heise online:
Sexualkunde gehört zum Erziehungsauftrag
Die katholischen Eltern eines Gymnasiasten, der in einem katholischen Kolleg lebt und die 6. Klasse einer öffentlichen Schule bei Warendorf besucht, kritisieren den Sexualkunde-Unterricht im Lande. Der sei verfrüht, zu freizügig, nehme auf den Entwicklungsstand der Kinder keine Rücksicht und verletze das elterliche Erziehungsrecht.
Doch die Klage auf Unterrichtsbefreiung wies das Verwaltungsgericht Münster ab (AZ 1 K 411/06) Der Unterricht folge dem staatlichen und grundgesetzlich verankerten Bildungs- und erziehungsauftrag. Die Richtlinien des nordrhein-westfälischen Schulministeriums würden diesen Anforderungen gerecht. (pbd)
Urlaub darf sein
Die Feriensaison steht vor der Tür – für viele Arbeitnehmer die schönste Zeit des Jahres. Doch oft entbrennt Streit: Was tun, wenn der Chef den Urlaub verweigert?
Blogs: Öffentlich-Rechliche zahlen
Ab sofort ist dieses Blog für alle Besucher kostenpflichtig, die über Rechner öffentlich-rechtlicher Institutionen hier lesen. Ein entsprechender Absatz ist unter Kontakt + Nutzung zu finden. Wenn der Staat mich schröpfen will, schröpfe ich zurück. Die ersten Rechnungen gehen am 15. Juli raus, denn die entsprechenden Rechner einiger Institutionen hab ich schon in meinen Statistiken gefunden.
Die Nutzungsbedingungen:
Sauber
„Da werden die Autoscheiben aber schön sauber, wenn Sie Evian nachfüllen.“
Haha. Na ja, wir haben über 30 Grad.

Quelle: wulkan (www.wulkan-comic.de)
Das Doppelte
69 Prozent der Deutschen lehnen den geplanten Gesundheitsfonds ab, berichtet Spiegel online. Die interessantere Zahl wäre, wie viel Prozent der Bundesbürger überhaupt einen blassen Schimmer haben, um was es geht.
Ich tippe auf 1 Prozent. Bei den verantwortlichen Politikern schätze ich das Doppelte.
Ein Drittel in Amerika
Wenn du auf dem Stepper QuickStart drückst, stellt sich das Gerät auf 60 Minuten ein. Das erledigte Pensum wird wie folgt angezeigt:
6 Minuten: 10 Prozent; 12 Minuten: 20 Prozent … 60 Minuten: 100 Prozent.
Heute Morgen entwickelte sich neben mir folgender Dialog:
„Äh, wieso zeigt das Ding bei 18 Minuten 30 Prozent?“
„Keine Ahnung.“
„20 Minuten wären 30 Prozent. Ein Drittel von ’ner Stunde, ist doch logisch. Oder nicht?“
„Ja, schon. Aber die Geräte kommen aus Amerika. Die rechnen doch alles anders.“
„Das kann natürlich sein.“
Geht dieser Anwalt über Leichen?
Wenn man einem Hamburger Richter glauben darf, hat ein Verteidiger aus Stralsund deutlich über die Stränge geschlagen. Er bezeichnete die Arbeit des Anwalts in einem Berufungsprozess als „Über-Leichen-Gehen“, berichtet die Hamburger Morgenpost.
(Danke an Ralph für den Link)
Momente
Wenn dich der Kaffeeautomat anflasht: „Abgezähltes Geld einwerfen.“
Dann aber anstandslos das Wechselgeld auswirft.
Männer mit Biss
Nur dem mutigen Einschreiten dreier Bochumer Staatsanwälte ist es zu verdanken, dass ein Vergehen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung wahrscheinlich nicht ungesühnt bleibt. So vermeldet es der Polizeibericht:
Nach dem Fußballspiel am Mittwoch befanden sich drei Staatsanwälte auf der Verteilerebene der U 35, um ihren Heimweg anzutreten. Ihnen fiel eine dreiköpfige Personengruppe auf, aus der eine männliche Person plötzlich „Sieg Heil!“ schrie. Es gelang ihnen, den 17jährigen Bochumer bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Von dem Beschuldigten, der sich nicht zur Sache äußeren wollte, wurden die Personalien festgestellt. Gegen ihn wird eine Anzeige gefertigt.
