5.11.2009

Schnell mal bei der Schufa fragen

In letzter Zeit waren immer mal wieder Mandanten hier, die Probleme durch falsche oder unberechtigte Schufa-Einträge hatten. Entweder waren die Meldungen sachlich unrichtig. Oder die Mandanten hatten nie eine Schufa-Klausel unterschrieben, so dass die Übermittlung der Daten nicht zulässig war.

Die Schufa reagierte in allen Fällen zügig auf das jeweilige Fax. Es dauerte keine zwei Tage, bis die beanstandeten Daten gelöscht – nicht nur vorläufig gesperrt – wurden.

Neugierig geworden, habe ich die 7,80 Euro für eine Schufa-Eigenauskunft investiert. Die war ebenfalls zwei Tage nach Bestellung im Briefkasten.

Bis auf einen sind die Einträge alle nachvollziehbar. Dieser Eintrag stammt von der DKB-Bank. Die Bank hat sich bei der Schufa am 27. Juli 2009 über mich erkundigt. Was die Schufa wiederum als “Konditionenanfrage zu einer Kreditanfrage” gespeichert hat.

Richtig ist daran lediglich, dass ich im Juli mal auf der Internetseite der DKB-Bank war und das Antragsformular für ein DKB-Cash-Konto ausfüllte. Soweit ich mich erinnere, habe ich auch den mir online vorausgefüllten Eröffnungsantrag runtergeladen und ausgedruckt. Ich habe ihn aber definitiv nicht zurückgeschickt, weil ich dann doch keine Lust auf das Konto hatte. Dementsprechend habe ich auch nie was von der DKB-Bank gehört.

Die DKB-Bank hatte demnach von mir jedenfalls kein verifizierbares Einverständnis mit der “Anfrage” an die Schufa. Überdies hatte sie auch noch nicht den von ihr selbst verlangten schriftlichen Antrag auf Kontoeröffnung vorliegen, denn diesen Antrag habe ich ja nie abgeschickt.

Auch wenn eine Konditionenanfrage nach Angaben der Schufa nicht den persönlichen Score-Wert verschlechtert, stellt sich mir doch die Frage, wieso die DKB-Bank schon bei der Schufa anklopft, bloß weil irgendwer online Daten eingibt. Kann sie nicht warten, bis der schriftliche Kontoeröffnungsantrag bei ihr eingeht?

Nach den Schufa-Regeln müsste sie es wohl. Zitat aus einer Informationsbroschüre der Schufa:

- Informationen dürfen nur dann angefragt oder weitergegeben
werden, wenn eine Person mit einem Unternehmen einen Vertrag
abschließen möchte oder bereits ein Vertragsverhältnis besteht.

- Im Kreditbereich muss zudem die Einwilligung zur Weitergabe
vorliegen – z.B. die von Ihnen akzeptierte SCHUFA-Klausel.

60 Kommentare zu “Schnell mal bei der Schufa fragen”

  1. Jens (Link) meint: (5.11.2009 um 12:19) AntwortenReply to this comment

    Überdies hatte sie auch noch den von ihr selbst verlangten schriftlichen Antrag auf Kontoeröffnung vorliegen, denn diesen Antrag habe ich ja nie abgeschickt.

    Fehlt da nicht ein "nicht"?

  2. gant meint: (5.11.2009 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    Hm, meines Wissens nach unterscheidet sich die schriftliche Auskunft nicht von der online über 'meineSchufa' einsehbaren Daten. Letzterer Zugang kostet 15€ (bzw Aktion: 10€), ermöglicht aber danach Einsicht in den aktuellen Basisscore ohne weitere Kosten.

    War es jetzt eine bewusste Entscheidung, die schriftliche Eigenauskunft einzuholen (um etwas schriftliches in der Hand zu haben), oder war Ihnen meineSchufa nicht bekannt?

  3. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    Ich nehme an, der Grund dafür, dass nicht der schriftliche Antrag abgewartet wird, liegt darin, dass man so automatisch durch das Anklicken des Schufa-Feldes online die Schufaabfrage durchführen kann und beim schriftlichen Antrag ein Sachbearbeiter dieses erst durchführen müsste. Es ist doch auch nicht der normale Gang der Dinge, wenn man ein "Antragsformular" ausfüllt und ausdruckt, dass man es dann doch nicht abschickt. Muss die Bank damit rechnen?

  4. mark meint: (5.11.2009 um 12:23) AntwortenReply to this comment

    Und für 10 Euro bekommt man Lebenslang elektronischen Zugriff.

