Richter haben ein Herz für Tiere

Der Bundesgerichtshof zeigt ein Herz für Tiere. Vermieter dürfen es ihren Mietern nicht generell untersagen, in der Wohnung Hunde oder Katzen zu halten. Eine entsprechende Klausel in allgemeinen Vertragsbedingungen ist stets unwirksam, befindet der Bundesgerichtshof in einer heute bekanntgegebenen Entscheidung.

Die neuen Mieter einer Genossenschaftswohnung in Gelsenkirchen hatten ihren Mischlingshund mit in die Wohnung gebracht. Hierbei missachteten sie ein grundsätzliches Hundehaltungsverbot, das die Vermieterin in alle ihre Verträge reinschrieb. Die Genossenschaft versuchte daraufhin, den Hund aus der Wohnung zu klagen.

Laut dem Urteil werden Mieter unangemessen benachteiligt, wenn sie generell keine größeren Haustiere wie Hunde oder Katzen halten dürfen. Eine solche Klausel widersprache dem Grundgedanken des Mietrechts, wonach der Vermieter für die “Gebrauchsgewährung” an der Wohnung Geld erhält – und der Mieter im Gegenzug alles machen darf, was noch als vertragsgemäße Nutzung durchgeht.

Auch Hund und Katz könnten durchaus zum vertragsgemäßen Gebrauch gehören, heißt es in dem Urteil. Von daher komme es immer auf den Einzelfall an, ob die Tierhaltung noch angemessen ist.

Mit einem Federstrich hat der Bundesgerichtshof damit alle entsprechenden starren Klauseln in Mietverträgen für unwirksam erklärt. Auch bei bestehenden Mietverträgen muss der Vermieter künftig im Einzelfall beweisen, dass das Tier tatschlich unzumutbar ist. Das erfordert in jedem Fall eine umfassende Abwägung der widerstreitenden Interessen.

Somit müssen künftig Richter das letzte Wort über ein Hunde- oder Katzenverbot sprechen.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20. März 2013, Aktenzeichen VIII ZR 168/12

91 Gedanken zu “Richter haben ein Herz für Tiere

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    – Laut dem Urteil werden Mieter unangemessen benachteiligt, wenn sie generell keine größeren Haustiere wie Hunde oder Katzen halten dürfen. –

    Ich habe mal in einer Mietwohnung gelebt wo andere Mieter in Ihren Wohnungen Hunde halten durften. Durch die Kläfferei fühlte ich mich unangemessen benachteiligt.

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    @Heiner: verständlich, aber wenn sie sich kinder gehalten hätten die “kläffen” wärs wohl ähnlich schlimm gewesen.

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    Das sich jemand an einem bellenden Hund stört, kann ich noch halbwegs nachvollziehen.

    Was gegen eine Katze spricht, die in einer Wohnung gehalten wird, ist mir absolut schleierhaft. Im Normalfall bekommt davon niemand etwas mit, der die Wohnung nicht betritt.

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    Hauptsache, die Gerichte werden nicht arbeitslos, sondern sorgen für steten Nachschub in der umfassenden Abwägung widerstreitender Interessen. ;)

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    wunderbare argumente für das urteil. es muss abgewogen werden, ob das tier gehalten werdnen darf. ein hund der dauernd so laut kläfft, dass er die mitmieter stört, darf nicht gehalten werden. gegen eine katze, die man außerhalb der wohnung nicht mitbekommt, kann der vermieter aber jichts sagen.

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    @Volker:
    Wenn die Katzenbesitzer Geld für ordentliches Katzenstreu investieren – ja. Aber meine Eltern hatten mal ne Nachbarin, die hat das billige Katzenstreu x-mal wiederverwendet. Der Geruch im Treppenhaus lag irgendwo zwischen Raubtierkäfig im Zoo und ungelüftetes Schlafzimmer.

  10. 10

    @Frank Sommer / wonko

    1. Katzen nehmen für gewöhnlich das Katzenklo. Und wer nur ein bisschen Geld investiert und zu vernünftigem Katzenstreu greift, der wird mit dem Geruch nie ein Problem haben.
    2. Katzen, die das Katzenklo benutzen, kann man vielleicht in der Wohnung riechen, aber nicht mehr im Hausflur.

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    @Volker: Ja. Es geht um eine ganz normale AGB-Kontrolle: Das pauschale Verbot der Haustierhaltung (auch das pauschale Verbot, größere Tiere zu halten) kann nicht per AGB festgeschrieben werden. Wenn also in meinem Vertrag steht: “Dem Mieter ist es untersagt, Hunde oder Katzen zu halten.”, gilt dieser vertragliche Ausschluss so erstmal nicht.

    Das heißt aber nicht, dass der Vermieter mir gar nicht verbieten kann, bestimmte Haustiere zu halten. Er kann durchaus zu mir kommen und nach einer Einzelfallabwägung (!) ein Verbot aussprechen, an das ich mich dann möglicherweise zu halten habe.

    Wenn ich mir also einen Kampfhund anschaffe, konnte der Vermieter früher sein Verbot auf die AGB-Klausel stützen. Kein Hund heißt: Auch kein Kampfhund. Nach dem BGH-Urteil muss er das Verbot gesondert begründen, wobei die Begründung gerichtlich überprüfbar ist.

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    @Nania:
    Gut, daß Du uns bestätigst.

    Aber “für” gewöhnlich” ist eine wichtige EInschränkung. Unkastrierte, unterforderte Kater pissen auch manchmal die Wohnung voll. Das stinkt auch im Treppenhaus.

    Im übrigen gehts hier, so wie meistens im Leben. Den “Normalfall” braucht man eigentlich nicht regulieren, weil
    Ordentlich erzogene und beschäftigte Hunde nicht bellen oder beißen
    Katzen die das Haus vollstinken.
    und sich niemand benachteiligt fühlen muß.

    Meistens werden die Gerichte aber wegen der Arschlöcher in Anspruch genommen, bei denen obiges nicht zutrifft, also der allein gelassene Köter kläfft den ganzen Tag und die Katze pißt dazu aus langeweile vor die Wohnungstür.

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    Richtiges Urteil. Für viele Menschen, insbesondere, wenn sie alleinstehend sind, ist der Hund oder die Katze ein ganz wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Deren Haltung generell zu verbieten, habe ich schon immer für falsch gehalten. Es gibt bei uns im Haus Hunde. Das weiß ich nur, weil ich sie manchmal beim “Gassi gehen” sehe. Auch Katzen haben wir. Das wiederum weiß man nur, weil man sie manchmal am Fenster sitzen sieht. Es gibt wohl kaum eine Veranlassung, die Haltung dieser Tiere zu verbieten.

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    @Usul: sag sowas nicht, mein ehemaliger Mieter ein Stockwerk tiefer hat sich über die lauten Laufgeräusche der Katze beschwert.

