Airlines haften auch für verpasste Anschlussflüge

Wenn es darum geht, eine Flugverspätung zu rechtfertigen, sind Fluggesellschaften um keine Ausrede verlegen. Einen Bärendienst hat jetzt die Air France ihren Mitbewerbern geleistet. Eine Klage gegen die Airline führte jetzt dazu, dass der Europäische Gerichtshof nun klare Vorgaben gemacht hat, wie eine Flugverspätung zeitlich zu berechnen ist. Reisende werden sich über das Urteil freuen.

Eine Frau hatte wegen der Verspätung ihres Zubringerfluges ihre Anschlussflüge nach Brasilien und Paraguay verpasst. Deshalb kam sie erst mit elf Stunden Verspätung in Paraguay an. Sie verlangte dafür die gesetzliche Entschädigung von 600 Euro, die bei mindestens dreistündiger Verspätung eines Fernfluges in Höhe von 600 Euro fällig ist.

Air France wollte dagegen gar nichts zahlen. Und zwar mit kreativer Begründung: Der Zubringerflug sei zwar verspätet gewesen, aber weniger als drei Stunden. Dafür gebe es aber keine Entschädigung. Dass die Frau wegen der Verspätung des Zubringerfluges die Anschlussflüge verpasst habe, spiele keine Rolle. Denn die Zubringerflüge seien ja ansonsten pünktlich gestartet.

Der Europäische Gerichtshof sagt hierzu klipp und klar: Es kommt nicht darauf an, um wie viel Einzelflüge verspätet sind. Bei verspätungsbedingt verpassten Anschlussflügen komme es nur darauf an, wie groß die Verspätung am Ziel der Reise ist. Air France muss der Kundin also die Entschädigung von 600 Euro zahlen.

Erst vor kurzem hatte der Europäische Gerichtshof ein weiteres wichtiges Urteil gefällt. Airlines können sich bei Verspätungen nicht auf “höhere Gewalt” berufen und den Kunden das Reiserisko aufbürden. In diesem Fall setzte sich eine Reisende durch, die wegen des Vulkanausbruchs eine Woche auf Island festsaß. Hier hatte sich Ryanair geweigert, Hotel und Verpflegung zu zahlen.

  • Garry

    Die Lösung ist einfach.
    Demnächst kann man zwar den Flug ganz normal buchen, hat dann aber auf der Rechnung zwei Flüge stehen, nämlich einen zusätzlichen “Zubringerflug” und den “Anschlussflug” (der Preis teilt sich so auf, dass der Kunde am Ende den erwarteten Betrag bezahlt). Und dann kann man in einer solchen Situation als Fluggesellschaft ganz locker sagen: “Der Flug war kein Zubringerflug bzw. kein Anschlussflug, sondern es handelte sich um zwei völlig unabhängige Flüge. Daher keine Zahlung.

  • Peter

    @Garry: Und dann wird es wieder durch die Instanzen gehen, und auch dann wird das Urteil heißen: Haftung für verpasste Anschlussflüge.

  • Garry

    @Peter:
    Hatte ich auch gerade drüber nachgedacht.
    Geht es hier um Anschlussflüge, die auch als solche verkauft werden? (also direkt so gebucht werden)
    Oder gilt die genannte Haftung auch, wenn ich mir selbst zwei Flüge buche, die “kurz” hintereinander liegen (was auch immer kurz heißt), evtl. sogar noch bei verschiedenen Fluggesellschaften? (das würde dann die Frage aufwerfen, wie die Entschädigung gezahlt wird, wenn jede der beiden weniger als 3h Verspätung hat, aber zusammen mehr)

  • llamaz

    Wieso “freuen sich Reisende” wenn die Flugpreise steigen, nur damit Einzelne 600 EUR für drei Stunden Verspätung kassieren können? Soviel Verspätung hab ich auch an manchen Tagen wenn ich mit dem Auto von Heilbronn nach Karlsruhe fahre. Und da zahlt mir auch niemand 600 EUR.

  • alter Jakob

    @Garry:
    Ich vermute ganz stark, dass beide Flüge AirFrance-Flüge waren und zusammen gebucht wurden. Bzw. dass eine Route OrtX zu OrtY angegeben wurde und AirFrance hat dann die entsprechenden Flüge angeboten.

