DIESE PFÜTZEN

Das Landgericht Essen hat sich in einer Entscheidung mit Sportwetten beschäftigt. Wichtig an der Entscheidung ist vor allem, dass endlich mal einer erklärt, warum im Regelfall niemand vorher weiß, wie so ein Spiel ausgeht:

Gerade der Ausgang eines Fußballspiels hängt nämlich von einer Vielzahl von Faktoren ab, die im voraus nicht bestimmbar sind. Hierzu zählen beim Fußball nicht nur die mindestens zum Einsatz kommenden 22 Spieler, deren Aufstellung häufig erst kurz vor dem Spiel bekannt wird, und deren Tagesform, sondern auch die Schiedsrichter oder gelegentlich äußere Wettereinflüsse, aufgrund derer der Ball überraschend in einer Pfütze liegen bleibt oder von einer Unebenheit für den Schützen verspringt. Hinzu kommen weitere Unwägbarkeiten wie etwaige Verletzungen, Platzverweise oder Einwechslungen der Trainer. Da nimmt, worauf der Sachverständige hingewiesen hat, die Vorhersehbarkeit zum Ende der Saison weiter ab, da häufig die Spieler der ersten Wahl im Ligaalltag nicht eingesetzt oder vorzeitig ausgewechselt werden, um ihre Leistungsfähigkeit für einen Pokalwettbewerb oder Spiele auf europäischer Ebene zu erhalten.

Da kann sich mancher eine Scheibe abschneiden. Sogar die Sendung mit der Maus.

(28 (230/02) 75 Js 403/01, zitiert nach Vertretbar.de)