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    @Frank Sommer
    Sie haben mit einem anekdotischen Argument auf einen extremen Einzelfall bezogen die Argumentation von Usul (Volker hatte dazu gar nichts gesagt) versucht anzugreifen (hier bitte nicht im aggressiven, sondern rhetorischen Sinne zu verstehen). Das Problem ist: Die allermeisten Katzenbesitzer kämpfen zwar mit dem Problem, eine Wohnung zu finden, die allerwenigsten von Ihnen sorgen aber dafür, dass ihre Katze den anderen Mietern Probleme bereitet.
    Das ist der springende Punkt: Weil einer von 100 (vermutlich deutliche weniger) der Katzenhalter Mist gebaut hat, müssen die anderen die Vorurteile ausbaden. Und das hat das Gericht im Grunde genommen untersagt.

  17. 17

    Finde die Entscheidung vollkommen unverständlich. Halten die Richter Mieter für unmündige Menschen, die unfähig sind, einen Vertrag zu lesen und dessen Gestaltung mitzudiskutieren? Niemand ist gezwungen, einen Mietvertrag mit einer solchen Klausel einzugehen sondern kann sich weiter umsehen. Vielleicht wollte der Vermieter ja auch z.B. die gesteigerte Abnutzung der Bodenbeläge durch große Hunde etc. nicht mittragen – oder das Risiko für Schäden an Türrahmen tragen.

    Wieso müssen Richter klären, was in einem Vertrag stehen darf und was nicht? Wofür dann überhaupt noch ein Vertrag, wenn die eh alles besser wissen? Demnächst entscheiden dann noch andere Richter, dass die Miete, die ich verlange unrecht ist und dem Grundgedanken der Miete widerspricht und nur die Hälfte angemessen wäre.

    Als Vermieter ist man doch nur noch der Depp. Man bekommt Mietnomaden und Leute, die einem die Wohnung rampunieren nicht raus – bleibt dann auf einem Großteil der Kosten sitzen. Meinem Vater schon 2x passiert – und der ist kein Großgrundbesitzer.

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    @Usul:
    Was gegen eine Katze spricht, die in einer Wohnung gehalten wird, ist mir absolut schleierhaft.
    Eine Katze verliert Haare, und die kriegt man als Vermieter nicht mehr weg; auch dann nicht, wenn das Objekt lange leersteht und viel gelüftet und gestaubsaugt wird. (diese Erfahrung habe ich gemacht)

    Eine solche “Katzenhaarentfernung” (die unter Umständen eine Teilrenovierung bedeutet) muss ich als Vermieter also ab jetzt in die Miete einkalkulieren. Mit der Konsequenz, dass die Mieten weiter steigen.

  19. 19

    @Manuel2: Leider ist es auch ein wichtiger, wenn auch überaus lästiger Bestandteil des Lebens eines Wohnungsinhabers, wenn er von den kläffenden, stinkenden und den Gehweg vorm Haus verkotenden Biestern der Wohnungsnachbarn terrorisiert wird. Wohnungsinhabern, die sich überdies – weil angeblich Tierfreunde – für bessere Menschen und damit gegenüber jeder Kritik erhaben fühlen und sich höflich-dezente Hinweise auf Störungen durch ihre Lieblinge als tödlicher Beleidigung verbitten. Was für Tierfreunde es sind, kann man dann daran sehen, mit welcher Inbrunst sie die in sadistischer Massentierhaltung erzeugten Currywürste in sich und die Geflügelleber aus der Dose in ihre Viecher hineinstopfen. Wie auch immer: die Entscheidung des Bundesgerichtshof wird keinen Streit schlichten, sondern die Kötereigner in ihrer Arroganz bestärken und die Amtsgerichte mit Tausenden von Prozessen zur Frage der “umfassenden Abwägung der Interessen der Mieter, Vermieter und Nachbarn” verstopfen.

  20. 20

    Was gegen Katzen spricht? Eine Katzenhaarallergie… und die Haare bleiben lange in einer Wohnung, auch nachdem der ehemalige Mieter ausgezogen ist.

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    Manche tun ja so, als ob jeder Hund grundsätzlich ununterbrochen rumbellen würde. Das sind aber die wenigsten.

    Und von wegen Katzenhaarallergie: Soll jeder auf eine Katze verzichten, nur weil vielleicht irgendwann in ferner Zukunft jemand mit Katzenhaarallergie die Wohnung mieten könnte? Ist ein bißchen weit hergeholt.

  22. 22

    Gutes Urteil gegen die um sich greifende Hundefeindlichkeit in unserer Gesellschaft.

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    @Chopper: Ganz genau, so wird es laufen. Wenn man mal versucht aus einem Dielenboden im Altbau Tierhaare und den Geruch zu entfernen kommt man tatsächlich in Richtung einer Teilrenovierung, die ich dann auf die Miete aufschlage.
    Aber beim derzeitigen Wohnungsgsmarkt werde ich die Wohnungen trotzdem los…ergänzend lasse ich mir dann eine Selbstverpflichtung unterschreiben, die Tierhaltung ausschließt, dass die eventuell keinen Bestand hat weiß ja erstmal keiner.
    Aber hinterher sind wir bösen Vermieter dann wieder schuld weil die Miete so hoch ist. Himmel hilf….

  24. 24
  25. 25

    @Stubentigerverbieter:
    Wenn die Vermieter damit argumentieren, dann wird es Zeit, Schimmelbefall und Feuchtigkeit in der Wohnung ebenfalls dem Vormieter anzulasten. Sie können doch nicht ernsthaft (!) deshalb Katzen und (und eigentlich dann auch andere (Klein)Tiere) in der Wohnung verbieten, weil eventuell mal jemand dort einziehen könnte, der eine Tierhaarallergie hat. Vor allen Dingen, weil Sie es doch als Vermieter erst bemerken, wenn der Neumieter etwas davon mitbekommen hat. Und dann stellt sich auch die Frage, ob der Vermieter denn dann dafür aufkommen muss, die Wohnung für diesen Mieter ordentlich zu halten, oder ob es nicht leichter ist, einen von den Hunderten mietwilliger Leute zu finden, die keine Tierhaarallergie haben.
    Das Argument steht auf ganz, ganz wackeligen Füßen. Zudem: es gibt auch Katzen außerhalb der Wohnung.

  26. 26

    meine erste wohnung bei der gbg mannheim zeit 13 jahre wohne ich da.zeit 11 jahre habe ich meinen hund noch nie hatt sich jemadt beschwert über meinen hund.jetzt ist das haus verkauft worden.und der neue mieter möchte um bauen und ich muss raus und die gbg mannheim sagt jetzt müssten sie mit mir einen neuen mietvertrag machen und in diesen mit vertag könnte ich meinen hund nicht mit nehmen. ich soll in nach 11 jahren abschieben dann bekomme ich eine gbg wohnung.das ist eine frechheit.aber die miete kassien sie immer noch für diesen monat

  27. 27

    Ich kann solche Leute nicht verstehen:
    In dem Mietvertrag steht klar drin, dass Haustiere verboten sind. Dennoch ziehen sie wider besseren Wissens mit einem Hund in die Wohnung.
    Also entweder versuche ich, vor Mietbeginn diesen Passus zu streichen oder ich lass die Wohnung sein.

