PROVIDERWECHSEL
So, nachdem mich GMX hat ziehen lassen, ist die private Flatrate jetzt bei Manitu gebucht. Immerhin der einzige mir bekannte Provider mit Weblog.
Außerdem stehe ich in seiner Blogroll drin :-)
Nachtrag: läuft.
So, nachdem mich GMX hat ziehen lassen, ist die private Flatrate jetzt bei Manitu gebucht. Immerhin der einzige mir bekannte Provider mit Weblog.
Außerdem stehe ich in seiner Blogroll drin :-)
Nachtrag: läuft.
Powered by WordPress, vollmar.net
Server und Florian
Holzhauer
Da gibt es auch noch Hostloco (http://webhosterblog.com/), einem deutschen Anbieter mit Sitz in Spanien.
Manitu… Ja, nette Leute dort.
Ich bin am überlegen, ob ich den Shopblogger da (wieder) hosten lasse. Aber das ist eine lange Geschichte.
"feste IP-Adresse" – huch, gibt es wirklich Anbieter, welche sowas gleich noch mitgeben? Bedeutet das dann, dass man auch bei neuer Einwahl wieder die gleiche IP-Adresse bekommt? Interessantes Angebot!
Sprich: Wir liefern eine limitierte Flatrate, verraten unser Limit aber nicht. Statt einem verlässlichen Vertrag gibts ein Poker-Spiel.
@ Torsten: Da brauche ich mir sicher keine Sorgen zu machen, bei durchschnittlich 500 MB – im Monat.
Torsten, das ist bei (fast) allen Anbietern so. Eine Mischkalkulation ist notwendig um den Preis allgemein runterzukriegen, wenn nun Freaks kommen und die Mischkalkulation aus den Angeln heben heben, so muss der Provider entweder irgendwann Pleite gehen und alle Kunden vor die Türe setzen oder allen Kunden das Paket teurer machen oder eben die Sache mit den Freaks regeln, so dass die anderen Kunden weiterhin glücklich und zufrieden sind.
Ich halte eine sog. flexiflat, wie sie Lycos z.B. anbietet, für beide Seiten befriedigender. Bei einem Verbrauch bis 5000 MB kostet es 5,95, bis 10.000 MB 9,95 und darüber 19,95 Euro. Damit gbt es eine klare Begrenzung der Kosten und man spart bei geringem Traffic Geld. Finanziert also keine der sogenannten Poweruser mit, für die wie ich lernte, 70 bis 80 GB Traffic im Monat normal, fast schon untere Grenze ist.
Das ist selbstverständlich durch den Begriff *flat* abgedeckt, insbesondere dann, betrachtet man die vollmundigen Werbeaussagen mit denen nahezu alle Provider ihr Flatrates anpreisen. Aber ausser t-online haben bisher alle versucht solche heavy-Sauger irgendwie loszubekommen. 1&1 bot denen sogar 100 Euro bei vorzeitiger Vertragsauflösung. t-online hielt sich dafür bis vor kurzem an allen Kunden gleichmässig schadlos, indem sie knapp 30 Euro für ihre Flat verlangten, wo andere schon längst bei 10 Euro waren.
Martin: Mischkalkulationen sind kein Freibrief für das Fehlen jeder Kalkulation.
Natürlich zahlen T-DSL-Weiterverkäufer ab einem gewissen Punkt drauf. Es gibt aber meines Wissens kein Gesetz, dass einen zum Angebot einer Flatrate zwingt. Volumentarife existieren. Und wer will, kann die noch beträchtlich flexibler machen.
Wenn ich keinen Poweruser will, sage ich halt "10 Gigabyte" und nicht "irgendwo ist da eine unsichtbare Schwelle".
Es gibt meines Wissens auch kein Gesetz, welches einem verbietet sich mit so einen "Kunden" zu einigen.
Es ist ja auch keine unsichtbare Schwelle … es wird ja nicht so sein, dass man mal an der Durchschnittsrechnung kratzen darf oder auch nicht überm Durchschnitt liegen darf. Doch "Kunden" welche dem Unternehmen dauerhaft schädigen und somit auch den anderen Kunden muss man versuchen loszuwerden. Find ich völlig in Ordnung.
Martin: Überleg mal genau, was Du da geschrieben hast: logischerweise liegt ungefähr die Hälfte der Leute über dem "Durchschnitt".
Und dann eine Analogie: Stell Dir ein All-You-Can-Eat-Buffet vor und neben dem Buffet steht jemand, der Dich freundlich anlächelt und Dir erklärt, dass Dir der Teller abgenommen wird, wenn Du ihn zu voll machst. Alles nur zu beiderseitigem Nutzen.
Ich bleibe dabei: wer ehrlich mit seinen Kunden umgehen will, soll halt das Limit nennen. Ansonsten ordnet man sich bei den unzuverlässigen Billigprovidern ein.
Und genau das ist das "Problem". Es gibt kein Limit à la "Hast Du 20 GB, werfen wir Dich raus". Es geht um einen Gesamteindruck des Users, sein (nicht momentanes sondern allgemeines) Nutzungsverhalten, gemessen am Durchschnitt aller User. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.
Ich lästere nicht gerne, und dennoch bitte ich zu beachten, dass kein einziger DSL-Anbieter in diesem Land eine echte Flatrate anbieten kann. Es gibt regulierte Preise für die "letzte DSL-Meile". Die sind _immer_ volumen-/zeit-abhängig (mehr Volumen gleich schlecht, mehr Zeit gleich gut!).
Die Frage, wo das vielgenannte "Limit" liegt, ist einfach eine "Summe" aus den einzelnen Kunden. Hat ein Anbieter nur Poweruser, wird ihm das schnell zum Verhängnis. Hat er normale Kunden und ein paar Poweruser, gehen die "unter".
Ich stimme voll und ganz zu, dass gerade die großen DSL-Anbieter hier aufgrund ihrer Masse Poweruser einfacher "wegstecken". Die Luft wird aber auch hier immer enger.
Die großen Anbieter ziehen sukzessive allesamt mit ihren Flatratepreisen nach. Ich wage mich mal auf unsicheres Terrain und behaupte, dass auch der Branchenriese T-Online irgendwann mit Kündigungen kommt. 1&1 ist ja trotz 1 Million Kunden schon dabei.
Und mal ehrlich: Für den Kunden gibt es (zumindest bei uns) in keinem Falle ein Risiko. Kein Kunde zahlt mehr als 9,99 Euro pro Monat. Es gibt keine Trafficrechnungen, nichts. Nur bitte ich darum, uns das Recht zu lassen, einen Vertrag nicht weiterzuführen, wenn er für uns finanziell so teuer wird, dass er nicht mehr tragbar wird. Wir erstatten für anteilig genutzte Monate sogar tagesgenau die Gebühren zurück.
