23.2.2012

Bis ans Limit

Ich glaube, heute wäre ich um ein Haar verhaftet worden.

Das war im Kassenraum der Sparkasse eines kleinen Städtchens am Niederrhein. Ich hatte dort den Geldautomaten in Beschlag genommen und zog Geld, was die Karten in meinem Geldbeutel hergaben.

Bei der dritten Abhebung des Maximalbetrags schauten die Mitarbeiter an den Schaltern, nur durch eine Milchglasscheibe getrennt, schon neugierig rüber. Zumal sich die Warteschlange vergrößerte. Allerdings harrten die Einheimischen, wie das ihre Art ist, wortlos und stoisch hinter mir aus.

Nach diversen Bankkarten waren dann meine Kreditkarten dran. Da ich mit denen praktisch nie Bargeld abhebe, musste ich erst mal die PINs aus meinem Smartphone lesen, wo die Geheimzahlen in einer App gespeichert sind. Das wirkte natürlich super vertrauenserweckend. Wahrscheinlich ebenso der Umstand, dass ich mir notierte, welchen Betrag ich auf welche Karte erhalten habe.

Als zwei Angestellte die Köpfe zusammensteckten und offensichtlich in meine Richtung tuschelten, hatte ich endlich den erforderlichen Betrag zusammen. Zum Auto bin ich etwas zügiger gegangen.

Wenige Minuten später konnte ich das Geld dann als Kaution am nahe gelegenen Amtsgericht direkt wieder einzahlen. Das hatte den Vorteil, dass meine Mandantin nach dem Haftprüfungstermin sofort aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Irgendwie lässt mich jetzt aber der Gedanke nicht los, die Bilder aus dem Kassenraum könnten immer noch ein schönes Schulungsvideo für Sparkassenmitarbeiter abgeben.

68 Kommentare zu “Bis ans Limit”

  1. emma peel meint: (23.2.2012 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste…

  2. mawa meint: (23.2.2012 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    Nett.
    Ist es eigentlich üblich, dass der Anwalt die Kaution für einen Mandanten vorstreckt?
    Ich gehe einmal davon aus, dass das hier der Fall ist. Ich habe "leider" keine Erfahrung mit Kautionen. Was passiert, wenn der Mandant abhaut, ist Udo dann sein Geld los?

  3. Drachenstein meint: (23.2.2012 um 19:55) AntwortenReply to this comment

    Muss aber ne hohe Kaution gewesen sein.
    Wäre die Polizei gekommen hätten die Beamten nach der Durchsuchung wohl gesagt: "Selber Schuld. Hätten Sie das Geld am Schalter geholt und dabei Ihren Ausweis gezeigt, wäre Ihnen das von uns erspart geblieben…"

  4. Mattias meint: (23.2.2012 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    Muhaha. So geht es mir immer, wenn ich am letzten Tag des Quartals meinen Lieblingsprogrammierer auszahlen möchte, damit die Buchung nicht ins Folgequartal rutscht. In Neusser und Düsseldorfer Sparkassenfilialen ist man das nicht gewohnt.

  5. RayBanana meint: (23.2.2012 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    und warum kann man kautionen nicht per karte zahlen?
    nur bares ist wahres?

  6. mc meint: (23.2.2012 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    der eigentliche skandal ist ja, dass man dem amtgericht soviel geld nur bar einzahlen kann.

    die sparkassen mitarbeiter haben wohl nur ueberlegt, welchen ihrer kumpanen sie jetzt auf den ueberfall auf den mann mit dem vielen geld ansetzen :P

  7. Uwe1164 meint: (23.2.2012 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    Öhm… wieso verhaftet?
    Gesetzt dem Fall: Käme da nicht einfach eine Polizeistreife, hätte nachgefragt, Personalien überprüft (Polizei darf das ja verlangen), und wäre bei Klärung dann wieder gegangen?

  8. horst meint: (23.2.2012 um 20:04) AntwortenReply to this comment

    @RayBanana:
    Bargeld ist Vollgeld. Buchungsgeld nicht.