    @UV: Da wäre eine Präzisierung schon hilfreich…

  • erforderlich

    @alter Jakob: ‘Da wäre eine Präzisierung schon hilfreich…’

    das ergibt sich aus dem kontext denk ich, wenn ein gericht mal auf den ersten blick vernuenftig entscheidet, muss es ueberoffensichtlich gewesen sein.

  • Anderer Gregor

    @llamaz: Für Deine Fahrt von Heilbronn nach Karlsruhe kaufst Du Dir aber vorher kein Ticket für 1000 Euro.

    Und wenn es es für Fluggesellschaften billiger wird, einen Flug nicht ausfallen zu lassen, als ihn ausfallen zu lassen, bzw wenn es billiger wird, auf Anschlussreisende, deren Zubringerflug sie selbst verbummelt haben, noch etwas zu warten, als sie erstmal einen halben Tag am Flughafen rumstehen zu lassen — wenn man also Service sozusagen betriebswirtschaftlich erzwingt — ist das tatsächlich etwas, von dem alle Fahrgäste mittelfristig profitieren.

  • Dieter

    @alter Jakob:
    Eine präzise Beschreibung findest Du unter http://www.pressebox.de/pressemitteilung/max-adler-online-marketing-agentur/EuGH-Schadensersatz-bei-Flugverspaetung-auch-nach-Zwischenlandung-und-verpasstem-Anschlussflug/boxid/576819

    Zitat:
    “Die Klägerin Frau Folkerts buchte bei der Air France einen Flug von Bremen via Paris Charles-de-Gaulle und São Paulo zum letzten Zielort nach Asunción, Paraguay. Nach der vertraglich vereinbarten Flugbuchung sollte Frau Folkerts am 16.05.2006 in Bremen um 06:30 Uhr starten und am selben Tag um 23:30 Uhr in Paraguay ankommen. Da der erste Flug von Bremen nach Paris verspätet startete, kam Frau Folkerts mit zweieinhalbstündiger Flugverspätung am Zwischenstop Paris Charles-de-Gaulle an. Ihr Anschlussflug von Paris nach São Paulo war zu diesem Zeitpunkt bereits gestartet. Da sie den Weiterflug nach Brasilien verpasste, buchte Air France sie auf eine spätere Maschine nach São Paulo um. Durch die verspätete Zwischenlandung und die Umbuchung auf einen differenten Anschlussflug kam Frau Folkerts erst am 17.05.2006 gegen 10:30 Uhr am letzten Zielort Asunción in Paraguay mit einer Flugverspätung von 11 Stunden an.”

  • egal

    lässt sich das auch auf Bahnfahrten übertragen??

  • Lehmann

    @egal: ‘lässt sich das auch auf Bahnfahrten übertragen?’
    Nicht direkt. Da gibt es bereits ab 2 Stunden Verspätung 50% zurück.

  • karl

    @llamaz: 3 Stunden != 11 Stunden. Und beim Auto hast du ja keinen Anschluss zu erreichen.

    @Lehmann: Nur, wenn man zufällig die richtigen Fahrkarten hat.

  • vaujot

    NB das Urteil zu dem Vulkanausbruch finde ich jetzt aber krass. Dafür war nun wirklich nicht Ryanair verantwortlich.

  • Z.

    @vaujot: Ich denke, dass das Urteil nur für EU Airlines oder bei Abflug in der EU gilt. Ich bin damals leider Thai geflogen, die haben sich auf Höhere Gewalt berufen und einen sich selbst überlassen. Ich zahle seitdem gerne ein paar Euro mehr für eine EU Airline.

  • Lim_Dul

    Bei dem Vulkanausbruch ist das Urteil aber in soweit anders gewesen, dass aufgrund der höheren Gewalt kein Anrecht auf Schadensersatz entsteht. Die Airline muss “nur” für Unterkunft und Verpflegung sorgen, bis sie den Passagier transportieren kann.

  • Hannes

    Bei mir hat sich die Lufthansa bei technischem Defekt als unbeherrschbaren Umstand versucht herauszureden. Empfand ich schon als versuchten Betrug. entsprechende Anfragen werden mit Monaten Verspätung beantwortet, so dass die große Mehrheit wohl nie an die zustehenden Entschädigungen kommt.

  • Heinz Handtuch

    Das mit zwei unabhängigen Flügen wird nicht klappen, denn dann können sie Mehrfachstopreisen nicht mehr über die Webseite finden lassen. Sobald der Nutzer die Route Bremen-Ascuncion sucht und den Mehrfachstop findet und bucht, dann sind alle drei ein Paket.