Ich find das fair. Vergleichbar mit einer Ehe, in der beide Partner, wenn sie sich trennen, nichts mehr voneinander nehmen als das, was sie mit eingebracht haben.
manitu:
Ganz polemisch zurückgefragt: warum heiraten, wenn man doch nichts gemeinsam hat?
Oder übertragen: warum bietet Ihr nicht schlicht einen flexiblen Volumentarif an?
Weil wir mit den 9,99 Euro alle User "abfackeln" können, ohne, dem einen weniger zu versprechen, wenn er noch weniger verbraucht, oder mehr, wenn er dann doch mal drüber ist.
Jeder User soll die Möglichkeit haben, auch mal ohne Mehrkosten "mehr" zu verbrauchen, indem es die anderen bezahlen.
Diese Flexiflat-Geschichten kommen in etwa einer KFZ-Vollkasko-Versicherung gleich. Habe ich keinen Schaden, bezahle ich wenig, habe ich Schäden, bezahle ich mehr, darf aber bleiben.
Wenn sich die Menschen normal und fair verhalten, könnte man eine Versicherung auf die Beine stellen, wo jeder einen fixen Preis bezahlt, auch wenn es mal dumm gelaufen ist. Die Masse kompensiert es dann. Sicherlich "unfair" für die anderen, weil sie ihm das mitbezahlen, aber jeder ist froh, wenn er auch davon profitieren darf.
Für mich alles eine Frage der Fairness.
Was soll das mit "Fairness" tun zu haben?
Wer dem Provider Gewinn verschafft ist "fair". Eine sehr eigene Definition.
Dass DSL als Produkt für uns einen Gewinn bringt und auch weiterhin soll, dürfte sich schon alleine daraus verstehen dass wir keine gGmbH oder ein e.V. sind ;-)
Fairness ist z.B., wenn jeder sich bewusst ist, wie sein Verhalten die Situation anderer und die Gesamtsituation beeinflusst.
Wenn jeder sein Kaugummipapierchen nur noch auf die Straße wirft, kann es sich die Stadt einfach machen und die Straßenreinigungsgebühren erhöhen. Dann zahlt einfach jeder mehr, die Stadt ist wieder glücklich. Wenn man sich aber Gedanken macht, dass man damit sich, seinem Geldbeutel und dem anderer nichts Gutes tut, wirft man es in den Mülleimer.
Und so ist es mit der Fairness bei vielen Dingen im Leben. Auch mit Flatrates.
Manuel:
Gründe den Verein, dann rede über Fairness. Ohne eine Verpflichtung Eurerseits zu irgendwas hat kein Kunde gegenüber Euch als Anbieter ein Interesse, Euer Angebot eigenständig einzuschränken. Es ist eine Verbrauchertäuschung dritten Ranges, mehr nicht.
Zum Versicherungsvergleich: Wenn ich bei der Allianz eine Autoversicherung abschließe und jemand beschädigt mein Auto, werde ich nicht auf die Auszahlung verzichten, weil die Allianz eventuell jemand anders nicht auszuzahlen würde. Denn in dem Fall sollte die Allianz mit guten Recht untergehn.
Deswegen rechnen wir Anwälte auch lieber nach Zeit ab.
@Udo Vetter: Bleiben Sie dabei
@Torsten: Zum Glück haben wir in diesem Land Meinungsfreiheit. Sonst hätten wir beide Krieg :-)
Nachtrag @Torsten: Mein KFZ-Beispiel war anders. Es geht darum, was Du verursachst. Nicht, was andere Dir verursachen.
Udo:
Vielleicht sollte man da mehrere Stufen einführen:
* Richtig gute Rechtsberatung kostet BRAGO mal Faktor 1,7.
* Normale Rechtsberatung nach Tarif mit Zeit zum Bloggen: Faktor 1,0.
* Do-it-yourself-Tarif: Kunde schreibt Schriftsätze selbst und lässt sie auf Udo-Vetter-Briefbügen verschicken Faktor 0,6 plus Porto.
Manuel: Provider sind keine Versicherungen. Blätter mal in den gesetzlichen Vorschriften für VErsicherungen, da kannst Du nur noch mit den Ohren schlackern.
Na ist denn jetzt hier der Sozialismus?
Obwohl, wenn ich es mir genau überlege, habe ich auch schon mal eine Flatrate an den Mann gebracht. Das war zu seligen New-Economy-Zeiten. Die Firma zahlte eine fünstellige Summe pro Monat, ohne wirklich zu stressen. Nicht zu vergessen die "Arbeitsessen" und "Dienstreisen".
Zum Glück bin ich parallel dazu Fachanwalt für Strafrecht geworden und konnte den Entzug dieses Ruhekissens (ein typisches New-Economy-Fiasko) einigermaßen auffangen.
Torsten:
Ich weiß echt nicht wo dein Problem liegt. Wenn man nach deinen Argumenten geht, kann man jeden Provider auch gleich verklagen, der mit dem Wort "Flatrate" wirbt, weil es ja letzten Endes doch keine Flatrate ist und er seine Kunden somit nur verarscht.
Ich find die Einstellung von manitu und deren Text, indem sie ihre Einstellung dazu schildern vollkommen fair. Jeder weiß woran er ist und was er wofür bekommt. Und niemand wird gezwungen zu unterschreiben.
– Das ist fair nach meiner Definition.
Und wenn du Zahlen haben willst: Dann erkundige dich doch mal, was bei manitu der Durchschnittsverbrauch pro User im Monat ist. Dann kannst du doch selber super abschätzen ob der Provider für dich taugt oder nicht.
Christian: Wer sprach von verklagen?
Ich werde im übrigen die Fairness-Definition in meinen Alltag integrieren. Ich definiere für mich persönlich einen Betrag, den ich für Kleidung, Telekommunikation, Miete und Nahrung ausgeben werde. Falls irgendjemand die Preise erhöht, muss er sich klar sein, dass ich die Zahlungen für die anderen Posten strecken muss: wird das Bier teurer, muss halt der DSL-Provider auf sein Geld warten oder zwischendurch einen Monat kostenlos liefern. Ich bin sicher, er wird vollkommenes Verständnis haben und auf Kleinigkeiten wie Mahngebühren verzichten. Das nenne ich fair.
Torsten:
Du musst jedesmal, wenn sich ein Sachverhalt ändert, aufs neue überprüfen ob er nach deinen Massstäben fair ist.
