19.5.2011

“Sie sind Scheiße”

Einer der unbequemsten Gerichtsreporter Deutschlands, Rolf Schälike (Zeitungsporträt), war im Knast. Fünf Tage saß er “freiwillig” im Hamburger Gefängnis, weil er sich weigerte, ein Ordnungsgeld in einem seiner vielen Prozesse zu bezahlen. Ich habe Rolf Schälike um einen Erfahrungsbericht gebeten. Hier seine Eindrücke:

Von Rolf Schälike

Eigentlich wollte ich in meiner fünftätigen Kunst- und Protestaktion in der Justizvollzugsanstalt Hamburg Holstenglacis den Missbrauch der Pressegerichte – in meinem konkreten Fall durch den strafrechtlich im April dieses Jahres zu einem Jahr und neun Monaten verurteilten Börsenmanipulator Markus Frick – protestieren.

Ich wollte während meiner Haft hungern und hatte schon am Freitag zu Hause und im Gericht nichts gegessen. Ich wollte hungern auf meine Art: ca. 400 kcal/Tag zu mir nehmen, um es leichter zu haben und keine gesundheitlichen Schäden auftreten zu lassen.

2005 hatte ich über die Osterfeiertage sehr gute Erfahrungen am Holstenglacis gemacht. Das Personal war nett. Es gab im Prinzip nichts zu beanstanden. Meine damals mitgebrachten Bücher erhielt ich auf Antrag noch in den ersten Stunden der Haft. Ich musste zwar auch damals gegen die Wegnahme der Bücher eine Beschwerde schreiben, aber dieser wurde sofort stattgegeben. Kugelschreiber und Papier hatte ich ebenfalls im Überschuss im Haftraum.

Um diesmal die Haftanstalt nicht vor eine überraschende Entscheidung bei meinem Haftantritt zu stellen, vereinbarte mein Hamburger Anwalt (er ist ein Strafverteidiger), dass ich drei eingeschweißte Bücher von der Buchhandlung Weiland mitbringen darf und ausgehändigt bekomme. Dass ich Papier, Kugelschreiber, Zeitungen und Zeitschriften mitbringen kann, stand im Merkblatt des Berliner Gerichts.

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Rolf Schälike klingelt an der Gefängnistür (Foto: privat)

Es fing alles besser an als damals 2005. Ich brauchte mich nicht vor jeder Tür an die Wand stellen, stand sogar manchmal hinter dem Bediensteten. Die erste negative Überraschung ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Im Kontrollraum, wo man sich nackt ausziehen muss, kam mir durch die beiden Bediensteten – der eine ein bulliger großer Typ, der andere kleiner, kräftig – Hass und Wut entgegen. Es hieß nur: Halten Sie den Mund, Bleiben Sie, wo Sie sind. Der Anwalt geht uns nichts an.

Eine Vereinbahrung mit der Anstaltsleitung kennen wir nicht. Wir haben Anweisung von der Revision. Mir ließen sie nur die Sachen, die ich an und in den Taschen zufällig hatte (aber auch nicht alles). Von den vielen Kugelschreibern ließen sie mir nur einen. Die Bücher und das Schreibpapier blieben in meinen Handkoffer. Ich hatte keine Wechselwäsche, nicht für die Nacht, keine Zahnbürste. Vom Papier nur die paar Zettel vom Zettelblock (11×10 cm).

In der Zelle angekommen – es war gegen 14 Uhr am Freitag – hieß es, Beschwerden und Anträge werden erst Montag angenommen. Das hätte ich alles ertragen, blieb noch bei meinem Plan zu hungern. Deswegen habe ich auf den Empfang des Essens in einer Schüssel verzichtet. Ich wollte die Kontrolle behalten, wie viel Essen in den Haftraum kommt. Ich wollte sicher sein, dass es nicht später heißt, ich habe nicht gehungert.

Unerwartet eskalierte das Ganze. Ich erhielt überhaupt kein Essen und das bis einschließlich Frühstück am Dienstag. Ich trank nur kaltes Wasser aus dem Hahn. Nur einmal heißen Tee, der mir nicht bekam. Die Bediensteten bestanden darauf, dass ich die Schüssel nehme und bestraften mich über drei Tage mit vollständigem Essensentzug. Sogar die Bitte nach einer Scheibe Brot wurde abgeschlagen, weil ich nicht bereit war, die Schüssel zu nehmen. Das hatte ich nicht einmal in Stasi-U-Haft über zehneinhalb Monate in Dresden erlebt.

Am Montag wurde ich zur Registratur und zum Arzt geführt.

Vorab öffnete ein nett erscheinender riesiger Beamte meine Zelle und fragte mich freundlich, weshalb ich die Schüssel nicht nehme. Ich sagte, ich brauche nicht das ganze Essen. Sie hätten Vorschriften, dass das Essen nur mit der Schüssel ausgegeben wird. Die Hygiene erfordere das.

Ich sagte, das wenige, was ich möchte, passt in den Messbecher. Der Bedienstete: Das ist nicht vorgesehen, es muss die Schüssel sein. Ich sagte, ich kann es mir nicht vorstellen, dass ich deswegen mit Essensentzug  bestraft werde. Sie müssen sich an die Vorschriften halten. Ich kenne diese, war meine Antwort. Können sie nicht kennen. Doch, ich war schon 2005 hier und kenne sie deshalb.

Sie sind ein Klugscheißer und Besserwisser, sagte der Bedienstete. Ich erwiderte, sie haben mich eben beleidigt. Er sagte, sie sind Scheiße, ein Stück Scheiße kann man nicht beleidigen. Die Tür wurde zugemacht.

In der Registratur – neben mir stand der große bullige Bedienstete – erzählte ich der netten Beamtin, dass ich schon vier Tage nichts zu essen bekomme, keine Hausordnung besitze, nichts zu lesen habe und keine Klamotten für die Nacht und überhaupt zum Wechsel habe, obwohl alles mitgebracht.

Das wurde ruhig aufgenommen.

Dann sagte ich, dass ich 10,5 Monate in der Stasi-U-Haft saß, und das was ich hier erlebe, ich dort in all diesen Monaten nicht erlebt habe. Brot gab es zum Beispiel immer. Sie fragte mich, wo ich saß. In Dresden für Buchweitergabe. Ich fragte, darf ich überhaupt telefonieren. Sie sagte, dass dürfen Sie natürlich, müssen es beantragen.

Dann beantrage ich das hier sofort, oben werden meine Anträge nicht entgegengenommen. Ich nahm meine Zettel und schrieb einen Antrag. Das wollte der bullige Bedienstete verhindern. Die Registraturbeamtin sagte, sie könne diesen Antrag nicht annehmen, werde ihn wegschmeißen, ich solle diesen den Bediensteten abgeben. Ich sagte, die nehmen keine Anträge an, schieben diese mir wieder zurück in die Zelle. Es gibt Antragsformulare, sagte sie. Ich sagte, ich habe keine erhalten, in der Zelle liegen keine. Meinen Antrag ließ ich auf dem Tisch liegen.

Der bullige Bedienstete fragte zwischendurch, ob ich denn nicht den Deckel erhalten habe. Ich sagte, einen Deckel mit irgendwelchen Papiere habe ich nicht erhalten. In der Zelle lagen überhaupt keine Papiere. Doch, den Deckel haben Sie erhalten.

Dann ging es raus in das Wartezimmer. Der bullige Beamte wütend. Er zeige auf das Bettzeugpaket im Gang und fragte, haben Sie diese Decke erhalten? Ich sagte, ja, natürlich. Sie haben eben gesagt, sie hätten keine Decke erhalten. Sie haben gelogen, sie sind ein Lügner. Ich sagte, ich verstand Deckel, und einen solchen habe ich nicht erhalten. Weshalb werde ich beleidigt, fragte ich, unter anderem mit dem Ausdruck ich wäre Scheiße.

Sie lügen, das hat niemand zu Ihnen gesagt. Er brüllte und schob mich in das kleine Wartezimmer, in dem noch drei weitere Gefangene warteten. Ich fragte diese, ob bei denen in der Zelle die Hausordnung liege. Sie bejahten alle drei und sagten, es lägen auch Auftragsformulare und anderes in der Zelle.

Dann ging es zum Arzt. Die Ärztin fragte, wie es mir gehe. Ich sagte gut, bis auf die Tatsache, dass ich bis heute nichts zu essen bekam. Sie müssen schon die Schüssel reichen, sagte die Ärztin. Ich sagte, ich möchte hungern, aber etwas zu mir nehmen, das ist besser, das wissen Sie als Ärztin. Wenn Sie hungern, schaden Sie nur Ihrer Gesundheit, war ihre Antwort.

Eine Totalverweigerung des Essens habe ich nicht vor, bekomme trotzdem nichts. Daraufhin maß sie mein Blutdruck. Dieser war 180 (oder 195) zu 80. Sie erschrak. Ich sagte macht nichts, ich habe normalerweise 140/80. Es liegt wohl an der Aufregung, sagte die Ärztin, ich kann Ihnen Vitamintabletten geben. Wenn Sie etwas spüren, Kopfschmerzen zum Beispiel, melden Sie sich sofort bei mir.

Ich sagte, ich kenne mein Leben lang keine Kopfschmerzen, habe auch keine, vielleicht ein paar schwache. Ich nehme auch weder Vitamintabletten noch irgendwelche Medikamente. Mein Körper muss es schaffen. Leise fragte sie, ob ich den Abteilungsleiter sprechen möchte. Ich bejahte, selbstverständlich.

Dann ging es hoch in die Zelle. Der bullige Beamte war über die Stasierinnerung empört. Es folgte ein kurzes Wortgefecht. Wütend knallte er die Zellentür mit aller Kraft zu.

Dann wurde ich zum Telefon geholt, meine Tochter hätte angerufen, sie denkt ich komme Dienstag raus. Ich möchte zurückrufen. Ich habe dann meine Frau anrufen können, mitgeteilt, dass ich erst am Mittwoch um 13:00 entlassen werde, dass es mir gut geht, ich aber ganz schön getriezt werde. Sie möchte bitte meinen Anwalt bitten, mich unbedingt zu besuchen, denn ich habe nichts erhalten, was er mit der Anstaltsleitung vereinbart hatte.

Weder zum darauffolgenden Mittag, noch Abendbrot und dem Frühstück am Dienstag erhielt ich etwas zum essen, obwohl ich konkret um Brot bat und fragte, was es neben der Hauptmahlzeit gibt. Ich verlangte immer wieder die Hausordnung. Gedulden Sie sich etwas, war die Standardantwort der Bediensteten.

Montagabend wurde mir der Einkaufzettel in die Zelle gegeben und gesagt, morgen geht es zum Kaufmann.

Dienstag früh waren wir dann alle beim Kaufmann. Es war ein Gefängnistrakt, ihn dem es Aufschluss und Umschluss gab. Davon erfuhr ich aber erst am Dienstag nach Erhalt der Hausordnung. Im Gang hing ein "schwarzes" Brett mit Informationen für die Gefangene. Die Gefangenen können sich in den Gängen frei bewegen.

Beim Kaufmann kaufte ich eine Ananas- und Maisdose sowie Knäckebrot und Apfelsaft, einen Schreibblock, Briefumschläge, Briefmarken, 3 Zeitungen, einen Kugelschreiber, Tempotaschentücher und eine Plastiktüte.

Nun hatte ich genug Essen bis zum Mittwoch.

Am Dienstag zum Mittag erhielt ich dann eine Banane, obwohl die Schüssel auf dem Boden im Gang liegen blieb. Beim Abendbrot erhielt ich Salat. Die Schüssel blieb auf dem Boden.

Am Dienstag wurde ich nochmal zur Ärztin geholt. Mein Blutdruck war 160/40. Vitamintabletten nahm ich wieder nicht. Ich sagte jedoch, das sich Krämpfe in der Hand habe und um Magnesiumtabletten bitte. Ja, sagte die Ärztin, Magnesiumtabletten würde ich ihnen auch geben und gab mir an die 10 Stück. Wie muss ich diese einnehmen? Jeden Tag eine, sagte die Ärztin. Ich nahm die Tablette mit meinem Apfelsaft ein. Die Krämpfe verschwanden langsam aber sicher.

Am Mittwoch, meinem letzten Tag in der Haft, wollte ich mich frühmorgens mit den kleinen Frühstücksteilen wie Butter (Margarine), Marmelade etc. eindecken und den Bediensteten sagen, dass ich zum Mittag die Schüssel nehme und alles ordentlich mache. Dazu kam es nicht. Zum Frühstück erhielt ich nichts. Konnte meine Absicht gar nicht äußern. Ich solle mit gefälligst die Schuhe anziehen und die Schüssel aufheben.

Zum Mittag fragte ich, ob sie mir wieder das Essen vollständig verweigern. Wollen Sie essen? Ich sagt, ja. Sie gaben mir das eingeschweißte warmes Essen mit den Worten, wenn man Hunger hat gibt man auf. Die Schüssel blieb auf dem Boden stehen. Das warme eingeschweißte Essen liegt bei mir nun zu Hause im Kühlschrank. Das erste Mal aß ich zu Hause um 19:00 eine Mandarine.

Zwangweise entwickelte sich meine Kunst- und Protestaktion somit nicht nur gegen den Rechtsmissbrauch durch Kriminelle, sondern auch zum Protest gegen die Justizvollzugsanstalt Holstenglacis.

Buskeismus.de, die Internetseite von Rolf Schälike

155 Kommentare zu ““Sie sind Scheiße””

  1. T.A.Anderson meint: (19.5.2011 um 12:05) AntwortenReply to this comment

    Demokratie funktioniert einfach nicht …

  2. Kai meint: (19.5.2011 um 12:07) AntwortenReply to this comment

    Wie war das mit den Knastis, die ein Luxusleben haben?
    Und dann sage mir jemand, Knastis hätten Rechte. Wer sie einfordert erlebt es noch schlimmer.

  3. Frank Schenk meint: (19.5.2011 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    Ich bin gelinde gesagt erschüttert. Was bilden sich manche JVA-Angestellte nur ein?

    Wie sagte Lincoln:
    Nearly all men can stand adversity,
    but if you want to test a man's character, give him power

    Alles Gute weiterhin Herr Schälike und weitermachen!

    Lieben Gruß,
    Frank Schenk

  4. Rangar meint: (19.5.2011 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    Exakt so habe ich mir den Alltag im Knast vorgestellt. Von Rechtsstaat keine Spur.

  5. Jens meint: (19.5.2011 um 12:20) AntwortenReply to this comment

    Schälike ist kein "Gerichtsreporter", jedenfalls nicht im üblichen Sinne, sondern eher ein Gerichts-Stalker. Einen Hang zur Querulanz hat er außerdem.

    Hat ihm sein Strafverteidiger-Anwalt eigentlich nicht gesagt, dass 5 Tage Haft nicht dasselbe sind wie 5 Tage Hotel?

  6. R.A. meint: (19.5.2011 um 12:20) AntwortenReply to this comment

    Etwas wirr ist der gute Mann ja schon.
    Wenn er die Haft fürs Abspecken nutzen will – ist ja ok.
    Aber deswegen Spezialbehandlung zu erwarten, um "Kontrolle" zu behalten, was an Essen in die Zelle kommt, das ist schon relativ dämlich.
    Und läßt vermuten, daß er auch sonst sein Möglichstes getan hat, um das Personal auf die Palme zu kriegen (wäre schon interessant, auch deren Version der Geschichte zu kennen).

