Ebay darf rechte Kleidung boykottieren

Ebay darf zum Schutz des eigenen Namens unerwünschte Kleidung von Auktionen ausschließen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth lehnte heute den Antrag einer Bekleidungsfirma auf Erlass einer einstweiligen Verfügung ab, mit dem ebay zur Fortsetzung der Auktionen gebracht werden sollte.

Ebay hatte sämtliche Produkte der Firma für Auktionen sperren lassen, nachdem das Label im Zusammenhang mit rechtsextremen Aktivitäten genannt wurden. Ebay bezog sich auf Presseberichte, nach denen die Kleidung als Erkennungsmerkmal in Szenekreisen gilt.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hält den Selbstschutz von ebay für zulässig. Dem Unternehmen drohe ein greifbarer Schaden, wenn es als Vertriebsplattform für solche Produkte angesehen werde. Der von ebay verhängte Boykott habe deshalb sachliche Gründe.

Der Kleidungsfabrikant könne sich auch nicht darauf berufen, dass ebay eine marktbeherrschende Stellung habe. Nach Auffassung der Richter gibt es noch genug andere (Online-)Vertriebskanäle für die Kleidung. Ebay könne deshalb von der Vertragsfreiheit Gebrauch machen und die Produkte der Firma generell ausschließen, selbst wenn diese von Zwischenhändlern und Privatleuten eingestellt werden.

Die Kleidungsfirma kann die Entscheidung noch anfechten (Aktenzeichen 4 HK 1975/13).

83 Gedanken zu “Ebay darf rechte Kleidung boykottieren

  1. 1
  2. 2

    Ebay darf zum Schutz des eigenen Namens unerwünschte Kleidung von Auktionen ausschließen.

    Man zensiert sich also einfach selbst, weil man der linken Hetze nicht ausgesetzt werden will?

    Dem Unternehmen drohe ein greifbarer Schaden, wenn es als Vertriebsplattform für solche Produkte angesehen werde.

    Und wer verursacht den “Schaden”? Doch nicht der Textilhersteller oder normale Menschen. Es sind nur wieder die Antifas ;)

  3. 3

    @lol:

    Richtig. Wenn die Antifa Ebay boykottiert dann kann Ebay dicht machen.

    Das Ebay Angebote streicht wenn sie der Firma nicht in den Kram passen ist übrigens nichts Neues.

  4. 4

    …..drohe ein greifbarer Schaden……

    Soso. Zu etwas mehr Bestimmheit hat es wohl nicht gereicht? Das kann man auch als “willkürlich” bezeichnen und ich bin beileibe nicht rechts.

  5. 5

    Selber Schuld, die Nicht-Störche. Hätten mal argumentieren sollen, das die “Ausgrenzung” ihrer Wahre eine politische Meinungsäußerung unterdrückt und dann das Ganze per fliegenden Gerichtsteppich nach Hamburg gewuppt. :-p

    Es grüßt – nettes Freitagsthema, mögen die Popcornspiele beginnen… – euer

    Profi-Amateur

  6. 6

    @#3 Olli

    Richtig. Wenn die Antifa Ebay boykottiert dann kann Ebay dicht machen.

    Falsch verstanden oder nicht verstehen wollen? :)

    Den einzigen Leuten denen solche Kleidung ein Dorn im Auge ist, sind Antifas und “Gutmenschen”. Die sind aber ingesamt eine winzige Minderheit in der deutschen Bevölkerung.

    Trotzdem beugt sich die breite Masse (und insbesondere auf Umsatz bedachte Firmen) solchen Aktionen.

    Man will ja schließlich keinen Shitstorm erleben…

    Das Ebay Angebote streicht wenn sie der Firma nicht in den Kram passen ist übrigens nichts Neues.

    Nur das eBay bei fast allen Fällen erst nach “öffentlichen Druck” aktiv wurde.

  7. 7

    Ich gehe doch mal stark davon aus, dass sich ebay in den AGB’s sowieso vorbehält, nach deren Meinung “imageschädigende” Marken aus Auktionen zu löschen. Diese Regeln gibt mit Sicherheit auch jeder Flohmarktbetreiber raus. Insofern kein erstaunliches Urteil.

  8. 8

    Oh Gott, ich kotze grad schon im Strahl wenn ich nur dieses geistigen Gutmenschendünnschiss von lol lese.

  9. 9
  10. 10

    Den einzigen Leuten denen solche Kleidung ein Dorn im Auge ist, sind Antifas und “Gutmenschen”.

    Du bist tatsächlich der Meinung, dass die szenetypische Kleidung, die rechtsextremen untereinander als Erkennungsmerkmal dient, allen die politisch auf Höhe der Union oder weiter links sind, kein Dorn im Auge sind?
    Ich behaupte in etwa das Gegenteil. Niemand außer den Rechtsextremen, möchte diese Kleidungsstücke an Menschen sehen.
    Ob das was Ebay da macht richtig ist oder nicht, darüber kann man tatsächlich streiten. Muss man aber nicht.

  11. 11

    @#7 TKEDM:

    Wer aber bestimmt ob die Textilmarke für eBay “imageschädigend” ist?

    @#8 Fabian:

    Gutmenschendünnschiss? Ich = Gutmensch? Sicher nicht.

    @#9 Derhier:

    Hier geht’s um Prinzip, nicht um Rechtsradikale.

  12. 12
  13. 13

    @lol
    Was denn nun? Hat jetzt nur eine “winzige Minderheit” was gegen den Nazidreck oder könnte der Shitstorm irgendwas beim Kaufverhalten der breiten Masse, die dadurch darauf aufmerksam wird, bewirken?
    Deine Argumentation passt da nicht zusammen.

  14. 14

    #11: “Gutmenschendünnschiss? Ich = Gutmensch? Sicher nicht.”
    Also reiner Dünnschiss?

  15. 15

    @#10 Matthias Moritz:

    Niemand außer den Rechtsextremen, möchte diese Kleidungsstücke an Menschen sehen.

    Ich möchte ihre modische Zusammenstellung auch nicht sehen, was nun? :)

  16. 16

    @#13 AG:

    Was denn nun? Hat jetzt nur eine “winzige Minderheit” was gegen den Nazidreck oder könnte der Shitstorm irgendwas beim Kaufverhalten der breiten Masse, die dadurch darauf aufmerksam wird, bewirken? Deine Argumentation passt da nicht zusammen.

    Die breite Masse hat nichts gegen irgendwelche “rechten” Textilien, sie fallen denen wiegesagt nichtmal auf.

    Würdest Du etwa eBay boykottieren, nur weil sie zwischen ihren Millionen Artikel irgendwo *vermeintlich* “rechte” Mode mit im Programm hat?

    @14 Roland B.:

    Untoleranter Gutmensch? :)

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  19. 19

    Richtig so! Nazi-Klamotten raus!

    Und da wir schon beim Thema sind: REWE boykottieren!!!

    Die REWE Supermarktkette läutet einen deutschnationalen Frühling ein: „Schwarz. Rot. Toll“ „Unser Deutschland“ lautet das Motto des konservativen Konzerns einige Monate vor der Bundestagswahl. Den KundInnen soll die rechte Gesinnung über ein auf Kinder ausgelegtes Sammelalbum „Unser Deutschland Eine Liebeserklärung in 180 Stickern!!“ nahegebracht werden. Im Einklang mit der „sanften“ Deutschtümelei wirbt der Konzern folgerichtig nicht für bundesweite, sondern für „Nationale Wochenangebote“. Leider lief der inhaltliche Teil des NPD Parteitages unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab, so dass wir nicht sagen können, ob die NPD ihre nationalen Delegierten aufrief, bevorzugt bei REWE zu kaufen. Das REWE Motto „Schwarz. Rot. Toll“ und das des NPD Parteitages „Natürlich deutsch“ mit REWEs „Schwarz. Rot. Toll!“ Farben illustriert ergänzen sich hervorragend. Wie ist die Kampagne einzuschätzen? Welche Inhalte werden über das Album verbreitet? Boykott von REWE? Shitstorm auf FB? Was können KonsumentInnen tun?
    Deutsch ist blond. Deutsch ist ein blondes Mädchen, rechts und links die Deutschlandfahne auf die Bäckchen geschminkt und oben in den ausgestreckten Armen die Deutschlandfahne gen Himmel gereckt. Sie ist der Blickfang des REWE Sammelalbums „Unser Deutschland“, umrahmt von einer „Ludwig van Beethoven Briefmarke“, einem deutschen Apfel (ein echter, nicht der rechte von der NPD), einem Fußball und dem Inbegriff des deutschen Spießbürgertums, der Gartenzwerg – im Hintergrund das Brandenburger Tor. Der Einband ist natürlich in schwarz, rot,…. gehalten. Ein traditionelles, weißes Deutschlandbild wird propagiert. Deutschland ist weiß, Deutschland ist blond, Deutschland ist nicht bunt scheint uns REWE schon mit dem Titelbild aufzeigen zu wollen. Wir haben uns das Album für 1,99 Euro zugelegt und wissen nach erfolgreicher Auswertung nun ehrlich gesagt nicht, wohin damit! Für ein Päckchen Sammelbilder muss bei REWE jeweils für stolze 10,- Euro eingekauft werden. Mit Nationalismus lässt sich somit in Deutschland heutzutage wieder Gewinn machen.