Das dein oben genanntes Beispiel nicht funktionieren kann, sollte klar sein. Außerdem sprach ich davon, das die Einstellung von manitu bzgl. PowerUsern fair ist. Nicht das du für alles feste Beträge festlegst und deine Rechnungen bezahlen kannst, weil der böse Milchmann um die Ecke auch mal im Internet surfen will.
Ich versteh nicht, wieso du dich so darüber aufregst das Firmen unrentable Verträge kündigen.
Klar ist es *piep*. Aber Firmen sind auch nur Menschen die arbeiten um zu leben. Und manitu ist bisher der einzige Provider, der seine Einstellung gegenüber sog. PowerUsern offen und ehrlich darlegt.
Nur ist es noch viel *pieper* wenn ich als Normalerkunde, dank so einem Porno-Leechenden Kiddie meine Flatrate verlieren, weil der Provider dank zuvieler Porno-Leechender Kiddies pleite gegangen ist. (Was noch sehr viel *pieper* ist.)
Klar, er nennt keine Zahlen, lohnt auch nicht, da es jeden Monat schwankt und sich jeden Monat die Kundenzahl ändert.
– Mal kann er sich 100 PowerUser leisten, dann kündigen 500 Kundern – und schon kann er es nicht mehr.
Sowas kann man aber problemlos vorher nachfragen.
Man muss nur wollen. Meckern über die ach so gemeine Welt kann jeder.
Holen Sie Ihre Lebensmittel auch immer in Bremen? ;o)
@Torsten: Ich will Dir ja nicht zu Nahe treten, aber ich glaube, Du hast meinen Versicherungsvergleich nicht verstanden.
Ich schreibe es daher nochmal anders. Soweit ich mich erinnere, gibt es keine Resource dieser Welt unbegrenzt oft. Folglich muss man die Nutzung einer solchen nach Verbrach bezahlen, so, wie Du es beim Strom, Wasser etc. auch tust.
Das Prinzip einer Flatrate beim Internetzugang genauso wie beim Telefon basiert daher immer und überall auf einer Mischkalkulation. Entweder direkt bei dem Anbieter, mit dem Du zusammenarbeitest, oder bei einem seiner Vorhändler.
Der Vorteil des Prinzips für den Händler ist i.d.R. nicht der größere Gewinn pro Kunde, sondern ein deutlich vereinfachtes Handling und mehr Kunden, aber nicht pro Kunde!
Für den Durchschnittskunden ist eine Flatrate i.d.R. zu teuer, weil er mit einem Volumen-basierten Tarif besser wegkäme. Für einen kleinen Teil der Kunden ist eine Flatrate finanziell vorteilhaft.
Aber: Beim Internetzugang ist eben dieses Volumen, im Gegensatz zu Strom, Wasser etc. sehr variant, den einen Monat so, den anderen so. Mal verbraucht man mehr, mal weniger. Menschen verspüren den (nachvollziehbaren) Drang, hierfür eine Pauschale zu zahlen, um einem Risiko zu entgehen, hohe Nachzahlungen leisten zu müssen.
Wie jede Pauschale hat auch eine Flatrate ihre Grenzen. Du kennst sicher auch Parkpauschalen auf Parkplätzen oder Parkhäusern. Diese sind i.d.R. auch so kalkuliert, dass man von einer durchschnittlichen Parkzeit ausgeht.
Ich mache Dir eine konkrete Rechnung. Ein Parkplatz mit 100 Stellplätzen kostet pauschal 2 Euro pro Tag. Egal wie lange. Rechnen wir mal damit, dass ein durchschnittlicher Besucher 3 Stunden parkt. Wir rechnen zur Vereinfachung mal mit einer Öffnungszeit von 9 bis 18 Uhr, also 9 Stunden. Somit können pro Tag insgesamt (9 / 3) * 100 Kunden parken, also 300, diese bringen 300 * 2 = 600 Euro Einnahmen.
Jetzt fangen aber alle an, sich zu sagen, hey, ich kann ja morgens um 9 schon da parken und bis abends da bleiben. Geil! Also parkt jetzt jeder volle 9 Stunden. Es können also nur noch 100 Kunden hier parken, also 200 Euro Einnahmen. Und schon wird es für den Anbieter uninteressant, weil seine Kosten schon bei 500 Euro liegen.
Ich gebe zu, ein etwas an den Haaren herbeigeführtes Beispiel, aber ich hoffe doch, verständlich. Natürlich hat es nichts mit Fairness zu tun, wenn man kurz bzw. lange parkt, aber es hat etwas mit der Kalkulationsgrundlage zu tun. Wenn der Anbieter also merkt, dass die durchschnittliche Parkzeit 9 Stunden sind, wird er seine Gebühr verdreifachen, also 6 Euro. Leidtragender ist nur der Kunde, nicht der Anbieter, für den es unter dem Strich "egal" ist.
Ich denke, ich werde Dich aber auch hiermit nicht wirklich überzeugen. Ich bin aber froh, dass Du Deine eigene Meinung hast, sonst hätte ich hier nichts zu kommentieren ;-)
"Menschen verspüren den (nachvollziehbaren) Drang, hierfür eine Pauschale zu zahlen, um einem Risiko zu entgehen, hohe Nachzahlungen leisten zu müssen."
Das trifft den Punkt. Deshalb muss ich meinem neuen Zuhause-Provider mal zur Seite springen. Denkt doch bitte mal an die Rechtsschutzversicherungen. Viele von denen schmeißen Kunden raus, wenn sie die Versicherung ausnahmsweise mal brauchen.
Oder nehmen wir All-you-can-eat-Angebote. Ob im Nobelhotel oder beim Chinesen um die Ecke wird exzessives Verhalten sicher geduldet. Einmal, mehrmals. Wenn es aber die Kalkulation dauerhaft gefährdet, ist es mit der Gastfreundschaft aus.
Danke :-)
Ich erläuter nochmal was ich eigentlich meinte:
a) TDSL-Reseller können wirtschaftlich keine echte Flatrate anbieten. Trotzdem machen sie es zwanghaft. Ich sehe darin einen Nachteil. In meiner Umgebung findet auch das ständige Providerwechseln statt. Das kostet sehr viel mehr Zeit und Nerven als eine Ersparnis von zweifuffzisch pro Monat.
b) Ich habe etwas dagegen, wenn eine Klausel, die alleine im Interesse des Anbieters ist, als "Fairness" bezeichnet wird, bzw. der vielzitierte Poweruser als "unfair". Der Kunde wird durch scheinbar moralische Argumentationen für die mangelnde Kalkulation des Anbieters verantwortlich gemacht. Wenn ich ein Angebot ordnungsgemäß wahrnehme, sollte das nicht zur Kündigung führen. (Wie bei den Ebay-Verkäufern, die zu niedrige Mindestangebote ansetzen und sich dann beschweren.) Wenn in den Providermarkt etwas mehr Ehrlichkeit Einzug halten würde, wäre es zum Vorteil aller.
c) Es gibt zahlreiche Methoden einen Volumentarif flexibler zu gestalten ohne ihn zur Pseudo-Flatrate hochzustilisieren. Dann muss der Provider das aber vorher durchrechnen und anschließend zu seiner Kalkulation stehen. Das ist aber nicht in Mode – stattdessen werden monatlich Angebote zurückgezogen oder Kunden durch Trafficsperren und Co rausgemobbt.