  5. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 12:26) AntwortenReply to this comment
  6. Thomas meint: (5.11.2009 um 12:28) AntwortenReply to this comment

    Warum muss man als Privatperson überhaupt etwas an die Schufa für die Auskunft, welche Daten diese über einen gespeichert hat, bezahlen? Sollte nach dem Datenschutzgesetz eine Auskunft über die dort über einen gespeicherten Daten kostenlos sein?

  7. Eddie meint: (5.11.2009 um 12:42) AntwortenReply to this comment

    @Thomas

    Die Schufa stellt dir die Daten auch kostenlos zur Verfügung. Dafür musst du die Schufastelle in deiner Nähe aufsuchen und dann darfst du deine Daten dort kostenlos einsehen (ausdrucken geht da imho nicht).
    Es ist aber auch nach dem BDSG rechtens wenn die Schufa für das Aufbereiten und Anzeigen (beispielsweise bequem auf einer Internetplatform) Geld nimmt. Es wird auch davon ausgegangen das man die Daten nicht nur zur Information benötigt, sondern um sie gegenüber einem Weiteren zu verwenden. Um beispielsweise mit einem guten Score für sich zu werben -> das kann sich die Schufa dann auch bezahlen lassen. Deswegen kostet meineschufa Geld.

  8. miniprint meint: (5.11.2009 um 12:43) AntwortenReply to this comment

    Die Frage, ob es nach Datenschutzgesetz nicht umsonst sein müsste, wäre wirklich interessant!

    Die Bank muss mit dem Nichtabschicken des Antrags rechnen! Das ist besonders bedeutsam, da es im Internet ja keine Verifikation der Identität gibt. Gibt die Bank einfach die Daten an die Schufa, könnte man ja für jede x-beliebige Personen einen Staus "hat Schufa-Anfrage erlaubt" generieren.

    Auch der einfachere Ablauf kann nicht als Rechtfertigung für rechtswidriges Handeln dienen.

    Solche Banken sollte man generell meiden. Wer schon bei der Antragstellung mit meinen Daten schludert, sollte auch mein Geld nicht bekommen.

  9. ..,- meint: (5.11.2009 um 12:46) AntwortenReply to this comment

    @Thomas: Kann man nicht zur Schufa gehen und dort seine Daten kostenlos einsehen?
    Nachtrag: Etwas zu spät.

  10. Nav meint: (5.11.2009 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Deshalb gebe ich dort erstmal einen Fantasienamen+Fantasieadresse bei mir im Ort ein wenn ich "nur mal schauen will". Wenn ich dann immer noch wirklich interesse habe, dann werde ich auch nicht mit meinen richtigen Daten geizen.

  11. Kai meint: (5.11.2009 um 12:49) AntwortenReply to this comment

    @Thomas:
    Verdammt guter Gedanke. Man sollte mal versuchen eine Auskunft nach §34 BDSG zu erlangen.

  12. Tux meint: (5.11.2009 um 12:51) AntwortenReply to this comment

    Viel spannender fände ich zu wissen, was Herr Vetter dagegen unternimmt. Aus meiner Perspektive ist der Umgang mit seinen Daten ein Unding.

  13. Thomas meint: (5.11.2009 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Das mit dem persönlich hingehen ist ja eine tolle Dienstleistung.
    Ich stelle mir gerade vor, ich wohne in Stuttgart und darf dann, wenn ein Unternehmen mit einzigem Sitz in Berlin, dort hinreisen, um meine von dem Unternehmen gespeicherten Daten einzusehen. Oder dann nach Köln wegen einem anderen Unternehmen, was mir ohne mein Einverständnis Werbung zugeschickt hat usw. usf.

  14. Eddie meint: (5.11.2009 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    @Thomas:
    schufa.de/de/kontakt/verb...er/kontaktverbraucher.jsp
    14 Filialen – auch in Stuttgart :)

  15. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    @Thomas: Das ist Unfug. Die Schufa hat viele Zweigstellen. Die Einsicht ist nicht nur am Hauptsitz möglich.

  16. markus meint: (5.11.2009 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @F E R N E T P U N K E R: In vielen Teilen dieses Landes sind die Fahrtkosten zur Schufazweigstelle (so viele sind es wirklich nicht) höher als die Kosten für die Onlineauskunft.