    Anders sieht es bei Flugsucheanbietern aus, die Mehrfachstoprouten von verschiedenen Anbietern zusammenstellen. Wie sieht denn da die Lastverteilung zwischen Suchanbieter und Airline aus?

    Und es wäre schrecklich, wenn es für Fluggesellschaften auf einmal billiger wird, einen Flug mit einem 100-Sitzer zu starten, der 5 Fluggäste hat, als ihn ausfallen zu lassen. Man muss damit rechnen, dass Flüge aus verschiedenen Gründen ausfallen. Die Airline hat dann lediglich die Fluggäste ordentlich zu entschädigen. D.h. das Kostengleichgewicht zwischen fliegen/ausfallen lassen verschiebt sich von k.A. 50% zu 45% oder so.

  • heu

    @Hannes:

    Aus diesem Grund gibt es ja Firmen, welche diese Forderungen dann einkaufen und – wenn es nicht anders geht – einklagen.

    Sie kassieren dann zwar 30 % Provision, aber dafür musst du dich dann nicht mehr damit behängen. Zumal letztlich ein Rechtsanwalt auch nicht viel günstiger ist; und auch wenn man den Prozess gewinnt und seinen Anwalt letztlich nicht selbst zahlen muss: Die verlorene Zeit (Beratungsgespräche etc.) wird nicht ersetzt. Dann kann es wirklich besser sein, 400 zu kassieren und seine Ruhe zu haben.

  • heu

    @Heinz Handtuch:

    Ja, es wäre echt schrecklich, wenn eingegangene Verträge auch erfüllt werden müssten, insbesondere von Seiten der Fluggesellschaft.

    War vergessen wird: 11 Stunden Verspätung sind auch 11 Stunden weniger Urlaubszeit bzw. 11 Stunden bezahltes Hotel, ohne es zu nutzen. Beim kürzlich hier erwähnten Urteil üer die Verbindlichkeit von Reisezeiten haben wir doch gesehen, dass man durch geschickte Veränderungen der Ab- und Anreisezeiten einen Urlaub mit vollen fünf Tagen zu einem Drei-Tage-Urlaub verkürzen kann.

    Und ehe jetzt die Kommentare kommen, wer billig kauft, kauft zweimal: Das ursprüngliche Leistungsversprechen muss nun einmal eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass vermeintlich günstigere Angebote sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, weil sie letztlich ohnehin nicht richtig ernst gemeint waren.

  • heu

    @llamaz:

    Ja, finde die Mängelgewährleistungsrechte auch blöd. Da repariert die Kfz-Werkstatt die Bremsen nicht richtig… und schon kann er sich über Schadensersatz freuen, wenn er gegen die Mauer kracht. Und alle anderen müssen dann mehr für ihre Rechungen zahlen :(.
    Nein, lieber abschaffen, den ganzen Schmonzes mit der Gewährleistung. Wir müssen dann viel weniger zahlen, und wenn es jemanden beutelt, muss er eben selbst mit klar kommen.

  • Rudelgucker

    @llamaz: Wieso denn das? Die S4 fährt die Strecke doch recht zuverlässig in einer Stunde!

  • Jürgen

    @1&@2, meines Wissens ist es so: Bucht man über Buchungsportale wie opodo eine Flugverbindung von A nach B via C, wie sie von den Fluggesellschaften angeboten wird, hat man kein Problem, wie auch durch dieses Urteil noch mal festgeklopft.

    Bucht man für die Flugverbindung einen Flug von A nach C, und einen Flug von C nach B getrennt (und womöglich noch bei zwei Fluggesellschaften, die nicht der gleichen Flugvereinigung (z.B. Star Alliance) angehören, schaut man bei Verspätung des Fluges A nach C in die Röhre.

    Deswegen ist es auch unbedingt von Bedeutung, bei Umsteigeverbindungen darauf zu achten, dass die von den Flughäfen vorgegebenen Mindestumsteigezeiten berücksichtigt werden (insbesondere bei Flügen aus dem Schengenraum in den Nicht-Schengenraum wichtig – hier kann es einem nämlich auch mal passieren, dass die Grenzbeamten trotz riesiger Schlangen vor der Abfertigung einfach Mittagspause/Feierabend machen oder Sicherheitspersonal zur Gepäckdurchsuchung bei Einreise in den Schengenraum ist nicht da). Mein Tipp an alle deswegen: Buchen sie über das reisebüro. Wenn das Reisebüro nicht daran denkt, Flüge zu buchen, die von der selben Fluggesellschaft bzw. einer Flugallianz angeboten werden oder die Mindestumsteugezeiten nicht berücksichtigt, kann man sich immer an das Reisebüro wenden.