    Dass man aber in eine Wohnung einzieht, wohl wissend, dass es von Anfang an Streit geben wird, der sich jahrelang vor den Gerichten hinziehen wird, darauf hätte ich absolut keinen Bock. Das Klima wird wohl auch nach dem Urteil vergiftet bleiben.

    So groß kann die Wohnungsnot in Deutschland doch noch nicht sein!

  28. 28

    @nania Ich verbiete es nicht, weil irgendjemand vielleicht mal eine Tierhaarallergie hat, sondern weil Hunde und Katzen einen erhöhten Verschleiß bedeuten, so wie das Rauchen in der Wohnung auch. Und diesen Verschleiß muss jemand bezahlen, weil er über das normale Maß hinausgeht, was mir ja über Abschreibungsmöglichkeiten und Mietzins vergütet wird. Da ich die Abnahmen immer selber mache bekomme ich das sehr wohl mit, was in der Wohnung passiert ist. Schimmelbefall und Feuchtigkeit gibt es in meinen Wohnungen nicht, und wenn doch würde ich es auf meine Kosten beseitigen lassen.

  29. 29

    @Stubentigerverbieter:
    Selten so einen Unsinn gelesen. Ich habe seit 30 Jahren Katzen und bin in dieser Zeit mehrfach umgezogen. NIE, nicht ein einziges Mal, war der Wohnung bei meinem Auszug anzumerken, dass ich dort mit Katzen gewohnt habe.
    Sollten wirklich Schäden durch die Tierhaltung entstanden sein, wäre das dem Mieter natürlich anzulasten, wie jeder andere durch einen Mieter verursachte Schaden. Aber einen von vornherein “höheren Verschleiß” bedingt die Tierhaltung nicht.

  30. 30

    @Stubentigerverbieter
    Nach Ihrer Argumentation verbieten Sie also auch das Rauchen in den Wohnungen? Wahrscheinlich nicht, sondern der Mieter hat entsprechende/n Abnutzung/Verschleiß vor dem Auszug zu beheben (Streichen, neuer Teppich, etc.) – könnte man also eher auch für Tiergeruch so festhalten?

  31. 31

    Das die Geschichte mit den Hunden jetzt entschieden wurde macht Sinn.

    Aber wer kommt bitteschön auf die Idee, dass in einem Miezhaus keine Katzen erlaubt sein könnten?

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    Ich verstehe einfach nicht, was ein Kotsack in einem Mehrfamilienhaus in einer Großstadt verloren hat.

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    @Nania:

    1. Katzen nehmen für gewöhnlich das Katzenklo.

    Genau, für gewöhnlich. Und das steht für gewöhnlich wo? In der Wohnung. Ergo – Katzen kacken in die Wohnung.

    Und wer nur ein bisschen Geld investiert und zu vernünftigem Katzenstreu greift, der wird mit dem Geruch nie ein Problem haben.

    Ja.

    2. Katzen, die das Katzenklo benutzen, kann man vielleicht in der Wohnung riechen, aber nicht mehr im Hausflur.

    Vorausgesetzt, das Katzenklo wird regelmäßig gereinigt (und zwar nicht regelmäßig am Karfreitag). Auf solche Katzen (und deren Besitzer) bezog ich mich aber nicht.

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  35. 35

    @wonko:

    Genau, für gewöhnlich. Und das steht für gewöhnlich wo? In der Wohnung. Ergo – Katzen kacken in die Wohnung.

    Nach dieser Argumentation kackst Du aber auch in die Wohnung. Warum sollte die Katze das nicht dürfen?

    Vorausgesetzt, das Katzenklo wird regelmäßig gereinigt (und zwar nicht regelmäßig am Karfreitag). Auf solche Katzen (und deren Besitzer) bezog ich mich aber nicht.

    In welcher Häufigkeit treten die, auf die Du Dich beziehst, denn so auf? So oft wie Messies bspw.?

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    Natürlich hinterlassen Katzen ihr Spuren in der Wohnung.

    Wenn Katzen Ihr Krallen benutzen sehen Sie diese Spuren sehr deutlich an den Türen.
    Gleiches gilt für Hunde.

    Und dann kommen so tolle Argument wie “Ist doch normale Abnutzung”

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    @alexander: Dann kommt das Urteil des BGH doch genau passend. Wenn das Verbot von Haustieren in den AGB steht, ist es ja kein Problem, den Mietvertrag erstmal zu unterschreiben und den für wenige Tage im Tierheim (oder einem Bekannten) untergebrachten Hund dann ins Haus zu holen. Die Argumentation für ein Tierverbot dürfte dem Eigentümer bei einem gut erzogenen Hund schwer fallen… ;)

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    @Chopper:

    Die Mieten schießen ohnehin in absurde Höhen, über solche “Drohungen” können wir Nichtvermieter also nur müde lächeln.

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    @Stubentigerverbieter: Was machst du denn, wenn ein Single in der Wohnung plötzlich einen Partner/eine Partnerin hat? Oder zwei Mieter es tatsächlich wagen, Kinder zu bekommen? Schlösser austauschen und Gesichtskontrolle, damit nur derjenige reinkommt, der im Mietvertrag steht? Zum normalen Gebrauch gehört ein gewisses Maß an Verschleiß. Dieser übliche Verschleiß ist im Mietzins enthalten, den der Vermieter eben von Anfang an entsprechend festlegen muss.

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    @wonko
    Vor einiger Zeit hat die Katze den Hund als beliebtestes Haustier in Deutschland abgelöst. 8,2 Millionen (!) Katzen leben in Deutschen Haushalten bei den Hunden sind es 5,4 Millionen.
    Und das Problem mit ihrem Beitrag ergibt sich genau daraus: Ich wette, dass die allermeisten dieser Katzenbesitzer ein gutes Verhältnis zu ihrem Tier und dessen Ausscheidungen haben, dass sie das Katzenklo jeden Tag mindestens einmal sauber machen, dass sie die Kratzspuren der Katze an der Tür zwar sehen, dies aber auch dem Vermieter bei Auszug mitteilen und ggf. reparieren lassen. Und wegen einem Beispiel, dass Sie zitieren, aus dem vielleicht 1 Katzenbesitzer aus 1000 folgt, leiten Sie ein generelles Verbot her?
    Ich durfte in der Pariser U-Bahn (und hier handelt es sich wirklich um eine traurige Wahrheit) beobachten, wie ein “zivilisierter” Mensch auf den Bahnsteig gesch***en hat. Vor aller Augen.
    Dennoch folgere ich daraus nicht, dass alle Franzosen so handelt und das man daran ein generelles Verbot von Menschen an U-Bahn-Stationen (ich weiß, dass ist überspitzt und hinkt etwas). Genau das gleiche gilt in meinen Augen bei Katzenbesitzern. Weil es einen Fall gegeben hat, der unangenehm war, sollte man das nicht projizieren und generell – egal, ob da die 70-jährige alte Frau oder der 35-jährige Rechtsanwalt vor Ihre Tür steht, pauschalisieren sondern nahc dem jeweiligen Einzelfall beurteilen.