  17. Eddie meint: (5.11.2009 um 13:31) AntwortenReply to this comment

    § 34 BDSG
    (…)
    (5) Die Auskunft ist unentgeltlich. Werden die personenbezogenen Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung gespeichert, kann jedoch ein Entgelt verlangt werden, wenn der Betroffene die Auskunft gegenüber Dritten zu wirtschaftlichen Zwecken nutzen kann. Das Entgelt darf über die durch die Auskunftserteilung entstandenen direkt zurechenbaren Kosten nicht hinausgehen. Ein Entgelt kann in den Fällen nicht verlangt werden, in denen besondere Umstände die Annahme rechtfertigen, dass Daten unrichtig oder unzulässig gespeichert werden, oder in denen die Auskunft ergibt, dass die Daten zu berichtigen oder unter der Voraussetzung des § 35 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 zu löschen sind.

    (6) Ist die Auskunftserteilung nicht unentgeltlich, ist dem Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich im Rahmen seines Auskunftsanspruchs persönlich Kenntnis über die ihn betreffenden Daten und Angaben zu verschaffen. Er ist hierauf in geeigneter Weise hinzuweisen.

  18. Nils meint: (5.11.2009 um 13:35) AntwortenReply to this comment

    Wenn die Schufa schon Geld mit meinen Daten verdient dann will ich da kostenlose Auskunft drüber haben was sie gegenüber anderen über mich behaupten.

  19. Jeremy meint: (5.11.2009 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Zitat Udo: "Neugierig geworden, habe ich die 7,80 Euro für eine Schufa-Eigenauskunft investiert."

    Da die Auskunft lediglich aufgrund von Neugier gefordert wurde und nicht wirtschaftlichen Interessen Dritten gegenüber dienen sollte, hätte sie eigentlich kostenlos erfolgen müssen.

    Wer ist da in der Nachweispflicht? Ich gegenüber der Schufa oder die Schufa gegenüber mir?

  20. akbwl meint: (5.11.2009 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    @Jeremy: Es geht darum, ob er die Daten dritten gegenüber wirtschaftlich nutzten kann, und das ist der Fall. Vielmehr könnte hier der Fall greifen, dass die Daten berichtigt werden müssen. Dann ist die Auskunft kostenlos.

  21. Kaptn Blaumeise meint: (5.11.2009 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Insbesondere hätte Udo als Freiberufler eh kein Konto bei der DKB bekommen, die nehmen nicht jeden.

    Nur Angestellte und Ossis.

  22. Kai Fett (Link) meint: (5.11.2009 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    @Jeremy:

    Zitat BDSG: …, wenn der Betroffene die Auskunft gegenüber Dritten zu wirtschaftlichen Zwecken nutzen kann.

    Nicht nutzt, nutzen will, zu nutzen plant oder ähnliches…

  23. anonym meint: (5.11.2009 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    Die Schufa, immer wieder ein interessantes Thema. Offenbar macht die Schufa bei den eigentlichen Daten gar nicht soviel selbst falsch, es sind wohl mehr ihre Zulieferer.

    Als ich das letzte Mal eine schriftliche Eigenauskunft von der Schufa forderte, bloß aus akademischem Interesse (das war vor genau zwei Jahren), habe ich die Auskunft bekommen, ohne daß die Schufa überhaupt etwas dafür berechnete. Vmtl. ein Versehen von ihr. Ich habe es damals aber dabei belassen; andere Firmen hätte ich wohl auf den Lapsus (?) hingewiesen. Aber es ist ja schon jahrelang höchst umstritten, ob von der Schufa für die eigenen Daten Geld verlangt werden kann. Die Behauptung, die Leute würden die eigenen Daten gewinnbringend nutzen, scheint da sehr wenig überzeugend zu sein. Solange ständig bei der Schufa Fehler vorkommen, ist man doch fast genötigt, aller paar Jahre Kontrollen der eigenen Daten vorzunehmen (selbst wenn diese Daten für einen praktisch nicht relevant sind, weil man kein Kreditnehmer ist).

    Übrigens ist die Datenbasis der Schufa über eine konkrete Person (z. B. mich) sehr, sehr dünn. Sie wissen nicht, was man verdient, sie wissen nicht, wieviel Geld man besitzt, sie wissen fast nichts über einen. Da ist man doch relativ erstaunt, wie jemand mit so wenig Wissen ein fundiertes Urteil über eine Person abgeben will. Und da sind wir schon beim Thema Scoring. Das ist m. E. das eigentlich Brisante bei der Schufa.

  24. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 14:14) AntwortenReply to this comment

    @markus: Dann muss man eben zu Fuß gehen und ein Zelt mitnehmen, falls man biwakieren muss: Kostet nichts. Verstehen Sie das Prinzip?