    Alphabetisch geordnet wird „Deutsches“ sowie die Bundesländer vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Tieren, Landschaft und Schlössern. Auch Politiker werden genannt. Gleich zu Beginn: Konrad Adenauer. Bei Adenauer wird sogar auf die Zeit vor 1945 eingegangen: „Als es im Ersten Weltkrieg wenig Lebensmittel gab, entwickelte der Kölner kurzerhand ein kräftiges Brot und eine fleischlose Sojawurst. Das „Rheinische Schrotbrot“ und die „Kölner Wurst“ wussten die Bürger als sättigende Speise sehr zu schätzen.“ Adenauer wird als erfinderischer Held des 1. Weltkrieges gehandelt. Über die Ursachen des 1. Weltkrieges: Kein Wort. Über den 2. Weltkrieg: Kein Wort. Über Hitler und den Nationalsozialismus: Kein Wort!

    Weiter geht es: Unser Papst, unsere Erfinder wie Johannes Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks, Boris Becker, Wilhelm Busch, Carl Benz, Konrad Duden, Albert Einstein, Till Eulenspiegel, Michael Ende… Wir machen beim Buchstaben „E“ einmal Schluss. „Deutschlands Männer – unsere Helden!“ hätte das Heft genauso betitelt werden können. Gegenüber der Aneinanderreihung männlicher Dominanz erscheinen Frauen lediglich als die Phantasiegestalten „Bibi Blocksberg“ und gutwillig dazugezählt die „Biene Maja“ sowie analog zu Boris Becker als einzige reale Frau Steffi Graf. Sie gewann nach dem Sammelbuch „107 Turniere im Damen-Einzel“. Becker dagegen siegte „bei 49 Turnieren im Einzel“. Becker siegte im „richtigen“ Einzel, nicht im Herren-Einzel, Graf dagegen nur im „Damen-Einzel“. Das Werk stellt ein klassisches Rollback jeglicher emanzipativer, fortschrittlicher Politik in der Geschlechterfrage dar und trägt bestimmt nicht dazu bei, das Selbstwertgefühl von Mädchen zu stärken. Durch die einseitige Präsentation von Männern als Helden, ist es vom pädagogischen gesehen für Jungs ebenso ungeeignet. Es stärkt vielmehr ein längst überholtes, patriarchales Gesellschaftsbild.

    Jedes Bundesland erhält in dem Heftchen eine eigene Seite inkl. kurzen Steckbriefs. Jeweils ein bis zwei Besonderheiten eines Landes werden auf dieser Seite dargestellt. Der Schwarzwald bei Baden-Württemberg und bei Bayern das Reichsparteitagsgelände oder das KZ Dachau? Nein. Schloss Neuschwanstein und ein hoch auf die Monarchie, auf den „Märchenkönig“ stehen für das südliche Bundesland. Berlin hat das Brandenburger Tor. Dargestellt wird seine Geschichte von 1791 bis 1814. Das Holocaust-Mahnmal findet dagegen mit keiner Silbe eine Erwähnung. Wichtig dagegen ist: „Die beliebte Currywurst hat ihren Ursprung in Berlin“. Über den ersten „Döner-Imbiss“ Anfang der 70er Jahre in Berlin, der sich später in ganz Deutschland und weit darüber hinaus verbreiten sollte, dagegen kein Wort. Deutschland is(s)t Currywurst – Deutschland is(s)t nicht Döner! Der Deutsche ist blond – kein „Schwarzkopf“!

    Das Hermannsdenkmal – zu Ehren Arminius (eingedeutscht „Herrmann“) zwecks dessen Sieg über die Römer in der Schlacht im Teuteburger Wald vor 2000 Jahren – wird separat erwähnt. Die neuere Geschichte, Hitler, der Nationalsozialismus, der Holocaust, all dies wird totgeschwiegen. Nur bei der Dresdner Frauenkirche, da wird die völlige Zerstörung im 2. Weltkrieg angeprangert. Über die Ursachen der Bombardierung wiederum kein Wort. Deutschland wird so vom Täter zum Opfer umdeklariert. REWE schreibt die deutsche Geschichte um. Über den deutschen Angriffskrieg und seine Opfer: Kein Wort! Geschrieben wird dagegen über das Leid einer vom bösen Feind zerstörten Kirche.

    Unter dem Buchstaben „N“ findet sich umrahmt von Begriffen wie „Nussknacker“, „Dirk Nowitzki“, „Neandertaler“ und „Nordsee“ „Nationalitäten“. Abgebildet sind im Halbkreis auf einem Globus stehende Kinder unterschiedlicher Hautfarben. „10,7 Millionen“ der EinwohnerInnen Deutschlands stammen „aus 194 Nationen und bereichern unsere Gesellschaft mit ihrer Kultur und ihrem Wissen.“ Ein Schelm, wem bei solcher Wortwahl der rechtspopulistische und faschistische Negativbegriff „Kulturbereicherer“ in den Sinn kommt. „Den Größten Teil machen Mitbürger aus dem europäischen Ausland mit etwas 7,4 Millionen Menschen aus“, wird in dem Klebeheft sofort beruhigt. Sie sind zumindest „Mitbürger“, wenn schon keine Bürger. Sie kommen auch aus anderen Ländern und nicht aus Deutschland. Sie sind nicht deutsch, sie sind anderer Nationalität. Jedenfalls nach REWE. Dass viele dieser Menschen schon lange deutscher Nationalität, mit deutschem Pass sind, verschweigt REWE. Dass viele gar nicht von der Fremde her kamen, sonder wie die im Heft gelobten Goethe und Schiller hier geboren wurden und werden interessiert REWE nicht. Denn, Deutschland ist blond – Deutschland ist nicht bunt! Deutschland ist Papst, Deutschland ist nicht Islam! – für viele AntiislamhetzerInnen, RechtspopulistInnen und Neonazis, und auch für REWE?

    „R“ wie Reichtagsgebäude: „Bei einem Brand im Jahr 1933 wurde das Gebäude zu weiten Teilen zerstört“. Hört, hört, 1933 gibt es doch. Im Mittelpunkt steht das Gebäude, steh, dass das Gebäude durch einen Brand teilweise zerstört worden ist. Reichstagsbrand, die außer Kraft Setzung der Grundrechte; als Folge dessen, das Ende des damaligen Rechtsstaates, die legalisierte Verfolgung von politischen GegnerInnen der NSDAP wie SozialdemokratInnen und KommunistInnen durch die SA. Dies alles gehört für REWE nicht zu Deutschland, nicht zum Reichstag. Die deutsche Geschichte soll neu, unbefleckt geschrieben werden. Die nationalen Wurzeln der Germanen, das völkisch Deutsche als Wurzel Deutschlands wird herausgegriffen. Nur Hitler, der Nationalsozialismus, das gehört nicht zu Deutschland, in keiner Silbe! Seen, Flüsse, Tiere, Dichter und Denker, Erfinder, Schlösser und andere Gebäude – das ist das Neue Deutschland, das erbarmungslos positive Deutschland der großen Herren und der blonden Mädchen.