    Bezüglich der Pflicht für Flugunternehmen, bei Vorkommnissen wie dem Vulkanausbruch (das ist nun wirklich höhere Gewalt), neben einem Rückflug auch Übernachtungskosten zu übernehmen, sehe ich letztere Pflicht als nicht nachvollziehbar an. Das gehört einfach zu den normalen Risiken des lebens. Aber vielleicht fehlen ja zu dem Urteil gegen Ryanair noch ein paar wichtige Informationen?

  • Kai

    Der erste Schnee im Jahr und Frankfurt ist überfordert. Lufthansa windet sich raus mit “höherer Gewalt”. Fraport gehört zu knapp 10% der Lufthansa und Schnee im Winter scheint jedes Jahr etwas Außergewöhnliches und Neues zu sein.

    Überseeflüge starten oft nur 1x täglich, so dass beim Verpassen gleich mal 1 Tag extra draufgeht.

    So, wie kriege ich jetzt die 600€ aus 2009 überhaupt noch?

  • Carlo

    Habe als Vielflieger (ca 55 Flüge in 2012) meine Verspätungsentschädigungen immer an den Dienstleister Flightright weitergeleitet, mit bisher sehr gutem Ergebnis.

    Ryanair ist dabei aber immer zäh wie sonstwas, alle Fristen bis zum Letzten ziehen und zusätzlich Bittschreiben an mich persönlich zustellen, obwohl alle Forderungen abgetreten wurden und Flightright mit der Durchsetzung beauftragt ist.

    Was ist denn generell von dem Modell der Forderungsabtretung für Verspätungsentscheidungen zu halten? Gibt es hier Meinungen dazu?

  • Ische
  • Mladen

    Gutes Urteil, nachvollziehbar und ich wundere mich, dass die Rechtslage nicht schon vorher in der Hinsicht klar war. Die Richtlinie verweist doch mehrfach auf die Ankunft. Das Urteil kann auch für Reisende gute Folgen haben, völlig unabhängig von den 600€: Angenommen, ich buche einen Flug mit Lufthansa von Düsseldorf – Frankfurt – Miami. Der Flug DUS – FRA ist verspätet, ich verpasse den Anschlussflug. Nächster LH Flug nach Miami in 12 Stunden. Wenn es vorher einen Flug mit einer anderen Airline gibt, kann mich LH auf den Flug umbuchen (Sie zahlt dank Intercompany Rates viel weniger als unsereins für eine derart kurzfristige Buchung) und ich komme früher an, als wenn ich auf den nächsten LH Flug gewartet hätte. Sowas geht natürlich nur gegen Verzicht auf die 600 €, ich würde es aber wohl machen.

  • ui-ui-ui

    @Kai: Aus 2009 sind Forderungen mittlerweile ohne weitere Umstände verjährt!

  • Roadrunner

    Ich bin als Vielflieger ein wenig Zwiegespalten, was das Urteil angeht.

    Einerseits finde ich es erfreulich, dass man hier die Fluggastrechte konsequent durchsetzt, andererseits sehe ich hier auch deutliches Konfliktmarerial: zum einen könnte es in meinen Augen bedeuten, dass die Airlines nun deutlich konservativere MTT (mean transfer time – also durchschnittliche Umsteigedauer) zu Grunde legen und man somit mit längeren Reisezeiten rechnen muss, obwohl in 95% der Fälle eine oder gar zwei Maschinen früher möglich gewesen wären. Natürlich kann man hoffen vielleicht vor Ort auf die frühere Maschine gebucht zu werden, allerdings dürfte das eher die Ausnahme als die Regel sein – und wissen, dass soetwas gar kostenfrei gehen kann, muss man es eben auch.

    Auch wird es die Unsitte des Trödelns beim Ein- und Aussteigen sowie an der Security weiter verschärfen, man hat ja Zeit und außerdem “sieht man sich doch eh am Gepäckband wieder” (auf die Idee, dass es selbst transatlantik Leute gibt, die nur mit Handgepäck fliegen, ist wohl noch keiner von denen gekommen).