  9. Titus Andronycus meint: (23.2.2012 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    @RayBanana: Ich bilde mir ein schon einmal im Law Blog gelesen zu haben, dass die Gerichte nur Bargeld annehmen (1. Überweisungen dauern, 2. können u.U. zurückgebucht werden)

    @mawa: Wenn die Mandantin flieht, muss sich UV sein Geld von seiner Mandantin wiederholen. Wir können mal mutmaßen, dass UV nur für vertrauenswürdige Mandanten eigenes Geld vorschießt (die das Geld haben, aber eben in Haft sitzen und nicht ihrerseits mal eben zur Bank gehen können).

  10. Sebastian meint: (23.2.2012 um 20:27) AntwortenReply to this comment

    Ich finds super das da ein Rechtsanwalt sein persönliches Geld vorstreckt. Anwälte stehen ja nicht gerade im dringenden Verdacht Gut-Menschen zu sein. Herr Vetter, ich hatte bisher immer gedacht Sie nutzen den Blog nur als persönliche PR und nicht aus innerem Antrieb aber seit heute sehe ich das differenzierter ;)

    Allerbeste Grüsse

  11. Bernd meint: (23.2.2012 um 20:34) AntwortenReply to this comment

    Leute, der Beitrag hier läuft unter WERBUNG – steht doch groß drüber …. ach, doch nicht?

  12. Oetzmann meint: (23.2.2012 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    @Titus Andronycus: Jetzt muss ich mal kurz fragen:
    Überweisungen können zurückgeholt werden?

    Dachte, das geht nur, wenn man einen schwerwiegenden Irrtum glaubhaft machen kann… das dürfte doch in diesen Fällen kaum mögliche sein (also nicht Verwendungszweck "Kaution Hans Müller" auf das Konto der Tafeln überwiesen oder so).

    Kann da jemand genaueres erzählen?

  13. christian meint: (23.2.2012 um 20:47) AntwortenReply to this comment

    @Oetzmann:
    Überweisungen können in der Regel gar nicht rückgängig gemacht werden, zuminderst wenn man nicht schnell genug ist.
    Wenn das Geld auf dem anderen konnte drauf ist, ist das Geld drauf.. außer die Bank hat die nummern selbst vertauscht.. hat man selbst den Fehler gemacht muss man zur Not klagen, falls das Geld nicht vom falschen Inhaber des Kontos selbst freigegeben wird…

  14. josi meint: (23.2.2012 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter wird sicher wissen, dass auf Videoaufzeichnungen, die in jeder! Bank erfolgen, nur zugegriffen werden darf, wenn zuvor eine Strafanzeige erfolgt. Erinnert sich noch jemand an das Häufchen in Stuttgart ?!

    Juristendeutsch fällt mir schwer: Wenn aufgrund einer Strafanzeige! ermittelt wird, bitten die ermittelnden Behörden um Übermittlung der Videoaufzeichnungen. Das ist alles. Erst dann dürfen Kreditinstitute die durchaus vorhandenen Aufzeichnungen einsehen (!) und übermitteln.

    Aber was soll der Sch*ss hier ?!
    Josi

  15. Nicolas meint: (23.2.2012 um 21:05) AntwortenReply to this comment

    Interessanter wäre doch die Geschichte gewesen, warum der Anwalt die Kaution stellt und in welchem Fall ;)

  16. Titus Andronycus meint: (23.2.2012 um 21:14) AntwortenReply to this comment

    @Oetzmann: Ich bilde mir ein, mal gelesen zu haben, dass Betrüger sowas massenhaft ausgenutzt hätten. Für die Opfer sah es so aus, als wäre der Betrag auf ihrem Konto gutgeschrieben (dann gaben sie Waren heraus), auf einmal war er nicht mehr da (jetzt waren sie Waren & Geld los). Finde aber gerade auch nichts mehr dazu.

    Unaabhängig davon ist Bargeld schneller als die Überweisung – und wer will schon einen Tag im Knast sitzen, nur weil die Überweisung eben einen Tag dauert? (Sofern das Gericht Überweisungen eben überhaupt annimmt.)

