auch technisch durch ein Zugriffs- und Berechtigungskonzept geregelt. Die Mitarbeiter erhalten nur die Zugriffe, die sie für die Erledigung ihrer Aufgaben auch benötigten, ein genereller Datendownload von Kundendaten ist weiterhin technisch ausgeschlossen.

  59. hiro meint: (28.10.2009 um 21:52) AntwortenReply to this comment

    @Christoph:
    Wichtige Entscheidungen werden vom Management getroffen, und da ist man sich seit Jahren sicher: Der persönliche Kontakt ist das A und O, wichtiger als jeder Inhalt.

    Das führt dann dazu, daß Leute bei mir auf der Arbeit anrufen, mich sicherheitshalber nochmal nach meinem Namen fragen, mich dann in den ersten drei Sekunden ungefähr 10x mit meinem Namen ansprechen, damit ich auch merke, daß sie meinen Namen gar nicht richtig verstanden haben… und am Ende des Gesprächs fragen sie nochmal nach meinem Namen, damit klar wird, daß sie ihren "persönlichen Kontakt" schon wieder vergessen haben und nochmal nachfragen müssen, um ihn sich zu notieren.

    Irgendwann nachmittags kommt dann eine wichtige Mail – nicht an irgendein allgemeines Supportpostfach, wo Antwortzeiten vertraglich garantiert sind, sondern natürlich an mich persönlich, weil mit persönlichem Ansprechpartner geht ja alles viel schneller und besser und persönlicher Kontakt und so, und natürlich ist das Anliegen ein ganz wichtiges. Dumm nur, daß ich Teilzeitkraft bin und die was von mir wollen – und ich mir wirklich wichtige Mails aussortieren lasse und den Rest "bei Gelegenheit" abarbeite.

    Ebenfalls ein Beispiel für "Personalisierung": Die Kundenabwimmelanlagen an Hotlines. $Manager möchte "persönlichen Service" bieten, aber dafür kein Personal einstellen, darum werden die Kunden erstmal durch ein Sprachdialogsystem gequält, um am Ende doch immer bei denselben First-Level-Fratzen zu landen. Tooooll.

    Der neueste Trend: Wenn ich meinen persönlichen Berater, der auf jedem Kontoauszug als "mein Kundenbetreuer" steht und den ich persönlich sprechen möchte, direkt anrufe, und der hockt gerade auf dem Klo, dann wird das Gespräch zur bankweiten Hotline umgeleitet. Das ist echter Kundenservice – schließlich möchte ich mit der "wir-stellen-Ihrem-Betreuer-einen-Termin-ins-Outlook-wenn-der-gerade-im-Urlaub-ist"-Hotline sprechen, wenn ich die Durchwahl meines Betreuers anwähle. Aber hey – Ihr Anruf ist uns wichtig. Ihr Anliegen dagegen ist uns egal.

    Warum Direktbanken ohne jeden Service, dafür mit kostenlosem Konto so einen Erfolg haben? Keiiiine Ahnung…

  60. Claudia meint: (29.10.2009 um 16:56) AntwortenReply to this comment

    @ 56: Diese Antwort ist neu. Bin mir nicht sicher, ob Ihr Schreiben mit den ausführlichen Entschuldigungen das Standardschreiben für Geschäftskunden ist oder ob die Postbank sich ab jetzt grundsätzlich bei allen enttäuschten Kunden so viel Mühe macht. Ich hatte jedenfalls – wie viele andere auch- nur diese Mail bekommen: http://tinyurl.com/yfsls6y

  61. Josephus meint: (29.10.2009 um 19:32) AntwortenReply to this comment

    Ich habe dieselbe Mail erhalten wie Nr 56, sie war lediglich von einer anderen Dame unterzeichnet. Ich habe ebenfalls den Direktkontaktservice auf der Homepage der PB benutzt.

    Wie sich die Sache wohl weiter entwickelt…

  62. starship trooper (Link) meint: (30.10.2009 um 00:10) AntwortenReply to this comment

    Nur leicht OT:

    Und da waren dann noch die neuen Banken-AGB …

    Heute noch einmal mit der Pressestelle des Bundeskartellamtes in Bonn telefoniert. Ja, die Mitarbeiter dort besitzen auch Bankverbindungen – halten die AGB jedoch für frei vereinbarbare, private Rechtsgeschäfte und können sich nicht vorstellen, daß eine gleichzeitige AGB Änderung aller Banken, eine solch relevate Sache sei, daß man dafür eine Kartellprüfung vornehmen müßte.

    Daß man als Bankkunde quasi genötigt ist, diese AGB zu akzeptieren, weil

    - man bei Widerspruch von einer (wahrscheinlichen?) ordentlichen Kündigung der Bankverbindung bedroht wäre (mit Folgewirkung für SCHUFA etc.)
    - man aber die Bank auch nicht wechseln kann, da eben alle Banken gleichartige Bedingungen verwenden

    war den Gesprächspartnern nicht nahezubringen.

    Was ist also zu tun?

  63. Sebastian meint: (30.10.2009 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Ich bin so richtig sauer, habe nun auch ein solches Schreiben via Online Kontakt per TAN zugestellt. Das reicht mir aber igrendwie nicht, ich denke ich werde nächste Woche zur Polizei gehen und Strafanzeige wegen § 44 BDSG stellen, da ich auch nur eine Hausdurchsuchung mit Sicherung der IT durch Sachverständigen traue, ob es Zugriff auf meine Daten gab. Was denkt Ihr?

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