    Insgesamt hat das ja dann wohl geklappt, glauben wir mal seine Darstellung, daß die Bediensteten vorschriftswidrig überreagiert haben. Dann hat er also etwas zu schreiben.
    Wäre ja auch zu langweilig gewesen, fünf Tage in den Knast zu gehen und nichts wäre passiert.

  7. dot tilde dot meint: (19.5.2011 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    schälike, ich bin stolz auf sie und wünsche ihnen gute erholung von ihrer aktion. vielen dank für ihren bericht.

    .~.

  8. Will Kür meint: (19.5.2011 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    @5 Jens: sie sind offensichtlich ein Schertzbold.

    Und hat man ihnen noch nicht erklärt, dass auch Häftlinge Rechte besitzen?

    Ich wünsche ihnen, dass man sie genau so behandelt, wie sie offenbar gerne andere behandelt sehen.

  9. Joe Nevermind meint: (19.5.2011 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    @R.A.:
    Ich gebe dir Recht. Auch ich würde gerne mal die andere Seite der Geschichte hören. Doch was das auf die Palme bringen angeht: Dagegen muss ein Profi immun sein! Wer sich von der aussicht 5 Tage lang einen Profiquerulanten unter seinen 'Gästen' zu haben schon provozieren lässt, wie mag der erst reagieren, wenn es richtig heiß her geht.

    Ich war bei der Ankündigung des Artikels auf einiges gefasst. Aber er hat mich schon über alle Maßen schockiert!

    Gruß
    Joe

  10. Name (erforderlich) meint: (19.5.2011 um 12:33) AntwortenReply to this comment

    Na ja, der Autor ist nun nicht unbedingt für seine Seriosität und Glaubwürdigkeit bekannt.

  11. egal meint: (19.5.2011 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    Wo war jetzt die Kunst- und Protestaktion?

    Zu lesen ist hier nur über die komischen Ansichten eines Rentners, der eine Sonderbehandlung offenbar erwartet hatte. Dass die Vollzugsbeamten bei solchen Späßchen von Leuten, die sowieso unsinnigerweise ihre Tage absitzen, nicht begeistert sind, ist verständlich.

    Wenn der Ton dort zu rau ist, empfiehlt sich auch eine Anzeige gegen das Personal. Oder das Zahlen des Ordnungsgelds. Aber das bitterliche Erzählen von der großen Ungerechtigkeit dieser Welt ist einfach daneben.

    Die "Hunger"-Aktion ist ebenso lächerlich. Diese Sonderwünsche werden in Massenbetrieben kaum zu leisten sein. Offenbar hat der Vollzugsbeamte schnell erkannt, worums den Herrn Schälicke wirklich ging. Um Selbstbeweihräucherung und Selbstdarstellung als Opfer.

    Dass dies nicht unbedingt auf Gegenfreude bei den Leuten trifft, die sonst normale Häftlinge überwachen müssen, ist doch selbstverständlich.

    Wenn man richtig hungern will, dann verweigert man sämtliche Nahrung. Denn die Brotscheibe machts nun auch nicht mehr aus und die Mangelernährung tritt so oder so ein.

    Wenn man das als Fastenurlaub auf Staatskosten schon sich ausmalt, dann sollte man es richtig durchziehen und nicht so wehleidig seine Scheibe Brot bejammern.

  12. ChristianO meint: (19.5.2011 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Wer mit solch einer Einstellung in den Vollzug geht hat es nicht anders verdient.

    Eine Schüssel ablehnen weil man ja nicht nur ein Teil herausessen will? Aus Angst jemand sieht nicht wie man nicht alles ist?

    Ich sehe in dem Artikel nur das man wenn man wirklich will als Journalist zu seiner Glosse kommt. Man muss sich nur lange genug Undiplomatisch verhalten und noch hier und da ein Verhörer/Versprecher zur eigenen Gunst auslegen … und schon hat man eine Situation geschaffen in der jeder einem nur das schlimmste will.

    Ich würde einfach behaupten das wenn er sich nicht bei jeder Möglichkeit stur gestellt hätte und etwas entgegenkommen gezeigt hätte das ganze deutlich besser ausgegangen wäre.

    Wie beliebt sind denn bei Ihnen Kunden/Kollegen die 10 mal mehr Ärger machen und Zeit kosten als andere?

    Und ja ich sehe das Problem hier wirklich an Herrn Schälike. Er ist derjenige der eine höhere Bildung genoßen hat, sich aber stur weigert diese zu nutzen; bzw sie nur nutzt um auf alle seine Rechte und empfundenen Rechte zu pochen … nicht aber um sich in den Gegenüber zu versetzen um sich ein diplomtischeres Vorgehen zu verschaffen. Sein vermutlich besseres Wissen über seine Rechte als dem JVAler verschafft ihm eben auch eine Machtposition. Diese nun auszuspielen gegen jemanden der vom Gesetz die Machtposition hat zeigt eine Dummheit wie man sie unter zu vielen Bildungsbürgern leider findet.

  13. Will Kür meint: (19.5.2011 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Den hier zum Thema Querulantentum schreibenden R.A. und Joe Nevermind sei empfohlen, solche Beschimpfungen einmal auf ihre Bedeutung hin zu überprüfen und nachzulesen, wer eben dieses Wort in Deutschland historisch gerne benutzt hat.

    Herr Schälike betreibt einen sehr ehrenvollen Kampf für die Pressefreiheit und Bürgerrechte. Wer dies auf so niveaulose Weise versucht zu verunglimpfen, stellt sich selbst nur als Autoritätsgläubigen bloss.

  14. Otaku meint: (19.5.2011 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    Ich weiß gar nicht was der Herr hat ist doch alles harmlos, der soll mal nach Tegel gehen ( Stand 1998 ) da gab es dann u.a. folgendes : Zellen oher fließendes Wasser und Strom. Warmes Wasser einmal am Tag wenn der Kalfi Lust hatte, Drogen und sich prostituierende Schliesserinen nebst Perserteppich für den der es sich leisten konnte, Lebenlane mit 300 Stange ( das Geld im Knast ) Tabak in der Zelle, Unfälle in der Küche wo schon einmal einer in 1.200L Kessel in dem das Essen zubereitet wurde ertrank, was dann Selbstmord war,nicht ohne das das Mittagessen am nächsten Tage im selben Kessel zubereitet wurde…. . Und schreiende Schließer ? Einen anderen Ton gabs kaum man durfte froh sein wenn keinen in den Magen gab, immer in den Magen, dort gibt es nichr so leicht nachweisbare Hämatome… Mehr ? Ließen sich Ganze Bücher füllen. Und nein, das ist alles nur kranke Phantasie udn selbstverständlich NIE passiert…

  15. Alphan meint: (19.5.2011 um 12:40) AntwortenReply to this comment

    Deutschland im 21. Jahrhundert.

    Gestapo war vorgestern.
    Stasi war gestern.

    Heil Merkel!

  16. Gipsnacken meint: (19.5.2011 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    Na schreiben hier Schertzs und Fricks Mietmäuler, schlimmere (Text editiert. U.V.) gibt wohl kaum.

  17. Frank T. meint: (19.5.2011 um 12:46) AntwortenReply to this comment

    @ egal : Nicht ganz, es ist sinnvoll, minimale MEngen an Protein zu sich zu nehmen. In einer extremform, des Protein Sparing Modified Fasting nimmt man nur noch Protein und gewisse Fettsäuren zu sich. Die Proteinzufuhr "schont" die Muskulatur und verhindert degenerative Abbauprozesse zu einem relativ hohen Grad im Vergleich mit echtem Langzeitfasten.

  18. Otaku meint: (19.5.2011 um 12:49) AntwortenReply to this comment

    Räusper sorry wegen der fast unlesbaren Schmiererei bei 14, Mobiltelefontasten bei Samsung sind ähm ja ein Kapitel für sich.. Wo ist eigentlich die sehr schöne Korrekturfunktion hier im Blog geblieben ?

  19. Gipsnacken meint: (19.5.2011 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    @ChristianO: Bewirbst du dich grad als hirnloser Lakei für kommende Diktaturen? Wozu sind denn Rechte da? Damit man sie nicht nutzt?

  20. Olli meint: (19.5.2011 um 12:57) AntwortenReply to this comment

    @Frank Schenk:

    Sie bekommen es vorgelebt.

    Mein Schwager ist genau so und der ist erst seit kurzem mit seiner Ausbildung dort fertig.

  21. Gipsnacken meint: (19.5.2011 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @egal: "Normale" Häftlinge also Häftlinge die ihre Rechte nicht kennen und mit denen man machen kann was man will? Gott was laufen denn für tumbe Lemminge rum.

  22. anonym meint: (19.5.2011 um 13:04) AntwortenReply to this comment

    Es ist immer interessant, Details aus dem Gefängnis zu erfahren.

    Vom niederländischen Schriftsteller Multatuli stammt der Satz: Mit Gefängniswärtern diskutiere ich nicht über Freiheit. (Der ist durchaus nicht nur ganz wörtlich zu verstehen.)

    Es ist ja okay, wenn Wärter im Gefängnis ihren Dienst tun und sich dabei normal verhalten, nach Maßgabe ihrer Pflichten. Die hier (offenbar realistisch) geschilderten Typen sind aber genau der menschliche Auswurf, den man da irgendwie erwartet: unbeschreiblich blöde, brutal, im höchsten Maße kleinkariert. Solcher Typ Mensch ekelt einen im Wortsinn. Sie sind auch für diese ihre Aufgabe ungeeignet.

    Der oben zitierte Spruch von Lincoln bezieht sich zwar vermutlich nicht speziell auf die hier erwähnte Berufsgruppe, schließt sie aber natürlich mit ein.

  23. FritzFratz meint: (19.5.2011 um 13:04) AntwortenReply to this comment

    Auch Querulanten haben Anspruch auf menschenwürdige Behandlung.

    Gefängnispersonal das sich wie hier beschrieben verhält, ist sofort aus dem Dienst zu entfernen. Außerdem gebietet diese Zeugenaussage sofortige Ermittlungen gegen einige Personen des dortigen Gefängnispersonals.

    Essensausgaberegeln sind nicht dazu da, Gefängnisinsassen hungern oder sogar verhungern zu lassen. Hygieneregeln stehen nicht über dem Schutz der körperlichen Unversehrtheit von Gefängnisinsassen.

    Wer der Ansicht ist, daß Querlanten eine solche menschenunwürdige Behandlung verdient haben zeigt nur deutlich seine verfassungsfeindliche Gesinnung.

  24. Tim meint: (19.5.2011 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    Also wirklich, Frechheit, dass das Essen im Hamburger Gefängnis nicht individuell je Gefangener in unterschiedlichsten Behältern und Schüsseln verteilt wird. Kann man doch echt erwarten. Oder dass man 20 Kulis mitnehmen darf.
    Mann mann, wenn solche offensichtlichen Provokationen es schon in den Artikel geschafft haben möchte ich echt nicht wissen was sonst noch getan wurde um das Personal zu nerven. Ist ja auch total überraschend, dass da vielleicht nicht alle begeistert sind von einer "Kunst- und Protestaktion" auf ihre Kosten.

    Was für eine überflüssige Aktion. Nichts gegen realistische Einblicke in Gefängnisse, um Missstände aufzudecken, aber doch nicht sowas.

  25. Philipp meint: (19.5.2011 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    1 Paragraph GG http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html wird häufiger mit Füßen getreten. Hat heutzutage mehr was von frommer Wunsch, denn einer Richtlinie. Leider trifft dies häufig grade auf Vertreter staatlicher Institutionen zu. Eine Gesellschaft ist nur so viel Wert, wie der Respekt, den Sie auch den Schwächsten Mitgliedern entgegenbringt. Im Knast ist kein Insasse stark…

  26. ChristianO meint: (19.5.2011 um 13:08) AntwortenReply to this comment

    @Gipsnacken

    sicher nicht.. jedoch wer immer Wolf ruft dem hört irgend wann keiner mehr zu.

    Wer bei jeder Demokratie Diktatur ruft dem hört auch keiner mehr zu wenn es wirklich mal soweit ist.

    Mir kommt der Reporter hier eben nur Selbstgerecht bis zum Ende vor. Er bemüht sich nicht um ein objektives Bild. Ich habe einfach kein Mitleid mit solch selbstgerechtem Gebahren.

    Genau so wie es Selbstgerecht ist wenn etwas in einer Demokratie nicht so läuft wie man will gleich von Diktatur zu sprechen. Wenn alles so läuft wie man selbst will… dann ist das eine Diktatur und man selbst in der glücklichen Position des Diktators.

  27. Gruebelmonsta meint: (19.5.2011 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    Ich muss Joe Nevermind zustimmen, das schockierende ist nicht, dass das Gefängnispersonal es nicht schafft Herr Schälike gewöhnliche Formulare wie die Hausordnung, Anträge vorbeizubringen (was offentsichtlich sein Recht ist), sondern dass sie sich von einem "Rentner", "unseriösen" Journalisten so leicht provozieren lässt und sich zu einer Aussage hinreißt: "Sie sind scheiße!" Selbstdarstellung hin oder her, so ein unprofessionelles Verhalten ist nicht zu entschuldigen.

    @ChristianO: Das heißt also, Sie behandeln Ihre unliebsamen Kollegen/Kunden auch so? Tja, dann kann ich mir ja vorstellen wie die Arbeitsatmosphäre bei Ihnen ist.

  28. PB meint: (19.5.2011 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    Ein furchtbarer und nervender Mensch.

  29. Yamo meint: (19.5.2011 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    Also Querulantentum hin oder her. Ich muss es sicherlich in Kauf nehmen, dass ich nicht unbedingt zuvorkommend behandelt werde, wenn ich mich aufmüpfig verhalte. Aber schlecht behandelt werden darf ich noch lange nicht.

  30. Q meint: (19.5.2011 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    was mich wundert ist, daß man einem Querulanten der die Aufmerksamkeit der Medien auf seiner Seite hatte nicht mehr entgegenkommt. Ist ja klar, daß das jetzt ein bißerl im Blätterwald raschelt…

  31. Gipsnacken meint: (19.5.2011 um 13:16) AntwortenReply to this comment

    @ChristianO: Und sie würden ihr Essen wahrscheinlich vom Boden fressen wenns die Wärter befehlen, sie wollen ja nicht selbstgerecht erscheinen.

  32. Hmmm meint: (19.5.2011 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    Hm. Also wirklich. Es scheint ziemlich offensichtlich das der Herr von Anfang an vorhatte möglichst viel Kapital aus der Aktion zu schlagen. Deswegen hat er konsequent darauf hingearbeitet das Personal zu verärgern. Mich wundert seine Behandlung garnicht.

  33. Kommentator meint: (19.5.2011 um 13:19) AntwortenReply to this comment

    Dass Gefängnis kein Kurhotel ist: Klar. Dass einem Häftling wesentliche Informationen und Dinge verweigert werden und sich stattdessen Beschimpfungen anhören muss: Zum Kotzen.