  17. Miraculix meint: (23.2.2012 um 21:31) AntwortenReply to this comment

    Überweisungen können in der Regel gar nicht rückgängig gemacht werden, …

    Oder man ist guter Kunde bei seiner Bank ;)
    Dann hat die Bank halt versehentlich die Kontonummer vertauscht und schwups ist das Geld zurückgebucht.
    Hätte ich auch nicht gedacht bevor ich es selbst probiert habe – ging problemlos (nach mehreren Tagen :)

  18. Tilia meint: (23.2.2012 um 21:44) AntwortenReply to this comment

    Och, dass klingt nun wirklich etwas paranoid. Wenn wenigstens tatsächlich zumindest die Polizei gekommen wäre. Aber so….naja

  19. FlyingT meint: (23.2.2012 um 21:54) AntwortenReply to this comment

    @Drachenstein:

    Man kann noch Geld am Schalter holen?

    @Hohe Kaution

    Das Sparkassenlimit an "Fremdschaltern" beträgt 500€. Aber gut ich weiss auch nicht was so der "Kautionsdurchschnitt" ist.

    @Überweisung Rückgängig

    Das Zauberwort heisst Electronic Cash.

  20. J. S. meint: (23.2.2012 um 21:58) AntwortenReply to this comment

    Finde ich aber ein bisschen fies, die anderen Leute so lange warten zu lassen.

  21. MaxR meint: (23.2.2012 um 22:07) AntwortenReply to this comment

    @J. S.: Die haben wenoigstens frei gewartet, wogegen der Mandant unfrei gewartet hat. Nicht sooo fies.

  22. W meint: (23.2.2012 um 22:09) AntwortenReply to this comment

    @Titus Andronycus: Das geht mit Schecks. Internationale Schecks brauchen bis zu zwei Monate, bis sie platzen. Wird "gerne" beim Autokauf angewendet.

    Also: Autos nur gegen Bargeld, das idealerweise am Bankschalter auf Dein Konto eingezahlt wird!

  23. thogo meint: (23.2.2012 um 22:13) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, da haben Sie aber Glück gehabt das die "Freunde und Helfer" nicht erschienen sind. Da sollte man die Schalterbeamten aber mal ordentlich schulen.

    Die Schutzbehauptung "Kaution" nimmt Ihnen doch kein Polizist mit jahrzehntelanger kriminalistischer Erfahrung ab. Und dann noch in "szenetypischer Stückelung"… Eine HD mit kompletter Beschlagnahmung der Mandantendatenbank (aka Komplizen) wäre das Mindeste gewesen. Man kennt diese Anwälte ja, die werden ja häufig mit Verdächtigen und Kriminellen beobachtet. Das man sie noch(!) nicht überführt hat bedeutet ja nur das Anwälte besonders gerissen sind und eine besonders hohe kriminelle Energie besitzen.

    ;-)

  24. Miraculix meint: (23.2.2012 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    @thogo:

    Grossartig!

    in "szenetypischer Stückelung" *rofl*

  25. zf.8 meint: (23.2.2012 um 22:21) AntwortenReply to this comment

    Ich geh mal davon aus, dass die Sparkasse nicht die Hausbank ist, weil sonst wäre es doch einfacher und Zeit sparender, wenn man sich einfach den gewünschten Betrag am Schalter geben lässt, oder?

  26. Spinnzessin meint: (23.2.2012 um 22:26) AntwortenReply to this comment

    Einfach sagen, daß sie gerade ihren persönlichen bankrun machen und dann fleissig weiter Cash ziehen, bis der Automat heissläuft, so lange der Euro noch was wert ist. ;-)

  27. Miraculix meint: (23.2.2012 um 22:28) AntwortenReply to this comment

    @zf.8

    Das war im Kassenraum der Sparkasse eines kleinen Städtchens am Niederrhein…

  28. BusinessModel meint: (23.2.2012 um 22:40) AntwortenReply to this comment

    Bargeld am Amtsgericht? Geldwaesche, alles Geldwaesche. Ja, nee, is klar! Die Knete vom Spielautomaten im befreundeten Restaurant direkt zum Amtsgericht getragen, unterwegs geschickt und passend, auf Sparkassen-Kamera dokumentiert, Bankabhebung vorgespielt und sicherheitshalber im Blog veroeffentlicht… Stueckelung, sicher, aber szenetypisch? War doch etwas viel nur fuer kruemelartige Substanzen und gefaelschte Handtaschen?