  25. stiV meint: (5.11.2009 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    In Österreich wäre ja sowas ähnliches der KSV (KreditSchutzVerband) (von 1870) http://www.ksv.at/KSV/1870/

    Dort bekommt man online als Privatperson gar nix, kann aber hingehen und 22€ zahlen oder per Post innerhalb einer Woche 22€+7,55€Porto Infos bekommen. (Porto wegen persönlichem Einschreiben). Einmal pro Jahr geht das allerdings auch gratis (lt. österreichischem DSG2000 muss es einmal pro Jahr gratis sein). Hab das vor einiger Zeit mal gemacht, und ein paar Zettel erhalten wo meine Daten (Name, Gebdatum, Wohnort) draufstanden und sonst immer nur dabei "Keine Daten gespeichert". War auch etwas erstaunt — dass die in Wirklichkeit so gar nix haben von mir. Habs jetzt mal wieder angefordert :-)

    Gibts eigentlich inzwischen solche Auskunfteien die auch europaweit sammeln?

  26. Christian meint: (5.11.2009 um 14:34) AntwortenReply to this comment

    Hm, so ganz Sauber ist das wohl nicht.Könnte aber durchaus sein dass sich die DKB Arbeit ersparen will.So könnte die Ablehnung (Z.b bei negativen Eintrag) schon kurz nach der online Bestellung durchgeführt werden… Ohne dass man erstmal den Antrag persönlich überprüfen muss..

  27. markus meint: (5.11.2009 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    @F E R N E T P U N K E R: Time is money, honey.

  28. Karl-Peter meint: (5.11.2009 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    Meines Wissens erlaubt man der DKB beim Online-Antrag im Abschnitt "Kundendaten und Bedingungen" die SCHUFA-Abfrage.

    Hat da etwa ein zugelassener Rechtsanwalt auf der DKB-Website Checkboxen angeklickt ohne den Vertragstext zu lesen?

  29. ZERD meint: (5.11.2009 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    @F E R N E T P U N K E R:

    Ja, die Bank muss damit rechnen.

    Jeder Heinz kann doch einen Antrag für Gerda Bin Ich Nicht online ausfüllen.

    Ohne Unterschrift keine Unterschrift. Das ist so einfach.

  30. anonym meint: (5.11.2009 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    Es wird m. W. immer wieder darauf hingewiesen, daß man der Bank bei Anfragen GANZ DEUTLICH sagen soll, daß es sich um eine unverbindliche Anfrage handelt, die ein Einschalten der Schufa nicht rechtfertigt. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist es das Problem dieser Online-Formulare, daß der Kunde damit nicht selten benachteiligt wird. Simpel gesagt: Online beschneidet Kundenrechte.

  31. Britta Stahl (Link) meint: (5.11.2009 um 16:17) AntwortenReply to this comment

    Durch das Fehlen eines Feldes dürfen sich die Banken aber nicht das Recht herausnehmen, etwas einzfordern für das kein Einverständnis vorliegt. Hier muss auf jeden Fall eingeschritten werden.

  32. anonym meint: (5.11.2009 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    @ Britta Stahl
    Und wer soll da nach Ihrer Meinung einschreiten und auf welcher konkreten Grundlage?

    Ich bin ja eher der Meinung, daß jeder selber sich alles genau ansehen sollte (gerade im Netz) und dann unbedingt selbst entscheiden muß, ob er dieses Angebot wirklich nutzen will. Ich entscheide mich oft dagegen, wenn mir die Konditionen nicht gefallen oder das Umfeld nicht zusagt. Diese Einstellung scheint mir aber eher wenig verbreitet zu sein, um das mal ganz vorsichtig zu vermuten.

  33. defindist meint: (5.11.2009 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Die Schufa errechnet ohne Kenntnis der wichtigsten Daten (Einkommen, Vermögen, Verbindlichkeiten) einen Score. Jedem halbwegs mathematisch begabtem Menschen ist klar, daß die beste statistische Aufarbeitung schlechter und unvollständiger Daten kein brauchbares Ergebnis liefert.
    Einige Unternehmen berichten, daß sie nach einem "Screening" des Schufa-Scores der Manager und leitenden Angestellten ihres Unternehmens aufgrund der nicht nachvollziehbaren Ergebnisse von dem Scoring-Verfahren Abstand nehmen wollen.
    http://www.laborlexikon.de/mts/schufa%20score.htm

  34. Carola meint: (5.11.2009 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, *seufz*, sie lernen es nicht, oder ?
    Erst nahm ich mit Besorgnis zur Kenntnis, dass sie ein Konto bei der Postbank haben und jetzt muss ich lesen, dass sie online ihre Daten bei einer *§$askhf§)"§$-Mucken-Bank auf der Interneseite eingeben..