Christian: Du argumentierst mit dem Durchschnittsverbrauch. Der ist aber völlig egal. Wichtig ist alleine die Grenze, wo ein Kunde mehr kostet als er bringt.
Und ich bezweifle, dass manitu wirklich Kunden auf die Dauer durchfüttert, nur weil sie es sich leisten könnten. Sobald ein Kunde langfristig Geld kostet, wird er fliegen. Vielleicht wird er sogar fliegen, wenn er zu wenig Gewinn bringt. Wer weiß das schon? Dass der Provider einen "Ausrutscher" verzeiht, ist vorrangig in seinem Interesse. Denn der Ausrutscher-Kunde bringt übers Jahr ja noch bares Geld.
Auch kann Torstens Problem nicht verstehen. Manuel ist Unternehmer, er will, bzw. muss daher Geld mit seinen Produkten verdienen, das ist sein primäres Interesse.
Niemand ist gezwungen, bei ihm zu einzukaufen, aber seine Bedingungen sind recht klar.
Die Flatrate und ihre Mischkalkulation bringen den meisten Kunden eher Vorteile — man kann allerdings auch immer das Haar in der Suppe suchen.
Warum man ständig zweistellige Gigabyte-Mengen monatlich an Datendurchsatz verursachen muss, ist mir allerdings sowieso nicht ganz klar.
Diese faire Flatrate ist wunderbar, hat sie doch den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu offiziellen Volumentarifen bei einem voruebergehendem Ausrutscher durch Würmer oder ähnlichen Mist nicht plötzlich einem das Konto leer räumt. :-)
fh: Da ist sie doch nicht anders als alle anderen Pseudo-Flatrates. Und es gibt durchaus auch Volumentarife mit Ausnahmeregelungen, bzw man kann Volumen über das Jahr verteilen.
Was allerdings tückisch ist: Wenn der Kunde über Monate und Jahre brav weiter Trojaner verteilt, weil die Flatrate ja fair ist. Eine Begrenzung – Abdrehen der Leitung mit(!) Kundeninformation – ist da die bessere Lösung. Mein Provider macht das, sobald er von einer Infektion erfährt.
Gute Beitrage, Manuel Schmitt.
Ja, warum bietet alle Welt Flatrates an, die nicht einzuhalten sind? Mein Gemüsehändler macht das auch nicht.
Mein Provider soll einen kompetentern Kundensupport haben, bei den (seltenen) Störungen gut informieren, vernünftige Pingzeiten und einen anständigen Durchsatz bieten, optional auch einen gut gepflegten Newsserver und einen Mailaccount mit IMAP und Viren/Spamfilter – meinetwegen gegen Aufpreis.
Aber die Leute sind offenbar so verdummt, dass sie nur noch auf "Flatrate" oder "DSL 3000" abfahren… Die Idee eines "fairen Volumentarifs" ist überzeugender, wenn man sich Gedanken macht. Aber die Kundschaft scheint nicht nachzudenken.
Also nachdem sich hier alle so nett die Köpfe einschlagen:
1) @30 Es gibt Ressourcen die sich nahezu kostenfrei verfielfältigen lassen, du nutzt grade eine (Information).
2) Das Versicherungsargument: Akerlof hat 2001 für die Erklärungs der Geschichte nen Nobelpreis bekommen:
George Akerlof: The Market for 'Lemons' Er erklärt es mit Gebrauchtwagen ist aber für einen VWL Text gut zu lesen. :)
3) Bei den ganzen "flat" gefrage, habe ich auch eine: Was macht Manitu wenn ich drüber liege und uneinsichtig bin? Vertrag kündigen & zuende führen oder mich "kicken"?
Jan
sixpack:
Guck mal in die FAQ:
"Sie können unser Angebot jederzeit (täglich) kündigen. Evtl. zuviel bezahlte Entgelte erhalten Sie selbstverständlich tagesgenau abgerechnet und zurückerstattet."
Wenn man diese Kündigungsfrist beiderseitig annimmt (was natürlich nicht in der FAQ steht), ist bei manitu die ordentliche Kündigung kaum von einem "Kicken" zu unterscheiden.
Ach Manitu ist doch der lustige Vogel, der seine AGB recht witzig formuliert hatte und alle paar Std. geändert hat. :-D
Man suche hierzu einmal bei <a href="http://www.onlinekosten.de/forum" rel="nofollow">www.onlinekosten.de/forum</a> nach Manitu ;)
@sixpack: zu 40.3) Wir reden mit dem Kunden darüber. Wir wollen z.B. herausfinden, ob es bei ihm der oben schon besprochen Virus etc. war. Wenn wir von Dritten davon erfahren, sprechen wir den Kunden eh an.
zu 41) Wäre es andersherum (wir 1 Tag, Kunde 30 Tage) würde man uns den Vertrag um die Ohren hauen. Warum soll eine 1-Tages-Frist für den Kunden dann nicht auch für uns gelten? Gleiche Bedingungen für beide Seiten!
zu 42) Lustig ist Deine Formulierung, flexibel unsere. Ich gebe zu, dass unsere AGB am 1.6. noch sehr einseitig klangen, es aber so nie gedacht war! Wir haben auf die Kritik reagiert und haben sie sehr kundenfreundlich gemacht. "Davon düfen sich andere eine Scheibe abschneiden", hieß es von der Presse.
Du darfst aber gerne mal bei T-Online Kritik an den AGB üben, mal schauen, ob die Dir entgegenkommen.
Manuel: Wenn es eine beidseitige Regel ist, warum steht nur eine Seite in der FAQ?
Ich glaube hier hat niemand ein Problem damit, dass Ihr Gewinne macht. Es stößt halt bitter auf, wenn ihr so tut, als wäre dies alleine im Interesse des Kunden.
Eine tägliche Kündigungsfrist bringt dem Kunden nichts, da er in Tagesfrist keinen neuen Anbieter findet, der ihn sofort freischaltet. Es ist auch ein Disziplinierungsmittel: Wenn Du als Kunde "unfair" bist, stehst Du eben einige Tage bis Wochen ohne DSL da. Mein Provider bietet mir die Kündigung zur Monatsfrist. Das ist für die allermeisten Kunden die beste Lösung.