    Ich streite ja nicht ab, dass es solche Fälle gibt. Nur stellen sie definitiv nicht die Mehrheit der Katzenbesitzer in Deutschland.

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    @Usul:

    hihi
    wir hatten mal einen Mieter, der sich über die trampelde Katze des Obermieters beschwerte.

    Diese Mietzekatze hatte sicherlich Stepschuhe an und hat für einen Autritt bei den Riverdancers geübt.

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    wo ist den mein Kommentar hin?
    tze

    Was ich sagen wollte: Wir hatten mal einen Mieter, der sich über die trampelde Katze des Obermieters beschwerte.

    Ansonsten, ein richtiges Urteil. Wir verbieten z. B. nichts, wenn es aber Probleme gibt, dann muß das Tier weg.

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    @Chopper: Ernsthaft, Sie haben Katzenhaare nicht mehr wegbekommen? Ich habe einen geknüpften Teppich, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat, und mit meinem Dyson bekomme ich den problemlos wieder frisch hin, da bleiben keine Katzenhaare zurück. Noch einfacher ist es auf Fliesen und Parkett/Laminat, da reicht ein einfacher Wischmobb, um jegliches Haar zu entfernen.
    Eine “Teilrenovierung” sieht da anders aus.

    @Solero: Wenn Katzen ihre Krallen an den Türen oder Tapeten benutzen, dann ist es mehr als unkompliziert, diese wegzubekommen. Bei der Tür wird eine Paste aufgetragen, und eine Tapete kann neu angebracht werden. Das ist tatsächlich beides kein großer Aufwand.

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    Ich finde es gut, dass die “böse Gegenseite” (Vermieter) sich hier zu Wort meldet, um Bedenken gegen Haustiere für Normalbürger verständlicher zu machen. Daumen dafür! Allerdings:

    @Stubentigerverbieter:
    Wenn ein Kind mit dem Holzauto rumfährt ist das auch eine höhere Abnutzung, als wenn zwei Rentner den ganzen Tag nur sachte in Filzpantoffeln rumlaufen. Zerkratzte/angebissene Türen etc. sind in meinen Augen etwas völlig anderes: da hat der Mieter Sachen beschädigt und hat die zu ersetzen. Das ist das gleiche wie wenn ein Mieter Befestigungshaken (für was auch immer) in den Türrahmen macht. Deshalb verbiete ich nicht grundsätzlich Mieter, verlange aber eben bei Auszug die Beseitigung des Mangels (neue Türrahmen). Dafür ist eine Abnahme doch da: Unterscheidung von normaler Abnutzung/Gebrauch und “Übernutzung”.

    Zum Argument mit den Allergikern: In meine Wohnung könnte nach Auszug auch einer einziehen, der allergisch auf Erdnüsse reagiert. Wird mir als nächstes im Mietvertrag das Essen von Erdnüssen verboten? (Im Flugzeug war mal einer allergisch gegen Erdnüsse, da durfte niemand an Bord irgendwas mit Nüssen essen.) Einer allergisch gegen Blume X, deren Pollen auch in jede Ritze zieht, darf ich keine Blumen mehr haben?

    Wohnung ohne “Hundegenehmigung” käme für mich nicht in Frage.

    PS: Ja, dauerbellende Hunde etc. sollten verbietbar bleiben, aber daran ändert das Urteil ja gar nichts. Im Gegenteil, es hebt ebendies hervor.

  47. 47

    @wonko: Bei mangelnder Sorgfalt bei so manch’ anderen Dingen in der Wohnung stinkt’s auch durch’s ganze Haus; eine Katze hat primär damit nix zu tun.

  48. 48

    @Chopper:
    So einen Bullshit habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Eine Katze ist keine Made. Wer sich Gehacktes hält, der hat irgendwann ein Problem. Selbst erlebt…

  49. 49

    @wonko:
    Das “Menschenklo” steht auch in der Wohnung. Ergo: Menschen kacken auch in die Wohnung. Die Haufen sind i.A. größer und stinken mehr.

  50. 50

    @nania:

    Und wegen einem Beispiel, dass Sie zitieren, aus dem vielleicht 1 Katzenbesitzer aus 1000 folgt, leiten Sie ein generelles Verbot her?

    Mal abgesehen davon, daß diese Quote frei erfunden ist – ich habe ein Verbot weder hergeleitet noch gefordert oder befürwortet. Bitte unterlassen Sie also solche Unterstellungen, danke.

  51. 51

    Wie sieht es eigendlich in Hausfluren aus? Wenn ein Vermieter einem nicht das halten eines Hundes verbieten kann, versucht er (in unserem Fall) zu verbieten, dass sich der Hund im Hausflur und Treppenhaus aufhalten darf. Gibt es dazu schon Entscheidungen?

  52. 52

    Was heißt denn “aufhalten”? Überhaupt mal da sein? Das ist wohl schwer zu verbieten. Wenn ihr das Tier in der Wohnung haben dürft, dann gehört mit ihm rein- und rausgehen wohl notwendigerweise dazu. Mit “aufhalten” wird ja wohl nicht dort spielen (dazu ist ein Hausflur wohl grundsätzlich ungeeignet, sei es nun Hund oder Kind) oder gar allein rumliegen heißen (da könnte ich schon gut verstehen, dass das Leute stört, man muss eben auch akzeptieren, dass nicht jeder mit Hunden kann).

  53. 53

    @wonko
    Ja, tatsächlich. Die Quote habe ich mir ausgedacht. Aber da es momentan nicht die großen Berichte und Beschwerden darüber gibt, das Katzen hier in Deutschland die deutschen Mietwohnungen voll stinken, gehe ich mal davon aus, dass bei 8,2 Millionen Katzen in deutschen Haushalten einfach die Wenigsten so sehr riechen, dass man den Geruch im Treppenhaus riecht. Einfach auch, weil ich viele Katzenbesitzer kenne.
    In Katzenhäusern im Tierheim, da stinkt es. Und selbst da riecht man das nur, wenn man sich im Katzenhaus selbst befindet.

    Und was mein “verbieten” anbelangt: Das haben Sie wörtlich nicht geschrieben, stimmt auch. Ihre Beiträge wirken auf mich aber, als seien sie gegen das Urteil, weil es dadraußen einige wenige Haustierbesitzer gibt, die ihr Tier unsachgemäß halten.

