ENDLICH!

ENDLICH!

Hurra, ich kriege Rente. Zumindest laut unserem Kontoauszug:

21.08.2003 ALLIANZ VERSICHERUNG BFA RENTE ERWERBSMINDERUNG UDO VETTER 435,00 EUR

Was Miami-Rolf kann, gelingt Kö-Udo schon lange. Das Beste: Ich bin gar nicht bei der Allianz versichert .

DÖSIG

DÖSIG

Telefonnotiz für mich:

Herr W. bittet um Rückruf. Dringend! Er habe Mahnung bekommen. Heute sei der letzte Tag, an dem er reagieren könnte. Habe ihn gefragt, warum er sich nicht eher gemeldet habe. Hat er verschlafen!

Copyright: Sabine.

TEUER

Gott ist die Basis des Justizsystems. Glaubt zumindest ein Richter in den USA. Seine Überzeugung dokumentiert er mit 2 Tonnen Stein im Eingang seines Gerichts. Nicht ganz billig diese Demo – der Richter zahlt 5.000 Dollar Strafe pro Tag. Mehr über diese Justizposse mit ernstem Hintegrund hier.

(Danke an Stephan für den Hinweis)

TOT

Bordellkönig Otto Schwanz ist tot.

Das ist eine Nachricht, oder?

Richtig wehmütig wird einem aber erst ums Herz, wenn man den dazugehörigen Nachruf im Anwaltsblog (?) Jur-Text online liest:

Ob im „Blauen Engel“, im „Mireille“ oder im „You and Me“ – in den Etablissements von Otto Schwanz soll es die schönsten und zärtlichsten Mädchen gegeben haben.

Geifer, sabbel, lechz. Aber es geht noch weiter:

Otto Schwanz ist eine schillernde Figur ein sehr bunter Vogel gewesen. Was ich an ihm bewunderte war seine immer gute Laune und seine Art der Vermischung von Kriminalität und Politik…

Crime ist geil. See you im Butterfly.

EXITUS

Nicht ein einziger Experte in diesem Land kann für sich in Anspruch nehmen, das Chaos von 205 Steuergesetzen und -verordnungen mit unzähligen Paragrafen, 96000 Verwaltungsvorschriften und nahezu ebenso vielen Finanzgerichtsentscheidungen zu durchschauen.

Die Zeit beschreibt anschaulich unser Steuersystem. Diagnose: unheilbar krank.

(link gefunden bei Handakte WebLawG)

PERSON

Bevor man wegen kleinerer Beleidigungen zum Gericht laufen darf, muss man in Nordrhein-Westfalen ein Schiedsverfahren absolvieren. Der Inhaber dieses Schiedsamtes hat auf den offiziellen Vordrucken die Wahl, wie er seine Schreiben unterzeichnet:

Schiedsfrau

Schiedsmann

Schiedsperson

Ah, das ist metrosexuell in Behördendeutsch.

ANWÄLTE IN NOT

ANWÄLTE IN NOT

Gerissene Gewinnmaximierer unter den Sozialhilfeempfängern erklagen sich vor Gericht immer größeren Luxus, und staatlich finanzierte Anwälte helfen ihnen dabei – so stellt es der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe dar. „Das ist wirklich Quatsch“, sagt der Spandauer Anwalt Joachim Laux dazu. „Sozialhilferecht macht man als Anwalt höchstens aus Not, aber nicht, weil damit Geld zu verdienen ist.“

Wahre Worte im Tagesspiegel.

Mal überlegen. Ich habe in 9 Jahren als Anwalt bisher einen einzigen Sozialhifefall vors Verwaltungsgericht gebracht. Das Gericht ließ sich so lange Zeit, dass mein Mandant in der Zwischenzeit gestorben ist.

(link gefunden bei Handakte WebLawG)

SCHLECHTER VERLIERER

Wenn ich euch einen Tipp geben darf: Lasst euch niemals auf eine Schiedsvereinbarung ein. Dieser Tipp gilt auch für Privatleute. Manchmal versuchen zum Beispiel Bauträger, Schiedsgerichte durchzudrücken.