    Ich befürchte, ich muss eine Betreuung anordnen..

    In welches Fettnäpfchen wollen sie als nächstes treten ?
    Bei den Video-Ring-Stehern aus Symphatie / Beweispflicht ihren Ausweis vorzeigen ?

  35. arne meint: (5.11.2009 um 17:21) AntwortenReply to this comment

    @Karl-Peter (28): Ja, man erlaubt der dkb die Schufa-Abfrage per Checkbox, habe es gerade ausprobiert.
    Udos Aussage in Absatz 6 ist also – vorausgesetzt es wurde nicht seit Juli die Checkbox hinzugefügt – falsch.

  36. anonym meint: (5.11.2009 um 17:29) AntwortenReply to this comment

    @ defindist
    Die Verbindlichkeiten kennt die Schufa normalerweise schon. Das ist ja ihr einziger Daseinszweck.

  37. Klaas meint: (5.11.2009 um 18:01) AntwortenReply to this comment

    @Carola: Ich weiß ja nicht genau, was diese "*§$askhf§)"§$-Mucken-Bank" Bezeichung bedeuten soll, denke aber es soll etwas negatives ausdrücken á la so ne Bank die niemand kennt. Vielleicht informieren Sie sich erstmal über die Bank, die ist nämlich nicht unseriös, sondern ein mehrfacher Testsieger, Sponsor großer Sportevents und Mannschaften usw… (und ja ich bin da auch Kunde und ja, ich finde es unerhört, solche Äußerungen wie Carola zu tätigen – Sachlichkeit hat noch nie geschadet…)

  38. Aussenminister_Fischer meint: (5.11.2009 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    Das Scoring ist ja auch nur ein Produkt der Schufa. Ist nicht viel besser oder schlechter als vergleichbare Scoretables. Im Bereich der Negativinformationen ist die Schufa führend und geht – siehe oben stehenden Bericht – sehr seriös mit Kundenanliegen um. Letztlich ist im Consumer-Kreditgeschäft eine Schufaauskunft unverzichtbar, sonst kann man das Geld auch gleich verschenken.

  39. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 18:25) AntwortenReply to this comment

    @ZERD: Na, ob das so einfach ist? Seit wann muss für ein Vertragsangebot eine Unterschrift vorhanden sein? Ist bei einer Kontoeröffnung Schriftform vorgesehen? Wenn ja, gesetzlich vorgeschrieben oder vereinbart? Wenn letzteres der Fall ist, wäre möglicherweise die Form durch eine E-Mail-Maske gewahrt, § 127 BGB.

  40. anonym meint: (5.11.2009 um 18:28) AntwortenReply to this comment

    Mein Kritikpunkt wäre aber – der trifft nicht so sehr die Schufa selbst -, daß Firmen auch dann unbedingt mit der Schufa in Kontakt treten wollen, wo es überhaupt nicht um Kredite geht. Insofern gilt auch hier: Was es gibt, wird genutzt, auf Teufel komm raus. Beispiel: Jemand eröffnet ein Bankkonto. Da ist er noch lange nicht Kreditnehmer; im Gegenteil: man könnte dies, wenn man es wollte, sogar von vornherein ausschließen.

  41. sdfs meint: (5.11.2009 um 18:30) AntwortenReply to this comment

    Die 7,80 Euro zu verlagen sind illegal.

  42. anonym meint: (5.11.2009 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    Sie müssen sogar mehr als 7,80 Euro bezahlen, wenn Sie Ihre Score-Werte wissen wollen. Daß das illegal ist, kann man glauben. Dann wäre die Frage zu beantworten, wieso die Schufa dies viele Jahre von vielen Leuten verlangen konnte, die das auch brav bezahlt haben. Nicht einer davon hat dagegen geklagt, oder? Und nun?

  43. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (5.11.2009 um 18:34) AntwortenReply to this comment

    @markus: Für diejenigen, die sich für ihren Score-Wert wirklich interessieren sollten (Hartz IV), gilt dieser Grundsatz wohl nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt. Im Übrigen gilt: Wer seinen Schufa-Wert wissen will, hat sowieso zuviel Zeit. Es reicht vollkommen, wenn man mitbekommt, dass einem die EC-Karten gesperrt werden. Das ist dann noch früh genug, um Herrn Zwegat zu rufen.