Ihr mögt in der Durchsetzung derzeit kulanter sein als Eure Vertragsbedingungen vorschreiben. Darauf kann ich mich als Kunde aber kaum verlassen, wie man oft genug bei anderen Providern gesehen hat.
Weil die FAQ für den Kunden gedacht ist, um sich über seine wichtigsten Fragen zu informieren. Bisher haben fast alle Kunden gefragt, wie schnell sie wieder kündigen können. Sie wollen flexibel bleiben.
Bisher hat _kein einziger Kunde_ gefragt, ob er nicht eine längere Kündigungsfrist haben darf, oder ob das auch für uns gilt. Das versteht sich von selbst!
Zur Tagesfrist. Aha, warum gibt es dann nicht wenige Kunden, die bei T-**** kündigen, beim neuen buchen und uns nach 1 Tag kündigen, weil der neue doch schon am selben Tag gestellt hat?
Wir geben dem Kunden die Freiheit, jederzeit zu kündigen. Daraus ergibt sich, dass das auch für uns gilt. Vielleicht fällt Udo Vetter dazu noch was ein ;-) ?
Eine kurze Kündigungsfrist ist kundenfreundlich. Die meisten Probleme entstehen doch dadurch, dass es Ärger gibt, der Kunde deswegen kündigt und der Provider noch auf elf Monaten Restlaufzeit beharrt.
Ich kann jetzt nicht ad hoc sagen, ob die eintägige Frist für den Anbieter durch Allgemeine Geschäftsbedingungen vereinbart werden kann.
Klar ist aber, dass es im Fall der Kündigung durch manitu Probleme geben kann, wenn der Kunde (z.B. beruflich) auf sein DSL angewiesen ist und über Nacht ohne Anschluss da steht. In diesem Fall müsste der Anbieter aufpassen, dass er zumindest nicht "zur Unzeit" oder willkürlich kündigt und den Kunden im Regen stehen lässt.
Eine freiwillig gewährte "Auslauffrist" wäre in solchen Fällen sicher keine schlechte Idee.
Khark:
Es ist ganz schlechter Stil, mich im Hostblogger-Thread als "Idioten" zu beschimpfen und irgendwas von einem "Hass auf Provider" zu erfinden.
Lassen wir mal die Moral beiseite. Ein Anbieter hat wirtschaftliche Interessen, und ich als Kunde habe wirtschaftliche Interessen: Ich will für einen bestimmten Preis eine bestimmte Leistung erhalten. Ein Angebot des Inhalts "Sie können bei uns für soundsoviel Euro im Monat unbegrenzt surfen, wenns uns allerdings zuviel wird, können wir den Vertrag von einem Tag auf den anderen kündigen, aber machen Sie sich keine Sorgen, wir werden das schon kulant regeln" ist für mich als Kunde nicht akzeptabel. So viel Vertrauen bringe ich vielleicht meinen persönlichen Freunden entgegen, aber nicht einem Partner im geschäftlichen Verkehr (ohne Ihnen persönlich zu nahe treten zu wollen, Herr Schmitt).
Herrlich, wie sich hier wieder die Negativen sammeln und Argumente hervorzerren. Neidisch?
Zuallererst: Niemand wird gezwungen, bei Manitu Kunde zu werden. Und derjenige, der Kunde werden will, kriegt alle Informationen, die den zu schließenden Vertrag betreffen. Wessen wirtschaftliche Interessen sich also mit den Vertragebedingungen decken, der wird unterschreiben – jemand anderes mit anderen Vorstellungen läßt es vielleicht bleiben.
Zweitens: Kein Anbieter von Dienstleistungen ist verpflichtet, einen einmal geschlossenen Vertrag bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag fortzuführen – genauso wie der Kunde dazu nicht gezwungen ist. Im Rahmen der Vertragsbedingungen können beide den Vertrag jeweils kündigen. Alle, die gegen diese "unbestimmte, offenbar ja doch gedeckelte, sogenannte Flatrate" wettern, mögen das in ihre Überlegungen doch mit einbeziehen: Auch jeder andere Flatrateanbieter ist in der Lage, den Vertrag mit seinen Kunden zu kündigen. Selbst ein Anbieter von Volumentarifen ist in der Lage, einen Kunden mit extrem hohem Volumen zu kündigen – beispielsweise, wenn dieser Kunde so dermaßen viel Volumen abfordert, dass zusätzlich zu der installierten Bandbreite weitere Investitionen notwendig wären, die sich aber wegen der Preisgestaltung nicht rentieren würden, oder wenn andere Kunden dadurch beeinträchtigt werden und ihnen die vetragliche Leistung nicht mehr bereitgestellt werden kann.
Was die Forderung angeht, anstelle dieser schwammigen FAQ-Aussage doch lieber eine klare Grenze anzugeben, ab der man schief angeschaut wird: Wie soll das gehen? Die Flatrates sind kalkuliert mit durchschnittlichem Traffic pro Kunde. Dieser Grenzwert ist aber keine sinnvoll angebbare Grenze, denn es ist ein Mittelwert, es muß also sowohl Kunden geben, die drüber liegen, als auch Kunden, die darunter bleiben. Würde der Mittelwert als Grenze angegeben, müßten alle Kunden, die drüber liegen, ein schlechtes Gewissen haben und die Kündigung fürchten – was sie vielleicht zur Einschränkung ihres Traffics verleitet, mithin zwar eine für den Anbieter erfreuliche Verhaltensweise, aber keine, die hohe Kundenzufriedenheit mit sich bringt.
Gibt man also eine höhere Grenze an, wie den doppelten Mittelwert, besteht aber immer noch die Frage: Was passiert, wenn man als Kunde drüber liegt? Oder dicht darunter?
So eine Flatratekalkulation verträgt sicherlich einen gewissen Anteil an Powernutzern, die für sich allein betrachtet im unwirtschaftlichen Bereich liegen, aber in der Summe mit den Wenignutzern das Unternehmen noch nicht in Gefahr bringen. Dennoch muß man diesen Anteil der Benutzer natürlich im Auge behalten, und wird versuchen, mäßigend und im Zweifelsfall kündigend auf diese Kunden einzuwirken. Man kann ja auch einen teureren Tarif, der sich am tatsächlichen Traffic orientiert, anbieten, ohne nahtlos den Stecker zu ziehen.
@Udo Vetter: Wir haben den paar Kunden, die es betroffen hat, und bei denen keine Besserung herbeigeführt werden konnte, ausreichend Zeit gegeben, sich einen neuen Anbieter zu suchen. Wir lassen keinen im Regen stehen, dafür erwarten wir einfach nur, dass derjenige nicht noch den Rest einer privaten Pornosammlung mit dem Rest des Internets teilt ;-)
Zur täglichen Kündigungsfrist. Das wurde vorab abgeklärt und gibt es im Mobilfunkbereich hin und wieder. Sollte also ok sein.