  29. Treater meint: (23.2.2012 um 22:41) AntwortenReply to this comment

    Hatten Sie denn auch so eine Klischee-Schirmmütze tief ins Gesicht gezogen? :D

  30. Recht§§taat meint: (23.2.2012 um 22:54) AntwortenReply to this comment

    "Ja wissen sie denn nicht, dass ab morgen alle Banken für zwei Wochen geschlossen werden, um die Bilanzen von griechischen Wertpapieren zu bereinigen? Ein bisschen Bargeld sollte man da schon haben!" :)

  31. Vorstand meint: (24.2.2012 um 00:10) AntwortenReply to this comment

    Aus eigener Erfahrung kann ich berichten das der Zoll bei der Akzeptanz von Plastikgeld offensichtlich schon viel weiter ist. Dort kann ich als Unternehmer (welcher vorsteuerabzugsberechtigt ist) problemlos die Einfuhrumsatzsteuer auf importierte Waren mit meiner Kreditkarte begleichen. Besonders lukrativ mit einer KK der Lufthansa. Da war bisher jedes Jahr ein gratis Flug drin.

  32. nania meint: (24.2.2012 um 00:31) AntwortenReply to this comment

    Das könnte fast bei mir Zuhause gewesen sein…
    Bank: Check.
    Amtsgericht in der Nähe: Check
    Am Niederrhein: Check
    Klein: Check

    mmh, darüber werde ich ziemlich lange nachgrübeln müssen.

  33. Süffisant meint: (24.2.2012 um 00:51) AntwortenReply to this comment

    Muss ja eine atemberaubende Frau sein. Vielleicht ein Foto für uns?

  34. Inge meint: (24.2.2012 um 07:20) AntwortenReply to this comment

    @Vorstand: Bis zu welchem Betrag?
    Am Flughafen in Frankfurt akzeptiert der Zoll nur Kartenzahlungen bis 2.000 Euro. Es darf auch nicht auf mehrere Karten gestückelt werden. Begründung: Die Gebühren, die das Unternehmen, das die Kartenlesegeräte zur Verfügung stellt, werden für den Staat zu teuer.

  35. Dan meint: (24.2.2012 um 07:28) AntwortenReply to this comment

    German Angst ^^

  36. Andere Auffassung meint: (24.2.2012 um 08:20) AntwortenReply to this comment

    Was wäre denn die aus Sicht des Bloggers oder der lesenden Gemeinde das *richtige* Verhalten der Sparkassenmitarbeiter gewesen?

    1.
    Nicht beachten.

    Dann wäre in einigen Tagen folgende Schlagzeile zu lesen gewesen sein: "Dieb räumte unter den Augen der Sparkassenmitarbeiter mehrere Konten leer – das hätte doch auffallen müssen".

    2.
    Ansprechen.
    Dann wäre in einigen Tagen folgende Schlagzeile zu lesen gewesen sein: "Ungeheurerlich: Sparkasenmitarbeiter kontrollierten Mann beim legitimen Abheben von Geld. War die Ursache seine dunkle Hautfarbe / seine szenetypische Kleidung / sein {bitte Vorurteil einfügen} ?"

    Es ist immer leicht zu kritisieren. Und ja, die Situation sollte in einer Schulung aufgegriffen werden.
    Wie wäre es denn, wenn hier auch die rechtlichen Bedingungen für ein Ansprechen / Kontrollieren innerhalb einer Bank diskutiert würden?

    Gruß

    A.

  37. suki11 meint: (24.2.2012 um 08:28) AntwortenReply to this comment

    @zf.8: eben. Ich warte auch auf Antwort.

  38. Janik meint: (24.2.2012 um 09:17) AntwortenReply to this comment

    Bargeld lacht, denn nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. (Und euer Guthaben auf dem Konto gehört nicht euch. Das sind nur Forderungen gegen die Bank)

  39. Momo meint: (24.2.2012 um 09:20) AntwortenReply to this comment

    @FlyingT: Bei einem Umzug hatte ich das Problem, dass mit EC auch nur 2000 Euro gingen. Ich hatte vorsorglich einen Teil am Tag vorher am Automaten gezogen und das mit der Umzugsfirma so vereinbart, dass ich teils per EC teils bar zahle wegen Limit auf der Karte. Damit waren sie auch sofort einverstanden, offensichtlich ist das in der Branche durchaus ein gängiges Problem.