    Bauhaus ist Deutschland. Aber nur ohne Nazis. „Auch wenn das Bauhaus 1933 schließen musste“, weil alles Geld verprasst, weil der Mann im Mond es nicht mochte, weil… Bei REWE gibt kein „weil“, weil nicht sein darf, was war. Weil „die Institution von den Nationalsozialisten endgültig zur Selbstauflösung gezwungen“ wurde wie das deutsche Wikipedia schreibt. Folgerichtig findet auch Wagners Antisemitismus bei REWE keine Erwähnung bei der Rezeption des Künstlers.

    REWEs Sammelheft stellt unserer Meinung nach eine gefährliche Veröffentlichung dar, die in unterschwelliger Art und Weise deutschen Nationalismus befördert, Geschichtsklitterung durch Weglassen betreibt und traditionelle Rollenbilder fördert. Es baut auf die Wurzeln eines tausendjährigen Deutschen Reiches (Schlacht im Teuteburger Wald) auf und verleugnet bis auf eine winzige, streitbare Bemerkung die Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. REWE zeichnet Deutschland als Land der weis(ß)en Herren. Sammelalben zu Fußball Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften drücken im Vergleich zu diesem Heft um vieles mehr die Buntheit der Staaten unserer Welt aus. Eine weiße deutsche Nationalmannschaft ist der Traum vieler Nazis, Realität ist, dass sie ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist und schon längst diesem Stadium entwachsen ist. Das aktuelle REWE Sammelheft ist diesem Stadium nicht entwachsen.

    http://de.indymedia.org/2013/04/343749.shtml

  20. 20
  21. 21
  22. 22

    Die Marke “CONSDAPLE” ist auch strittig.
    So ist es beispielsweise strafbar, ein T-Shirt dieser Marke mit halb geöffneter Jacke zu tragen, weil man dann nur die Buchstaben “NSDAP” lesen kann. ( Az.: 2 Ss 407/03 )

  23. 23

    @lol:
    Ich versuch es einfach nur aus ebay-Sicht zu sehen. Wenn die der Meinung sind, das schädigt ihr Geschäft, behalten sie sich vor, solche Angebote zu löschen. Kann man gut finden oder auch nicht.
    In dem Fall haben sie zumindest erst einmal Recht bekommen.

  24. 24

    @lol:

    Gutmenschendünnschiss? Ich = Gutmensch? Sicher nicht.

    @#9 Derhier:

    Hier geht’s um Prinzip, nicht um Rechtsradikale.

    Als Prinzipienreiter sehe ich durchaus Tendenzen zum Gutmenschentum.

    MfG

  25. 25

    @Dragon:
    Ist “NSDAP” ein verbotenes Symbol wie die Swastika?

    Dass Buchstaben und Zeichenketten Symbole sind, ist sicher unstrittig. Sie stehen oft für den Begriff, den sie beschreiben. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass sie verboten sind, denn ich lese oft irgendwo “NSDAP”. Und dass ein Unterschied im Material des Untergrunds oder der Farbe gemacht würde (Stoff, Papier), kann ich mir nicht vorstellen.

    Ebays Boykott finde ich lächerlich. Die Firma gibt damit ein Bekenntnis ab und wird so für Kunden, die gern mit neutralen, unpolitischen und unvoreingenommenen Partnern Geschäfte machen, untragbar. Gleichwohl steht dem rechtlich sicher nichts entgegen, denn Ebay untersteht keinem Kontrahierungszwang.

  26. 26
  27. 27

    @Udo Vetter:

    “Das Landgericht Nürnberg-Fürth hält den Selbstschutz von ebay für zulässig.”

    Das stimmt einfach nicht. Die Verfügung scheiterte daran, dass im einstweiligen Rechtsschutz grundsätzlich das Verbot der Vorwegnahme der Hauptsache gilt. Dieser Grundsatz wäre bei antragsgemäßem Erlass der EV verletzt worden.
    http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/presse/archiv/2013/03952/index.php

    Der ganze Artikel rückt die Sachlage in ein anderes Licht. Es ist schlicht OFFEN, ob ebay im Hauptsacheverfahren recht bekäme (bekommt).

  28. 28

    Herrjeh! Wer *antifaschist* liest, der muss ja fast zwangslaeufig bei Rewe einkaufen………- sollte ich noch meinen Gartenzwerg schwarz/rot/gold anstreichen?

  29. 29

    @Roland:
    Vermutlich hat REWE nichts gegen den Artikel bei Indymedia.

    Dass Unternehmen bestimmte Käufergruppen anlocken wollen, ist ja nicht ganz neu, s. “Halal”-Lebensmittel. Übel sind explizite Kampagnen, denn Läden sollen nur Umsätze machen und niemanden erziehen. Bei REWE muss man allerdings schon viel Phantasie aufbringen, um darin ein Bekenntnis zu sehen.

  30. 30

    Naja die Richter und Ebay leben mal wieder in der Vergangenheit. Die Firma Thor Steinar ging 2009 an den Finanzinvestor Faysal al Zarooni, was ein eher unarischer Name ist. Da nun also ein Herr aus Dubai die Strippen in der Hand hält bei Thor Steinar wird diese Marke schon seit ca 4 Jahren nicht mehr von Personen mit rechter Gesinnung getragen.

    Interessant wäre wie sich Ebay zu Kleidung von Fred Perry, Ben Sherman, Lonsdale, Alpha Industries oder Schuhe von Dr. Marten verhält. Diese müssten dann ja auch aus dem Programm genommen werden.

  31. 31

    @JohnnyBonjourno: Schon scheiße wenn man den Unterschied zwischen den von dir genannten Marken und dem alten ThortenSchneidar ode Consdaple nicht erkennen kann. Aber da ist es doch eher der Wille und dieser unwiderstehliche Zwang tausendmal gehörte unangebrachte Nullargumente in den Raum zu schmeißen. Langweilig weil vorhersehbar.

  32. 32

    @JohnnyBonjourno: hm das muss den typen die hier immer rumlaufej entgqngen sein. Und ich wette ich finde auch genug rechtsextreme mailorder, die genau diese kleidhng im programm haben

  33. 33

    @lol:
    “Untoleranter Gutmensch? :)”
    Gut vermutlich nicht, Mensch ja, und intolerant (nicht untolerant) gegenüber Hardcore-Rassisten und menschenverachtenden Ideologen: ja, problemlos.
    Wobei ich zum Thema gar nichts gesagt hatte, nur zur inneren Logik des einen Satzes…

  34. 34

    @19
    Ich werde REWE unterstützen, bin schon gebucht und zwar, jetzt kommts als Hippie!
    1 Std. 3 Hippie`s bei REWE

    PS: Vergan ist eine psychische Krankheit

  35. 35

    Antifaschist #19 zeigt mit seiner Satire doch eigentlich sehr schön, dass man es mit dieser Korrektheit auch zu weit treiben kann.

    Wir versuchen zu “verhindern”, dass Kleidung verkauft wird, die von Deppen als Erkennungszeichen missbraucht werden kann. Was kommt als nächstes? Machen wir einen Aufstand gegen bestimmte Arten von Zimmerpflanzen, wenn diese als “Zeichen” ins Fenster gestellt werden?

  36. 36

    @Horst:

    Dann schwing doch mal so leere Phrasen sondern gib stichhaltige Antworten. Ich habe auch in keinem Satz Consdaple genannte, wie man da jetzt drauf kommt das ich irgendwas zu Consdaple gesagt habe erschliesst sich mir nicht. Noch dazu geht es auch in dem Urteil nicht um Consdaple sondern um Thor Steiner, ein Unternehmen was einem arabischen Investor gehört.Wenn du andere Informationen hast, dann immer her damit.

  37. 37

    Ich finde, aus Gleichheitsgründen sollte auch Linke Kleidung weg. Also: Jeans, Bunte kurze Röcke, FDJ Halstücher, Rote Hemden etc. Erlaubt sein sollten nur noch:
    - Anzüge im Bankenlook
    - Arbeiterkleidung Deutscher Arbeitgeber
    - Gedämpftfarbene Röcke und Kombinationen mit Blusen.

    Die Überwachung könnte man dem BND und den Verfassungsschutz übertragen, die haben da genauer Vorstellungen über “Linksterroristische” Kleidung.

    mfg

    Ralf

  38. 38
  39. 39

    @Antifaschist:
    ich glaubte an satire.
    was sind das für menschen, die zum boykott aufrufen
    wenn leute die farben ihres staates
    und ihren stolz auf ihre heimat bekunden?!