@Gast: Vielen Dank, das ist mal von neutraler Seite aus ein verständliches, nachvollziehbares Statement.
@Jossi: Endlich einer, der es auf den Punkt bringt. Ich will mit meinem Provider im Falle eines Falles keine Gespräche über meinen Traffic führen müssen, sondern von vorneherein eine klare Regelung.
Was an den Überlegungen von Torsten so schwer nachvollziehbar sein soll, bleibt mir verborgen. Auch für eine Flatrate gibt es eine natürliche Grenze, die definiert wird durch den maximal möglichen Download im Monat. Das sind bei einer 6 MBit-Verbindung irgendwas um die 1.900 GB. Ein rein theoretischer Wert, in der Praxis wird man selbst beim Ausschöpfen aller Möglichkeiten nicht auf die Hälfte kommen können.
Es bleibt jedoch, auch eine Flatrate ist kalkulierbar. Ich will das nicht allein an Manitu festmachen, denn die Grossen geben hier den Takt vor. Warum sie damit durchkommen, ist an einigen Kommentaren hier sehr schön nachzuvollziehen.
Soll Ihr Kommentar Nr. 50 bedeuten Herr Schmitt (manitu), Sie kontrollieren nicht nur die Traffic-Menge ihrer Kunden, sondern auch die Inhalte?
@Bloom: Nein, das haben Sie falsch verstanden. Zum einen können wir das technisch gar nicht, zum anderen interessiert es micht nicht wirklich, was die Kunden übertragen. Es war so gemeint, dass wenn wir dem Kunden eine Auslaufzeit geben, damit er nicht im Regen steht, es im Gegenzug "erwarten", dass er dann nicht noch Extra-Traffic in den letzten Tagen macht, um uns eins auszuwischen.
@ Manuel Schmitt
Mea Culpa ich war zu faul eure Seite zu lesen :) So finde ich es i.O. aber da weicht mein Verständniss von dem der meisten hier wohl ab. Wenn etwas symmetrisch ist -> Kunde hat keine Lust und kann gehen, Anbieter hat keine Lust kann gehen beides mit X Tages so ists doch perfekt wenn X möglichst klein ist.
@Bloom
Mann (und Frau ;) ) kann bei jedem Kunden auch nur anhand der Traffic Daten (wieviel in welche Richtung) sagen wer p2p Nutzter ist und wer nicht…
Frage: Nur so aus reinem Interresse … wo ist denn so die magische 0.75 Quantil Grenze ab der Manitu (per jetzt) das Gespräch sucht? (Zumindest so ca.) Ihr bietet das ganze ja an OHNE die möglichkeit nach möglicher Geschwindigkeit zu differenzieren…
Kein Problem :-)
Die Geschwindigkeit ist kein Problem. Zur "Grenze": s.o., es gibt keine Grenze, wo uns ein System sagt "Ruf mal an". Wir schauen uns manuell die Trafficdaten an. Das menschliche Auge sieht ja, ob jemand einfach mal so in einem Monat einwas was gesaugt hat, oder ob das jemand ist, der seine Leitung permanent heißglühen lässt. Ich vertraue hier einfach auf meine Mitarbeiter, und das funktioniert gut.
Ich frage mich warum hier alle soviel diskutieren – ich find's fair.
Wer nutzt denn wirklich STÄNDIG die Leitung den GANZEN Tag?
Wohl kaum jemand – und die User die's tun (und hier vielleicht diskutieren?) gehen dann gleich woanders hin – bitte schön.
Solange ich in Ruhe surfen kann, ohne nachzudenken auch mal einen Download starten kann, usw. reicht es mir ein ruhiges Gewissen beim Preis zu haben. Und 10 GB sind bei normalem (legalem!) Surf-Verhalten schon eine Menge. Die, die den ganzen Tag am Esel oder sonstwo hängen, haben doch eigentlich ein ganz anderes Problem, nämlich dass sie für die Leistung anderer nicht bereit sind zu zahlen; aber stopp, das ist ja ein ganz anderes Thema.
Manchmal kann man auch um etwas diskutieren, um dass es sich gar nicht zu diskutieren lohnt.
Und jetzt zerfetzt mich!
Da lob´ich mir doch meinen Vertrag: 1 GB frei, der Rest wird nach Menge abgerechnet. hat bisher perfekt funktioniert, zu viel hab ich bisher noch nicht verschenkt, aber auch noch nicht unnötig viel "nachgezahlt".
Das Thema ist oben erwähnt: market of lemons. Ich skizziere das Problem mal.
In den letzten Jahren sind zu viele "Kleinkrauter" als TDSL-Reseller aufgetreten, deren Geschäftsmodell aufgrund der Konkurrenz der großen und der Nachfragestruktur der DSL-Kunden einfach nicht funktionieren konnte. Das andauernde Absterben dieser Betriebe, unschöne Konkursnebenerscheinungen und Serviceunverschämtheiten haben dazu geführt, dass die Kunden in die Provider kein Vertrauen mehr in die Anbieter haben.
Sprich: Wenn ein "ehrlicher" Anbieter mit einem guten Angebot auf den Markt kommt, wird er vom Kunden nicht genug Geld bekommen, um diese Leistung auch auf Dauer zu bezahlen, da der Kunde das Risiko miteinrechnet, übers Ohr gehauen zu werden. Die Folge: natürlich kommt es bei dem Preis dann zu Enttäuschungen.
Wie kommt man da hinaus? Nur durch glaubwürdige Angebote mit Garantien. Manitu bietet das Gegenteil: eine Black Box. Niemand weiß, wann er den Hahn abdreht und was jetzt "fair" oder "unfair" ist. Der Provider kann sich wortwörtlich von heute auf morgen jeglicher Verpflichtungen entziehen, die Gebühren verdoppeln, das Angebot komplett einstellen, Trafficsperren gegen Filesharing oder Videostreams aufmachen. Oder er kann jeden rausschmeißen, der mehr als ein Gigabyte verbraucht. Die Vertragsbedingungen sind ein Schleudersitz, der viele Risiken einfach auf den Kunden abwälzt.
Für Manitu kann das Konzept aufgehen – selbst zur Zufriedenheit der wenig verbrauchenden Kunden, tendentiell ist es jedoch ein Schritt in die falsche Richtung.