    Wenn auch nur die Hälfte der Beschreibung stimmt (und ich geh sogar davon aus, dass alles stimmt), dann hat Holstenglacis ein echtes Problem – und zwar in der Leitung, also Gefängnisleitung oder sogar Justizsenator. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her, die Angestellten geben den Druck, der aus schlechter Führung entsteht, einfach nur an die Schwächsten weiter.

  34. moritz meint: (19.5.2011 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Querulant hin oder her, auch Querulanten stehen unter dem Schutz des GG.
    Aber die Diskussion ist exemplarisch für manche Menschen hier im Lawblog "Töten von Terroristen ist ok", "Töten von Sexualstraftätern ist i.O.", "Selbstjustiz ist zu bevorzugen", "Raser direkt in den Knast, für immer!" usw. usf….
    Es ist schon erstaunlich das im Internet das Bedürftnis offenbar groß ist seine geistigen Minderleistungen offen zu Schau zu stellen…

    Wie-der-lich…

  35. slowcar meint: (19.5.2011 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    versteht sich doch von selbst das menschenrechte und gesetze nur für nicht-querulanten gelten

  36. Christoph meint: (19.5.2011 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    Interessant zu wissen bei dieser Gelegenheiz ist, dass es sich beim Knast Holstenglacis um das UNTERSUCHUNGSGEFÄNGNIS handelt. Üblicherweise sitzen hier also auch Newbies ein, die, da noch nicht verurteilt, als unschuldig anzusehen sind. Diese haben die gleichen Wärter und genießen die gleiche Behandlung wie diesem Herrn.

    Jeder Knast ist Urlaub im Vergleich zu einem UG.

  37. anonym meint: (19.5.2011 um 13:29) AntwortenReply to this comment

    Möchte wissen, welches "Kapital" er herauszuschlagen vorhatte. Kann man dieses "Kapital" irgendwie benennen? Wer hier von derartigen Dingen erzählt, hat wohl das Ganze nicht so recht verstanden.

    Ob Herr Schälike ein Querulant ist, steht doch wohl dahin. Ich halte ihn jedenfalls nicht dafür. Aber die Idee mit dem Querulanten ist natürlich simpel für einige hier, denn schon ist dieser so Bezeichnete automatisch an allen Mißständen selbst schuld!

    Es würde mich mal spaßeshalber interessieren, wie es all denen, die keine "Querulanten" sein mögen, bei ihrer Kurzvisite im Gefängnis erginge, all den "Anpassern", die erwarten, daß sie aufgrund ihres Verhaltens Vorteile haben oder wenigstens keine Nachteile erleiden und die dann doch bitter enttäuscht werden würden. Sich anzupassen kann oft sehr, sehr dumm sein.

  38. Th. Koch meint: (19.5.2011 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    Es mag sein (und spricht einiges dafür), dass Herr Sch. ein "Querulant" ist. Das ändert nichts daran, dass von staatlichen Bediensteten – zumal in einer JVA – professionelles Verhalten erwartet werden muss. Das Vorenthalten von Nahrung, Beleidigungen, die Verweigerung der Annahme von Beschwerden etc. sind daher ein Verhalten, mit denen die betreffenden Amtswalter sich für eine Tätigkeit in ihrer Funktion disqualifiziert haben. Es dürfte sich empfehlen, die Dienstaufsicht einzuschalten….

  39. Benedikt Huggins meint: (19.5.2011 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Das Ganze hat recht wenig mit der Menschenwürde des Herrn Schälike zu tun. Es geht darum, dass ein Rechtsstaat auch mit schwierigen Individuen gerecht umgehen muss. Allerdings kann ich bis auf die persönlichen Entgleisungen der Beamten, kein krasses Fehlverhalten erkennen.
    Was hier fehlt ist – gegenseitige – Toleranz.
    Aber das ist ein gesellschaftliches Problem , kein rechtliches…

  40. JSG meint: (19.5.2011 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    @8: Mich soll man ruhig so "schlimm" behandeln – wenn ich denn etwas getan habe, um ins Gefängnis zu kommen.

    Ich habe keinerlei Verständnis für alles, das im Gefängnis über Essen und Bett und angemessenes Verhalten hinausgeht. Und auch nicht mehr, wenn der Häftling querulieren müssen zu meint.

    ACHTUNG: Bloße Anträge sind das noch nicht – wohl aber Provokation, Sturheit und Nervensäge.

    Gefängnisse sind nicht da, um ein Leben nach freiem gusto zu führen. Stifte und Papier: ja – aber ob ein paar Stunden früher oder später: nein. Essen: ja klar! – aber wer da mit Sonderwünschen kommt, für den bleibt die Wahl alles oder nichts. Sonst kommt demnächst jemand, der nur Kaviar akzeptieren mag, und sonst beschwert er sich dass man ihn verhungern ließe, oder wie?

    KRANKE Leute gibt es. So jemand wie der, die aus purem Spaß an der Freud teuer ins Gefängnis geben (weit über 100 Euro Kosten am Tag!) und querulieren, gehören hinter Gitter in eine Geschlossene. Zwar darf der Staat nicht Menschen zu "bloßen Objekten staatlichen Handelns" machen, aber auch nicht Private den Staat sich selbst zu Willen. Ansonsten funktioniert das Ding mit der Volkssouveränität, die Demokratie, nicht – ganz einfach. Und wie es dem Herrn Spaßgefangenen dann ergangen wäre, muss ich wohl nicht beschreiben.

  41. Rolf Schälike meint: (19.5.2011 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht ist es nützlich nicht zu vergessen, weshalb ich die 5 Tagen antreten musste.

    Gut nachzulesen in http://bit.ly/kZAPRp

  42. Gruebelmonsta meint: (19.5.2011 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    @JSG: Hahahaha…Ihr Kommentar ist zu lustig! Nur nebenbei: Zu den Pflichten eines Gefängniswärters gehört es nicht, Gefangene schlimm zu behandeln. Den Staat sich selbst zu Willen… :-D

  43. user124 meint: (19.5.2011 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    @Rolf Schälike:

    mit LÖandgerichtsverfahren, die kein Wortprotokoll haben. Mit den Richtern, die auf fucking Lebenszeit eingesetzt werden, aber mit jedem Urteil behaupten, es wäre „im Namen des Volkes“.

    ha! aus der fucking seele gesprochen :)

  44. eine_leserin meint: (19.5.2011 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    ich bin seit längerem auf solche auswüchse vorbereitet. dennoch läßt mich dies geschockt zurück. mein beileid, und – kopf hoch!

  45. Neo Bechstein meint: (19.5.2011 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    Göttingen 2009:

    Hast Du nicht aufgegessen, gabs kein essen mehr.
    schlafen tagsüber verboten, betten durften zwischen 7 und 21 nicht betreten werden.
    zu unrecht wurde ich Freitag in Haft genommen, am Montag kam ich erst wieder frei, da der Gefängnisleiter am WE nicht arbeitet.
    Beleidigungen sind Standard. Noch viel schlimmere.
    Verhöhnungen sind noch das harmloseste…
    Einen Arzt bekam ich in den 3 1/2 Tagen nicht zu Gesicht.

    Ist also standard… nichts besonderes….

  46. Gipsnacken meint: (19.5.2011 um 14:33) AntwortenReply to this comment

    @Benedikt Huggins: Persönliche Entgleisungen haben Mitarbeiter im Job gefälligst zu unterlassen. Oder was glauben sie was mit ner Verkäuferin passiert wenn sich ein Kunde stundenlang über irgendwas bei ihr beschwert und die Verkäufern sagt "Sie sind Scheiße." Unprofessionelle Vollspacken die im zivilen Leben nix auf die Reihe kriegen würden. Und "schwierigen" Individuen kann der Rechtsstaat nicht einfach das Essen entziehen wenn er noch Rechtsstaat genannt werden will.

    Riesenrespekt Herr Schälike das Sie sich nicht brechen lassen.

  47. Jahnitu meint: (19.5.2011 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    Man kann vom Verhalten des Häftlings halten, was man will, ihn meinetwegen als Querulanten ansehen. Doch JVA-Bedienstete müssen mit Häftlingen, die sich Regeln nicht beugen wollen, ja wohl klar kommen – das muss man von ihnen erwarten können, schließlich ist das der Grund, warum die Häftlinge dort sind.

    Es ist nicht hinnehmbar, dass man die Einhaltung von Regeln fordert, die der Häftling "nicht kennen kann", und dass Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Rechten willkürlich vorenthalten werden. Erst recht nicht, wenn sich die JVA-Bediensteten selbst nicht an die Regeln halten.

    Wer dies hier rechtfertigt, sollte folgerichtig fordern, dass die "Rechtfertigungen" für solche Triezerei in die Hausordnung der Haftanstalt aufgenommen werden, denn dann kann man sie angreifen. Rechtfertigungen, die das Licht des Tages scheuen müssen, sind nur hohle Ausreden, wie sie Rechtsbrecher gern vorbringen, wenn sie ertappt wurden.

    Und was das "krasse Fehlverhalten" abseits persönlicher Entgleisungen angeht:

    Die Hausordnung nicht auszugeben, aber ihre Einhaltung zu fordern, die Annahme von Anträgen zu verweigern, die Zahnhygiene unmöglich zu machen – das ist Fehlverhalten, von dem nicht nur Einzelpersonen gewusst haben müssen.

    Ich möchte mit meinen Steuern keine Wärter finanzieren, die nur deshalb nicht selbst im Knast sitzen, weil die anderen Wärter sie nicht verpfeifen. Wegen der geschilderten Verfehlungen kann man schonmal fünf Tage oder mehr einsitzen.

  48. Olli meint: (19.5.2011 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    @Tim:

    Doch genau weil er sich nicht angepasst hat bietet das ganze einen realistischen Blick.
    Wer wirklich immer vor den Wärtern buckelt hat doch eher selten Probleme interessant wird es erst wenn man "unbequem" wird und sie es nur das man seine Rechte kennt bzw die Grenzen auslotet.

  49. billytheboy meint: (19.5.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    Schälike hätte in Hausordnung und Anträgen doch nur Fehler gefunden und die Formulare hätten verändert werden müssen.

  50. Mike meint: (19.5.2011 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    Ich habe einmal einen Häftling besucht.

    Es ist erschreckend wie abwertend Schließer mit Besuchern umgingen.

    Die Erfahrung war eine der traumtischsten die ich je machte.

    Es wundert mich nicht, dass auch die eigentlichen Häftlinge regelmässig über unkorrektes Verhalten berichten.

    Offensichtlich existiert hier eine Parallelgesellschaft die sich die meisten Bürger noch nicht einmal vorstellen können.

    Das Ganze erinnert an die Zustände Anfang des 20. Jahrhunderts und ist eine Schande für den Rechtsstaat.

  51. Thomas meint: (19.5.2011 um 15:07) AntwortenReply to this comment

    Der erste, der erfolgreich eine Key-Cam (http://www.chucklohr.com/808/) einschmuggelt und Aufnahmen der "Sie sind Scheiße"-Beamten(Text editiert. U.V.) an die Presse weitergibt, hat gewonnen.

  52. Alphan meint: (19.5.2011 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    @Olli:

    was denn Olli. Gibt es diesmal kein Beileid geschweige Mitleid?

  53. Olli meint: (19.5.2011 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    @Alphan:

    Nur weil ich dir einmal mein Beileid ausgsprochen habe muss das nicht immer gelten.

    Wenn du überhaupt Alphan bist.

  54. Sigi meint: (19.5.2011 um 15:39) AntwortenReply to this comment

    Wenn wir Menschen wegsperren, weil sie sich nicht an die Regeln halten wollen/koennen, die unsere Gesellschaft aufstellt, sollte man sie trotzdem behandeln wie jeder andere Mensch auch.

    Es reicht ja wohl, dass man sich die Freiheit herausnimmt und die Person so aus der Gesellschaft entfernt, dass es fuer uns allen am bequemsten ist.

    Nicht dass man mich falsch versteht: Ich bevorzuge es, wenn die Menschen weggesperrt sind, halte sie aber nicht fuer 'schuldig'. Es hat entweder einen biologischen oder gesellschaftlichen Hintergrund wenn jemand jemand anderen weh tut oder klaut oder einfache Dinge nicht versteht und dann Unfug anstellt.

  55. Alphan meint: (19.5.2011 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    @Olli:

    Aye! Ich bin es!

    Dass Du überhaupt daran zweifelst, zeigt mir wie sehr Du der Gesellschaft vertraust.

  56. Silvio meint: (19.5.2011 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Ooooch – das "arme Staasiopfer" *Büchse Mitleid aufmach*
    Die Nummer zieht doch immer wieder, glaubt zumindest der Schälike. Ganz gut, wenn ihm mal die Grenzen gezeigt werden.

  57. Me meint: (19.5.2011 um 16:04) AntwortenReply to this comment

    Aus dem Bericht konstatiere ich: Lieber nicht in Holstenglacis einfahren.

  58. Hans meint: (19.5.2011 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    Gelinde gesagt, ich bin erschüttert.

    Aber viele Rechtschreibfehler gehören heutzutage ja zum guten Ton.

  59. Olli meint: (19.5.2011 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    @Alphan:

    Nö das zeigt nur wie sehr ich der Kommentarfunktion vertraue. Hier kann ja schließlich jeder posten.

  60. marcus05 meint: (19.5.2011 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    @R.A.:

    Ich kann mir durchaus vorstellen dass der durchschnittliche JVA Angestellte allein schon dadurch auf die Palme gebracht wird, dass jemand in klaren, verständlichen, deutschen Sätzen seine Rechte durchsetzen möchte.

    Allein schon weil das vermutlich kaum vorkommt und daher ungewohnt ist.

  61. reko meint: (19.5.2011 um 16:21) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht wäre es auf kurze sicht effizienter, sich ab und an konzilianter zu zeigen.
    Aber Herr Schälicke pocht auf seine rechte, und das steht ihm zu.
    Ich halte ihn für absolut glaubwürdig.

  62. anonym meint: (19.5.2011 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    @ marcus05
    Da haben Sie einen speziellen Aspekt aufgegriffen: Ja, das ist sehr gut vorstellbar. Sehr, sehr gut sogar.

  63. Alphan meint: (19.5.2011 um 16:28) AntwortenReply to this comment

    @Olli:

    Ach echt?

    Dann zeig mir einen einzigen feigen Arier, der es wagen würde sich meinen Nick anzueignen.

    Wer zwei WKs verloren und sich jahrzehntelang hat unterdrücken lassen, wird es weiterhin erdulden!

    Aber ein Wolf nicht. Schon garnicht ein Grauer!

    Nenn mich Alphan… nenn mich Isengrin… Nenn mich Etzel

    Aber zweifel´ niemals an mir und an der FREIHEIT!

  64. Fincut meint: (19.5.2011 um 16:39) AntwortenReply to this comment

    Rolf Schälike sollte man einsperren und den Schlüsssel verlieren. Was für ein unerträglicher Nervtöter!

  65. Olli meint: (19.5.2011 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    @Fincut: Wenn genervt fühlen ein Grund wäre nun dann wären die Kommentarsektionen recht leer.

  66. hiro meint: (19.5.2011 um 17:21) AntwortenReply to this comment

    Irgendwie fällt auf, daß fast alle Begegnungen neutral bis freundlich beginnen und dann "eskalieren". Damit fällt diese Beschreibung bei mir einfach durch. Interessant wären die Erfahrungen von jemandem gewesen, der sich nicht so bereitwillig in die Querulantenrolle abschieben läßt.