(Danke an Jan C. Marianek für den Link)
Spenden – für mich
Eine Spendenaktion. Für mich. Und alle anderen, die Callboy Torsten verklagt. Tolle Sache, auch das T-Shirt.
Was meinen eventuellen Anteil angeht, werde ich diesen für einen guten Zweck spenden. Oder für einen bedürftigen Mandanten verwenden. Siehe dazu auch meinen Kommentar zum Spendenaufruf.
Letzter Beitrag zum Prostituierten aus Berlin: Callboy Torsten schreibt dem Gericht
Hooligans müssen zu Hause bleiben
Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hält es für rechtmäßig, dass sich vermeintliche Hooligans während der Fußballweltmeisterschaft regelmäßig bei der Polizei an ihrem Wohnsitz melden müssen. Damit werden entsprechende Auflagen der Stadt Braunschweig bestätigt. Auch das Braunschweiger Verwaltungsgericht hatte die Anordnungen bereits weitgehend gebilligt.
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(Seit September 2004.)
Callboy Torsten schreibt dem Gericht
Callboy Torsten zieht jetzt die zivilrechtliche Karte. Nach seinen unsäglichen Strafanzeigen zerrt er einen Blogger vors Amtsgericht.
Der zuständige Richter scheint vom Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung nicht beeindruckt. Er hat der Ladung zum Termin am nächsten Mittwoch folgenden Hinweis beigefügt:
Dem Antragsteller wird aufgegeben bis zum Termin zu erläutern und glaubhaft zu machen, für welche der angegriffenen Äußerungen der Antragsgegner verantwortlich ist. Ferner ist geordnet darzustellen, welche Äußerungen untersagt werden sollen und warum. Das überreichte Anlagenpaket ist ungeordnet und als Glaubhaftmachung ungeeignet. Ein Verstoß gegen Urheberrechte ist bisher nicht erkennbar, da offenbar kein Kunstwerk oder Lichtbild geschützt werden soll, welches der Antragsteller hergestellt hat.
Übersetzt heißt das: Der Antrag ist bullshit.
Letzter Beitrag zum Prostituierten aus Berlin: Strafsache Vetter
Männer über 40
Ich war heute mit einem Bloggerkollegen auf einen Kaffee raus. Der Mann hat einen Hund, und außerdem ist er der „Süßeste auf der Welt“. Finde jetzt nicht unbedingt ich. Sondern der Feger mit osteuropäischem Akzent.
„Den klaue ich jetzt!“ Mit diesen Worten, allerdings auf den Hund bezogen, hatte sich die Dame von hinten rangepirscht. In Wirklichkeit ging es ihr aber um was anderes. Jedenfalls zog sie mir ziemlich schnell an der Krawatte. „Das ist doch auch so eine Hundeleine. Habe ich gelesen, im Cosmopolitan.“ So habe sie schon viele Männer durch die Stadt gezerrt, verriet sie ungefragt. „Die stehen drauf. Die putzen sogar für mich.“
Das mit der Hundeleine konnte ich ansatzweise nachvollziehen. Aber putzen? „Männer über 40“, sagte sie und ihr Blick ergänzte: solche wie ihr, „die machen doch alles für ’ne junge Freundin.“ Ich saß etwas schräg hinter dem Süßen, deshalb konnte ich sein Gesicht nicht sehen. Aber mein Blick muss misstrauisch bis abweisend gewirkt haben. „Aber in Wirklichkeit“, schoss sie hinterher, „haben Weicheier bei mir keine Chance. Ein Mann, der Nein sagt, das ist was anderes.“
Ich habe vorsichtshalber gar nichts gesagt. Vor allem nichts in Richtung Nein. Der Hundehalter auch nicht. Beim dritten „Den klaue ich jetzt aber wirklich!“ nahm er seinen Hund aber etwas fester an die Leine.
Irgendwann merkte sie dann doch, dass wir nicht putzen wollten. Und Nein sagen schon gar nicht. Sie verabschiedete sich überraschend höflich. Ich für meinen Teil saß noch etwas paralysiert in der Gegend rum. Dann entschloss ich mich froh zu sein, dass ich keinen Hund habe. Alleine passiert mir so was zum Glück nicht.
(Ich gehe nämlich noch als 35 durch.)