  40. 40

    Mal ganz doof aber völlig ernst gemeint gefragt: Was genau ist eigentlich “rechte Kleidung”.
    Wie gesagt: Ernstgemeinte Frage!

    Ach so, bevor ich zum nächsten Punkt komme möchte ich noch schnell anmerken dass ich diese sog. “Rechten” verabscheue. Nur damit das schon mal klar ist. Mir persönlich geht es auch – mit Verlaub – am Arsch vorbei, ob diese besagte Marke bei ebay ihren Kram verkauft oder nicht. Ich brauch’s jedenfalls nicht.

    Jetzt das “Aaaaber”…. Wir reden hier über Gerichtsurteile, die im besten Fall auf Gesetzen beruhen und da vertrete ich als Bürger dieses Landes die Meinung, daß das (also die Spielregeln sozusagen) jedem klar sein sollten. Mir ist der Fall – offen gesagt – nicht klar. Daher die Frage am Anfang. Die zu ergoogelnden Infos sind für mich nicht aufschlussreich.

    Da ich nicht davon ausgehe, dass diese besagte Marke ganz klar gegen Recht und Gesetz verstößt (indem z.B. gesetzlich verbotene Symbolik auf die Kleidung gedruckt wurde), interessiert mich persönlich was denn “rechte Kleidung” sein soll und in dem Zusammenhang gerne auch was “linke Kleidung” ist. Reden wir hier lediglich über ‘n Logo auf ‘nem Kleidungsstück? Ich hoffe ja nicht…

    “Rechts” und “links” sind für mich Begriffe aus dem allgemeinen Sprachgebrauch und haben m.E. in Gerichtsurteilen nichts verloren. Eine parlamentarische Sitzordnung, wie es während der sogenannten Julimonarchie in Frankreich nach der Julirevolution von 1830 gab, gibt es in Deutschland m.W.n. nicht.
    Nazis sind mittlerweile so gut wie ausgestorben, auch wenn demletzt erst ein 90- oder so- Jähriger Nazi geschnappt wurde. Also bleiben für mich persönlich die sog. “Neo-Nazis” übrig, sprich Vollidioten. Über Antworten/Hinweise/Kommentare würde ich mich sehr freuen.

    ! Nein, ich möchte keine Haare spalten und mir ist auch durchaus die Brisanz der Thematik bewusst. Beim Thema “Neo-Nazis” kann man sich im Grunde nur die Finger verbrennen wenn man versucht das Ganze mal ganz sachlich zu sehen.!

    Nächster Punkt: Auf der Justiz-Bayern-Seite steht über ebay das hier:

    Zudem handele es sich bei eBay nicht um ein marktbeherrschendes Unternehmen im Sinne des Wettbewerbsrechts, weil zum relevanten Markt auch andere Internetplattformen und Online-Shops gehörten.

    Ob das so ist, weiss ich mangels Fachkenntnis nicht. Ich weiss nur, daß ebay 2012 zusammen mit Amazon auf einen einschlägigen Marktanteil in Deutschland von ~ 50% kam. Wenn das nicht “marktbeherrschend” ist, was dann? Auch weiß ich z.B. ohne Anwalt zu sein, daß ebay international funktioniert wobei nationales Recht sozusagen verschwimmen kann. Diesbzgl. würde mich interessieren, ob ebay wenigstens weltweit (!) diese Marke verbannt hat.
    So! Worauf will ich überhaupt hinaus?
    In letzter Zeit habe ich persönlich den verstärkten Eindruck dass die Zensur-Maschinerie in Deutschland wieder verstärkt weiter voranschreitet.
    Aus diesem Grund wünsche ich mir persönlich auch verstärkt eindeutige, nachvollziehbare Gerichtsurteile. Simple as that!
    Ich habe zudem das subjektive Gefühl daß immer mehr Willkür vorzuherrschen scheint.
    Auch wenn es hierbei jetzt konkret um einen Verkaufsverbot einer “Neo-Nazi-Klamottenfirma” bei ebay handelt, mit dem jeder normal denkender Mensch für sich leben kann und die Thematik als solches eine sachliche Diskussion naturgemäß erschwert, sollte man m.M.n. derzeit im Allgemeinen ruhig genauer hinsehen. Denn was kommt als Nächstes? Firma X schmiert ebay, damit Firma Y erst mal aus’m Angebot verschwindet? Ich weiß selbst, das ist noch ein sehr konstruiertes Beispiel (war provokativ gemeint).
    Aber siehe zum Beispiel das Urteil letztebs zum Thema Google-Autovervollständigung. Welch eine Farce!
    Damit schliesse ich meinen Kommentar mit einem Zitat von George Orwell:
    If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear.

    In diesem Sinne Gruß aus Kölle, Baxter
    ———————————
    P.S., persönliche Meinung: Ob jemand mit Bomberjacke und Kampfstiefeln oder mit Kaputzenpulli und halb vermummt oder mit Burka oder mit Kippa oder im Karnevalskostüm oder wie dieser Schornsteinfeger-Depp mit nem “Hitler-Schnäuzer” oder mit Glatze oder mit nem riesen Afro oder mit ner Locke an der Seite oder mit nem Iro oder im FC-Trikot… oder oder oder… ist mir persönlich – Verzeihung – scheißegal! Wer entscheidet denn / will denn entscheiden, wie jemand i.S.v. freier Bürger rumzulaufen hat? Ebay? Die bayerische Justiz? Oder wer?

  41. 41

    @Antifaschist:
    Dein Beitrag kann für mich persönlich nur einen dieser 3 Hintergründe haben:

    1. Tabletten heute noch nicht alle eingenommen
    2. EDEKA-Mitarbeiter
    3. Satire

    Aber wie dem auch sei… Zufälligerweise kenne ich hier in Köln eine Person persönlich, die bei REWE in der Marketing-Abteilung arbeitet und genau bei diesen Sammelheft-Aktionen i.d.R. mit im Team ist.
    Daher hab mir erlaubt deinen Beitrag zu kopieren und weiterzuleiten. Bin mal gespannt, was meine Bekanntschaft dazu sagen wird.

    Tschüss, Baxter

  42. 42

    @Baxter:

    Ich weiss nur, daß ebay 2012 zusammen mit Amazon auf einen einschlägigen Marktanteil in Deutschland von ~ 50% kam.

    Naja hier geht es aber nicht um “eBay zusammen mit Amazon” sondern erst einmal nur um eBay. Und eBay allein kommt nun mal nicht auf einen Marktanteil um die 50%. Auf dem “second Hand Markt” gibt es schon ein paar alternativen, die sind vielleicht nicht alle überregional aber es gibt sie. Von der offensichtlichen Alternative einfach eine eigene Distribution zu vertreiben, was dank Internet-Zeitalter ja alles andere als schwierig ist, ganz zu schweigen.

    Ob Amazon ähnlich vorgeht bei solchen Dingen, das weiß ich nicht. Aber man sollte auch bedenken das es hier um ein privates Unternehmen geht. In anderen Bereichen gibt es hier ja auch so etwas wie ein “Hausrecht”. Jeder Kneipenbesitzer oder Disco-Betreiber kann sich seine Kunden nach Äußerlichkeiten aussuchen bzw. wegschicken oder gar Hausverbot verteilen. Unabhängig davon ob die Kneipe/Disco vielleicht die einzige in der Gegend ist und somit eine “marktbeherrschende Stellung” einnimmt. Ganz ohne irgendwelche Gerichtsurteile.

    Gilt ein ähnliches Recht nicht auch in diesem Fall? Oder gelten hier komplett andere Regeln und eBay steht in der Verpflichtung ausnahmslos wirklich jeden Kunden “bedienen” zu müssen?

  43. 43

    Das grausamste, was man Postmodernisten, Relativisten, Antifaschisten, Anhängern der Frankfurter Schule und sonstigem Pack antun kann ist, sie ernst zu nehmen.

    Antifaschist hat hier im Lawblog wohl keine Gnade gefunden.

  44. 44

    @Densor:

    Aber man sollte auch bedenken das es hier um ein privates Unternehmen geht.

