PR-Kram
Ein Berliner Rechtsanwalt wirbt mit einem Leichenwagen für seine Dienste, berichtet der Tagesspiegel.
Der Jurist ist vornehmlich auf dem Gebiet des Erbrechts tätig. Deshalb soll er seine Karosse vorwiegend an Friedhofseingängen parken. In den Fenstern des Autos hängen keine speckigen Gardinen, sondern Plakate mit der Aufschrift “Erbfall – was tun?”
Ich habe dazu keine Meinung. Mit diesem PR-Kram kenne ich mich nicht aus.
Also damit kennt sich Herr Vetter nicht aus.
…. ??
Keine Meinung zu dieser Art der Mandatsgewinnung. mhh.
Am Streit und am Tod und an ungenauen Gesetzen verdient nunmal der Anwalt.
Dazu sollte man schon eine Meinung haben, als erfahrener Strafverteidiger.
Hoffentlich ist der Anwalt nicht vergeblich auf dem Feld Erbrecht tätig. :)))
Persönlich halte ich es für geschmacklos, Erbstreitigkeiten können lange und bösartige familiäre Zusammenbrüche zur Folge haben. Man kann wenigstens warten bis der arme Mensch unter der Erde ist…andererseits "schaden" tut er damit niemand.
Also soll man ihm die Freiheit lassen, für mich wär es ein grund ihn nicht als anwalt zu nehmen.
Sehr kreativ und interessant, aber eine Wanne und eine Webseite gibts ja schon
http://www.kanzlei-wanne.de/
Tipp für den FA Medizinrecht einen alten Krankenwagen besorgen!
fürs Baurecht einen Bagger
für Agrarrecht einen Traktor
Transportrecht einen 40Tonner
…
@Edding: Und zu Medienrecht nen Kinospot?
zu Inkassorecht eine Gruppe Bodybilder mit Migrationshintergrund?
Ich finde diese Werbung nicht schlecht. Passendes Konzept für's Produkt, und eindeutig werbewirksam: Selbst ich weiß jetzt, daß ich in Berlin zu Herrn… äh… wie hieß er doch? gehen müßte, wenn ich einen Anwalt für Erbrecht bräuchte.
"Pietätlos" finden das wohl nur Hinterbliebene, die keine wirkliche Trauer kennen. Ich bin mir jedenfalls sehr sicher, daß ich den Wagen nicht mal bemerkt hätte, wenn er bei einer der Beerdigungen der letzten Jahre irgendwo gestanden hätte. Allerdings waren mir in dem Moment die Verstorbenen wohl auch irgendwie wichtiger als Erbrecht oder was-sich-im-Friedhofsumfeld-gehört.
Dann wäre schon eher die derzeitige Grabsteinmode "pietätlos". Mann, liegen da häßliche Brocken auf den Gräbern… Also wenn da die Toten aus ihren Gräbern auferstehen, dann fallen sie vor Schreck gleich wieder rein.
"Also wenn da die Toten aus ihren Gräbern auferstehen, dann fallen sie vor Schreck gleich wieder rein"
…was ja wohl auch Sinn der Sache wäre *g*
@hiro: "Also wenn da die Toten aus ihren Gräbern auferstehen, dann fallen sie vor Schreck gleich wieder rein."
Sonst bräuchte man den Anwalt auch wirklich. Wenn jetzt der Verstorbene das Erbe zurückfordert wird's erst richtig kompliziert.
Hach erinnert mich an ein Bestattungsunternehmen das in London in der Ubahn mit einer Werbetafel warb die den Leser aufforderte doch einen Schritt näher zu treten (was einem unweigerlich auf die Schienen gebracht hätte…)
zumindest hatte das Humor…
Da gilt wohl das Prinzip "too little, too late" wenn der Erbfall schon eingetreten ist. Besser die Karre beim Altennachmittag vorfahren und Hilfe bei der Testamentsverfassung anpreisen.
Schon länger nichts richtig Interessantes mehr hier im Blog gelesen.
@fernetpunker: zumindest nicht in ihrem beitrag…
@toppic: nicht besonders geschmackvoll, aber die erhöhte aufmerksamkeit macht wohl die kleinere zielgruppe wett..
Einprägsame Werbung!
@aber: Gerade auch die Kommentare, von denen dieses Blog lebt, sind oft unkritisch, vorurteilsbehaftet und devot dem Blogbetreiber gegenüber. Werde mal öfter in anderen nichtjuristischen Blogs lesen. Gelernt habe ich die letzten Wochen hier jedenfalls sehr wenig. Was früher anders war. Und unterhaltsam ist auch was anderes.
Juristen haben immer eine Meinung. Mindestens aber zwei.
@Wir: die werbung gab es aber auch auf deutsch im ruhrgebiet..
Ist das überhaupt erlaubt ein Fahrzeug zu haben das wie ein Safety-car der Rennleitung bemalt ist?
Das ganze erinnert mich an einen jüdischen Witz:
Ein Kunde betritt ein Geschäft.
"Ich möchte eine Uhr."
"Ich bin ein Mohel (ein Beschneider) und führe keine Uhren."
"In ihrem Schaufenster hängt aber eine Uhr."
"Nu, was soll ich denn sonst hinhängen?"
(per cut & paste kopiert von http://www.dok-barth.de/bda/elathome/witze.htm)
Nicht all zu Pietätsvoll aber nichts desto weniger eine Werbung, die ins Auge sticht. Warum nicht?
Klasse Idee. Fällt auf und bleibt im Kopf.
Dafür machen Sie aber hier erstaunlich gut PR für Ihre Dienste als Fachanwalt für Strafrecht.
Wie wäre es Herr Vetter, wenn Sie, natürlich nur zum Zweck der Eigenwerbung, mit einer "grünen Minna" durch die Gegend fahren?
Insbesondere hinsichtlich der Platzverhältnisse in einem derartigen Fahrzeug lässt sich dort auch vortrefflich ein mobiles Büro mit allem Schnick-Schnack einrichten. :-)
Das ist schon ziemlich pietätlos muß ich sagen, errinert mich an eine andere RA Werbung, da war es auf einem Polizeibulli, seltsamer weise war aber auch noch die Lichtanlage montiert, dachte die muß dann entfernt werden, aber naja.
Aber, aber Herr Vetter. Sie betreiben einen extrem gut laufenden und viel verlinkten Blog. Das ist genialster "PR-Kram"!
@14 (fernetpunker:
so schlimm? dann lernen sie doch mal aus ihrem eindruck, hier nichts gelernt zu haben. man könnte ja meinen, ihnen macht das spaß, hier so zu leiden. von da ist es zu einer devoten haltung dem blogbetreiber… ach, lassen wir das.
viel spaß noch!
.~.
@mk: YHBT. HAND.
Ich finde diese Idee sogar relativ originell. Ist mal etwas anderes ;)
Kann heute längst wieder über makabere Witze lachen.
Aber vor Jahren hätte ich diesem Leichenwagen eine Beule verpasst.
Als vor vielen Jahren mein Vater viel zu Jung verstarb,
habe ich für einen längeren Zeitraum ziemlich empfindlich
auf alles was in diese Richtung geht reagiert.
Ziemlich schlimm fand ich es, als nur Tage später neben Beileidskarten auch etliche Briefe an meine Mutter von Partnervermittlungen ankamen.
Oder auch die Versicherungsvertreter, die allen in der Familie versuchten, eine Lebensversicherung an zu drehen. :-(
@Trollpointer: FOAHAND.