Die Diskussion ist sehr interessant für jemanden, der in einem Glasfaserghetto sitzt :-) Im Kern geht es doch darum, dass eine einigermaßen vernünftige Nutzung des Web (und nein, das Herunterladen und Anbieten illegaler Kopien der neuesten Hollywood-Filme gehört nicht dazu) überhaupt keinen User und keinen Provider in Traffic-Schwierigkeiten bringen kann. Selbst als heftiger Linux-Nutzer, der sich sein Material per DVD und ISDN zusammensucht, würde ich mit meinem DSL-Traffic nie mit Manitu in Schwierigkeiten kommen. Und ja, wenn er mir einen DSL-Anschluss herzaubern könnte, würde ich auch zwei Jahre lang 29 Euro dafür bezahlen :-)
PS: Pro Monat natürlich :-)
>Eine tägliche Kündigungsfrist bringt dem Kunden nichts, da er in Tagesfrist keinen neuen Anbieter findet, der ihn sofort freischaltet.
Natürlich … Congster bietet sofortigen Zugang zum Beispiel auch an.
Ich finde nicht, dass es an der Kündigungsfrist etwas auszusetzen gibt. Und die hrlichkeit mit welcher dem Kunden hier begegnet wird, beeindruckt mich und ich glaube Herrn Schmitt, dass er ersteinmal versucht es freundlich zu klären und im Falle eines Falles dem Kunden genügend Zeit zum Wechseln gibt. So wie ich das sehe, baut seien Firma eben auf dieser Vertrauens- und Ehrlichkeitsbasis auf.
Wenn das das Kriterium für eine Anwaltsbeauftragung wäre, dann Hätte RA U.V. aber schlechte Karten. Sprich: Ich finde hier keine Blogroll.
Ja, auch eines dieser Projekte, die aufgeschoben werden.
>Torsten
>Wir liefern eine limitierte Flatrate, verraten
>unser Limit aber nicht.
Ich finde das Verhalten des Anbieters, trotzdem eine Flat anzubieten, durchaus OK. Das schützt den Kunden zumindest vor den teilweise extrem hohen Kosten für Over-Traffic, die bei Volumentarifen üblicherweise anfallen. Bei den schnellen Zugängen heutzutage fällt bei Volumentarifen Overtraffic ja schnell auch unbeabsichtigt mal an.
Und eine Email vorab, in der man fragt, wieviel Traffic OK ist, löst das Problem auch, zu erfahren, was der Provider OK findet. Das wichtigste ist aber in jedem Falle, seinen Volumenverbrauch zu kennen.
Wer seinen typischen Volumenverbrauch nicht kennt kann den zum Beispiel mit unserem Programm oder einem anderen Programm nachmessen. Welches Programm empfehlenswert ist, hängt davon ab, wie das Netzwerk dahinter aufgebaut ist.
Mein Programm gibt es hier (unverblümte Schleichwerbung):
http://www.trafficstatistic.de/
Manchmal stehe ich sogar für Support zur Verfügung.
Besten Gruß
Marcel vom Parteibuch
Schon lange nicht mehr soviel Halbgares zum Thema "Flaterate" gelesen wie hier. Da wird von fair, Moral, dem Userverhalten und weiss der Geier was geschrieben, um zu vertuschen, dass ein unklares Geschäftsmodell, das nicht hält was es verspricht, nämlich unbegrenztes Surfen, gesund gebetet werden soll.
Mir ist "manitu" herzlich wurscht. Ich brauche keinen Provider mit täglicher Kündigung und vor allem keinen der mit mir Gespräche über "faires Surfen" und meine "Besserung" führen will, anstatt ein ordentliches Abrechnungsmodell auszutüfteln. Bin ich bei "manitu" Kunde oder in einer Besserungsanstalt?
Aber ich finde es mehr als bedenklich, wenn hier ein leider in der Branche verbreitetes Geschäftsgebaren als völlig normal hingestellt wird. Das all-you-can-eat-Modell ist ja wohl eher eine Ausnahme im Wirtschaftsleben denn die Regel und findet in einem begrenzten Zeitraum, einmal die Woche statt. Üblich ist im Wirtschaftsleben nach wie vor und glücklicherweise anderes.
Wobei es letzten Endes nicht um "manitu" geht. Es geht darum, dass sich die Gewohnheit einbürgert und, wie auch hier gesehen, von vielen akzeptiert, Begriffe zu eigenen Gunsten verwirrt und verwässert werden. Ein neuerer Beitrag im Lawblog zeigt sehr nett auf, wie weit das gehen kann – eine telco einen 30 MB Volumentarif als Flat bezeichnet.
@Torsten:
Zu #33a und #59:Kann ich Dich ernst nehmen, wenn Du noch nicht einmal zwischen (Zugangs)Provider und Anschluß(T-DSL)-Reseller unterscheiden kannst?
"manitu" ist, DSL betreffend, primär ein Zugangsprovider und das Angebot richtet sich an Kunden, die T-DSL (schon) haben.
Mit T-DSL-Reselling hat eine Flatrate niemalsnicht zu tun!
Merke: wer Reifen herstellt, muß nicht zwangsläufig auch Autobauer sein… ;-)
Statt eine so lobenswert offene Erklärung wie die von "manitu" zu verreißen, solltest Du Dich auf andere stürzen, die (imo) offenes Anprangern eher verdient haben.
Als da wären…:
- Die Provider, die nichts dergleichen veröffentlichen und dann doch, zum Teil auf wirklich linke Tour und mit harten Bandagen, gegen PowerUser vorgehen.
- Die "Resale"-Anbieter (Achtung, das ist schon wieder etwas anderes als "Provider" oder "Reseller"!), die ihren Kunden so gut wie irgend möglich verschweigen, daß der DSL-Anschluß nach Vertragsschluß den Betreiber wechselt, so daß keinerlei Freizügigkeit mehr in der Wahl des Zugangsproviders besteht.
Letztere stellen nach meiner Ansicht in Kürze ein riesengroßes Problem dar. Viele Resale-Anbieter-Kunden sind sich gar nicht darüber im Klaren, daß ein zukünftiger Anbieterwechsel einen Neuanschluß erfordert!
Die Kombination beider Problematiken kann man getrost als "worst case" bezeichnen.
Die ersten Resaler haben damit schon begonnen…
… das wären viel bessere "Ziele" als die manitu-flat, die man ohne große Folgen täglich auch wieder loswerden kann.
@Udo Vetter:
vorweg: der "Resale-Falle" bei GMX wohl gerade noch so entkommen, was?