  54. 54

    Ich hätte eine Frage, die ich beim Querlesen der Kommentare nicht beantwortet gefunden habe: Wie ist es in einem Mietshaus mit Leinenzwang?
    Ich habe große Angst vor Hunden und muss fast täglich in einem Mietshaus arbeiten gehen. In der gleichen Etage ist eine Familie, die mehrere Hunde hat. Mir ist ja rational klar, dass die mich nicht auffressen und zerfleischen werden, aber es ist eine enorme psychische Belastung für mich, auf den Fahrstuhl zu warten und nicht zu wissen, ob die Hunde wieder ohne Leine vor mir stehen werden, oder ob die Leine so lang und lasch gehalten wird, dass ich mich für den Moment angegriffen fühle. (Wie gesagt, ich hab da wirklich Angst und mir ist die Irrationalität auch klar, aber das ist mein Alltag…)

    Ich würde gern wissen, ob es da nicht eine Regelung gibt, dass Hunde in Mietshäusern an der Leine gehalten werden müssen – und zwar so, dass sie anderen Menschen, als den Besitzern, nicht am Körper hoch springen.

  55. 55

    PS: Damit wollte ich nicht generell gegen Hunde in vermieteten Wohnungen plädieren, ich würde nur gern die rechtliche Lage wissen. Weil ich in diesem Falle ja auf die Fürsorgepflicht meines Arbeitgebers zb. vielleicht zurückgreifen könnte, wenn es da Regeln gäbe… (Es handelt sich um eine Betreute WG, in der ich arbeite und die in einem ganz normalen Wohnhaus mit Mietwohnungen ist..)

  56. 56

    @fragend:
    Gesetzlich geregelt ist das nur auf kommunaler Basis und nur bezüglich des öffentlichen Raums (z.B. generelles Hundeverbot auf Spielplätzen, Leinenpflicht nur in Parks oder Freilauferlaubnis nur auf aufgewiesenen Flächen). Hausflure sind da nicht inbegriffen. Ein Vermieter könnte sowas möglicherweise in der Hausordnung festlegen. (Für Kampfhunde gelten andere Regeln, aber um solche Exemplare scheint es ja hier nicht zu gehen.)

    Aber ob das nötig ist? Meine Meinung als Hundehalter mit gesundem Menschenverstand: Als Menschen wollen wir, dass um uns herum ein privater Bereich eingehalten und sich uns gegenüber nicht aggressiv verhalten wird. Das erwarten wir von anderen Menschen wie auch von Tieren. Dass auch mein Tier sich daran hält, habe ich als Hundehalter sicherzustellen. Sei es nun durch grundsätzliche Erziehung, durch Zurückrufen des Hundes bevor der an Fremde rangeht oder eben durch Leine.

    Ich würd an Ihrer Stelle erstmal mit dem Besitzer des Hundes/der Hunde reden. 1. Erfasst der Besitzer, dass Ihnen das unangenehm ist? Es mag schwer vorstellbar sein, aber vielleicht merkt der einfach nicht, dass Ihnen das unangenehm ist oder er lässt es sogar drauf ankommen, dass sie vorm Besitzer kuschen? 2. Ist der Besitzer in der Lage, seinen Hund zu kontrollieren? (Hier wird es leider meist sehr traurig, 99% der auffälligen Hunde sind nicht auffällig wegen Rasse/Charakter/schlechter Kindheit, sondern weil ihr Herrchen erziehungsunwillig oder -fähig oder beides ist.)

    Ihr Arbeitgeber dürfte im Falle einer Gefährdung Ihrerseits wohl in der Pflicht sein, solange sie sich allerdings nur angegriffen fühlen, dürfte es da für ihn keine Pflichten geben. Allerdings jenseits eventueller Pflichten: Reden Sie doch einfach mal mit ihrem Arbeitgeber darüber. Jenseits von Pflichten dürfte das dem Arbeitgeber nicht egal sein – sowohl um ihretwillen wie auch bzgl. des/der betreut Wohnenden (unerzogener Hund ist ein Problem).

    Zum grundsätzlichen Anspringverhalten von Hunden: So wie Sie das schildern klingt das für mich nicht nach Angriff (da liegen Sie völlig richtig), sondern nach freudiger Begrüßung oder Aufforderung zum Spielen. Begrüßung ist harmlos, wenn Hunde miteinander spielen nutzen sie allerdings auch ihr Gebiss. Meist ein Spielbiss (beim Menschen mangels Fell in seltenen Fällen mal eine oberflächliche Schramme), aber der Hund kann auch mal auf die Idee kommen, ‘festhalten’ zu wollen – und da kann es schonmal zu behandlungswürdigen Bissen kommen, wenn das Tier nicht gelernt hat, wie weit es gehen darf (ich habs meinem ganz verboten, auch bei bekannten Personen, auch bei mir; Tier bleibt Tier; so ein Hund muss gar nichts böses wollen, sondern nur aus einer Laune mal was probieren, wie ein kleines Kind eben, nur dass der Schaden beim Hund größer ist).

  57. 57

    “@Chopper: Ernsthaft, Sie haben Katzenhaare nicht mehr wegbekommen? Ich habe einen geknüpften Teppich, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat, und mit meinem Dyson bekomme ich den problemlos wieder frisch hin, da bleiben keine Katzenhaare zurück. Noch einfacher ist es auf Fliesen und Parkett/Laminat, da reicht ein einfacher Wischmobb, um jegliches Haar zu entfernen.
    Eine “Teilrenovierung” sieht da anders aus.”

    1) Meine Frau hat eine Katzenhaarallergie und merkt in solchen Faellen innerhalb von weniger als einer Stunde ihre Allergie. Bei Teppichen selbst noch nach (eventuell sogar mehrfacher) professsioneller Reinigung. Das geht bei ihr soweit, dass ein gemeinsamer Lueftungsschacht ausreicht um zu merken, dass der Nachbar eine Katze hat.

    2) Eine gute Jugendfreundin mit Katzenallergie konnte mir drei Jahre (!) nach dem Tod unsereres Katers (mit ueblicher Reinigung je nach Raum mal oefters oder ehr selten) noch drei Stellen im Haus nennen die unsere Katze wohl oft frequentierte. Es stellte sich heraus: An einer stand der Katzenkorb, an der zweiten lag er oft an warmen Tagen und die dritte Stelle war ein Sofa auf dem Anscheinend trotz mehrfacher Reiningung noch Haare waren …

    Leute mit schweren Allergien sind irgendwie nicht zu beneiden.

  58. 58

    @nania:

    Ihre Beiträge wirken auf mich aber, als seien sie gegen das Urteil

    Mein erster Kommentar bezog sich auf Usul und sollte lediglich als Beispiel dienen, daß man die Anwesenheit von Katzen durchaus bemerken kann.
    Mit dem Urteil habe ich überhaupt kein Problem.