    Im Zusammenhang mit diversen Karten und mehreren Kreditkarten klingt die Kaution ja fast schon als wäre sie fünfstellig…

  40. Bruno meint: (24.2.2012 um 09:27) AntwortenReply to this comment

    Es gibt ja jetzt neuerdings auch Automaten an denen man einzahlen kann. Da gibt's auch eine Obergrenze…

    Die ganze Geschichte beginnt damit, das mir bei Studium meiner Kontoauszüge dieser Mann mit Hut und Aktentache auffällt, der die Tasche auf dem Kontoauszugsdrucker abstellt und öffnet.

  41. Hustenstorch meint: (24.2.2012 um 09:55) AntwortenReply to this comment

    @Miraculix:

    Oder man ist guter Kunde bei seiner Bank ;)
    Dann hat die Bank halt versehentlich die Kontonummer vertauscht und schwups ist das Geld zurückgebucht.
    Hätte ich auch nicht gedacht bevor ich es selbst probiert habe – ging problemlos (nach mehreren Tagen :)

    Oh wie das funktioniert haben soll, wüßte ich doch gar zu gern.
    1.) Hätte ich da die 12 Jahre als Leiter einer ZV-Gruppe weniger Sorgen gehabt.
    2.) Hätte ich heute weniger Sorgen mit meinem Kontostand.

    Die Lösung aber bitte per Mail an mich direkt. Nicht hier posten. Am Ende macht das jeder. Dann haben wir ein Problem.

  42. j. meint: (24.2.2012 um 09:57) AntwortenReply to this comment

    @Bernd: Das ganze Blog läuft als Werbung; da braucht man doch nicht drauf hinweisen ;-)

  43. RA Peters meint: (24.2.2012 um 10:09) AntwortenReply to this comment

    Das ist Einsatz, Herr Kollege – und sicher wäre Ihnen der eine oder andere Artikel in anderen Blogs gewiss, wenn die Sparkassenmitarbeiter "durchgegriffen" hätten und sie temporär am Bloggen verhindert wären… ;o)

  44. kluelz meint: (24.2.2012 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    Also wenn Udo Vetter womöglich über drei Goldkarten verfügt und dazu noch je zwei EC-Karten für sein Privat- und Geschäftskonto bei der Hausbank sowie Fremdbank, dann kann er problemlos gut 20.000 Euro Bares ziehen. Das aber ist bereits eine Betrag, den die Hausbank zuweilen nur auf Vorbestellung in Bar auszahlt.

  45. Philipp meint: (24.2.2012 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    Für die Schlauen hier, die am Schalter abheben wollen:

    Geht mal in die nächste kleinere Filiale der Volksbank oder Sparkasse und versucht das mal.

    1) Ihr könnt nur von eurem Girokonto genau dieses Verbundes abheben (Nachbarverbunde gehen schon nicht mehr)

    2) Am "Schalter" werden ein paar Knöpfe gedrückt und das Geld kommt dann doch aus dem Automaten, wenn ihr eure Karte einschiebt.

    3) Wenn ihr ein Verfügungslimit auf dem Konto eingetragen habt, müsstet ihr sowieso erstmal den Vertrag ändern für eine Ausnahme.

  46. Philipp meint: (24.2.2012 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    Nur ganz am Rande:

    Kurz den Ziehenden ansprechen, ob man helfen könne (z.B. mit einem Safe-Bag für den Transport) tut nicht weh. Dabei kann man dann schon schnell sehen, wie ruhig oder nervös die Person ist und im Zweifel mehr prüfen.

    Alternativ kann man auch einfach dem Automaten mitteilen, die Karten einzuziehen, wenn das technisch ginge.

  47. wonko meint: (24.2.2012 um 11:13) AntwortenReply to this comment

    @Philipp:

    Alternativ kann man auch einfach dem Automaten mitteilen, die Karten einzuziehen, wenn das technisch ginge.

    Ah ja; und mit welcher Begründung?

