Döner als Mordwerkzeug?

Wer glaubt, dass eine Extraportion Zwiebeln das Schlimmste ist, was einem Döner passieren kann, kennt das ur-sächsische Rezept „Knockout Spezial“ noch nicht.

Vor dem Landgericht Zwickau muss sich eine 35-Jährige verantworten, die ihrem Stiefvater das starke Schmerzmittel Oxycodon in den Fleischfladen jubelte. Es geht um versuchten Mord.

Zum Glück soll das Opfer nur unter Schwindel und Erbrechen gelitten haben. Wahrscheinlich war das hochpotente Schmerzmittel unterdosiert. Das und die sonstigen Unklarheiten des Falles -etwa die nicht ganz fernliegende Frage, ob das Erbrechen nicht doch nur am Döner lag – verhalfen der Angeklagten zunächst zu einem Freispruch. Doch die Staatsanwaltschaft ließ nicht locker. Nun geht die kulinarische Tragödie in die nächste Instanz, weil das Gericht erneut prüfen muss, ob die Beigabe von Pharmazeutika nicht doch ein Ticket ins Jenseits lösen sollte.

Der Döner-Prozess beginnt morgen.