    @anonym: Gibt es in D etwas, wogegen noch nicht geklagt wurde? Gegen die Schufa-Gebühren auf jeden Fall, meines Wissens erfolglos.

  44. Udo Vetter (Link) meint: (5.11.2009 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    Bewusst habe ich einer Schufa-Anfrage jedenfalls nicht zugestimmt. Zumindest nicht für den Fall, dass ich dann letztlich den Antrag doch nicht absende.

  45. mark meint: (5.11.2009 um 18:40) AntwortenReply to this comment

    @F E R N E T P U N K E R: Im Internet findet man Gutschein-Codes damit ist man ab 9,50 Euro dabei.

  46. TK meint: (5.11.2009 um 18:49) AntwortenReply to this comment

    @mark: ich konnte keinen code finden :-(

    Das Frühwarnsystem funzt nicht mehr :-(

  47. mark meint: (5.11.2009 um 18:52) AntwortenReply to this comment

    @TK:
    Hast dich vieleicht verschrieben bei mir geht es.
    Es gibt noch "500.000" kostet aber 10,60

  48. Mathias meint: (5.11.2009 um 20:52) AntwortenReply to this comment

    Hat jemand schon mal ein Schreiben gem. § 34 Abs. 5 S. 4 BDSG an die Schufa geschickt? Mich würd mal interessen, ob man auf diesem Wege eine kostenlose Selbstauskunft erhält.

    So soll es funktionieren:
    endlich-ohne-schufa.info/...fa-Auskunft_KOSTENLOS.pdf

  49. Scoring-Experte meint: (5.11.2009 um 23:17) AntwortenReply to this comment

    @defindist:

    Die Schufa errechnet ohne Kenntnis der wichtigsten Daten (Einkommen, Vermögen, Verbindlichkeiten) einen Score.

    und im verlinkten Artikel bei laborlexikon.de heißt es weiter

    Das heißt also konkret, daß die Schufa aus belanglosen Sachen wie Anzahl der Handyverträge (möglicherweise auch dem Anbieter), Adressen ("feine" oder "schlechte" Adresse), Namen (möglicherweise ausländische Vornamen/Namen anders bewertet), Kreditkarten (vielleicht "besseren" und "schlechteren" Banken), Leasingverträgen (möglicherweise "gute" und "schlechte" Automarken"), etc. ausschließlich bei bislang brav zahlenden Kunden einen Score errechnet, der aussagefähig sein soll.

    Der Schufa Score dürfte damit fast wertlos sein. Jedes Unternehmen, das nach einem solchen Scoring-Verfahren seine Kunden auswählt oder Kreditentscheidungen danach trifft dürfte auch viele gute Kunden fälschlicherweise ablehnen und sich damit selber schaden. Auch können bei wirklich schlechten Kunden diese Faktoren alle Top sein.

    Ich finde das sehr traurig, dass durch solchen diletantischen Einsatz des an sich sehr wertvollen Instruments Scoring dessen Ruf inzwischen soweit geschädigt wurde, dass sogar Politiker schon ein Verbot von Scoringverfahren forden.

    Ich habe vor einigen Jahren – noch bevor die Scoring-Verfahren einen schlechten Ruf hatten – im Auftrag einer banknahen Beratungsfirma eine hochwertige Scoring-Software für Kreditberatung implementiert, bei der z.B. die Punkte Einkommen, Vermögen, Verbindlichkeiten, Ausgaben sowie deren zukünftige Entwicklung den Hauptanteil bei der Berechnung des Scores ausmachen. Die meisten im Schufa-Score verwendeten Punkte fließen da maximal als Nebensächlichkeit ein über die dafür aufgewendeten Kosten.

    Am häufigsten wird von Kreditnehmern (und übrigens auch von Geldanlegern) unterschätzt, welcher Betrag monatlich problemlos aufgewendet werden kann. Darin besteht eines der größten Risiken für Kreditgeber (und natürlich auch für Kreditnehmer die dann in die Zwickmühle geraten). Insbesondere wird die zukünftige Entwicklung der Finanzsituation meist durch die rosarote Brille betrachtet. Zu diesem Punkt wird daher in dem implementierten Scoring-Verfahren über eine ausführliche Haushaltsrechnung mit Hochrechnung zukünftiger Werte eine Auswertung erstellt, die dem Kreditnehmer ganz deutlich seine Möglichkeiten aufzeigt.