  59. 59

    @Andronycus und @rest
    Also in unserem Fall war es tatsächlich so, dass sich ein Mitbewohner angegriffen fühlte. Ich denke die meisten wissen, wie Hunde manchmal sind und wenn der auch noch eher groß ist, dann versteht man schon, wie manche Menschen darauf kommen. Der Hund war immer angeleint und kurz gehalten. Mitlerweile trägt er vorsorglich im Treppenhaus auch ein Maulkorb (nur um einen sicheren Eindruck zu machen). Ein öffentlicher Raum ist ein Treppenhaus sicher nicht, der Vermieter hat klar das Hausrecht, aber es zählt sicher als gemeinschaftlich genutzter Raum. Angenommen im Mietvertrag wird nicht erwähnt, dass Hunde auch im Treppenhaus verboten sein können, dürfte er es im Nachhinein tun?

  60. 60

    Ich verstehe dieses Urteil nicht wirklich.
    Als nicht Haustierhalter werde ich in der Nutzung meiner Wohnung dadurch eingeschränkt. Ich kann nicht mal eben in den Keller und meine Wohnungstür nur anlehnen, da ich fürchten muss dass das Tierchen in meine Wohnung kommt. Ferner muss ich mich mit dem Hobby anderen Leute auseinander setzen. Warum eigentlich? Ich möchte in meinen Wohnraum ungezwungen nutzen und ich mag Hunde nicht. Sie verurschen bei mir Angstgefühle.
    Vermutlich brauchen wir hierfür eine EU-Verordnung, so wie mit den Rauchen.

  61. 61

    @Frank Sommer:

    Nu schreiben Sie doch nicht um den heissen Brei herum – es ist nämlich ganz einfach: Das Problem liegt zwischen den Ohren und ist meistens am anderen Ende der Leine zu finden!

    Ein, meiner Meinung nach, richtiges Urteil. Wobei ich aber auch der Meinung bin, dass auch bei Mietverträgen die Vertragsfreiheit zwischen den Parteien gelten sollte. Das setzt aber auch voraus, dass beide Parteien ehrlich sind und Tacheles reden / schreiben.

  62. 62

    @Manuel2:
    Hab schon Wohnungen besichtigt da waren nach einigen Jahren Katzen-aktivität neben den Wänden auch sämtliche Türrahmen zerkratzt. Und das nicht unerheblich.

  63. 63

    @Chopper:

    Wo sollen sich in einer “nackten” Wohnung, ausser im Teppich, Tierhaare so dermaßen brutal festkrallen, dass man ihnen mit normalem Gerät nicht beikommen kann?

    Wir haben zwei Langhaarkatzen. Wer solche Miezen kennt weiss, dass sie mehr haaren als die gemeine EKH – ausserdem sind die Haare viel feiner als bei EKHs. Wie wir die Haare aus den Teppichen bekommen? Mit der Turbodüse (mit rotirender Walze – z. B. von Miele).

  64. 64

    @Bernd:

    Sie dürfen doch selbst entscheiden, ob Sie in der Großstadt in einem Mehrfamilienhaus oder auf dem Land in einem Bauernhaus leben wollen?

    Kotsäcke gibbet überall…

  65. 65

    @Andrew:

    [...Wenn Katzen ihre Krallen an den Türen oder Tapeten benutzen, dann ist es mehr als unkompliziert, diese wegzubekommen. Bei der Tür wird eine Paste aufgetragen, und eine Tapete kann neu angebracht werden. Das ist tatsächlich beides kein großer Aufwand....]

    Es geht noch viel einfacher: Kauf der Mieze ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum!

  66. 66

    @DM:

    Aber wäre es denn so vermessen, von einem Allergiker zu erwarten, dass er vor Vertragsunterzeichnung den Vermieter nach Vormietern mit Tieren fragt?

    Und ja, auch der Vermieter sollte eine solche Frage wahrheitsgemäß beantworten – sofern ihm die “legale” Tierhaltung bekannt war.

  67. 67

    Ihnen allen ist schon klar, dass sogenannte “Katzenhaarallergiker” nicht auf Katzenhaare reagieren, sondern auf ein Eiweiß im Katzenspeichel bzw. in den Hautschuppen? Da reden wir von einer Größe ähnlich wie bei Pollen, und die können sich durchaus in Mauerritzen festsetzen, oder in Rauhputz. Werden übrigens auch genauso schön durch die Luft gewirbelt. Da mein Mann extrem allergisch auf Linden reagiert, werde ich also ab sofort dafür eintreten, dass im Umkreis von 500m um Mietwohnungen alle Linden abgeholzt werden müssen, sonst können wir die Fenster nicht öffnen, und das schränkt uns in der Nutzung der Mietwohnung ein.

    Tatsache ist, dass der BGH nichts daran wird ändern können, dass manche Vermieter meinen, Mietwohnungen müssten nach jahrelanger Vermietung aussehen wie nie betreten; und manche Mieter sich benehmen, als würde nach Ihnen nie wieder jemand die Wohnung betreten müssen. Und dass das BGH leider die Menschen nicht zu zivilerem Umgang miteinander zwingen kann. Dennoch halte ich das Urteil für sinnvoll.

  68. 68

    @eigenbrödler:
    Als Mieter werde ich in der Nutzung meiner Wohnung durch Sie auch eingeschränkt. Ich kann nicht mal eben auf den Dachboden und meine Wohnungstür nur anlehnen, da ich fürchten muss das Sie in meine Wohnung kommen. Ferner muss ich mich mit Ihrem Hobby (oder was machen Sie da dauernd im Keller?) auseinander setzen. Warum eigentlich? Ich möchte in meinen Wohnraum ungezwungen nutzen und ich mag Sie nicht mal. Sie verursachen bei mir Angstgefühle.
    Vermutlich brauchen wir hierfür eine EU-Verordnung, so wie mit den Rauchen.
    ;-)
    Nur ich

  69. 69

    Wo ist eigentlich das Problem, wenn sich eine Katze an der Tapete ausläßt? Tapezieren sollte man doch sowieso alle paar Jahre mal. Auch Rauhfaser kann man nicht unendlich oft übermalen. Ich habe bisher jede Wohnung bzw. jedes Haus vor Einzug renoviert. Tapete vom Vorbewohner habe ich nur dann drangelassen, wenn die wirklich noch in Ordnung war bzw. überstrichen werden konnte. Insofern ist die Diskussion darüber doch Schwachsinn.

    Anders sieht es bei Türrahmen usw. aus. Wenn das Haustier (Hund, Katze, Nagetier) da was zerstört, dann muss der Mieter für aufkommen. Damit der Vermieter da nicht der Gelackmeierte ist, wird da die Mietkaution (bzw. Mietbürgschaft) vereinbart.

    Mir ist natürlich klar, daß so mancher Vermieter da trotzdem schon auf Schäden sitzen geblieben ist. Aber das ist doch nicht die Regel.

    Btw: Wenn eine Katze regelmäßig Auslauf hat, dann wird sie sich normalerweise auch draußen austoben und eher keinen Schaden drinnen machen. Katzen und Hunde ohne Auslauf werden schon eher mal in einer Wohnung Schaden anrichten. Ein Kratzbaum hilft da oft schon weiter. Und naja, bisher hab ich eher erlebt, daß Katzen eine Couch zerkratzen als eine Tür oder Tapete.