Es wird zwar viel über die normalen Gerichte geschimpft. Durchaus zu Recht. Aber was Schiedsgerichte teilweise an Lustlosigkeit, Inkompetenz und Ignoranz aufzubieten haben, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Wenn man also mal wieder ein Schiedsgericht erlebt hat, freut man sich richtig auf die „lebensfernen“ Volljuristen am Landgericht.

Na ja, ich hab´gut lamentieren. Wahrscheinlich würde ich das Gegenteil erzählen, wenn ich gewonnen hätte…

MIES, MIESER, RICHTER

MIES, MIESER, RICHTER

Wer sich auch in einer für ihn schwierigen Situation wie Herr Schill sie durchlebt so verhält wie er es getan hat, ist charakterlich nicht geeignet, das Amt eines Hamburger Senators weiterzuführen.

Und wenn er jetzt wieder Richter am Amtsgericht sein will?

HANDY-NEPP

In Handyläden, aber auch bei ebay sind Koppelungsgeschäfte groß in Mode. Die beliebteste Variante: Der Kunde bestellt 2 Handyverträge, kriegt aber nur ein Telefon geliefert. Der Vermittler darf ein Telefon behalten und verspricht, jeden Monat die Grundgebühren zu erstatten. Ein Beispiel findet sich hier.

Meistens klappt alles – bis auf die Erstattung der monatlichen Grundgebühren. Ich habe schon mehrere Mandanten, die vergeblich auf die zugesagten Überweisungen warten. Besuche bei den diversen Büroadressen sind meist vergeblich. Außer einem verblichenen Klingelschild ist niemand anzutreffen.

Vodafone & Co. waschen ihre Hände in Unschuld. Und das sogar aus nachvollziehbarem Grund. O-Ton: Wir verkaufen Kontingente an Großhändler, die wiederum die Verträge nach unten durchreichen. Wir können beim besten Willen nicht kontrollieren, ob jemand eine Gebührenerstattung verspricht. Da die Zusagen nicht von uns stammen, müssen wir sie auch nicht erfüllen.

Wer sich auf solche Schnäppchenverträge einlässt, muss auf jeden Fall genau prüfen, wer ihm die Gebührenerstattung verspricht. Eine Firma wie „storemobil“ ist nichtssagend. Selbst wenn sie im Handelsregister eingetragen sein sollte, muss dort nicht unbedingt was zu holen sein. Besonders aussichtslos wird es, wenn die Firma als Ltd. irgendwo im karibischen Ausland residiert.

Ich würde die Finger davon lassen.

ÜBERALL DAS GLEICHE

ÜBERALL DAS GLEICHE

Aufgrund ihrer guten Führung und der leichtsinnigen Stellungnahme eines gutgläubigen Gerichtspsychologen bin ich gezwungen, sie vorzeitig zu entlassen.

Warren McDudelduck, Richter am Landgericht Entenhausen, zu den Panzerknackern. Walt Disneys Lustiges Taschenbuch 313, S. 135.

TEUFLISCH

Den m.e.p.-Histo-blog habe ich schon öfter mal besucht. Erst jetzt kriege ich mit, dass er auch von einem Anwalt gestaltet wird. Der Kieler Kollege Jan Alexander Strunk führt ein „mediales Ereignis-Protokoll“. Wie es aussieht, findet er jeden Tag ein paar teuflisch gute Informationen.

KILLER RATEN

Ist das ein Serienkiller? Oder nur ein Nerd? Auf der Seite malevole kann man authentische Bilder bewerten – und so manche Überraschung erleben.

Schon „mein“ Professor Hans-Dieter Schwind hat regelmäßig in seiner Kriminologie-Vorlesung Staatsanwälte und Richter neben Häftlinge auf die Bühne gestellt. Die Studenten durften raten, wer die Kriminellen sind. Die Trefferquote war verheerend…

(credits für den link: M-E-X-Blog)