    Absolut d’accord. Hat auch nie einer bezweifelt…

    Gilt ein ähnliches Recht nicht auch in diesem Fall? Oder gelten hier komplett andere Regeln und eBay steht in der Verpflichtung ausnahmslos wirklich jeden Kunden “bedienen” zu müssen?

    Das weiß ich nicht, das müssten die Anwälte m.E. hier beantworten. Hatte meine mangelnde Kenntnis ja auch in meinem obigen Beitrag zugegeben/betont.
    Grundsätzlich bin ich für meinen Teil bei diesem Punkt also auch 100% bei dir. Die Vertragsfreiheit, zum Beispiel, ist in meinen Augen ein hohes Gut (Vgl. Art. 2, Abs.1 GG). Trotzdem reicht mir persönlich dieses Bauchgefühl nicht. Es gibt doch so viele Ausnahmen und zu deinen Beispielen gibt es X Gegenbeispiele. So haben Taxis in D z.B. eine Personenbeförderungspflicht. Oder siehe Telekom: Auch ein privates Unternehmen. Die könnten doch nach deiner Argumentation drosseln und tun und machen wie sie wollen. Ich weiß selbst, daß meine “Gegenbeispiele” genauso hinken wie deine Beispiele (Disco), denn es geht m.M.n. vielmehr darum über welches rechtsgebiet wir hier sprechen. Ist es tatsächlich so, wie wir beide ja aus’m Bauch d’accord sind und eBay kann machen was sie wollen oder gilt es diesbzgl. etwas zu beachten (mit Sicherheit. Wir leben schließlich in Paragraphien). DAS müsste m.E. für Juristen ein Einfaches sein, die entsprechenden Fakten ruckzuck auf’n Tisch zu knallen. Tja….”müsste”…hab ich wohl falsch gedacht.
    Bis dahin zu den vorliegenden Fakten: Was ist denn da eigentlich genau passiert? So wie ich das jedenfalls verstanden habe (will nix heißen, man möge mich bitte korrigieren wenn ich Stuss verzapfen sollte), hatte diese Klamottenfirma als gewerblicher Verkäufer in der Vergangenheit munter ihren Kram über eBay vertickt. Richtig?
    Würde man in dem Zusammenhang eBay mit ‘nem Department Store vergleichen, dann war dieses “Produkt” quasi ‘ne Zeit lang im Sortiment. Irgendwann wurde eBay dann scheinbar darauf aufmerksam, daß dieses “Produkt” mit einer politischen Gruppierung in Verbindung gebracht werden könnte, die dem Image des Unternehmens unter Umständen schaden könnte.
    Und genau ab hier möchte ich es für meinen Teil ganz gerne etwas genauer wissen.

    Denn: Fakt ist ganz allgemein, daß das Unternehmen eBay ein Wirtschaftsunternehmen ist, welches auf Profit ausgerichtet ist. So ist das nun ‘mal aktuell in unserer Welt. Die Unternehmensform in Deutschland ist sowohl mit der Zweigniederlassung der eBay International AG als auch mit der eBay GmbH als Kapitalgesellschaft zu definieren.
    Wir wissen alle, daß da dann erst einmal nur der cash-flow interessant ist und jeder “Kunde” (in Form des Verkäufers) ist erst ‘mal willkommen. Völlig normal, völlig in Ordnung. Wie wurde eBay darauf aufmerksam?
    Ganz ehrlich am Rande: Ich für meinen Teil weiss wirklich und beim besten Willen nicht welche “Neo-Nazi-Klamottenfirma” hier gemeint ist, geschweige denn was dieses Label kennzeichnet. Ich würde ganz dreist behaupten, daß ich da bei weitem nicht alleine bin. Ketzerisch würde ich sogar behaupten, daß das auf das Gesamt eigentlich keine Sau wirklich interessiert (“Sau” = 95-Perzentil).
    Udo Vetter beschreibt das Sperren in seinem Text so:
    ebay hatte sämtliche Produkte der Firma für Auktionen sperren lassen, nachdem das Label im Zusammenhang mit rechtsextremen Aktivitäten genannt wurden.
    Für mich heißt das nichts anderes, daß eBay von außen darauf gestoßen wurde.*
    Das muss nicht sein, klar, ist für mich persönlich aber plausibler als etwa anzunehmen daß eBay von selbst alle Artikel eingehend prüft. Daruafhin wurde diese Klamottenfirma verbannt, das “Produkt” wurde sozusagen aus dem Sortiment genommen.
    Hab ich das soweit richtig verstanden?
    Wenn Ja, dann verbleibt für mich im Grunde die Frage gegen welche AGB denn konkret (!) verstoßen wurde und wie das Ganze rechtlich konkret (!) zu beurteilen ist (s.o.).

    Ebay könne deshalb von der Vertragsfreiheit Gebrauch machen und die Produkte der Firma generell ausschließen, selbst wenn diese von Zwischenhändlern und Privatleuten eingestellt werden.

    Was bedeutet es beispielsweise daß gemäß AGB der Vertragspartner für eBay-Mitglieder aus der EU die Niederlassung in Luxembourg ist (eBay Europe S.à r.l., 22-24, Boulevard Royal, 2449 Luxembourg)? Was steht im BGB, HGB… was weiß ich (bin ja kein Anwalt)…?

    Kurzum: Was genau (!) sind denn diese “sachlichen Gründe”, auf die sich das Gericht bezieht?

    Danke und Gruß, Baxter
    ————————-
    * Sollte sich das tatsächlich in etwa so abgespielt haben und beispielsweise sog. “Linksextreme” diesbzgl. bei eBay Stimmung gemacht haben um diese besagte Klamottenfirma bannen zu lassen, wäre die ganze Geschichte für mich persönlich auf einmal die reinste Satire. Denn das würde ja dann bedeuten, daß wenn dem so gewesen wäre sog. “Linksextreme” nichts anderes als Zensur fordern würden und im Grunde bzw. strenggenommen auch noch selbst “rechtsextrem” handeln würden. Das aber nur persönliche Gedankenspiele…ich weiß selbstverständlich nicht, wie eBay letztlich darauf tatsächlich gekommen ist.

  45. 45

    Viel spannendere Frage:
    Ist es Erpressung, wenn ich gegenüber Nike behaupte, rechtsradikal zu sein und Geld verlange, damit ich deren Produkte _nicht_ trage, so dass sie keinen Imageschaden erleiden?

  46. 46

    @Baxter:
    Was für ein grober Unfug “Linksextreme” zu “rechtsextrem” handelnde Personen zu machen und aus der Forderung, rechte Klamotten aus dem Sortiment zu nehmen, einen Zensuraufruf abzuleiten.

    Selten so einen Müll gelesen.
    Aber es sei dir freigestellt rechte Genossen weiter zu verteidigen.

  47. 47

    @Nix:

    Aber es sei dir freigestellt rechte Genossen weiter zu verteidigen.

    Das war so klar…
    Dir, liebe(r) “Nix” seifreigestellt, dein Gehirn einzuschalten und nach Möglichkeit zu benutzen. Kleidung ist weder organisch noch politisch! Deswegen kann ich auch schlecht Kleidung verteidigen. Logisch, oder!? Diese Rumreiterei auf Symbolik und der ganze Scheiß war/ist doch das “Spezialgebiet” dieser elenden Verblender. Davon habe ich mich persönlich schon lange frei gemacht. Daß ich persönlich bzw. man diese Symbol-Scheiße dämlich findet, tut doch nichts zur Sache und bekämpft doch nicht die Ursachen.

    Was für ein grober Unfug “Linksextreme” zu “rechtsextrem” handelnde Personen zu machen und aus der Forderung, rechte Klamotten aus dem Sortiment zu nehmen, einen Zensuraufruf abzuleiten.

    Dann denk noch mal nach… Wenn ich damals in der Schule richtig aufgepasst habe, dann war ein Hauptmerkmal des sog. “Rechtsextremismus” die Infragestellung der Gleichheit aller Menschen. Punkt! Und die Forderung den Verkauf eines Kleidungsstücks in einem freien Land zu verbieten ist in meinen Augen nichts anderes als politische Zensur! Wat soll dä Quatsch? Dann muss man auch den gesamten DDR-Nostalgie-Scheiß verbieten. Aber damit wird ja Kohle verdient – schön Merchandizing…widerlich.