  • Andre

    Ach ja, die Air France. Die haben auch erst die Entschädigung an mich gezahlt, nachdem geklagt wurde. Trotz eines Defekts der Bremse, der zum Flugausfall führte, weigerte sich AF unter Umdeutung der EU-Richtlinie zu zahlen und berief sich auf “unerwartete Umstände”. Ich kann nur raten, sich nicht vertrösten zu lassen und sein Recht zur Not einzuklagen.

  • vaujot

    @Roadrunner: [auf die Idee, dass es selbst transatlantik Leute gibt, die nur mit Handgepäck fliegen, ist wohl noch keiner von denen gekommen]

    Nun, da lohnt es sich auch ganz besonders, weil die Abfertigung bei der US Immigration ja bekanntlich so schnell und effizient abläuft, dass man echt Zeit verliert am Gepäckband.

  • Roadrunner

    @vaujot:

    Zum ersten wars nur ein Beispiel, zum Zweiten kommt das stark auf den Flughafen und die Uhrzeit an und drittens soll es ja auch vorkommen, dass amerikanische Staatsbürger da durch wollen…

    Aber gut, der Argumentation halber: dann nehmen wir halt einen Schengen-Flug

  • anon

    @Carlo:
    Also ich habe es geschafft gegenüber einer Fluggesellschaft meine Rechte selber durchgesetzt.
    Wichtig: Ein unterschriebener Wisch über die Verspätung am Flughafen am Schalter des Unternehmens holen und Flugtickets aufbewahren.
    Zwei oder drei mal anschreiben, deren “Entgegenkommen” ablehnen und zum Schluss an das Bundesamt für Luffahrt wenden und die Fluggesellschaft anzeigen.
    http://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/Formulare/Z5/Formulare/Einheitsformular_261_pdf.html?nn=23320
    Kurze Zeit später kam der Brief des LBA das das Verfahren eingestellt wurde und danach kan dann meine Entschädigung.
    Es lohnt sich auch beim Reiseveranstalter um Rückerstattung/Entschädigung zu bitten bzw. darauf zu pochen. Konkret war es bei mir Hin- und Rückflug, gebucht über einen Reiseveranstalter und der Hinflug hatte Verspätung, ergo verringert sich die gebuchte Reisezeit, die hat mir der Reiseveranstalter entschädigt.

  • alter Jakob

    @anon:
    Nicht, dass ich dann mehr bezahlen muss, weil der Rueckflug Verspaetung hat und sich die gebuchte Reisezeit verlaengert…

  • Antje

    Zu Air France kann ich auch etwas “Lustiges” beitragen:
    Ich hatte im Dezember 2010 einen Flug von Toulouse nach Berlin gebucht, mit Umsteigen in Paris CDG. Freitag hin, Sonntag zurück, für eine Beerdigung am Samstag. Das sitze ich nun in Paris und warte auf meinen Anschlussflug, und eine knappe Stunde vor dem Abflug wird dieser gecanceld, wegen Schnee. Ersatzflug für den Samstag Nachmittag, aber auch nicht sicher.
    Dann habe ich mich für die Optiojn zurück nach Toulouse entschieden. Bin dann spätabends wieder zuhause gewesen, 1 ganzer Tag im Eimer, Sprit, Autobahn- und Parkplatzgebühren, und essen musste ich ja auch was.
    Was habe ich von Air France bekommen?
    Sie haben mir die Hälfte des Flugpreises rückerstattet. Begründung: Den Flug Toulouse-Paris hätte ich ja genutzt, also keine Rückerstattung dafür.
    Da steht wohl auch so in deren AGB. Seither fliege ich mit anderen Companies.

  • Pia

    Wisst Ihr wer der richtige Klagegegner ist, wenn man die Air France weg Flugverspätung verklagen möchte.
    Die Niederlassung in Deutschland oder wirklich die Air France SA mit Sitz in Paris?

  • Michael Blahm

    immer noch möchte ich wissen was richtig gewesen wäre in unserem Fall.
    Wir sollten aussteigen in Kilimandscharo, der Flieger ging ohne uns weiter. Wir standen da und keiner kümmerte sich. Ohne Gepäck und allem. Bis Heute keine Entschuldigung. Wie kann sowas passieren.
    http://www.Keniaurlaub24.jimdo-com