    Es hat sicher seinen Grund, daß Gefängnisse irgendwie unbeliebt sind. Ich für meinen Teil würde einen Aufenthalt dort nicht als "Kunst- und Protestaktion" schönreden, sondern ihn schlicht vermeiden wollen.

  67. Hans meint: (19.5.2011 um 17:26) AntwortenReply to this comment

    @Fincut: Da packen wir Sie dann gleich dazu.

  68. Alphan meint: (19.5.2011 um 17:32) AntwortenReply to this comment

    @Alphan

    1. ich

    2. ich nenn dich Troll…

  69. irreversible meint: (19.5.2011 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    Was für eine peinliche Selbstinszenierung als Justizopfer.

    Sorry, aber mein Mitgefühl hebe ich mir für Leute auf, die wirklich unter der Willkür von Staatsdienern (ob Polizisten oder Knastschließer)leiden müssen und nicht für solche geltungssüchtigen Selbstdarsteller.

  70. anonym meint: (19.5.2011 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Ich frage mich wirklich manchmal, was für ein Menschenbild Leute haben, die andere, einfach so, als Querulanten einstufen, aber es völlig in Ordnung finden, daß Landesbedienstete (vermutlich Beamte) andere Leute, einfach so, in unflätiger Weise beleidigen, und das auch noch im Dienst. Eine solche Position einzunehmen, das ist doch nicht mehr einfach nur ein unbedeutender Lapsus, sondern scheint schon hirnorganische Ursachen zu haben. Oder eine bereits in der Jugend ausgeprägte charakterlich-moralische Anomalie. Tut mir leid, einen anderen Schluß zu ziehen, fällt mir hier schwer.

  71. Leser meint: (19.5.2011 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    Wollten Sie ins Hotel, oder ins Gefängnis?

  72. stimmviech meint: (19.5.2011 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    Ja, Schälike ist ein Querulant. Und ja, selbst mir, der ich ja auch Hobbyquerulant bin, geht er manchmal auf die Nerven.
    Und ja: eine Gesellschaft braucht solche Querulanten, damit die Einschränkung der Freiheit für jeden sichbar wird. Sein Verhalten im Knast und dieser Knastreport sind genial, denn ihm gelingt es in 5 Tagen herauszuarbeiten, daß man sich noch nicht mal im engeren Sinn seitens der Knastbediensteten an die Regeln hält, geschweige denn irgendwas von der Resozialisierungsphilosophie verstanden hätte, um die es dem Gesetzgeber eigentlich geht. Fazit: lieber 10 Schälikes aushalten und damit eine weitere Freiheitsrechtsbeschränkung in unserer Gesellschaft vermeiden als umgekehrt.

  73. Wunderbar meint: (19.5.2011 um 19:02) AntwortenReply to this comment

    Wunderbar finde ich, dass hier offenbar pauschal als festgestellt gilt, dass alles, was er schreibt, genau so passiert ist. Der Rechtsstaat existiert im Knast nicht. Wieso? Hab ich im Lawblog so gelesen, muss also stimmen.

  74. Smockil meint: (19.5.2011 um 19:05) AntwortenReply to this comment

    @marcus05:

    Ne das haben die in den Block mit den Pädophilen schon ausreichend ;)

  75. anonym meint: (19.5.2011 um 19:18) AntwortenReply to this comment

    @ Wunderbar
    Seit zehn Jahren finde ich es dagegen wunderbar, nein, eigentlich müßte es hochgradig seltsam heißen, daß sich Otto Normalverbraucher im Besitz der Wahrheit wähnt, wenn er lauthals im Ton der Überzeugung verkündet, Bin Laden ist bzw. war ein schlimmer Terrorist und namentlich bekannte Araber hätten die Anschläge von 2001 verübt. Da sieht man halt die Macht des Glaubens! Das Fazit für Otto Normalverbraucher könnte auch lauten: Denken schadet nur.

  76. james meint: (19.5.2011 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    "Kontrolle" über das Essen, sowas bescheuertes habe ich selten gehört, wer im Knast meint Kontrolle haben zu müssen darf sich nicht wundern.

  77. Alfred meint: (19.5.2011 um 20:00) AntwortenReply to this comment

    Das ist wohl nach dem Motto: "Gib dem Affen Zucker"

    Der Erfahrungsbericht, der sicherlich schon im Vorfeld geplant war, musste ja den Erwartungen der Leser entsprechen. Ein völlig belangloser Tagesablauf der sich 5 mal wiederholt, wäre ja auch langweilig. Aber die Story. "schlimmer als im Stasi-Kanst, da gab es wenigstens Brot" lässt sich halt viel besser verkaufen.
    Hierzu passen dann auch die ganzen Provokationen bezüglich Essensausgabe und dem Deckel/Decke-Missverständnis. In welcher Sprache/Dialekt verwendet man eigentlich für eine Unterlagenmappe das Wort "Deckel".

    Und ob die Beleidigungen wirklich so geäußert wurden oder nicht dem Erwartungswert der gewünschten Erregung- und Empörungs-Leserschaft angepasst wurden sei mal dahingestellt. Besonders glaubhaft ist der Bericht für mich nicht.

  78. Hatem meint: (19.5.2011 um 20:01) AntwortenReply to this comment

    Wir kennen die Geschehnisse nur aus der Sicht von Herrn Schälike.

    Das kann sich alles
    a) genau so,
    b) etwas anders,
    c) ganz anders
    abgespielt haben.

  79. Dieter meint: (19.5.2011 um 20:23) AntwortenReply to this comment

    Hm… der Bericht über den neuerlichen Aufenthalt im Untersuchungsgefängnis Holstenglacis erschreckt mich. Was ist in den letzten Jahren passiert, daß Herr Schälike, der statt ein Ordnungsgeld zu zahlen die Ordnungshaft antrat, solche Erlebnisse schildert? Selbst wenn der Bericht durch eine starke subjektive Färbung in einigen Punkten den Anschein der Übertreibung weckt, so ist er im Vergleich des Berichts des ersten Aufenthaltes in dieser Untersuchungshaftanstalt, der sicher auch subjektiv gefärbt ist, wesentlich negativer. Sollten sich die Zustände wirklich so stark in Richtung Menschenverachtung entwickelt haben? Wenn ja, dann kann ich das auch und gerade im Umgang mit Häftlingen nur als unwürdig bezeichnen.
    Wen es interessiert, hier der Link zum Bericht aus dem Jahre 2005:
    http://www.eurodiva.de/rschaelike/6_tage_holstenglacis.htm

  80. Gully meint: (19.5.2011 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    …also, stellen wir fest, dass es anscheinend als Begründung für üble Schikanen reicht, wenn jemand "dreist" oder "nervig" ist. Weil es ja auch so ein unglaublich gemeines übles Verbrechen ist, "nervig" zu sein. Mal von dem Selbstjustizvorwurf ganz abgesehen.

    So Sprüche wie "einsperren + Schlüssen wegwerfen, immerhin war er ja eine Nervensäge" sind natürlich der Brüller. Was wollt ihr dann erst mit Leuten machen, die wirklich Schaden anrichten?

  81. prior meint: (19.5.2011 um 20:40) AntwortenReply to this comment

    komplette essensverweigerung von seiten der haftbeamten sind keine stasi-methoden, sondern KZ-methoden.

  82. KaiBerlin meint: (19.5.2011 um 20:44) AntwortenReply to this comment

    Im Jahre 2005 war Herr Schälike ja bereits einmal im Hotel Holstenglacis zu Gast. Der damalige Bericht läßt die dortige Unterbringung in einem etwas besserem Licht erscheinen.
    http://www.eurodiva.de/rschaelike/6_tage_holstenglacis.htm

  83. Imploi meint: (19.5.2011 um 20:50) AntwortenReply to this comment

    Das schockierende sind nicht die Menschen, die ihre Kraft verloren haben und sich daher, z.B. in den Gefängnissen, an das BRD-Diktatur System angepaßt haben, um zumindest dem körperlichen Terror zu entgehen.

    Das schockierende sind nicht die Freiheitskämpfer und Menschen, die unter höchstem Einsatz von obrigkeitshörigen Mitläufern als "Querulanten" bezeichnet werden.

    Das schockierende sind nicht die Täter wie Richter, Anwälte, Staatsanwälte, Regierungsbeamte, Polizisten und Konzernbosse, die unbewußt diese Sklavenmatrix unterstützen, weil sie selbst die Freiheit und Gleichheit ihrer Seele nie erfahren haben und damit unbewußt selbst Opfer sind. Glücklicherweise gibt es auch unter diesem Personenkreis einige wenige, die sich nicht mehr mißbrauchen lassen.

    Wirklich schockierend und an Dummheit nicht zu überbieten, sind jedoch die Menschen, die in vollem Bewußtsein dessen was z.Z. in Deutschland geschieht, Verachtung, Spott, Schadenfreude, Verhöhnung für die Menschen empfinden und auch hier ausdrücken, die sich unter großem eigenem Einsatz als Nadelstiche für die Sklavenmatrix erweisen und die Abgründe für alle sichtbar aufzeigen. Es ist erchütternd und zeigt den vollkommenen Verfall von Werten, wenn gerade in einem Rechtsforum 80% der Kommentare sich herablassend über diesen sogenannten "Querulanten" auslassen. Menschenwürde, kennt das jemand noch oder wurde das aus Eurem Wortschatz entfernt? Darf es wieder ein klein wenig Foltern sein? Darfs wieder ein klein wenig Töten ohne Urteil sein, siehe Merkel und Co.? In einem Rechtsforum welches hauptsächlich von Anwälten besucht wird, also Menchen die eigentlich anderen zu ihrem Recht verhelfen sollten, wird mir hier offen gezeigt, dass jederzeit eine Nazidiktatur wieder entstehen könnte, da solche Dikaturen gerade durch diese 20 % Mitläufer genährt werden.

    Ja, ich wünsche mir mehr solcher "Querulanten", ich wünsche mir Millionen solcher "Querulanten", die zwar ihren Körper dabei schädigen mögen aber ihre Seele nicht verleugnen. Dann würde dieses ganze System voller Korruption, Gier und Machtmißbrauch in wenigen Stunden implodieren und die Menschen könnten sich wieder frei, selbstbestimmt und selbstverantwortlich entfalten.

    Vielen Dank Herr Rolf Schälike. Bleiben Sie sich selber treu, denn die Wahrheit findet immer ihren Weg.

  84. FK meint: (19.5.2011 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    Naja, der mann war wirklich scheisse. hat jede möglichkeit genutzt die beamten auf die palme zu treiben mit seinem hochnäsigen gerede und unverständlichen sonderwünschen, wie dem schwachsinn mit der essenschüssel die er nicht wollte und dann meckern dass er nichts zu essen kriegt.
    ich bin froh dass die beamten größtenteils ruhig geblieben sind und ihren job trotzdem anständig durchgezogen haben ohne den mann zu verprügeln oder sowas, denn das wäre zugegebener maßen skandalös.
    So wie es sich jetzt darstellt liesst sich das in meinen augen nach "Du kannst den beamten auf der nase rumspringen wie du willst, ausser ein paar blöden sprüchen ist nichts schlimmeres zu erwarten. und achja, wenne sagst du willst nicht essen, dann gibts kein essen."

  85. rotepille meint: (19.5.2011 um 20:59) AntwortenReply to this comment

    Der Recht(staat) funktioniert auch in der BRD nicht. Kann auch nicht, wegen nicht vorhanden sein. Von Beidem!

    Du bist ein Held Herr Schälike.

  86. nachfrager meint: (19.5.2011 um 21:04) AntwortenReply to this comment

    Und äh, wie siehts jetzt aus mit nem gerichtlichen Nachspiel? Das war doch mindestens teilweise rechtswidrig?

    Abgesehen davon…heutzutage will die zivilgesellschaft sowas halt nicht hören, es geht einem ja selber schlecht genug…

  87. HHmyPearl meint: (19.5.2011 um 21:16) AntwortenReply to this comment

    Ich als Hamburger Jung bin einfach nur traurig. Meine Stadt versagt einmal mehr. In diesem Sinne…

  88. Schwede meint: (19.5.2011 um 21:19) AntwortenReply to this comment

    In schweden bekomt man kleidung gestellt. Auch stift und Papier gibt es umsonst und essen wird immer nach dem ausgang in die Zelle gelegt. Seife, Shampoo und Zahnzeugs gibt es auch für lau. Und mittwochs komt ein wagen vorbei wo man sich mit süsichkeiten eindecken kann.
    Aber das essen wird um 8.00, 12.00 und 15.30 serviert also hat man abends immer hunger.

    Nur so als info. Ich vermute ja das da jemand den angestellten eingebleut hat nicht so nett zu sein. Denn das ist schon extrem dreist. Man sollte den man mit der schieße verklagen.

    In schweden haben die weiblichen angestellten sogar mit einem geflirtet, das war alles sehr entspannt.

  89. lutterworth meint: (19.5.2011 um 21:50) AntwortenReply to this comment

    hallo herr schälike

    gut gemacht! danke für ihen bericht und man sieht wie ihnen hier reihenweise die obrigkeitsanbeter auf den leim kriechen. neues material.

    tschökes

    lutter

  90. Johannes meint: (19.5.2011 um 21:54) AntwortenReply to this comment

    Moment… dass ich auch ja alles richtig verstehe.

    Der Mann war freiwillig im Gefängnis (es war mir bisher nicht klar, dass das geht) und hat sich aber trotzdem mit der Anstaltsleitung auf Regeln verständigt, die nicht für jeden normalen Gefangenen gelten.

    Er wollte im Gefängnis hungern weil..?

    Die Wärter wussten, dass er ein Journalist war und zudem noch freiwillig einsaß und haben ihn dennoch regelwidrig behandelt? So doof kann doch keiner sein.

    Bei der ganzen Geschichte fehlt eindeutig die Perspektive der Wärter. Die geschilderten Vorfälle haben allesamt ein ziemliches Geschmäckle obwohl aus Perspektive des Opfers erzählt.

    Wahrscheinlich hätte ohne Fehlbehandlung niemals jemand von diesem "Kunst"projekt erfahren.

  91. KillarNBathy meint: (19.5.2011 um 21:59) AntwortenReply to this comment

    Auch weil er ein Querulant ist, und unabhägig wieviel Wahrheit in seinem Bericht ist verdient dieser Mann meinen Respeckt! Es hätte einen einfachen Weg gegeben, er ist ihn nicht gegangen.Wenn es so gewesen ist wie er beschreibt ist es nicht mehr oder weniger als ein SKANDAL!

  92. Gebinsel meint: (19.5.2011 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    @irreversible:
    aha. also quasi für jene opfer staatlicher willkür von denen man Nichts mitbekommt. Gute Methode nicht als zuviel Mitleid aufbringen zu müssen, und im Selbstbild immer noch als gerrecht zu erscheinen.

  93. Gebinsel meint: (19.5.2011 um 22:14) AntwortenReply to this comment

    @Johannes: Du gehst nicht 'freiwillig' in den Knast, sondern wenn du eine Geldbuße nicht bezahlen kannst (oder willst) wird eine Ersatzhaft verordnet. Aus diesem Grund sitz beispielsweise auch eine nicht geringe Zahl von Schwarzfahrern ein.