    Wie oben mehrfach betont: Ich weiß, daß eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema als solches schwierig bis unmöglich ist. Das sieht man ja allein sehr schön an deinem völlig albernen Beitrag.
    Und noch ‘mal: Ich persönlich brauche keine Jacken, Hosen, Tralala von der Firma XY. Ich persönlich verachte gleichzeitig das Gedankengut (sofern man in dem Fall überhaupt diese Begrifflichkeit wählen kann) dieser “Neo-Nazis”. Nichtsdestotrotz behaupte ich von mir selber einen gesunden, intelligenten und aufgeklärten Umgang zur Thematik im Allgemeinen zu pflegen.
    Oder anders ausgedrückt: Ich behaupte mal ganz eingebildet und großkotzig geistig weiter zu sein, als diejenigen die gegen T-Shirts & Co. kämpfen. Kleingeister! Lächerlich. Bekloppte wird es leider IMMER geben. Und ich befürchte, daß durch solche Aktionen -Streisand sei Dank- der Scheiß bei denen evtl. noch beliebter wird.
    Das wichtige ist doch vielmehr, wie man mit dem Thema umgeht. Und die wirklich gefährlichen “Neo-Nazis” i.S.v. politisch gefährlich rennen meiner Meinung nach auch nicht mit Bomberjacke und Gedöns durch die Gegend…. Oder?

    Ein schönes Beispiel ist doch die Firma “Londsdale”: Ich für meinen Teil kannte diese Firma zuerst aus dem Boxsport. Was kann da der Herr Londsdale dafür, daß irgendwelche beschränkten Vollidioten diese Marke in den 90er Jahren für sich entdeckt hatten, weil im Firmennamen zufälligerweise die Buchstaben “n”, “s”, “d” und “a” vorkommen? Übrigens liefen damals (so um die Jahrtausendwende) in Holland die Techno-Heinis damit auch rum. Alle verbieten? Muhammad Ali, Lennox Lewis, Mike Tyson und weitere Boxer zu “Neo-Nazis” erklären? Also bitte! Macht euch nicht lächerlich. Was ist denn, wenn beispielsweise Mike Tyson nach Deutschland kommt und einen “Londsdale”-Pullover trägt? Man stelle sich weiterhin vor, er trägt ‘ne Jacke drüber die er aufmacht…schwuppdiwupp isser ein Straftäter! Warum? Ich weiß es nicht. Meiner Meinung nach, weil Deutschland einfach krank ist und die eigene Geschichte falsch aufarbeitet.
    So! Mache jetzt auch Schluß – diese Dämlichkeit regt mich nur unnötig auf!
    Entschuldigung @all, daß ich etwas emotional geworden bin aber diese weitverbreitete typische Denke tut mir persönlich weh und zeigt mir persönlich daß auch bei den sog. “Linken” scheinbar ‘ne Menge Dummbatzen rumlaufen.
    Mit derartigen Verboten hat man noch NIE im Laufe der Geschichte etwas sinnvolles erreichen können. Im Gegenteil: Aufklärung und Bildung ist m.M.n. das Wichtigste. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren und warte auf die entsprechenden Gegenbeispiele.

    So! Viel Spaß noch beim Klamotten jagen… Danach könnt ihr dann ja Bücher verbrennen… Ach nee, das ist ja was ganz anderes. Egal, es wäre erfreulich wenn zur Abwechslung mal das Augenmerk auf den Inhalt und nicht auf die Hülle gelegt werden würde. Dann wären wir m.E. einen großen Schritt weiter (Vgl. “Tschäpe” zum Beispiel… M.M.n. erbärmlich wie sich Deutschland in dem Fall präsentiert)

    Naja. Bis demnächst mal wieder, Baxter

  48. 48

    Ebay bezog sich auf Presseberichte, nach denen die Kleidung als Erkennungsmerkmal in Szenekreisen gilt.

    Dass Erkennungsmerkmale von speziellen Distributoren vertrieben werden, ist eine sinnvolle Regelung. Ich kann mir im KaDeWe in Berlin auch keinen Werder-Schal oder eine argentinische Flagge kaufen. Erkennungsmerkmale sind einem exklusiven Käuferkreis vorbehalten, und das ist am besten durch lokale oder anders spezialisierte Shops zu realisieren. Sonst könnte ja jeder kommen.

  49. 49

    Es ist ganz einfach
    Ihr müst euch entscheiden ! Moral oder Doppelmoral !
    Alles ander ist das was ihr gelesen habt !

  50. 50

    @Baxter:

    Komischer Gedankengang weil Mike Londsale trägt ist er ein Straftäter? Wo wurde das behauptet?

    Und ja Deutschland arbeitet seine Geschichte falsch auf aber anders als du es meintest. Alleine was Zwangsarbeiter und Entschädigungen angeht ist zum kotzen.

  51. 51

    Erstaunlich und erschreckend, wieviel Rechte (sehr Rechte, vulgo: Nazis) hier offenbar lesen und kommentieren. Es bestätigt meine (schon fast abgelegte) Meinung über Juristen generell: nix gelernt.

  52. 52

    @Klaus:
    Artikel und Kommentare, die die eigene Meinung bestätigen, werden gern gelesen. Eine solche “selektive Wahrnehmung” ist ein lange bekanntes psychologisches Phänomen.

  53. 53

    @Olli:

    Komischer Gedankengang weil Mike Londsale trägt ist er ein Straftäter? Wo wurde das behauptet?

    Stimmt. Da habe ich mich vertan. Das hatte ich nämlich eigentlich von dir (Beitrag #26), hab’ mich aber anscheinend konsequent verlesen. Ich vermute die im Gehirn eingebaute “Auto-Korrektur” hat da ein “Londsdale” draus gemacht, denn die von dir in dem Beitrag genannte Firma habe ich gerade eben beim Nachprüfen quasi das erste Mal (bewusst) wahrgenommen. Ich bitte um Verzeihung. My fault…

    Gruß aus Kölle, Baxter

  54. 54

    Anderseits sind via Ebay.de Devotionalien der RAF und der KPD erhältlich. Verfassungsfeindliche und verbotene Organisationen. Falls Ebay einen Hauch von Glaubwürdigkeit (davon haben sie in meinen Augen schon viel verloren, als ich mitverfolgen konnte wie wenig sie gegen halbseidene Angebote vorgehen) wahren will müssten sie auch dagegen vorgehen.

    @Klaus: Dann würde ich linksunten.indymediea.org empfehlen. Dort verschwinden kritische Beiträge, welche das dortige Weltbild stören, heimlich still und leise.

  55. 55

    Hier geht es ja ganz schoen zur Sache. Vor allem wenn Nazis zu Trollen werden und umgekehrt verwirrt sich der Diskurs doch sehr.

    Nur ein kurzer Einwurf von meiner Seite: Kleidung, die von Rechten verwendet wird, muss natuerlich keine Rechte Kleidung sein. So hat z.B. Lonsdale sich laut Wikipedia aktiv gegen Nazis engagiert:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Lonsdale_%28clothing%29

    In the early 2000s, Lonsdale clothing became popular among some European neo-Nazis, allegedly because a carefully placed outer jacket leaves only the letters NSDA showing; [...] In the Netherlands, Belgium, northern France and Germany, the term Lonsdale youth became widely used to describe teenagers with far right tendencies, and the brand was banned from certain schools in the Netherlands and Germany.

    Lonsdale reacted to this trend by sponsoring anti-racist events and campaigns, and by refusing to deliver products to known neo-Nazi retailers. In 2003, the “Lonsdale Loves All Colours” campaign was launched, emphasizing non-white fashion models, along with increased support for initiatives that combat racism.

    Das ist natuerlich meilenweit von den Bemuehungen der Kleidermarke entfernt, um die sich unser Storch so liebevoll bemueht.

  56. 56

    @Tom Gerstner:

    Kleidung, die von Rechten verwendet wird, muss natuerlich keine Rechte Kleidung sein.

    Natürlich. Es käme auch niemand auf die Idee, BMW zu bokottieren, bloss weil die Fahrzeuge vornehmlich von Türken und Arabern gekauft werden. Ich kann mir vorstellen, dass solche als Erkennungszeichen in der Outgroup bekannter sind als “rechte Kleidung”.