    Wofür ich aber auch absolut kein Verständnis habe – Leute die z.T. große Hunde in ihrer 2-Zimmer-Stadtwohnung halten und die dann die meiste Zeit des Tages allein in der Wohnung hocken lassen. Daß das zwangläufig Probleme mit sich bringt, ist ja mal klar. Für das Tier ist sowas doch eine Qual!

  70. 70

    Naja, mit Hundebesitzern reden wird wohl eher nicht klappen. Die sind mit ihrer eingebildeten Tierliebe über alles erhaben. Wenn man Hundebesitzer anspricht, weil die Tiere unangeleint durchn Wald wühlen, kommen generell blöde Antworten. Die Wildviecher (Igel, Hasen, Enten u.s.w.) gehen denen am Arxx vorbei, Hauptsache der Hund hat seinen Auslauf. Auch Hundeurin im direkten Wohnumfeld hat man hinzunehmen, ist ja Natur. Etwas besser ist die Hundeschexx-Aufsammelei geworden – da gibts aber noch heftige Reserven.
    Ich sehe absolut keinen Grund, Hundehaltung in urbanen Gegenden hinzunehmen. Wer zur Sozialisierung einen Köter benötigt, hat irgendein anderes Problem!
    Katzen sehe ich nicht so dramatisch, die übermäßige Wohnungsabnutzung kann neben der Auszugsschadenersatzpflicht durchaus individuell mit einem Kleintiermietaufschlag o.ä. geregelt werden.
    Gruß
    Reiner

  71. 71
  72. 72

    @steakhouse: Natürlich muss ich das berücksichtigen wenn plötzlich eine Person (älter 16) mehr in der Wohnung wohnt, da auch das einen zusätzlichen Verschleiß, aber auch erhöhte Verbräuche bedeutet. Kaltwasser wird zum Beispiel nach m2 auf die Hausgemeinschaft umgelegt, und zwei Personen brauchen nun mal mehr Wasser. Das ist einfach ein simples Rechenwerk.
    Kinder sind dagegen komplett unproblematisch, Familien werden von mir im Gegenteil bevorzugt behandelt in der Vermietung, da ich oft erlebe, dass dieser Personenkreis quasi keine Chance auf dem Mietwohnungsmarkt bekommt.
    Rauchen kann ich übrigens verbieten, da ich größtenteils möbliert an Berater, Ingenieure etc. vermiete, aber da stellt sich die Frage nach der Tierhaltung eh nicht.

  73. 73

    @Reiner: Ja, die Tierfreunde… Hundehaltung in der Stadt und in der Etagenwohnung ist schlicht Tierquälerei. Und Hundeliebhaber sind ungefähr soviel Tierfreunde wie Pädophile Kinderfreunde.

  74. 74

    @kokosnuss:

    Hm, wenn das ernst gemeint ist, dann kann ich nur empfehlen, nicht so oft unter Kokospalmen warten, daß die Nüsse runterfallen!

  75. 75

    @Reiner: Unangeleinte Hunde im Wald ist ein Thema..aaaber da gilt der Satz aus einem alten Kinderlied: Dann wird dich der Jäger holen mit dem Schiessgewehäääär..

  76. 76

    Ein realer Fall aus der Sicht eines Vermieters: Der Mieter hält 2 Hunde, welche tagsüber alleine sind und ihre Notdurft in der Wohnung verrichten. Das Problem war da und nachträglich die Haltung in diesem speziellen Fall zu untersagen war nicht möglich. Es blieb nur die Möglichkeit die Haltung von Hunden in Zukunft zu untersagen.

    Die Renovierungskosten blieben auch wieder einmal am Vermieter hängen. Und dann wundert sich noch jemand dass immer weniger bereit sind in Mietwohnungen zu investieren…

  77. 77

    @DM:
    Ja, das ist schlimm für den Einzelnen. Genauso ergeht es mir jeden Frühsommer mit Pollen von Gräsern und Getreide. Aber, den Getreideanbau im 20km-Radius der von mir bevorzugten Aufenthaltsorte zu verbieten, das fände ich schon ein wenig übertrieben.

    @eigenbrödler:
    Wieso müssen Sie fürchten, dass fremde Tiere in Ihre Wohnung kommen? Wohnen bei Ihnen andere Mieter mit Tierbesitz am Gang, oder Teilen Sie sich eine gemeinsame Wohnungstüre?

  78. 78

    @Hustenstorch:
    So abwegig ist das nun wirklich nicht: Hundehaltung in Wohnungen bzw. in der Stadt hat mit der Liebe zum Tier nun wirklich nichts zu tun.

    Konrad

  79. 79

    @DM: Das Problem sind nicht die Haare, sondern der Speichel an den Haaren.
    Ich weiss jetzt nicht, wielange der wirklich allergische Reaktionen auslösen kann. Tatsache ist, ein Staubsauger hilft da nicht, da muss man definitiv feucht reinigen. Zusammen mit einem guten Teppichreiniger sollte das aber kein Problem sein.

  80. 80

    Soll man jetzt eine ausgefeilte Einzelfallabwägung in den Mietvertrag aufnehmen? Wie soll das, auch für die Zukunft, gehen? Soll man schreiben, dem Mieter M wäre die Haltung aller Großsäuger untersagt? Wieder einmal ordentlich Beratungsbedarf und Mitwirkung von Rechtsbeiständen generiert…denn wer kann schon eine umfassende Abwägung der widerstreitenden Interessen vornehmen? Sicher nicht die eine Partei. Und das auch noch gerichtsfest, das schaffen ja noch nicht mal Juristen.

  81. 81

    @Gästle:
    Frägt sich nur, woher der Vermieter weiß, dass die Hunde ihr Geschäft in der Wohnung verrichten:
    Wenn´s am Gestank lag, der aus der Wohnung dringt, kann man die Haltung sehr wohl verbieten bzw. dem Mieter kündigen.
    Auch wenn kein Gestank bemerkbar ist, sollte eine Kündigung, zunmindest nach einer Abmahnung, drin sein. Denn das Verrichten der Notdurf in der Wohnung gehört nicht zu deren vertragsgemäßen Gebrauch.

    Auch leuchtet mir nicht ein, warum der Vermieter auf den Renovierungskosten sitzen geblieben sein soll. Außer der Mieter hat kein Geld, das ist aber das Risiko eines jeden Vermieters und hat mit den Hunden nichts zu tun.

  82. 82

    @NullPlan:

    Denn das Verrichten der Notdurf in der Wohnung gehört nicht zu deren vertragsgemäßen Gebrauch.

    Hm, ich mache das immer in meiner Wohnung. Ich glaube, wenn ich mich zum kacken defäkieren in den Vorgarten setzte wäre das viel eher Grund für eine Abmahnung/Kündigung.

    Wo verrichten Sie denn?

  83. 83

    Meine Güte, was für ein entsetzliches Urteil! Ich bin fassungslos!