  94. Flachatmer meint: (19.5.2011 um 22:19) AntwortenReply to this comment

    Großartige Kommentare! Dieser und ähnlich gelagerte Artikel sind m.E. die wirkungsvollsten Aggregatoren, um die nur notdürftig von einer Krawatte verdeckte Nähe zum Höhlenbewohner eines guten Teils der "zivilisierten Bevölkerung" herauszuarbeiten. Dank und eine Flasche "Verdienter Wein des Volkes" geht raus an den pösen Widerporst – weitermachen.

  95. Klaus meint: (19.5.2011 um 22:31) AntwortenReply to this comment

    Der Typ ist eindeutig ein unbequemer Querulant.

    Aber das Recht gilt auch für Querulanten. Die _gerichtlichen_ Vereinbarungen zu ignorieren und das sonstige Fehlverhalten des Dienstpersonals unserer Exekutive zeugen davon, dass hier Böcke zu Gärtnern gemacht wurden. Das ist nicht nur in hohem Maße unprofessionell und sogar rechtswidrig, sondern beweist damit auch, dass es den Querulanten tatsächlich braucht!

    Wie sonst sollen solche eingeschliffenen Verhältnisse öffentlich gemacht werden, wenn nicht durch einen "Querulanten" der mutig genug ist, auch mal den Knasttester zu spielen!

  96. Steffen meint: (19.5.2011 um 22:41) AntwortenReply to this comment

    Ich habe beim Lesen des Artikels auf die Entrüstung über entfallene DVD-Abende, fehlenden Conditioner in der Dusche und die Sehnsucht nach dem Stück Schokolade auf dem Kopfkissen gewartet.

    Mal im Ernst: Was dachten sie, was da los ist? In Gefängnissen sitzen mitunter eiskalte Mörder und Bullen von Kerlen ein. Wenn die Justizvollzugsbeamten da mit "bitte" und "würden sie…" kommen würden, wäre da so dermaßen was los, da würde die Villa Kunterbunt vor Neid grün anlaufen!

    Im Gefängnis herrscht ein rauher Umgangston. Fakt. Wer das noch nicht wusste, dem kann keiner mehr helfen.

    Effektgehasche und Stimmungsmache, mehr nicht. Wie ein derberer Spruch gleich zu einem ganzen Absatz aufgeblasen wird, ist an Sensationsgeilheit kaum noch zu überbieten.

    Den Hungerstreik haben die Beamten tatkräftig unterstützt, oder nicht?

    Natürlich ist die korrekte Behandlung hinsichtlich Beschwerde und Schriftkram wichtig. Aber in dem Falle hat man den Herrn halt, wie man so schön sagt, "am langen Arm verhungern lassen".

  97. Soccerwidow meint: (19.5.2011 um 23:05) AntwortenReply to this comment

    "Querulant" kommt 25 mal in den Kommentaren vor; und Querdenker kein einziges mal! Ist Sch. ein Querulant oder ein Querdenker? Ich denke, das letztere – und ich wuerde mir wuenschen, dass wir tausende davon haetten im Lande…

  98. Waldschrat meint: (19.5.2011 um 23:10) AntwortenReply to this comment

    Wie es in den Wald…
    Das ist nun mal das Leid des Künstlers, er wird einfach nicht verstanden, nicht mal von einem Bulligen im Knast, die haben offenbat dort besseres zu tun als einen Künstler zu bewundern.

  99. OG meint: (19.5.2011 um 23:18) AntwortenReply to this comment

    @Steffen:

    Im Gefängnis herrscht ein rauher Umgangston. Fakt. Wer das noch nicht wusste, dem kann keiner mehr helfen.

    Sie haben wohl die Pointe des Erfahrungsberichts übersehen: Die gegenwärtigen Zustände in einer Hamburger Haftanstalt sind schlimmer als in einem Stasi-Knast (den der Autor seinerzeit auch "inspizieren" durfte).

    Auch wenn man den Querulanten-Faktor herausrechnet, der in Schälikes Verhalten liegen mag, glaube ich, daß Sie zu weit gehen, wenn Sie ein "Abstandsgebot" zwischen Haftanstalt und Villa Kunterbunt einfordern, das selbst in der DDR nicht eingehalten wurde. Übrigens auch nicht in (regulären) Polizeigefängnissen des nationalsozialistischen Deutschlands der 40er Jahre (siehe Klemperers Tagebücher).

  100. Wonne meint: (19.5.2011 um 23:25) AntwortenReply to this comment

    … Er war also im Hungerstreik und beschwert sich, dass er nichts zu essen bekam?

    Tut mir leid, was dieser halbe Hungerstreik bringen sollte, erschließt sich mir nicht. Und "freiwillig" im Gefängnis ist wohl auch etwas übertrieben. Schließlich gab es einen Grund, dass er dort für 5 Tage einsaß.

  101. GO meint: (19.5.2011 um 23:30) AntwortenReply to this comment

    @OG:

    Der "Berichtende" ist leider ein schlechtes Vergleichsinstrument, weil er a) sich selbst in den letzten Jahrzehnten verändert hat und b) die Prämissen anders sind. Nun tritt er als Künstler auf, der hungern will. Hungert er dann, ist das Misshandlung. Bei der Stasi gab's immerhin Brot. Und im Gulag gab's immerhin einmal die Woche Suppe. Sogar im KZ gab's ab und an Nahrung. Also: alles besser als Knast in Hamburg 2011. Nur: er hätte nicht hungern müssen, Performance-Kunst taugt nicht zum investigativen Journalismus.

  102. Brian Griffin meint: (19.5.2011 um 23:49) AntwortenReply to this comment

    @Wonne/#100: Von einem Hungerstreik ist in seinem Bericht nichts zu lesen, nur von Hungern. Der intendierte Effekt dürfte freilich derselbe gewesen sein.

    Warum es sinnvoll ist, auch in einem "Hungerstreik" etwas zu essen, wird in Kommentar #17 erklärt. Die minimale Nahrungszufuhr sorgt dafür, dass der Körper weniger stark belastet wird (Ist dann mehr so ein symbolischer Hungerstreik ,).

    Das mag man angesichts der Ankündigung eines Hungerstreiks, also der Ankündigung einer gezielten Selbstschädigung, und der expliziten Darstellung des Arztbesuchs inkl. Bluthochdruck usw. merkwürdig finden, aber darum geht es einem Selbstdar^^H^H Justizperformancekünstler wie Schälike ja nicht. Zudem würde ein vollkommender Verzicht auf Nahrung den Willen zum Widerst^H^H Ausübung der Performance brechen. Das kann ja auch niemand wollen.

    @GO: Schälikes Eskapaden haben mit Kunst ebenso wenig zu tun, wie mit Journalismus. Traurig genug, dass Herr Vetter ihm ein Forum bietet.

  103. foo meint: (19.5.2011 um 23:51) AntwortenReply to this comment

    @Imploi, nun bleiben wir mal auf dem Teppich! Wie sich das für mich liest hat sich hier keiner der Akteure, inkl. Schälike, mit Ruhm bekleckert. Ein Mensch wird jeden Tag dummdreist vollgelabert und schaltet irgendwann auf Durchzug. Welch Überraschung! Nicht schön, aber sicher zumindest verständlich, dass der Wärter nicht täglich mit einem Lächeln gefragt hat „Darfs sonst noch was sein, Herr Schälike?“ Die Menschenwürde gilt übrigens auch für das Personal der VA. Jeder hat das Recht, nicht drangsaliert oder doof angemacht zu werden – frei übersetzt. „Sklavenmatrix“ – ich bitte Sie!

  104. Zwerg meint: (20.5.2011 um 00:19) AntwortenReply to this comment

    Kann man glauben oder es bleiben lassen. Jedenfalls gillt für die "beschuldigten" Mitarbeiter der JVA die Unschuldsvermutung, so dass doch wohl davon auszugehen ist, dass die nichts falsch gemacht haben. Oder gilt dieser Grundsatz für Bedienstete des Staates nicht?

  105. Stefan Maier meint: (20.5.2011 um 01:20) AntwortenReply to this comment

    Ich finde auch das die kritische Betrachtung der Vollzuges hier ein wenig misslungen ist. Was soll das? Aufrüttlen der Massen, das im Rechtssystem etwas schiefhängt. Na Fein, es hängt ein wenig schief: Der Knast ist kein Hort der Menschenwürde.

    Muss er das sein? Nein. Der Autor hat sich aus freien Stücken hineinbegeben. Dumm genug. Seine Erfahrung dann abzugleichen mit einem idealen Rechtssystem das hier noch viel mehr funktioniert als im Rest der Welt ist spannend aber nicht überraschend.

    Wenn alle Insansen nur wegen eines Kunstprojektes einsäßen dann wäre die Stimmung auch anders. Das sind aber meist Meschen mit Würde aber oft aber einem Fehler im zwischenmenschlichem Bereich. Daher verstehe ich diejenigen die das ausbaden müssen, auch gut wenn Sie Ihren 5 Sterne Service einstellen.

  106. Martin meint: (20.5.2011 um 02:13) AntwortenReply to this comment

    Der Knast ist kein Hort der Menschenwürde.

    Muss er das sein? Nein.

    Doch, unbedingt, auch in deutschen Gefängnissen gilt Art.1 GG.

  107. ozu meint: (20.5.2011 um 03:56) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte solches Verhalten auch nicht finanzieren und bitte um Abstellung solcher Zustände.

  108. dfsdf meint: (20.5.2011 um 04:37) AntwortenReply to this comment

    @Stefan Meier:
    Auch und gerade im Knast müssen die Menschenwürde und die Menschenrechte eingehalten werden. Die Leute dort können bzw. dürfen ja kaum selbst über diese Rechte bestimmen. Wir haben ja (angeblich) eine Resozialisierungs- und keine Rachejustiz.
    Und in den Knast kommen ja nun mal nicht nur Mörder. Da brauchst du nur mal zu sagen "Firma XYZ ist scheiße", dann wirst du verklagt und wenn du nicht zahlen kannst – Knast (Ersatzhaft oder so).

    Schöne neue Welt.

  109. Lars v. Trier meint: (20.5.2011 um 05:03) AntwortenReply to this comment

    Bei Adolf hätt's sowas nicht gegeben.

  110. rod flemming meint: (20.5.2011 um 06:28) AntwortenReply to this comment

    ich zitiere hier noch einmal "imploi":
    "Wirklich schockierend und an Dummheit nicht zu überbieten, sind jedoch die Menschen, die in vollem Bewußtsein dessen was z.Z. in Deutschland geschieht, Verachtung, Spott, Schadenfreude, Verhöhnung für die Menschen empfinden und auch hier ausdrücken, die sich unter großem eigenem Einsatz als Nadelstiche für die Sklavenmatrix erweisen und die Abgründe für alle sichtbar aufzeigen. Es ist erschütternd und zeigt den vollkommenen Verfall von Werten, wenn gerade in einem Rechtsforum 80% der Kommentare sich herablassend über diesen sogenannten "Querulanten" auslassen."

    Denn er fand die richtigen Worte für das was hier abgeht. Lieber Herr Schälicke, weiter so! Sie sind ein Held! Wer sonst verteidigt denn in diesem Saustall von abgehobenen lobbykratischen Sesselklebern noch die Presse-und Meinungsfreiheit???? Unsere Verfassungsrichter??? Reporter ohne Grenzen? die können nicht mal richtig zählen….Deutschland gehört auf Platz 150 der Liste!

    Und an alle Forentrolle: "geht lieber twittern und “like“ buttons in facepoop klicken"

  111. rod flemming meint: (20.5.2011 um 06:41) AntwortenReply to this comment

    Hier für alle die nicht wissen um was es geht:
    http://www.heise.de/tp/artikel/25/25721/1.html

  112. Rolf Schälike meint: (20.5.2011 um 08:17) AntwortenReply to this comment

    Luxusprobleme erkannt

    Sieben Wochen ohne Ausreden! Das hatte sich Claudia Dreyer für die Fastenzeit als Ziel gesetzt. Bis das Unglück von Japan passierte. Bis es infolge des Erdbebens zu der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima kam und sie das Gefühl hatte, dass sie mehr tun muss.

    "Angesichts dieser Tragödie hat es mir nicht gereicht, nur auf Ausreden gegenüber Freunden und Fremden zu verzichten", sagt Claudia Dreyer, 58, Mitglied im Kirchenvorstand Eimsbüttel. "Ich wollte auch mir selbst gegenüber auf Ausreden verzichten – und ehrlich sein." Ehrlich sein und sich eingestehen, dass wir alle eine Mitverantwortung tragen und dass jeder einen Teil zur Energiewende beitragen kann. Indem er weniger Strom verbraucht – und seinen Konsum einschränkt. "Denn jeder Konsumartikel verschwendet bei Herstellung und Transport Energie", so Claudia Dreyer.

    Die Leiterin der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis hat in den vergangenen sieben Wochen "Energie-Fasten" gemacht. Sie hat ihre Heizung runtergedreht, das Licht öfter ausgeschaltet und auf jede Neuanschaffung verzichtet. Egal ob Pullover oder Schuhe. "Das fiel mir schwerer, als ich dachte", gesteht Claudia Dreyer. In diesen Momenten hat sich die Hobbyclownin ihre Clownsnase aufgesetzt und sich klargemacht, was für Luxusprobleme das sind. Trotzdem: Auf neue Klamotten wird sie nicht ewig verzichten können – auf Ausreden und einen Teil ihres Stromverbrauchs aber schon. Das hat sie sich fest vorgenommen. Da gilt auch keine Ausrede.(mio)

    Quelle: Hamburger Abendblatt http://bit.ly/mEGexG

  113. schredder66 meint: (20.5.2011 um 09:22) AntwortenReply to this comment

    Es mag sein, dass Herr Schälike nicht so behandelt wurde, wie er es sich gewünscht hat. Es ist richtig, dass auch Häftlinge Rechte haben.

    Aber ich muss einen heftigen Würgereiz unterdrücken, wenn ich die penetranten Rufe der Rechteverteidiger lese und höre! Es ist und muss unser tägliches Bestreben sein, unsere Rechte zu schützen. Fakt.

    Nur sollten die Nach-dem-Rachtstaat-Rufer höllisch darauf aufpassen, dass sie sich beim Steinewerfen ausserhalb des Glashauses befinden. Ansonsten könnte das böse ins Auge gehen.

    Oder anders ausgedrückt: Als wenn alle Gerechtigkeitsrufer im wahren Leben so leben und handeln wie sie hier lauthals kund tun. Im Leben nicht!

  114. Wonne meint: (20.5.2011 um 09:30) AntwortenReply to this comment

    Ist es eigentlich üblich, vor Haftantritt Konditionen über die Haftbedingungen auszuhandeln?

  115. Lars meint: (20.5.2011 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Essensverweigerung wird als Essensentzug deklariert, weil man das Essen nicht nach den Wünschen des Gefangenen organisiert. Lachhaft. Geschrieben ist es, als hätte er gar nicht die Chance bekommen, was zu essen über die drei Tage am Wochenende.

    Früher dachte ich ja noch, dass der Kerl "nur" ein Querulant ist, der dabei unangenehme Wahrheiten aufdeckt. Jetzt sehe ich ihn eher als Fanatiker, der sich seine eigenen Wahrheiten konstruiert.