Zu #46:
>…, dass es im Fall der Kündigung [...] Probleme geben kann,
>wenn der Kunde (z.B. beruflich) auf sein DSL angewiesen ist
>und über Nacht ohne Anschluss da steht. …
Wer beruflich auf einen Zugang angewiesen ist, sorgt schon im eigenen Interesse für eine Backup-Lösung. Wie auch ansonsten im Geschäftsleben fällt das unter Sorgfaltspflicht und (ganz entsprechend der Philosophie des Internet) Eigenverantwortung. Letztere sowie eigenständiges Denken scheint jedoch in unserer heutigen "merkbefreiten" Zeit nicht mehr nötig zu sein *augenroll*…
Eine eintägige Kündigungsfrist kann gerade für berufliche Nutzer kein wirkliches Problem mehr sein, wenn heute Gerichte schon zu der Auffassung gelangen, daß sogar ein privater Forenbetreiber innerhalb 24h auf ein Löschungsverlangen reagieren muß.
Siehe: "lawblog" vom 18.06.2005 … ;-)
@all:
- Ein Unternehmen besteht zu dem Zweck, Gewinne zu erwirtschaften.
- Ein gutes Geschäft ist immer ein solches, das sich für beide Seiten lohnt.
- Der Nutzen für einen Kunden muß nicht immer bare Münze sein. Erreichbarkeit, Service und vor allem auch einfaches Produkthandling sind ebenfalls schätzbare Gegenwerte.
Wenn ein Angebot sich preislich und vom Geschäftsgebahren her lohnt und andere einem noch viel früher den Stuhl/Zugang vor die Tür stellen, dann finde ich es schlichtweg unverschämt, das so, wie oben gegenüber manitu geschehen, zu beschimpfen!
Es soll bitte jede(r) für sich entscheiden, wo der persönlich "beste Schnitt" liegt und mit welchen Bedingungen man/frau gut leben kann.
Ein Angebot kann jedenfalls niemals für alle das beste Angebot sein.
Noch ein paar Ansichten und Einsichten von mir:
"Die Kunden von heute sind besser informiert als jemals zuvor.
Die Anzahl derer, die all' diese Information auch begreifen, steht definitiv im umgekehrten Verhältnis zur verfügbaren Informationsmenge!"
"Wenn mich etwas zunehmend dem Gedanken an Auswanderung näher bringt, dann die völlige Blindheit, mit der in "Geiz ist geil"-Manier die Wirtschaft unseres Landes vom eigenen Volk erdrückt wird und der Kannibalismus, mit dem denen, die noch immer mutig den kleinen Finger reichen, vor Gericht gleich die ganze Hand abgeklagt werden soll."
"Wer für Güter und Dienstleistungen nur den weltweit geringstmöglichen Preis zahlen will, sollte genau dort und zu den dortigen Konditionen leben und arbeiten müssen, wo diese hergestellt bzw. erbracht werden!"
noplease: Ein "offenes" Angebot wäre zum Beispiel die Benennung als "Flexi-Volumentarif" unter Benennung der derzeit geltenden Grenze. Niemand hat mir bisher sagen können, warum diese Variante so schlecht wäre.
Wie oben erwähnt: Manitu ist nicht die schlimmste Kundenverlade, sondern nur eine drittklassige. Aber es ist eine. Wenn die Leute das als besonders ehrliches Angebot ansehen, hat Ehrlichkeit wohl keine Chance mehr. Warum soll noch irgendjemand eingeschränkte oder durchkalkulierte Angebote machen?
Ich frage mich, wie man allen Ernstes das Angebot als "offen" bezeichnen kann, wenn der Chef des Ladens treuherzig verkündet, er selber wüsste nicht mal, wann er seine Leistungen einstellt, weil seine tollen Mitarbeiter das schon regeln. Irgendwie. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Entweder ist der Laden verdammt schlecht geführt und wird bei der ersten Schwierigkeit – wie verdammt viele Mini-Provider vor ihm – sein Angebot einstellen oder Manitu spielt in Wahrheit mit verdeckten Karten.
Torsten, ich glaube, Du willst es nicht verstehen (das mit der "Grenze").
Ein Beispiel. Ein Supermarkt verkauft sein Waren zu fixen, ausgeschilderten Preisen. Das bezeichnest Du sicher als offen und ehrlich. Nun gehen aber die Umsätze rapide bergab. Der Betreiber muss handeln, entweder schließen, neue Kunden gewinnen oder eben die Preise erhöhen.
Soll jetzt der Betreiber Deiner Meinung nach hingehen und dem Kunden Sagen "Der ausgezeichnete Preis gilt, wenn pro Tag so und so viele Kunden in den Laden Kommen und so und so viel Umsatz machen"? Das ist der momentane Preis. Dieser ist zwar augenscheinlich fix, kann sich aber auch ändern.
Genauso ist das mit unserer (so nicht vorhandenen) Grenze. Es gibt keine. Die Gesamtsituation ist entscheidend. Ich wette mit Dir, wenn 90% aller T-Online-Kunden einen Monat lang je über 100 GB Traffic machen, wird sich deren Gesamtsituation derart verändern, dass alle Kunden es zu spüren bekommen werden.
Nur bringt es dem Kunden eine Veröffentlichung (firmeninterner) Details wenig, denn er sieht sie nur passiv, aktiv kann er daran nichts ändern.
Ich verstehe schon. Wir benutzen nur für den selben Sachverhalt andere Formulierungen.
firmeninterne Details == verdeckte Karten
Es gibt keine Grenze == unvollständige Kalkulation
faire Flatrate == Volumentarif mit Quizanteil
Und der Supermarkt-Vergleich ist etwas schief. Er sagt nämlich "Kauft unsere Waren, aber bitte nicht nur die billigen Lockvogelangebote – denn das ist unfair."
Mit "es gibt keine Grenze" meinte ich, dass es keine absolute Zahl X gibt, bei der ein User ungewünscht ist und aber der er auf einer Liste steht.
Das bedeutet aber nicht, dass es keine Kalkluation gibt, nur ist diese Kalkulation von allen Usern als Gesamtes abhängig, nicht vom einzelnen.
Der Supermarkt-Vergleich war so überhaupt nicht niemals gemeint. Unser DSL-Tarif kann gar kein Lockvogelangebot sein, denn es ist unser einziges DSL-Angebot. Der Supermarktvergleich sagt lediglich aus, dass die Kalkulation der Preise davon abhängt, wie das Angebot angenommen wird. Wird es schlecht angenommen, steigen die Preise (was beim DSL so natürlich nicht gilt).
Langsam reicht es! Seit Wochen versuche ich meinen Providerwechsel zu (!) Manitu zu vollziehen. Keine meldet sich, niemand geht ran, auf Mails wird nur oberflächlich geantwortet…Hat jemand eine Ahnung was dort vor sich geht? 4 Wochen Urlaub? Pleite? Keine Lust auf mein Geld?
Ich benötige dringend Infos!
Danke, Isabell