    Kann man die Leute nicht im Rahmen der Vertragsfreiheit entscheiden lassen, ob Haustiere erlaubt sind oder nicht? Und wer in ein Haus zieht, kann sich doch vorher informieren, ob Tiere erlaubt sind oder nicht. Ein solches Verbot gilt ja meistens Hausweit. Und dieses Verbot, dass nun gekippt wurde, stellte eine große Erleichterung für viele Menschen dar: Ich kenne mehrere Menschen mit teils schweren Phobien vor Hunden, die am schwersten betroffene Frau könnte kein Auge mehr zutun, wenn sie wüsste, dass ein Hund im haus lebt und ihr jederzeit im Treppenhaus begegnen kann. Muss jemand mit einer solch peinlichen Erkrankung das jetzt erst an die große Glocke hängen und durch alle Instanzen prozessieren, wo er sich vorher auf eine einfache Regelung verlassen und berufen konnnte?
    Und ich selbst leide an einer sehr starken Katzenhaar allergie: Eine geöffnete Tür einer Wohnung mit Katzen kann reichen, dass ich stundenlange Nießattacken und tränende Augen ertragen muss. Bisher konnte ich mich darauf verlassen, dass unser Haus katzenfrei ist, in Zukunft bleibt mir wohl nur Selbstjustiz in Notwehr, denn Geld und Zeit für einen Prozess hätte ich nicht.

  84. 84
  85. 85

    @user124:

    Kinder mit Hunden zu vergleichen find ich schon ziemlich… naja. Ich bin auh noch nie in Kinderscheiße auf dem Bürgersteig getreten ;)

  86. 86

    @Titus Andronycus: Diese Auskunft ist falsch.
    Mittlerweile haben fast alle Bundesländer Gesetze erlassen, die den Haltern bestimmter Hunderassen oder auch allen Hunden Pflichten auferlegen. Dazu gehört regelmäßig auch die Leinenpflicht in Wohngebieten. (Wozu Wohnhäuser meist auch zählen.) Und das Gesetz gilt halt nicht nur bis zur Haustür…

  87. 87

    Zu Hunden in Großstädten:
    1. Es ist keine Tierquälerei, Hunde in einer Stadtwohnung zu halten, solange ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden. Dazu gehört: Gesellschaft, also kein langes Alleinlassen, und ausreichend Auslauf (abhängig von der Rasse) und Beschäftigung. Ein Husky z.B. wird schwierig, denn der möchte gerne täglich 50km rennen, ein Dackel ist mit weniger zufrieden
    2. Lautes Dauerbellen in der Wohnung: Das passiert meistens, wenn der Hund zu lange alleine ist. Das ist keine artgerechete Haltung, da kann man dann als Nachbar auch mal versuchen, den Tierschutz einzuschalten. Das gilt übrigens auch für Kratzen am Türrahmen: Ich kenne keine Hunde, die das tun, es sei denn, sie werden zu lange alleine gelassen, das ist Tierquälerei.
    3. Rücksichtnahme: Ja, einige Hundehalter reagieren blöd, wenn man sie darum bittet, ihren Hund anzuleinen. Aber auch hier macht halt manchmal der Ton die Musik. Wenn man den Halter anpflaumt, muss man sich nicht wundern, wenn der zurückpflaumt, insbesondere dann, wenn der Hund brav und wohlerzogen ist, es also objektiv keinen Grund gäbe, den Hund anzuleinen. Wenn mich aber jemand wie “fragend” (#54) bitten würde, meinen Hund anzleinen, weil er/sie Angst hat, dann würde ich das selbstverständlich tun.

  88. 88

    …auch ich bin in eine situation geraten, die mir die anwendung des hier diskutierten urteils gegenüber meinem vermieter notwendig machte. ich hatte das grosse glück eine frau kennen zulernen die mit mir das leben teilen will, der kleine rakker ( dackelterreirmix-12jahre) hat sich ebendso in mein herz gewühlt. nach anfänglichen schwierigkeiten mit dem anbellen und den dadurch enstanden beschwerden der mitbewohner, habe ich jetzt die zweite abmahnung und die letzmalige aufforderung erhalten, die alte knuffige dame abzuschaffen..wohlgemerkt, das anbellen ist von nur sehr kurzer dauer ( haustürklingeln )und da ich frührentner bin ist sie bei mir unter 24 stunden obhut. der bestehende mietvertrag wird vom vermieter als bindend angesehen und das neue grundsatzurteil vom 30.04.2013 wonach der vermieter jetzt schneller effektiver kündigen kann, ist paradoxerweise zeitgleich mit der abmahnung in meinem b-kasten gelandet. wer glaubt das die haus und grund gesellschaft, ihre mitgleider nicht im vorwege informiert hat…der galubt auch an das cristkindel!!:)..ich gehe jeden mir gegebenen juritsichen weg, da ich es für mehr als vetretbar halte, kleine hunde, ihr kurzes anbellen genauso hinzunehmen wie das kindergebrüll-geschrei und die technomusik meines geliebten nachbarn.der wohnungsmarkt ist ein willkürmarkt der oberen geworden und wird uns “kleinen” leute assbald das genick kosten..in diesem sinne..wohlauf der vermieterthyrannen. gruss aus hamburg

  89. 89

    “Superurteil” – nicht wahr! Ich bin Zootechniker, aber bin ich gleich intollerant, wenn mich die 20 Hunde in meinem Eingang stören, die permanent mich im Fahstuhl im Hundeurin stehen lassen. Die Leute stellen darin ihre Einkäufe ab, bei Regen schleppt sich jeder den Urin in die Wohnung, ins Auto, zum Arzt usw. Superhygiene. Da braucht man kein Deo mehr. Das verwunderliche ist, es stört keinen. Leider wohne ich im 7. Stock und bin schwerbeschädigt. Der Vermieter sagte dazu nichts, als ich dringend eine Wohnung suchte. Die Deutschen regen sich über Ausländer auf, da kann man nur lachen.

  90. 90

    Im Plattenbau wird Hundezucht betrieben, 4 Dackel zeugen kräftig. Es stört keinen, aber mit artgerechter Haltung hat das auch nichts zu tun. Super, Wurst und Fleisch im Einkauf und der Hund im Fahrstuhl wird verrückt. Vorfahrt für Hunde, ich bleib draußen.

  91. 91

    So ist es Kokosnuss, Hunde sind Assfresser, bisse heilen schlecht, weil sie eben sehr giftige Bakterien im Maul haben. Ich möchte eben nicht angeleckt werden un meine Einkaufstaschen auch nicht. Die belästigung durch Hunde ist dochj nicht nur das Gebell und der Gestank und deren Geilheit und deren Fressgier. Spreche ich höflich eine Frau an, kann ich zur Unterlassung aufgefordert werden, aber wenn mich jeder Hund angeht, soll ich mir das gefallen lassen. Die Halter sind einfach egoistisch und ungebildet.

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