    Ob er sich im Stasi-Knast auch so verhalten hat, dass er da den objektiven Vergleich ziehen kann? Ich wage es zu bezweifeln. Genial ist ja: Selbst wenn es im Stasi-Knast nur Wasser und Brot gegeben hat, hat er noch Recht mit der Aussage, dass es im Stasi-Knast wenigstens immer Brot gegeben hat – und schon kann er daraus schlussfolgern, dass der Stasi-Knast folglich besser war. Man muss nur manche Wahrheiten verschweigen und durch Meinungen füllen. Und ich bin mir sicher, dass hier so manche Wahrheit verschwiegen wurde…vielleicht z.B. die Hausordnung, die unter die Decke(l) gerutscht ist oder wie das Wortgefecht genau eskalierte, bis der Wärter dann sagte, "Sie sind scheisse." (vielleicht hat er sich da aber auch nur mal wieder verhört…wer weiss das schon…)

  116. CyberKater meint: (20.5.2011 um 10:11) AntwortenReply to this comment

    In diesem Fall haben sich wohl beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn ich bereits mit der Absicht auf Konfrontation in eine solche Situation hineingehe, kann ich von der Gegenseite nicht erwarten, dass mir alle Wünsche sofort und ohne Murren erfüllt werden. Dass Herr Schälike die Gefängnisküche wohl mit einem Zimmerservice verwechselt ist wohl ein Problem seinerseits und hat wenig mit dem Willen der Haftanstalt zu tun. In allen Institutionen, die über eine Großküche bekocht werden ist es zuweilen schwierig auf die Wüsche aller Individuen einzugehen. Das sollte auch Herrn Schälike klar sein.

    Dass notwendige Unterlagen für die Häftlinge wie die Hausordnung oder Beschwerdebögen nicht vorhanden sind, ist klar ein Fehler der Haftanstalt. Allerdings lassen sich solche Mängel in geschätzten 90% der Fälle mit einem freundlichen Hinweis beseitigen.

    Wenn ich als Gefängniswärter vom ersten Moment an vom Gefangenen mit Vorwürfen und Forderungen konfrontiert werde (und bei Herrn Schälike gehe ich einmal nicht davon aus, dass diese sachlich / freundlich vorgebracht wurden) würde ich mir bei der Erledigung dieser Forderungen wohl auch mehr Zeit lassen und mich nicht besonders anstrengen.

    Wie es in den Wald hineinschallt eben…

    Zusätzlich fehlt uns hier die Gegendarstellung der anwesenden Vollzugsbeamten. Wenn sich Herr Schälike über die Beleidigung beschwert, sollte er sich seinen eigenen Absatz über die Vorgänge, die zu dieser Eskalation führen noch einmal durchlesen und den Fehler suchen. Wenn ich auf eine "Freundliche Frage" derart miesepeterig reagiere, muss ich mich nicht wundern, wenn dem Vollzugsbeamtem die Geduld und Freundlichkeit vergeht.

    Bei aller Kritik und Vorbehalten meinerseits gegenüber der Justitz ist wohl ein Großteil der angeblichen Mißstände auf die persönliche Konfrontationshaltung des Herrn Schälike zurückzuführen.

  117. Peer Wester meint: (20.5.2011 um 10:53) AntwortenReply to this comment

    Ach der Arme, im Knast gehts tatsächlich zu wie im Knast. Dabei haben der Karl-Heinz und der Rüdiger am Stammtisch gesagt, dass die Deutschen Knäste 5-Sterne Luxushotels sind. Haben Karl-Heinz und Rüdiger etwa unrecht? Das darf doch nicht sein.

  118. Pjotr Iwanowitsch meint: (20.5.2011 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    @Will Kür: Gerüchteweise sollen in den vergangenen beiden Deutschen Unrechtssytemen die Buchstaben A-Z in gross- und kleinschreibung, alle bekannten Umlaute sowie die Zahlen 0-9 zur Diffamierung und Unterdrückung Unliebsamer Elemente verwendet worden sein. Solle man verbieten son Zeug.

  119. hessenfrank meint: (20.5.2011 um 11:28) AntwortenReply to this comment

    Wenn man sich ein bisschen mit der Person Schälicke und seinen meist wirren Einlassungen beschäftigt, darf doch zumindest angezweifelt werden, dass sich alles so zugetragen hat, wie hier geschildert. Wer statt "KEINE Decke" "KEINEN DECKEL" versteht, hat vielleicht auch bei "Sie sind Scheiße" nicht ganz genau zugehört.

    Dass ihm hier ein Forum geboten wird und seine einseitige Darstellung von den gleichen Leuten für bare Münze genommen wird, die ansonsten jedes Geständnisse für manipuliert oder gerne auch Bin Laden für unschuldig halten, darf doch nun wirklich nur diejenigen überraschen, die im Lawblog objektive Berichterstattungen erwarten.

  120. Steffen meint: (20.5.2011 um 11:42) AntwortenReply to this comment

    @OG: Warum weisen eigentlich so viele der Kommentatoren hier auf die Zeit zwischen 33-45 hin? Mir scheint, als wäre das für viele die einfachste Argumentation.

    "Die Leute werfen zu viel Essen weg." – "Das war auch damals im Nationalsozialismus so."

    Und für die, die sich über die Nichteinhaltung der "Haftbedingungen" beschweren;
    EIN Kuli reicht vollkommen. Ich bezweifle stark, dass er den in den fünf Tagen leer geschrieben hat. Ein Kuli ist draußen ein Schreibwerkzeug, im Knast kann man sehr leicht eine Waffe daraus bauen. Da spielt auch das Alter des Insassen keine Rolle, sowas wird halt zur Eigensicherung einbehalten. Er bekam sie sicherlich zurück, aber das muss man ja nicht dazu schreiben. Das nimmt dem Absatz nur die Dramatik.

    Zumal seine Haftbedingungen schon irgendwie lächerlich wirken, will er doch "schonungslos" und direkt vom Ort des Geschehens in natürlichen Umständen Erfahrungen sammeln. Recherche ja, aber nicht gaaaaanz so richtig.

  121. anonym meint: (20.5.2011 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    @ Steffen
    Daß in früheren Zeiten die Leute viel Essen weggeworfen haben, beispielsweise zwischen 1933 und 1945, trifft ja eben gerade nicht zu. Das ist "modernen" Zeiten vorbehalten. Unglückliches Beispiel, ahistorisch.

  122. DL2MCD meint: (20.5.2011 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    Also ich brauch immer mehr als einen Kuli, weil einer immer streikt…und daß er sie nach der Haft zurückbekam, davon gehe ich aus, sonst hätte er das geschrieben. Er wollte sie halt in der Haft.

    Waffe draus bauen? Hm. Und was ist mit Schreibblock und Schlafanzug? Naja gut, könnte man anzünden. Aber Streichhölzer sind ja eh' nicht erlaubt.

    Und die Justizbeamten können sicher auch bei Herrn Vetter kommentieren und veröffentlichen – auch anonym, wenn sie das von der JVA aus nicht dürfen.

  123. kiloecho meint: (20.5.2011 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    Herr Schälicke mag manchmel nerven und manchmal amüsant sein, auch Hang zum querulatorischen mag der eine oder andere erkennen. Aber deswegen jemanden mit solch unprofessionellem Elan anzupöbeln und die Würde eines Gefangenen derart danebengelungen zu "achten" das ist schon ein starkes Stück (Schei..). Ich hätte fast gewünscht, einem solchen Bediensteten möge mal jemand ein echtes Stück Scheiße tief in sein widerliches Maul drücken. Aber nur fast.
    Jedenfalls ist Herr Schälicke immer mal wieder für eine neue(???) Erkenntnis gut.

  124. schredder66 meint: (20.5.2011 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    @Imploi:

    …frei, selbstbestimmt und selbstverantwortlich…

    In einem demokratischen Rechtsstaat?

    Der Mensch ist intellektuell überhaupt nicht in der Lage, ein solches Leben zu führen. Es würde unweigerlich im Chaos enden.

    Aber träumen darf man ja…

  125. Steffen meint: (20.5.2011 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    @anonym: Das Beispiel sollte ja auch überzogen wirken. Den Kern der Aussage lassen sie trotzdem unkommentiert.

    @DL2MCD: Ob der Kuli streikt oder nicht und wie viele der Insasse benötigt, kann und sollte dem Justizvollzugsbeamten egal sein. Und JA, man kann aus einem Kuli hüsch-grässliche Waffen bauen, glauben sie mir.

    Der Schreibblock und Papier eignet sich auch wunderbar zum Bau von Stichwerkzeugen. Da wird man aber das Alter und die voraussichtlichen Kenntnisse des Insassen sowie die Haftzeit betrachtet haben.

    Glauben sie mir, die Jungs da drin haben den ganzen Tag Zeit, sich sowas auszudenken. Angriffe gegen Justizvollzugsbeamte sind gottseidank nicht so häufig in Deutschland, da sieht es in anderen Ländern schon heftiger aus.

  126. Steffen meint: (20.5.2011 um 12:23) AntwortenReply to this comment

    @DL2MCD: Übrigens: Streichhölzer sind gar nicht nötig. Mittels Batterien und Alufolie kann man sich die Zigarette super anzünden. Wie gesagt, die Jungs haben Zeit….

  127. arle meint: (20.5.2011 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    Schafft endlich alle Knäste ab! Wozu nach einer „Tat“ noch ein zweites Opfer schaffen, diesmal durch staatlich bestellte Gewalttäter? Durchbrecht die Gewaltspirale! Wehrt euch gegen die staatliche Gewalt!
    Sind wir denn alle instinktgesteuerte apathische staatshörige Affen oder ist der Mensch nicht langsam mal zu etwas Zivilisation und Logik fähig? Strafe ist ein Relikt der Rache aus grauer Vorzeit, das schleunigst aufgegeben werden muss.

  128. anonym meint: (20.5.2011 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    @ Steffen
    Ja, das war meine Vermutung, daß das Beispiel überzogen wirken sollte – aber völlig klar erkennbar war es dennoch nicht für mich.

    Zum anderen Teil Ihres Kommentars: Heutzutage ist man schnell bei der Hand, alle möglichen Dinge als "Waffe" zu erklären, genauso werden verschiedene Dinge, die damit überhaupt nichts zu tun haben, unter "Terrorismus" eingeordnet. Ich persönlich finde, daß man sich solche, teilweise wirklich irre, Definitionen nicht aneignen sollte, aus dem einfachen Grund, weil die diversen Regierungen es frühzeitig und bewußt angestrebt haben, neue Überwachungs- und Unterdrückungsmechanismen einzuführen, und irgendwelche Anschläge gerade zu rechter Zeit kamen (unabhängig davon, wer nun die eigentlich Verantwortlichen dafür waren), um als Anlaß an den Haaren herbeigezogen zu werden.

    Das wirklich Traurige daran ist nicht nur, daß die Freiheit fast aller Leute immer weiter zielbewußt eingeschränkt wird, sondern daß eine große Zahl der Leute geistig leider so konditioniert ist, daß sie die Ideologie, die ihrer Knebelung dienen soll, nicht als solche erkennt, sondern willig alles mittut und mitdenkt, was verlangt wird. Das ist Selbstentmündigung des "freien Westens". Tut mir leid, wenn das jetzt etwas große Vokabeln sind, aber die Grundaussage ist für mich stimmig.

    Ein Rentner, der bislang nicht auffällig geworden ist durch physische Gewalt, sitzt in einer Einzelzelle und hat EINEN Kuli (im Text hatte ich, glaube ich, gelesen, daß er KEIN Schreibgerät hatte). Das ist unter diesen Umständen natürlich eine wahnsinnig gefährliche Waffe.

    Was viele offenbar übersehen: Es gibt für fast alles Regelungen im Gefängnis, aber selbst diese Minimalstandards werden noch unterlaufen von geistig armseligen deutschen Befehlsempfängern, die sich wenigstens an dieser Stelle aufspielen und ihre ganze Schäbigkeit noch einmal in aller Größe vorführen dürfen. Und einige Leute stellen sich dann hier hin und klatschen Beifall. Das ist das wirklich Degoutante. Es laufen im Alltag offenbar weit mehr eingebildete Gefängniswärter (ohne Uniform) herum, als man sich gemeinhin so vorstellen mag. Gerade insofern ist doch die von Herrn Schälike intendierte Aktion grandios gelungen.

  129. M. Beyer meint: (20.5.2011 um 13:35) AntwortenReply to this comment

    Unabhängig vom Bericht, dass spricht gegen einen Rechtsstaat:
    Anders als in anderen Bundesländern, werden in Hamburg alle vorläufig Festgenommenen bis zur Anhörung durch den Haftrichter ebenfalls in der Untersuchungshaftanstalt untergebracht. Dies ist in der Bundesrepublik bisher einmalig, da die Polizei ihre Gefangenen bereits vor Erlass eines Haftbefehles an den Justizvollzug übergibt.
    Quelle: Wikipedia

  130. Steffen meint: (20.5.2011 um 13:50) AntwortenReply to this comment

    @anonym: Sie müssen auch beachten, das mit "Waffe" nicht nur Gegenstände gemeint sind, mit denen man andere verletzen kann! Ein Rentner, der auf seine alten Tage noch ins Gefängnis muss und sich dort das Leben nehmen will (wegen Scham, Schulden, was auch immer) hat mit einem Gürtel, Schnürsenkeln oder einem Kuli ein Hilfsmittel für Suizid. Es geht wie gesagt auch um Eigensicherung.

    Glauben sie mir, mein Vater hat schon von gestandenen Geschäftsmännern, aber auch von Obdachlosen erzählt, die sich erhängen wollten oder die Pulsadern aufgeschnitten haben. Er arbeitet ebenfalls seit Jahren in einer JVA, zuerst im Vollzug, nun in der Leitzentrale. Ich sitze also quasi an der "Quelle" und kann bestätigen, dass es einige Beamte gibt, die gerne die härtere Schiene fahren. Diese sind jedoch eher die Ausnahme.

    Das hier jedoch alle Beamten als kontrollgeile Gewalttäter hingestellt werden und mit den Zähneeinschlägern der NS-Zeit verglichen werden, zeigt doch, dass dieser Artikel erwirkt hat, was sein Autor wollte: Die Diffamierung der Beamten.

    Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass der Autor bewusst und gezielt provoziert und zusätzlich noch völlig legitime Abläufe als unhaltbar darstellt. Sonderbehandlungen gibt es da drin halt nicht. Überraschung!

  131. OskarMaria meint: (20.5.2011 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    Herr Schälike hat meine Hochachtung für sein Handeln. Er lebt den aufrechten Gang, den ich eigentlich von allen Bürgern unseres Staats erwarte.