    Immerhin ist die Diskussion ein Indiz dafür, dass wir keine wirklichen Sorgen haben.

  57. 57

    @Antifaschist: REWE macht Werbung für die Antifa! Oder wie sonst soll man denn den Slogan “Schwarz.Rot.Toll!” interpretieren? Echt jetzt, Antifaschist, Dein abstruses Pamphlet ist im schlimmsten Fall Wasser auf die Mühlen der Anti-Antifa, im Besten Fall greift man sich einfach nur an den Kopf….

  58. 58
  59. 59

    Ich habe neulich gehört, dass manche Neonazis iPhones mögen. Verbietet die Teile doch endlich! Dann gibt es keinen Rassismus mehr.

  60. 60

    @Tom Gerstner:

    Was macht den der Thor Steinar so proaktiv für die Urdeutschebruderschaft? Ausser sich an einen arabischen Investor zu verkaufen. Ist er offizieller Sponsor der NSU gewesen? Oder noch schlimmer, steht er in Verbindung zu einer in deutschland nicht verbotenen Partei?

    Getreu dem Motto “Fisch oder Fleisch” soll man doch den Laden zu machen wenn er gegen geltende Gesetze verstößt, den Verkauf in Deutschland verbieten und das tragen untersagen. Wenn es aber keine möglichkeit gibt den Laden zuschliessen, weil sie nix verbotenes machen, dann soll man ihn behandeln wie jeden anderen Laden auch. Alles andere ist halbgarer Mist.

  61. 61

    interssant, dass sogar hier von eindeutigen gesinnungsträgern versucht wird, thor steinar zu verharmlosen und die kritiker ins lächerliche zu ziehen. das “argument” dass die firma seit 4 jahren nicht mehr direkt nazis gehört, ändert bis heute übrigens nichts an der haupt-käuferschicht dieses labels: zu 99% nazis. die kleidung ist ein erkennungsmerkmal der rechten szene (mehr noch als lonsdale oder martens es je waren), wie JEDES foto einer derer demos belegt. und auch den begriff gutmensch verdanken wir der ns-zeit. der begriff sollte damals – ähnlich wie heute üblich – menschlichkeit verunglimpfen. wehret den anfängen.

  62. 62

    das tragen von thor-steinar-kleidung ist unter anderem nicht nur bei ebay oder amazon, sondern auch im deutschen bundestag, im landtag mecklenburg-vorpommern und sachsen sowie in zahlreichen fußballstadien verboten.

    das kommt auch nicht von ungefähr :)

  63. 63

    @wurscht:

    Du musst mich Nazi nennen sonst wird das nix.
    Die Marke ist einfach bei Rechten unten durch. Personen dieser Gesinnung kaufen nun mal keine C&A Jacke für 320€ und schon gar nicht wenn ein Araber sein Geld damit macht.

    Das Verbot bei Fussballspielen oder im Bundestag ist doch das Problem. Wenn es gegen Gesetze verstößt soll man es doch in ganz Deutschland und zu jedem Anlass verbieten. Ich bin dafür. Ich bin auch für ein Verbot der NPD. Aber wenn die NPD nicht verboten wird, darf ich niemanden bestrafen das er dort Mitglied ist. In einer Demokratie muss man einfach auch mal Meinungen akzeptieren die einem nicht gefallen. Und das gilt nun mal auch für Thor Steinar.

    Durch so Berichterstattungen und Entscheidungen werden Marken einfach gebranntmarkt. Es ist doch heute immer noch riesen Problem mit einem Lonsdale Oberteil rum zulaufen, und der Stress mit Punks oder anderen Linken ist vorprogrammiert. Auch wenn Mama das T-Shirt einfach im Real,- gekauft hat weil sie ihrem Sohn einen gefallen tun wollte. Aber auch mit Fred Perry Hemden hat man ruckzuck das Problem.

  64. 64

    @wurscht:
    Wer keine Thor-Steinar-Kleidung tragen will, möge es bitte lassen, und umgekehrt. Die alte “Weisheit”, Kleider machten Leute, ist sowieso überholt.

    Dass Leute aber Erkennungszeichen mögen, um gerade nicht an die Falschen zu geraten, ist verständlich. Wozu unerfreuliche Kontakte heraufbeschwören, wenn es doch so leicht ist, Gleichgesinnte ohne Versuch & Irrtum erkennen zu können?

    Ich sehe sowas eher als Konfliktvermeidung.

  65. 65

    @JohnnyBonjourno

    In einer Demokratie muss man einfach auch mal Meinungen akzeptieren die einem nicht gefallen. Und das gilt nun mal auch für Thor Steinar.

    Was hat denn Demokratie mit eBay zu tun? Nur weil ich meine Meinung sagen darf, heisst es noch lange nicht, dass jede Zeitung im Lande verpflichtet ist, meine Meinung zu verbreiten.

    @Quacksilber:

    Dass Leute aber Erkennungszeichen mögen, um gerade nicht an die Falschen zu geraten, ist verständlich. Wozu unerfreuliche Kontakte heraufbeschwören, wenn es doch so leicht ist, Gleichgesinnte ohne Versuch & Irrtum erkennen zu können?

    Was freue ich mich, dass ich in unserer Gesellschaft nicht gleich poebeln/schlaegern/deutsch tuemeln muss nur, weill ich jemanden treffe, der nicht meiner Meinung ist :) Nach Ihrem Kommentar bin ich nicht sicher, ob das auch auf Sie zutrifft aber da will ich nicht wertend sein und Ihnen gerne das Tragen von Erkennungszeichen zubilligen (solange diese nicht verboten sind).

  66. 66

    @Tom Gerstner:
    Ich trage keine Erkennungszeichen. Ich teile keine Gesinnung, Moral oder sonstige Ansichten mit anderen. Im Gegenteil.

    Ich habe nur festgestellt, dass es verständlich ist. Solche Menschen gibt es. Aus den Fingern habe ich es mir nicht gesogen. Im Text steht, dass Ebay selbst aufgrund entsprechender Presseberichte die Kleidung als Erkennungsmerkmal betrachtet.

  67. 67
  68. 68

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen eines bestimmten Kulturkreises aus Deutschland geschmissen gehören, egal ob sie einen deutschen Pass haben oder nicht;

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen einer bestimmten Hautfarbe minderwertig sind und keine Menschenrechte haben sollten;

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen einer bestimmten Religion in Gaskammern getötet werden sollen;

    Wenn jemand meint, dass er die Demokratie ablehnt und eine Monarchie wieder haben will,

    dann sind das keine “Meinungen” die unter Meinungsfreiheit gehören, sondern Verbrechen. Verfassungsfeindliche Organisationen sind in Deutschland verboten.
    Du darfst nicht mit Hakenkreuz oder SS Runen auftreten.

    Von 100 Personen mit Hakenkreuztattoo wollen 99 damit für Verbrechen werben, einer ist ein totaler Vollidiot der meint, dass er sich ein lustiges indischen Symbol hat einstechen lassen.
    Von 100 Personen mit Thor S. Kleidung wollen 99 damit für Verbrechen werben, einer ist ein totaler Vollidiot der meint, dass er nen lustigen braunen Pulli gekauft hat.

    Übrigens stehen sich deutsche Neonazis und arabische Rechtsextremisten dank gemeinsamen Antisemitismus schon lange nahe. Die Investition hat nichts an der Symbolik geändert.

  69. 69

    @User:

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen eines bestimmten Kulturkreises aus Deutschland geschmissen gehören, egal ob sie einen deutschen Pass haben oder nicht;

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen einer bestimmten Hautfarbe minderwertig sind und keine Menschenrechte haben sollten;

    Wenn jemand meint, dass alle Menschen einer bestimmten Religion in Gaskammern getötet werden sollen;

    Wenn jemand meint, dass er die Demokratie ablehnt und eine Monarchie wieder haben will,

    dann sind das keine “Meinungen” die unter Meinungsfreiheit gehören, sondern Verbrechen.

    Das hast Du aber schön gesagt. Der Welt wäre viel erspart geblieben, wenn es 1933 mehr so kluge und couragierte Menschen wie Dich gegeben hätte. Und vielleicht noch solche wie Niels Annen.