  48. anonym meint: (24.2.2012 um 11:32) AntwortenReply to this comment

    @ Philipp
    Mit welcher Begründung sollen denn bitte die Karten eingezogen werden, wenn mit ihnen jemand regulär Geld aus dem Automaten zieht?? Weil für die anderen Kunden nicht genug Geld übrigbleibt? Ich hielte ein solches Vorgehen der Bank für eine eklatante Vertragsverletzung – Sie nicht? Warum schlagen Sie Derartiges überhaupt vor?

  49. Mario meint: (24.2.2012 um 11:42) AntwortenReply to this comment

    @Philipp:

    Und man muss gefuehlte Ewigkeiten warten, da der Automat nur alle x Minuten y Euro ausgibt. Extrem nervig..

  50. Bronko meint: (24.2.2012 um 11:46) AntwortenReply to this comment

    Welcher Vertrag denn?
    Hätte UV einen Vertrag mit der Bank, hätte er mit Ausnahme der Kreditkarten vermutlich alles am Schalter geholt und sich die Arbeit gespart.

    Das der Zoll inzwischen Bargeldlos bevorzugt habe ich auch erlebt. Auf dem Schreiben der Post stand extra "bringen sie Bargeld mit". Der Mann vom Zoll fand das nicht so spaßig und maulte darüber

  51. anonym meint: (24.2.2012 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    @ Bronko
    Daß es für das Betreiben der Geldautomaten in den verschiedenen Bankenverbünden und mit den ganzen Kreditkartengesellschaften ein Bündel von Verträgen geben muß, haben Sie wohl völlig ausgeblendet?

  52. rottenrails meint: (24.2.2012 um 12:43) AntwortenReply to this comment

    Mich wundert nur, dass sich ein Jurist, der sein Metier ja sonst versteht, sich gleich eine Verhaftung statt einer einfachen Festnahme vorstellt.

    Das ist doch sonst ein Fehler, der nur in schlechten Fernsehkrimis auftaucht.

    // rr

  53. Vorstand meint: (24.2.2012 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @Inge:
    Gut meine Zahlungen waren alle unter 2000.- Euro :)
    Was man aber machen kann ist den Zoll (falls denn einer anfällt) getrennt von der Einfuhrumsatzsteuer zu bezahlen. Da man Zoll z.B. nicht mit einem Scheck bezahlen kann (Einfuhrumsatzsteuer aber schon). Das hab ich immer gemacht als es die Kartenterminals noch nicht gab. Zoll in Cash und Einfuhrumsatzsteuer mit Scheck.
    Ich betreibe das Spiel ja regelmäßig in Stuttgart, dem Zöllner gebe ich immer Barzahlung an und an der Kasse zücke ich dann die KK, gab noch nie irgendwelche Beschwerden deswegen.

  54. fernetpunker meint: (24.2.2012 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    @rottenrails:

    [...]der sein Metier ja sonst versteht[...]

    Vielleicht ist Ihre obige Ausgangsthese nicht ganz zutreffend und Sie müssen Ihr Bild von Herrn Vetter revidieren?

    Wäre doch auch eine Möglichkeit.

  55. Realist meint: (24.2.2012 um 14:32) AntwortenReply to this comment

    Was ist daran komisch mit mehreren Karten viel Bargeld abzuheben? Ich kann die ganze Geschichte und die Gefühlslage nicht nachvollziehen.

  56. Hausmeister meint: (24.2.2012 um 18:16) AntwortenReply to this comment

    Alles ganz harmlos: Die Sparkassenangestellten haben nur diskutiert und dann gewürfelt, wer von beiden den Geldautomaten nachfüllen muss….

  57. rpmkk meint: (24.2.2012 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    Mal eine Frage an den erfahrenen Anwalt und Menschen, der sowas vlt auch nicht zum ersten Mal macht, in jedem Fall aber doch genug Sachverstand hat:

    Kurze Aufklärung der Bankangestellten, was das soll, war aus welchen Gründen nicht möglich?

  58. Don meint: (24.2.2012 um 19:36) AntwortenReply to this comment

    Aus dem Polizeibericht: Herr Vetter hatte Geldscheine in den dealerüblichen größen 100, 50, 20 bei sich in dealerüblichen Mengen. Ein Anfangsverdacht ist gegeben.