  132. Helmut Karsten meint: (20.5.2011 um 14:14) AntwortenReply to this comment

    Willkommen zurück, Herr Schälike. Das war erst mal (nur mal) Hamburg. In BY ?
    JVA-Bamberg: Einem Inder wurde, als er schlief, von den Zellenmolchen die Zahnbürste weggenommen. Der/die Mithäftlinge brüsten sich auf dem Gang damit, dass die Kloschüssel, mit der Zahnbürste geputzt haben. Den Häftling habe ich das (bis heute) noch nicht erzählen können. Wohl aber dem Stationsbeamten: "….wär' der halt in Indien geblieben……!"
    Herr Schälike, dass Sie über Ihre fünf Tage berichten, gibt mir den Mut, dem gleich zun tun. Ich hatte 910 Tage Haft (weis heute noch nicht warum). Mein Buch "satanic-sauerkraut — same shit, different shovel" bringt's ja eh' bald raus. bis dahin: Folterzelle 222, wenn Sie meinen Namen anklicken.
    ….ich wollte daraufhin einen Urlaubsschein ausfüllen. Urlaubsziel: Guantanamo! Dort gibt's per capita mehr Ärzte für einen Gefangenen, als der Rest von USA zur Verfügung hätte. Ärztlicher Dienst: JVA – Bamberg ? lesen Sie….

  133. anonym meint: (20.5.2011 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    @ Steffen
    Finde manches, was Sie hier schreiben, durchaus akzeptabel. Allerdings kann ich nicht erkennen, daß Herr Schälike provoziert hat, beim besten Willen nicht.

    Aber bleiben wir mal einen Augenblick beim Begriff. Ein aktuelles Problem ist offenbar, daß es Leute gibt, die sich von verschiedenen Dingen oder Personen provoziert fühlen. Ein gutes Beispiel ist der Fall Kachelmann. Es gibt Leute, die fühlen sich provoziert von Herrn Kachelmanns Lebensführung und wollen ihn vor allem deswegen verurteilt sehen (andere belegbare Gründe gibt es ja auch nicht für eine Verurteilung). Wir irrsinnig dergleichen aber ist, sieht man leicht daran, daß es sich heute niemand mehr erlauben kann, einer Frau vorzuwerfen, sie sei wegen ihrer unpassenden Kleidung (Provokation!) vergewaltigt worden.

    Irgendjemanden gibt es ja immer, der sich durch eine andere Person provoziert fühlt – nur durch deren bloße Existenz. Auf dieser schlichte Tatsache irgendwelche Rechtfertigung für inakzeptables Verhalten aufzubauen, halte ich für grundfalsch. Da könnte man tatsächlich mal was aus deutscher Geschichte lernen. Das geht natürlich bloß mit Personen, die geistig dazu auch in der Lage sind. Alle anderen müssen dazu gebracht oder rausgeworfen werden. Daß man im Gefängnis möglicherweise Personalprobleme hat, ist nachvollziehbar, aber kein überzeugender Grund, irgendwelche kommunikationsunfähigen Sadisten oder andere ernsthaft Gestörte zu beschäftigen. Man fragt sich natürlich auch immer, was die Gefängnisleitung so treibt.

    Und Leute im Beruf werden ja auch dafür bezahlt, daß sie sich professionell verhalten und im Zweifelsfall eben nicht provozieren lassen.

  134. Mark Müller meint: (20.5.2011 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Ach herjee, "Holstenglacis", ich hätte vorher ahnen können, dass der Mann dort seine Probleme haben wird.
    Ich hatte auch mal die Gelegenheit die Beamten im sogenannten A-Haus kennenzulernen (Aufnahmestation), insofern klingt das Geschilderte alles SEHR glaubhaft.
    Die Schließer dort sind wirklich abartig. Der Rechtsstaat ist dort, wie in vielen anderen Justizvollzugsanstalten in Hamburg, quasi abgeschafft. Diese Beamten dort haben einen so dermaßen großen Haftschaden, dass es einen ängstigt.
    Dienstaufsicht einschalten? Guter Witz, die stecken doch alle unter einer Decke. Gibt es eigentlich noch den berühmt berüchtigten Abteilungsleiter Herrn Go..? Ein böser Mann vor dem Herrn.
    Einzige Möglichkeit: Beim Dezernat Interne Ermittlungen Strafanzeige stellen, damit die Schergen dort mal wenigstens einen polizeilichen Verfolgungsdruck zu spüren bekommen.

    Nee Leute, dieser Knast ist wirklich das Allerletzte.

  135. Mickey meint: (20.5.2011 um 16:15) AntwortenReply to this comment

    @Frank Schenk: Ich kenne da einen "Wärter", der sich offiziell einem Motorcycle Club/MC angeschlossen hatte, schon vor Jahren ! Der wird immer wieder gerne genommen (als persönlicher "Betreuer im Knast), von einschlägig bekannten "Größen" aus der Szecne … vornehmlich, der einsitzenden "Mitglieder" des weltweit größten Mc's … Er ist (nur) ihnen dienlich … & wird bei der Treffen der "Größen" wie ein Weinachtsman(n) gehandelt … Und das Schimme … Alle Kollegen von ihm wissen Bescheid … keiner sagt etwas dazu; oder handelt …
    Ist ja auch ein "Macker", wie er daher kommt zum Dienst … Kutte, wallendes Haar … finsterer Blick,versteckt hinter der obligatorischen Sonnenbrille … auf seiner mit Clubsegmenten überlagerten schwarzen Harley …
    Gesponsert von wem ???

  136. Jedzia meint: (21.5.2011 um 07:18) AntwortenReply to this comment

    @Wonne
    … Ich vermute das sie noch nie in einen Hungerstreik getreten sind, geschweige denn sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Hungerstreik soll, im Sinne des Ausführenden, eine Protestaktion und kein Selbstmordkommando sein. Man erhöht das Leiden auf der eigenen Seite, um beim Umfeld auf Missstände aufmerksam zu machen. Das spricht zuerst einmal die soziale Kompetenz des Umfelds an und appelliert an das Mitgefühl der Menschen. Es ist mir durchaus klar, dass heutzutage Mitgefühl ein knapper "Rohstoff" ist, wie auch hier in den Beiträgen unschwer zu erkennen ist.

    Um die Logik überspitzt zu komplettieren:
    - Wie, sie haben Krebs? Für was brauchen sie dann noch Antihistaminika gegen Heuschnupfen?
    oder
    - Er hungert ja sowieso, also wieso braucht er dann noch was zu trinken? ( = dann sind wir sie/ihn wenigstens nach einer Woche los.)

    Ich empfehle Lektüre über den Mahatma "Querulant" Gandhi, Der Baader-Meinhof-Komplex und den Blick auf Hungerstreikende Mitmenschen, wenn sie Brötchen holen gehen (Ja, das gibt es 2011 in Deutschland. Vorwiegend in der Nähe von Auslandsvertretungen diktatorischer Systeme).

    Am besten beziehen wir jetzt Positionen zur Zwangsernährung …. zur geistigen Zwangsernährung!

  137. Andreas meint: (21.5.2011 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    So, Herr Schälike ist ja nun einigermaßen bekannt und halbwegs "prominent". Seine Äußerungen sind im Web gut aufzufinden. – Wenn jetzt auch nur die Hälfte von dem, was er schreibt, stimmt: dann haben diese Schergen in der JVA das alles im Wissen darum veranstaltet, daß es öffentlich wird. Das interessiert die überhaupt nicht, und DAS ist es, was Angst machen sollte. Erinnert einen an unsere transatlantischen Freunde: vor laufender Kamera ballern die im Irak und Afghanistan Zivilisten WISSENTLICH (!) weg und kichern wie debil ins Mikrofon. Mich gruselt bei der Vorstellung, was erst los ist, wenn die Kameras eingepackt werden.

  138. Leana meint: (21.5.2011 um 21:31) AntwortenReply to this comment

    @Jedzia:

    den Blick auf Hungerstreikende Mitmenschen, wenn sie Brötchen holen gehen

    Warum gehen Hungerstreikende Brötchen holen? Ich meine, wenn man schon hungert, um zu protestieren muss man doch nicht noch extra Dinge kaufen, die man nicht isst.

  139. Edith Schultheiß meint: (22.5.2011 um 10:05) AntwortenReply to this comment

    Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist bekanntlich nur ein Schritt. Und eben auf diesem engen Grat bewegt sich, wer als Otto Normalverbraucher ohne erhebliche finanziellen Ressourcen und/oder ohne außergewöhnliche gesellschaftliche Statusvorteile sich mit unserer übermächtigen (hinter der Maske angeblicher Rechtsstaatlichkeit sich tarnenden) Justiz anlegt. Er lässt sich auf einen Kampf als David gegen Goliath ein, den er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlieren wird, solange er sich nur der ihm als Durchschnittsbürger üblicherweise zustehenden “Waffen” (prozessuale Auseinandersetzungen, Petitionen etc.) bedient. Will er eine minimale Chance auf Erfolg wahren, muss er sich schon etwas Publikumswirksameres einfallen lassen (Hungerstreik vor dem Kanzleramt o.ä.) und vor unkonventionellen Inszenierungen nicht zurückschrecken. Und letztere stoßen selbst bei der der großen unprivilegierten Masse – für deren demokratischen Rechte (wie Presse- und Meinungsfreiheit) Regimekritiker vom Schlage eines Rolf Schälike ihre aufreibenden Auseinandersetzungen ja eben ausfechten – nicht unbedingt auf Verständnis.

    Doch die Lästerzungen, die sich hier über den Nonkonformisten und Internet-Dissidenten Rolf Schälike den Mund zerreißen, sollten in den Spiegel schauen und mal folgenden selbstkritischen Vergleich anstellen: Welche Leistung haben sie selbst u m d e r G e r e c h t i g k e i t
    w i l l e n bisher erbracht? Ist diese auch nur entfernt vergleichbar mit dem, was Bürgerrechtler Schälike an seinen idealistisch motivierten Kampf drangegeben hat – nämlich unendlich viel Lebenszeit (die Aufenthalte in Ost- und West-Gefängnissen sind da nur die Spitze des Eisberges) und obendrein seinen Altersnotgroschen (in Höhe von 145 000 Euro)?

  140. Brigitte Sydow meint: (26.5.2011 um 07:45) AntwortenReply to this comment

    ich finde es das Allerletzte, wie einige hier über Herrn Schälike urteilen!

    Herr Schälike hat mir mit seiner Erfahrung beim Kampf gegen die sogenannnten "Pflegeheime" sehr geholfen!

    Auch mir wollte Buske einen "Maulkorb" verpassen und mich mehrfach verurteilen.

    Zuerst hat er den Lügen des D. mehr geglaubt als mir, obwohl ich viele Beweise für meine Aussagen auf dem Flugblatt hatte!

    Immer wieder haben wir das "Steuer herumgerissen" und letztendlich musste auch Buske einsehen, dass ich zu Recht Flugblätter verteilt und damit auf die skandalösen Zustände
    im D. hingewiesen habe, genauso wie schon zuvor mit einer anderen Flugblattaktion gegen die H.R.-Stelle.

    In beiden Flugbättern habe ich nur die Wahrheit gesagt.

    Die hier so negativ urteilen, sind doch alle zu feige, sich gegen die Machenschaften der Politiker, Richter, Polizeibeamten, etc. zu wehren!

    Sie ziehen doch lieber "den Schwanz ein"!

    Ich weiß wovon ich rede!

    Auch mich versucht man als Querulantin, verwirrt, etc. hinzustellen!

    Mit allen Mitteln versuchen die o.g. mich "fertig zu machen"!
    Finanziell und psychisch!

    Ich bin halt auch zu unbequem und mache den o.g. zu viel Arbeit!

    In den USA gilt der OPFERSCHUTZ, hier in Deutschland der TÄTERSCHUTZ!!

    Aber auch ich werde mich – genauso wie Herr Schälike – nicht einschüchtern lassen und weiter kämpfen!

    Weiter so, Herr Schälike, viel Erfolg!

    http://www.brigitte-sydow.de
    google: Brigitte Sydow

    (Text editiert. U.V.)

  141. Karl Heinz meint: (15.6.2011 um 23:22) AntwortenReply to this comment

    Was hier einige für Sorgen haben,sie sollten mal lieber eine Kunstaktion in einem Altersheim durchziehen.Dann hätte Herr Schälike mal wirklich einen wunden Punkt getroffen,aber krimminelle und solche die es noch werden wollen haben in unserer Gesellschafft einen höheren Stellenwert als Menschen die ihr Leben lang geschuftet ,ehrlich ,anständig und tolerant gegenüber allen sind.Niemand darf in seinen Grundrechten verletzt werden,aber wenn es sich jemand zum Hobby macht gegen alles und jeden zu rebellieren dann stößt jeder sogenannte Rechtsstaat an seine Grenzen .Es wird immer welche geben, die gegen alles und nichts sind,die wird es auch nach Herrn Schälike geben.Das ist ja das schöne an unserer Gesellschaft, das jeder seine Gesinnung frei ausleben darf und sei sie noch so unverständlich.Herr Schälike,ich hoffe sie werden in ein Altersheim kommen wo es Zustände gibt die derzeit in deutschen Haftanstalten herrschen dann könne Sie ganz entspannt Ihren Ende entgegen sehen!

  142. Rolf Schälike meint: (16.6.2011 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    @Karl Heinz: Herr Schälike, ich hoffe sie werden in ein Altersheim kommen wo es Zustände gibt, die derzeit in deutschen Haftanstalten herrschen. Dann können Sie ganz entspannt Ihrem Ende entgegen sehen!

    Zu den Zuständen in den Altersheimen hat Frau Brigitte Sydow in 140 gepostet: "Herr Schälike hat mir mit seiner Erfahrung beim Kampf gegen die so genannten "Pflegeheime" sehr geholfen!"

    Insofern haben Sie (Karl Heinz) nichts Neues geschrieben.

    Es gibt noch ganz andere schlimme Bereiche:

    - die Jugendämter und die verheerenden Urteile in den Familiengerichten

    - die Banken, welche mit Ihren Verträgen und Manipulationen mehr Verbrechen begehen, als nur einzelne Menschen in den Selbstmord zu treiben.

    etc.

    Mich interessiert fast ausschließlich das Zensurgeschehen.

  143. Dieter Steinbrecher meint: (22.6.2011 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Ob Holstenglacis oder Santa Fu, da gibt es weitaus Schlimmere: z.B. die JVAen Wittlich, Ludwigsburg oder Mannheim (u.a.). Neben vielen anderen Dingen wird dort insbesondere auch die Menschenwürde am Eingang zwangsweise "abgegeben".
    Und die Vorenthaltung der Menschenwürde ist sicherlich in keinem Urteil mit ausgeurteilt worden.
    Da gilt überigens generell für alle Lebensbereiche und Institutionen, die Sache mit dem Erhalt der Menschenwürde, also auch für Altersheime, etc.
    Das wichtigste Handwerkszeug für Jungfer Justizia ist und bleibt jedoch die 'dialektisch-hydraulische Interpretationspresse' mit der sie immer und zu jeder Gelgenheit das ihr Genehme herauspressen kann …

  144. Helmut Karsten meint: (28.6.2011 um 15:40) AntwortenReply to this comment

    Bayern: >> meine HP (Namen anklicken), "Folterzelle 222"

    Ich habe mal einen Rappoirtschein auf Urlaub ausgefüllt: ……….nach Guantanamo……..

  145. Detlef Naumann meint: (29.6.2011 um 11:41) AntwortenReply to this comment

    Bei uns auf der Website ist auch jemand aus Protest ins Gefängnis Holstenglacis gegangen. Unter dem Motto "Ich geh´ lieber ins Gefängnis" protestierte dieser Vater um das Umgangsrecht mit seiner Tochter.