    Scoring im Kreditgeschäft ist – richtig angewendet – kein Instrument um Kunden zu schikanieren oder unnötig auszuforschen sondern ein erstklassiges Hilfsmittel um eine wirklich fundierte und für beide Seiten wertvolle Beratung durchzuführen.

    Ein ernsthaftes und aussagefähiges Scoring kann allerdings auch nur in Zusammenarbeit mit den Kunden durchgeführt werden und nicht über deren Köpfe hinweg, so wie es die Schufa offenbar macht.

  50. Andreas (Link) meint: (6.11.2009 um 00:13) AntwortenReply to this comment

    Ah ja die Schufaeinträge sind immer so ne sache.

  51. Carola meint: (6.11.2009 um 08:19) AntwortenReply to this comment

    @Klaas:

    Ja, Mucken-Bank, ist negativ :o))
    Und nein, Sachlichkeit ist nicht angebracht.
    Und bei den Worten "mehrfacher Testsieger" und "Sponsor" gehen alle roten Lämpchen an. Alle.
    Die Autodirekt24Versicherung ist auch mehrfacher Testsieger, das Jamba Monatspaket auch. In der Kategorie Leute abzocken leicht gemacht.

    Wenn sie als Kunde zufrieden sind, ist das doch schön, aber bitte versuchen mich nicht davon zu überzeugen, dass es eine "tolle Bank" ist.

  52. kommentator meint: (6.11.2009 um 08:44) AntwortenReply to this comment

    meines wissens wurde schon erfolgreich über zu hohe auskunftsgebühren geklagt und dem kläger wurden ca. 6€ zurückerstattet!

    hab aber keine lust nen link zu suchen, wer will kann googln…

  53. Rallemann meint: (6.11.2009 um 09:39) AntwortenReply to this comment

    @Carola:
    Ich bin auch schon seit mehreren Jahren, privat und geschäftlich, Kunde der DKB. Habe noch nichts schlechtes dort erfahren. Da habe ich mit Ackermann und Co. schlechteres erlebt.

    @Kaptn Blaumeise: für bestimmte Branchen ist die DKB auch Partner!

    An Alle, die den Schufa-Score schlechtreden (ich habe mich noch nicht damit intensiv beschäftigt): jede Entscheidung, ob ein Kunde angenommen wird, ist auch vom Bauch beeinflusst. Die scharfe Rothaarige hat da ein paar Pluspünktchen bei den Herren, der Punker (Sorry, Fernet ;-) )eher Minuspünktchen. Ob eine "gute" oder eine "schlechte" Automarke gefahren wird, mag objektiv unerheblich sein, allerdings kann ich auch daran Interesse haben, dass meine Kunden einer bestimmten Gruppe angehören, damit der Ruf dieser Gruppe auf mich/mein Geschäft abfärbt. Waschbrettbauch in Nike-Klamotten kommt halt besser als Schwabbelbauch in denselben. Wenn der Score den Entscheidungsbauch darstellt, ist das immerhin standardisiert. Da bekommt die gutaussehende Kundin eben immer dieselben Punkte und nicht vom Sachbearbeiter Plus- und von der Sachbearbeiterin Minuspunkte!

    Wahrscheinlich verstehen (Strafrecht-)Juristen das nicht ganz so einfach, da einige deren (gewollter) Kunden vom Durchschnittsbürger eher als "unangenehmer Zeitgenosse" eingestuft würden. Adelt es einen Strafrechtler eigentlich, den TV-bekannten Massenmörder zu verteidigen gegenüber dem Kollegen, der nur nen Taschendieb vertritt? Also, "je schlimmer der Verbrecher, desto begehrter das Mandat"?

  54. Carola meint: (6.11.2009 um 10:03) AntwortenReply to this comment

    @Rallemann:

    Die warten nur auf den geeigneten Moment und *zack* ruft ein "Kundenberater" bei ihnen zuhause an.. :o))

    Ne im Ernst, ich finds schön wenn Sie zufrieden sind, überzeugt mich aber nicht :o)))

  55. spam meint: (6.11.2009 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    Ich habe im Mai diesen Jahres einen Kontoeröffnungsantrag von den Webseiten der DKB heruntergeladen und ebenfalls nicht zurückgeschickt. Ich habe also nichts unterschrieben und es ist kein Vertragsverhältnis zustande gekommen.