  59. no1 meint: (24.2.2012 um 19:47) AntwortenReply to this comment

    also wer glaubt, dass Herr Vetter hier sein eigenes Geld vorstreckt, ist echt naiv; eher wahrscheinlich, dass er schon vor dem Haftprüfungstermin das Geld auf sein Konto bekommen und es dann nach dem Verschonungsbeschluss abgehoben hat.

    So oder so: lustige Geschichte.

  60. Joe meint: (25.2.2012 um 07:03) AntwortenReply to this comment

    Das eigentliche Problem sind doch die lächerlich niedrigen Limits. Früher konnte mit einer Karte noch genug Geld ziehen für einen kleinen Gebrauchtwagen, inzwischen reicht es stellenweise nicht einmal mehr für eine größere Glotze.

    Fazit: Die Banken wollen die Kohle am liebsten für sich: Nehmt sie weg!

  61. Biber meint: (25.2.2012 um 13:19) AntwortenReply to this comment

    @Joe: Wenn Du genügend Kohle für ein höheres Limit hättest, müßtest Du Dich nicht über ein niedriges Limit beklagen.

  62. Janus meint: (25.2.2012 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    Ich verwette meinen Arsch, dass Herr Vetter die Kaution bereits in bar in seiner Kanzlei liegen hatte mit ordentlichem Honorarzuschlag und keine Zeit mehr blieb, das Bargeld vor Kassenschluss vorbeizubringen.

  63. christian meint: (26.2.2012 um 01:07) AntwortenReply to this comment

    @Biber:
    Auch ein Millionär hätte da möglicherweise seine Probleme.. beim Abheben am Geldautomat..
    Selbst wenn die Hausbank kein Limit hat.. so haben die Fremdbanken dann eines.. aus Schutz vor Dritten die mit geklauten Karten das Konto leerräumen.. und nicht weil der Kunde nicht Kreditwürdig ist..

  64. Micha meint: (26.2.2012 um 17:20) AntwortenReply to this comment

    Geld für Barzahlungen kommt doch normalerweise von der Schwiegermutter :)

  65. RA Müller meint: (27.2.2012 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    Ich würde niemals eine Kaution aus der eigenen Tasche vorlegen, zumal es sich hier offenbar um einige tausend Euro gehandelt hat. Ich trauere heute noch 400,00 Euro Gerichtskosten hinterher, die ich vor Jahren einmal für einen Mandanten verauslagt hatte.

    Wer auf Kaution aus dem Gefängnis möchte, muß eben selbst die Möglichkeiten haben, das Geld aufzubringen.

  66. Stefan meint: (27.2.2012 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    Wenn der Mandant nicht zahlt, kommt Colt Seavers ins Spiel…

  67. anonym meint: (27.2.2012 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    @ Biber
    Was Sie schreiben, ist sachlich falsch. Ich habe entgegen landläufigen Gepflogenheiten wirklich viel Geld auf dem Girokonto (weit mehr, als Sie sich vmtl. vorstellen). Deswegen bekomme ich am Automaten aber doch keinen Euro mehr, als allgemein festgelegt ist.

    Und ich vermute sogar, daß es am Schalter Probleme geben könnte, wenn ich vom Girokonto eine fünfstellige Summe abheben wollte. Da würde es dann vielleicht heißen: So viel Geld haben wir gar nicht iin der Filiale bzw. zahlen wir nicht an einen einzelnen Kunden aus. Wofür ich sogar ein gewisses Verständnis hätte.

  68. rpmkk meint: (28.2.2012 um 18:53) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte meine Frage (oben #57) nochmal wiederholen. Antwort wäre nett – und mir zumindest sachdienlich bei der Einschätzung des Verfassers.

    Von dem haben ich soweit bisserle was gehalten, zweifle gerade aber… Mal ehrlich: würde ich nen Strafrechtler brauchen täte ich schon wollen, dass der bei sowas trittsicher ist :)

Kommentar schreiben

Zulässige HTML-Tags:
Fett: <b> - Kursiv: <i> - Zitat: <blockquote>

Powered by WordPress - Impressum - Google+