    Mehr Infos erhalten Besucher, die sich bei der Organisation Blauer-Weihnachtsmann.de angemeldet haben.

    Viele Grüße von
    Blauer-Weihnachtsmann.de

  146. Brigitte Sydow meint: (30.6.2011 um 22:55) AntwortenReply to this comment

    Welche schöne Idee!!

    Setzen wir doch ältere Menschen in die Gefängnisse und die Verbrecher in Heime für ältere Menschen.

    Auf diese Art und Weise:
    hätten unsere alten Leute täglich Zugang zu einer Dusche, Freizeit,
    Spaziergänge, Arzneimittel, regelmäßige Zahn- und medizinische Untersuchungen.

    Sie würden Anspruch auf Rollstühle usw. haben.

    Sie würden Geld erhalten, anstatt für ihre Unterbringung zu zahlen.

    Dazu hätten sie Anspruch auf eine konstante Überwachung durch Video, würden also im Notfall sofort Hilfe bekommen.

    Ihre Betten würden 2 Mal pro Woche und ihre eigene Wäsche regelmäßig gewaschen und gebügelt bekommen.

    Sie hätten alle 20 Minuten Besuch vom Wärter und würden Ihre Mahlzeiten direkt im Zimmer bekommen.

    Sie hätten einen speziellen Raum, um ihre Familie zu empfangen.

    Sie hätten Zugang zu einer Bibliothek, zum Gymnastikraum, physischer und geistiger Therapie sowie Zugang zum Schwimmbad und sogar das Anrecht auf kostenlose Weiterbildung.

    Auf Antrag wären Schlafanzüge, Schuhe, Pantoffeln und sonstige Hilfsmittel legal kostenlos zu bekommen.

    Private Zimmer für alle mit einer eigenen Aussenfläche, umgeben von einem großartigen Garten.

    So hätte jede alte Person Anspruch auf einen eigenen Rechner, einen Fernseher, ein Radio sowie auf unbeschränktes Telefonieren.

    Es gäbe einen Direktorenrat, um die Klagen anzuhören, und die Bewachung hätte einen Verhaltenskodex zu respektieren!

    Die Verbrecher würden meist kalte, bestenfalls lauwarme Mahlzeiten bekommen,sie wären einsam und ohne Überwachung gelassen.

    Die Lichter würden um 20 Uhr ausgehen.
    Sie hätten Anspruch auf ein Bad pro Woche (wenn überhaupt!), sie würden in einem kleinen Zimmer leben und wenigstens 3000 € pro Monat zahlen, ohne Hoffnung, lebend wieder heraus zu kommen!

    Und damit schließlich gäbe es eine gerechte Justiz für alle!

    Jetzt, wenn du völlig damit einverstanden bist, LEITE diesen Bericht WEITER und lasse viele Menschen an dieser Idee teilhaben.

    http://www.brigitte-sydow.de (Mein Kampf gegen die Pflege-MAFIA!!)
    google: Brigitte Sydow

  147. Brigitte Sydow meint: (4.7.2011 um 14:07) AntwortenReply to this comment

    KNAST & ALTENHEIM (146)

    Noch etwas zur PFLEGE – MAFIA – das habe ich im Internet gefunden – und warum die Menschen im Knast es besser haben als alte, kranke, hilflose Bewohner eines sogenannten "Pflege"heims!

    Gedicht a (2006):

    (Text editiert. Bitte keine Texte Dritter vollständig wiedergeben. U.V.)

    http://www.brigitte-sydow.de
    google: Brigitte Sydow

  148. Dr.Henselmann meint: (4.8.2011 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr Schälike, ich schreibe gerade mit mehreren ehemaligen Häftlingen von JVA`s ein Buch zu den Haftbedingungen. Das Buch richtet sich an die "Daheimgebliebenen" Verlag ist die EulenspiegelVerlagsgruppe, ich würde gerne Ihren Bericht in das Buch mit aufnehmen.Ihr Bericht zeigt ein geradezu exemplarisches Bild, alle meine Autoren haben ähnliche Erlebnisse. Geht das ohne Lizenzgebühr oder ähnliche Probleme, Copyright natürlich, wäre Ihnen sehr dankbar. Ihr Rechtsanwalt Dr.Andreas Henselmann, Berlin 030 80105388

  149. Mark meint: (29.8.2011 um 17:29) AntwortenReply to this comment

    lieber Herr Schälike,

    können Sie mir kurz sagen, ob Sie im UG in der Aufnahmestation, im sogenannten Haus A gewesen sind, mit dem Abteilungsleiter Herrn G.? Insofern würde mich das nicht weiter wundern, verrichten dort bekanntermaßen die übelsten Schließknechte ihren Dienst…..

  150. Gerüchtsreporter meint: (7.9.2011 um 18:59) AntwortenReply to this comment

    Sehr aufschlussreiche Informationen über Rolf Schälike liefert dieser Beitrag: http://off-the-record.de/2011/06/09/bild-dir-dein-urteil-oder-spiessig-ausgedrueckt-honi-soit-qui-mal-y-pense-2/ Da wird klar, dass Schälike kein Gerichtsreporter sind, sondern ein Wichtigtuer. Oder wie es in dem Beitrag so treffend beschrieben wird: "…große Medien haben auch schon über Schälike geschrieben und ihn als “Gerichtsreporter” tituliert. Was umgekehrt so wäre, als würde man einen Fußpilz als Trüffel bezeichnen."

  151. Rolf Schälike meint: (13.9.2011 um 21:59) AntwortenReply to this comment

    @Gerüchtsreporter:

    Gegen Harald Dzubilla, der den Blog off-the-record betreibt, sind mehrere einstweilige Verfügungen von Buske in den letzten Monaten ergangen. Dieser Typ hat mehrere strafbewehrte Unterlassungserklärungen (UVE) abgeben müssen. Hat alles allerdings nichts mir mir zu tun. Er beleidigte und verleumdete einen Menschen im Kreis Ahrensburg (bei Hamburg).

    Harald Dzubilla ist bekannt für Verleumdungen und Beleidigungen a lá "Klodeckel auf den Kopf gefallen". Harald Dzubilla veröffentlichte ein Bild, bei dem das Gesicht als Arsch dargestellt wurde. Das Bild hat er auf eine Abmahnung hin rausgenommen und eine strafbewehrte UVE abgegeben.

    Nicht uninteressant ist allerdings, dass Harald Dzubilla vom Schröder-Osmani-Anwalt Michael Nesselhauf vertreten wird in den Auseinadersetzungen mit einem einfachen Bürger im Kreis Ahrensburg. Diesen Bürger kenne ich allerdings ganz gut und berate ihn in den juristischen Auseinadersetzungen etwas. berate.

    Nun taucht sein Quatsch hier als Link auf. Zufall?

  152. Rolf Schälike meint: (17.9.2011 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    @Mark:

    Hallo Mark,

    es war das Haus A /HSA4 /415. Den Namen des Abteilugnskleiters kenne ich nicht.

    Verglichen mit den 6 Tagen 2005 in der gleichen UHA schien mir das Haus privilgiert zu sein. Am Tage gab es Aufschluss, d.h. die Gefangenen konnten im Haus frei rumlaufen. Es gab auch ein s.g. schwarzes Brett mit Informationen für die Gefangenen. Das habe ich aber erst am letzen Tag erfahren, denn bei mir wurde die Tür immer sofort zugeknallt und die Hausordnng erhielt ich erst am Dienstag. Auf den Hofgang hatte ich von mir aus verzichtet.

    Der Gang zum Kaufmann am Diesntag war auch locker über den Hof. Jeder lief, wie er wollte.

    Von mir aus kann ich nicht bestätigen, dass alle Schließknechte – in der DDR nannten wir diese Etagenkellner – fies waren. Mein Einsdruck ist eher, dass denen jemand grünes Licht gegeben hat, ihr Programm risikolos abzuziehen.

    Ich werde das alles noch erfahren.

  153. Mark meint: (22.9.2011 um 21:31) AntwortenReply to this comment

    Guten Tag,

    danke für die Antwort. Also hatte ich mit meiner Vermutung recht. Frei herumlaufen dürfen dort nur die Gefangenen, die arbeiten. Und ja, verglichen mit den anderen Gebäuden, in denen sich teilweise noch nicht einmal Stromanschlüsse befinden, ist das dort sehr sauber, wenngleich die Zellen vergleichsweise kleiner sind.
    Und was meinen Sie mit "Ich werde das alles noch erfahren"? Gibt das so etwas wie eine Akteneinsicht?

    Grüße

  154. Rolf Schälike meint: (24.9.2011 um 13:24) AntwortenReply to this comment

    @Mark:

    Die deutsche Rechtsmühlen mahlen langsam aber sicher und gründlich, z.T.in allen Richtungen. Das versuche ich mir zu Nutze zu machen.

    Als Erstes habe ich am 20.09.2011 ein Bedauern seitens des Hamburger Senats schriftlich offiziell erhalten, was die Nichtaushändigung der von mir mitgebrachten Bücher betrifft:

    "Leider sind Ihnen die Bücher dann auch an den folgenden Tagen nicht herausgegeben worden, weil der betreffende Sicherheitsdienstleiter nicht im Dienst gewesen ist. Der Senat hat dafür sein Bedauern ausgedrückt."

    Das ist der erste kleine Schritt. Dien nächsten werden folgen.

    Die Verjährung meiner Ansprüche ist nicht sehr kurz.

    Ein gewisses Problem gibt es: Das was mir im Hamburger Gefängnis passierte, ist Nichts, absolut Nichts gegenüber dem, was anderen nicht allzu selten passiert. Es ist nicht einmal de Spitze des Eisberges, sondern nur ein unscharfes Bild der Spitze eines unter Wasser gelangten Eisberges.

    Gute Leute sind entweder abgehärtet und lachen nur über solche Kleinigekeiten, andere haben schon lange aufgegeben, andere meinen, Rechtsbruch im Knast ist unvermeidbar und gehört zum Systemn. Andere wiederum befürchten selbst das Gleiche und Schlimmeres zu erleben, setzen sie sich für die Einhaltung von Gesetzen im Knast ein.

    Man ist immer selbst schuld am falschen Ort, zur falschen Zeit gewesen zu sein, und erst recht, falsch gehandelt zu haben. Kommt jemand dabei um, dann ist es eben das normale Lebensrisiko. Na und?

    In den 5 Tagen ist ja niemnad in der Anteilung 4 des UHA Holstenglacis umgekommen, was will der Schälike? Stänkern?

    Geschieht ihm recht, dass er in die Schranken gewiesen wird, in denen wir uns alle bewegen und uns (sau)wohl fühlen, die wir mit stützen, an dennen wir uns festhalten, die wir mit aufbauen, und für die wir freiwillig Opfer bringen.

    Der will wohl besser sein, dieser I…. , dieses A…. ?

  155. David meint: (2.4.2012 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr Schälike,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Erlebnisbericht gelesen.
    Zu meinem großen Bedauern hatte auch ich ein kleines rechtliches Problem, dass einen etwas mehr als einjährigen Aufenthalt im Zugangshaus (Haus A) der UHA Holstenglacis notwendig gemacht hat (@Mark: Die Leitung hat Herr G.).

    Ich war der Typ 3 Hafträume neben Ihnen; und derjenige, der Ihnen versucht hat das Essen zu bringen.

    3 Tage lang stand Ihre Schüssel im Flur, direkt unterhalb der Kamera. Mit dieser Schüssel werden in der UHA Frühstück und Abendkost in Empfang genommen; das tun alle Gefangenen, ob zeitweilig untergebrachte Strafhäftlinge vor ihrer Verlegung, Zivilhäftlinge, Untersuchungshäftlinge oder Menschen, die sich in Abschiebehaft befinden. Dies dient dem reibungslosen Ablauf in der Untersuchungshaftanstalt bei der Ausgabe des Essens und auch Hygienevorschriften machen dies notwendig (Die Hausarbeiter tragen übrigens bei der Ausgabe Handschuhe). Der Salat, den sie abends erhalten haben, war verpackt und es war unter Hygienegesichtspunkten deshalb nicht problematisch ihn direkt auszuhändigen. In die 500ml Messbecher passt übrigens keine Brotscheibe.

    Brot erhält jeder Gefangene soviel er möchte, im Zweifel also auch weniger, wenn man nicht alle der üblichen 5 Scheiben pro Kostausgabe haben möchte.

    Bei der in einer Menage verpackten Mittagskost bedarf es der Schale nicht, was eben der Grund gewesen ist, dass Sie die Schale nicht benötigt haben – auch nicht für die Banane am Dienstag (dem Suppentag – Suppe mochten Sie jedoch nicht essen).

    Von den Beamten wurden Sie diverse Male – u.a. auch von Herrn B. (sogar sehr freundlich) – gefragt, warum Sie nichts essen möchten. Sie verweigerten ohne Angabe von Gründen, was natürlich ihr gutes Recht gewesen ist. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Kommt dann aber leider komisch rüber und die Mitarbeiter dort haben einen dicken Hals – denn sie tragen die Verantwortung.

    Jeder Gefangene muss bei der Ausgabe des Essens übrigens seine Schuhe anziehen, denn die Hausarbeiter hantieren mit kochendem Wasser und das kann sehr gefährlich sein. Ein Kollege hatte aufgrund einer kurzen Unachtsamkeit einmal die Kanne fallen lassen und schwere Verbrennungen auf dem unbeschuhten Fuss eines Gefangenen verursacht. Das kam nicht gut, weder für den Hausarbeiter, noch für den (anderen) Gefangenen.

    Bezogen auf den "Tee" haben Sie recht, den habe ich einmal getrunken, dann nie wieder.

    Die Verlegung vom Zugangshaus in möglicherweise offene Stationen erfolgt erst nach einigen Tagen (außer bei Tätertrennung, dann nicht zwangsweise), dafür sind sie nicht lang genug dort gewesen.

    Im Rahmen der Abendessenausgabe – jeden Abend – erhält man übrigens auch Zahnbürsten und notwendige Hygieneartikel. Anträge, Anträge zum Telefonieren und Schreibpapier gibt es auch nach Belieben.

    Es ist nach meiner Erfahrung jedoch durchaus vorstellbar, dass man Ihnen die Hausordnung nicht ausgehändigt hat, üblicherweise ist sie in dem Zugangspaket – zwischen den Decken – enthalten. Auch mit den Büchern hätte ICH nicht gerechnet; und ich habe nie gehört, dass solche Aktionen – die Mitnahme von Büchern von "draußen" – je geklappt hätten.

    Übrigens wäre es besser gewesen, etwas freundlicher mit den Mitarbeitern dort umzugehen. Es ist zwar eine Tatsache, dass manche Bedienstete grundsätzlich sehr unfreundlich sind, von der Mehrheit vermag ich das jedoch nicht zu behaupten.

    Desinteressiert – Knastmüde – vielleicht, unfreundlich nicht. Aber Sie wissen ja, wie man in den Wald hineinschreit, so….

    Lassen wir das, ich beende diese Einlassung in dem Zusammenhang lieber mit Oscar Wilde:

    "Die höchste Form wie die niedrigste Form der Kritik ist eine Art Selbstbiographie."

    Freundliche Grüße

    David

    addendum: Anträge kann man nur in der Woche abgeben, sonst ist der Laden nicht besetzt! ;-)

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