    Bei mir ist es genau das gleiche. Ich habe mich bei "MeineSCHUFA-Online" eingeloggt und eine "Konditionenabfrage Kredit" der DKB gefunden. Habe soeben über den "Rückfrage"-Button bei der SCHUFA nachgefragt was das soll und denen mitgeteilt, dass diese "Konditionenabfrage Kredit" der DKB von mir nicht autorisiert war.

    Bin schonmal gespannt auf die Antwort …

  56. F E R N E T P U N K E R (Link) meint: (6.11.2009 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    @Rallemann: Woher wissen Sie, dass ich einen Schwabbelbauch habe und Opel Tigra fahre? Steht das auch in meiner Schufa-Akte? Ich fühle mich als gläserner Bürger!

  57. Marc meint: (6.11.2009 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    Bei mir genau der selbe Fall!!!
    Hatte auch nur ausgefüllt.. ausgedruckt nix abgeschickt.
    Laut Schufa haben die sogar eine KREDITANFRAGE gestellt !! Und es hat mein Score auch verschlechtert !
    Hab der Schufa über die Mitteilungsfunktion was dazu geschrieben.. keine Antwort bis jetzt

  58. Fuchs meint: (7.11.2009 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    banktip.de/News/21894/Sch...skunft-einmal-gratis.html

    Was ist eigentlich daraus geworden? Eigentlich sollte doch auch in D mittlerweile die private Auskunft einmal pro Jahr kostenlos sein…

  59. Rallemann meint: (8.11.2009 um 08:03) AntwortenReply to this comment

    @Carola:

    Mich hat in den 9 Jahren, die ich jetzt Kunde bin, noch nie jemand angerufen, um mir was zu "verkaufen".

    Aber ich will niemanden "bekehren". Jeder so, wie er/sie es will. Es gibt ja auch zufriedene Kunden von Deutsche Bank und Provinzial Versicherung. Beides Unternehmen, deren Dienste ich nicht mehr in Anspruch nehme.

    @ Nr. 40: mit der Eröffnung eines Bankkontos geht üblicherweise die Einräumung eines Dispo-Rahmens einher. Das ist dann doch ein Kredit. Außerdem muss die Bank wissen, ob sie eine Kontoüberziehung dulden kann. Lediglich für den Fall, dass lediglich ein Sparbuch oder Guthaben-Konto eröffnet wird, haben Sie recht.

  60. Rallemann meint: (8.11.2009 um 08:12) AntwortenReply to this comment

    @F E R N E T P U N K E R:
    Hallo Fernet, wo hab ich geschrieben, dass Sie einen Schwabbelbauch haben? Schwabbelbauch, Waschbrett und gutaussehende Kundin bezogen sich auf die Einschätzung eines Kundenberaters vor Ort, der halt keine rein objektive Entscheidung trifft und die subjektiven Kriterien unterscheiden sich von Berater/in zu Berater/in. In der Schufa steht eben nix vom Bauch. Da steht dann, dass Sie im sozialen Brennpunkt wohnen, alle 1,5 Jahre umziehen und immer wieder neue Bankkonten eröffnen wollen. Das gleiche steht über mich und Herrn Vetter auch drin.

    Wenn man lange und wertvolle Geschäftsbeziehungen eingeht, klammert man sich an jeden Strohhalm, der eine Einschätzung des gegenübers ermöglichen _könnte_. Ich vermiete Wohnungen. Da freut man sich unter Umständen über namhafte Arbeitgeber, angesehene Wohnviertel der bisherigen Wohnung, wenige Vor-Anschriften, etc. Weil man nicht viel anderes hat, das einem die Entscheidung erleichtert. Vielleicht ne Creditreform- oder auch ne Schufa-Eigenauskunft. Aber selbst dann kann man noch leicht auf die Schn… fallen.

    War gerade gestern noch mit einem ganz unscheinbaren Mann zusammen, der vermutlich, ohne Kenntnis seiner Konten, gerade mal als durchschnittlich solvent eingeschätzt werden würde. Tatsächlich aber könnte er den lieben Gott nen guten Mann sein lassen und sich 365 Tage im Jahr in den Liegestuhl legen und von seinem Vermögen leben.

Kommentar schreiben

Zulässige HTML-Tags:
Fett: <b> - Kursiv: <i> - Durchgestrichen: <s> - Zitat: <blockquote>

Kommentar-Editierfunktion ist aus Sicherheits/Datenschutzgründen bis auf weiteres deaktiviert. Eine Wiederinbetriebnahme dieser Funktion ist nicht geplant.

Powered by WordPress, vollmar.net Server und Florian Holzhauer