  70. 70

    @Klaus:

    Erstaunlich und erschreckend, wieviel Rechte (sehr Rechte, vulgo: Nazis) hier offenbar lesen und kommentieren. Es bestätigt meine (schon fast abgelegte) Meinung über Juristen generell: nix gelernt.

    Schlimm. Schlimm.
    Diese Blognazis gehören einfach verboten. Wir müssen sowieso viel mehr verbieten.
    Ab besten wäre, die Abweichler in speziellen Lagern zu konzentrieren. Nur so kriegen wir das Problem in den Griff.

  71. 71

    @User:


    Wenn jemand meint, dass er die Demokratie ablehnt und eine Monarchie wieder haben will,

    dann sind das keine “Meinungen” die unter Meinungsfreiheit gehören, sondern Verbrechen.

    Das ist nicht richtig. Es sind Meinungen. Was die Äusserung derselben angeht, gibt es genug Gesetze. Sie beziehen sich nur auf bestimmte verbale Äusserungen und eng umschriebene Symbole (Katalog).

    Natürlich ist die Meinung, Andersdenkende sollten kriminalisiert werden, auch legitim. Deshalb ist es durchaus normal, dass sich Menschen von anderen separieren. Man erspart sich Konfrontationen.

    Dass mit Kleidung für Kleidung geworben wird, gibt es auch bei Nike. Dass Menschen als wandelnde Litfassäulen für Kleidung herumlaufen, ist ein Modetrend, der auch wieder verschwinden wird.

  72. 72

    Was machen wir jetzt eigentlich mit den Menschen die ihre Kleidung nach “primitiven” Gesichtspunkten aussuchen, wie z.B.
    -Größe = passt
    -Farbe = gefällt mir
    fertig Punkt Aus!
    Nun hat der Typ heute ein Lonsdale T-Shirt an, morgen eins von “Schall und Rauch” und übermorgen eins mit der Aufschrift “I HATE GERMANY”
    Ich scheiße auf die Symbolik der Linken und der Rechten, da ich der Meinung bin, das beide Gruppierungen nur existieren um sich gegenseitig zu beschäftigen, während die wahren Faschisten im Bundestag sitzen und in allen Farben anzutreffen sind. (Schwarz, Rot, Gelb, Grün)
    Muß ich wenn ich mich in die Öffentlichkeit wage, jetzt immer eine Reisetasche mit Klamotten der unterschiedlichsten politischen Strömungen bei mir haben, damit ich wenn mir Vertreter dieser unterschiedlichsten politischen Strömungen begegnen und ihnen mein Äusseres misfällt, eine ihnen gefällige Kleidung anlegen kann?
    Oder lege ich mich in meinem Äusseren fest und meide Orte und Veranstaltungen, wo die Wahrscheinlichkeit durch mein Äusseres Missfallen zu erregen ausgeschlossen ist?
    Wenn Morgen eine politische Strömung an die Macht kommt, die noch mehr Wert auf Äusserlichkeiten legt und bei allen Farben ausser z.B. “MAGENTA” eine ihnen entgegengestzte Weltanschaung vermutet, was mache ich dann?

    Wir sind im Laufe der Zeit durch die Medien so manipuliert worden, das wir uns nur noch an Äusserlichkeiten abarbeiten und den Blick auf die faschistoiden Tendenzen und Entwicklungen der Realpolitik verloren haben.

  73. 73

    Als Unternehmen würde ich ja schon von mir aus keine Kleidung vertreiben wollen, die als Erkennungsmerkmal von Extremisten gilt.

    Aber erst das Geld von Leuten wollen, die den Rechtsstaat ablehnen und anschließend nach eben jenem Rechtsstaat rufen, wenn man dafür die Konsequenzen tragen soll – nee, so nicht.
    (Was nicht heißt, dass die Gesetze nicht auch vorteilhaft für jene eingesetzt werden sollen, die den Rechtsstaat ablehnen – es ist nur extrem schizoid und entlarvend, wenn sie selbst danach schreien wie ein Grundschul-Bully nach seinem großen Bruder.)

  74. 74

    Wir sind im Laufe der Zeit durch die Medien so manipuliert worden, das wir uns nur noch an Äusserlichkeiten abarbeiten und den Blick auf die faschistoiden Tendenzen und Entwicklungen der Realpolitik verloren haben.

    Richtig müsste der Satz lauten:
    Die linken Idioten sind im Laufe der Zeit durch die Medien so manipuliert worden, dass sie sich nur noch an Äusserlichkeiten abarbeiten und den Blick auf die faschistoiden Tendenzen und Entwicklungen bei sich selbst und der Realpolitik verloren haben.

  75. 75

    @Earonn:
    Es allen recht machen kann man sowieso nicht. Ich habe Zeitungsartikel gelesen, in denen moniert wurde, dass sich sogenannte Rechtsextreme mit Anzug und Krawatte verkleideten.

    Man sollte den Thread mit “leben und leben lassen” abschliessen, und Ebay sein “Hausrecht” zugestehen. Dass Ebay eine monopolistische Stellung im Markt einnähme, ist ja schon in anderen Kommentaren widerlegt worden.

  76. 76

    @earendil:

    Ich bleibe lieber beim “Wir sind manipuliert worden”, denn welche politische Strömung kann behaupten nicht manipuliert worden zu sein!

  77. 77

    Wir sollten das nicht auf die leichte Schulter legen. Die faschistioden Tendenzen sind unübersehbar.
    Denken wir nur an Hartz-IV. Hätte vor 20 Jahren jemand gedacht, dass dieses Auschwitz in Gestalt der Sozialgesetzgebung gerade von einer rot-gründen Bundesregierung durchgesetzt werden könnte?

  78. 78

    @MeineMeinung: Jetzt übertreibst Du aber! Sanktionen bis zum Verhungern und zur Obdachlosigkeit sind was anderes, als Gaskammern!
    Du kannst ganz sicher sein, dass kein ARGE-Sachbearbeiter zu solchen Schandtaten fähig ist. Kein Parlamentarier würde ein solches Unrecht absegnen, kein Sozialrichter würde soetwas durchgehen lassen…. Dazu haben wir schließlich ein Grundgesetz, um solche Sachen zu verhindern…
    Reiner

  79. 79
  80. 80

    @Baxter:
    So was ist Rechte Kleidung.

    Die gibt es erstmal so nicht.
    Es gibt Kleidung die gerne von der Rechten Szene getragen wird als Erkennungsmerkmal.
    Das rührt daher das KapuzenPullis in gedeckten Farben einfach bei unterschiedlichsten Gruppierungen unheimlich beliebt sind.
    Sprich Rechte Schläger sind darin unterwegs, genauso wie Linke Schläger oder einfach nur Leute die auf KapuzenPullis stehen.

    Das führt jetzt einfach zu dem Problem wie soll ich den die Leute erkennen die ich den mit Steinen bewerfen soll.

    Weswegen man gerne dazu greift Kleidungen mit Motiven zu wählen die der entsprechend Ideologie nahe stehen.
    Bei den rechten ist das z.b. ThorSteiner die z.b. Motive aus der Germanischen/Nordischen Mythologie bzw Geschichte verwenden.

    Bei den Linken wird man vermutlich auch irgendwas gefunden haben nur das geht eben weniger durch die Medien weswegen ich da nicht wirklich weiterhelfen kann.

    Wirklich verfassungsfeindliche Symbole dürften da nicht dabei sein außer bei dem oben genanten Consdaple…

    Also meiner persönlichen Meinung nach ist es schwachsinnig irgendwelche “Boykottaufrufe” gegen “miss-beliebige Kleidungsmarken zu starten sofern diese ihre Kleidung nicht mit “verfassungsfeindlichen” Parolen besticken.
    Weil man kann Dummheit eben nicht verbieten egal wie oft man es versucht…

  81. 81

    @lol:

    [...Und wer verursacht den "Schaden"? Doch nicht der Textilhersteller oder normale Menschen. Es sind nur wieder die Antifas ;)...]

    Ach sooo! Also ist ein Mensch mit Migrationshintergrund selbst schuld, wenn er von normalen Menschen die Fresse poliert bekommt und anschliessend filetiert wird ;-) ?!

  82. 82

    Zu LONSDALE und Co:

    Bei NIKE muss man sich nur das IKE wegdenken und SDAP hinzu und schon ist man am Ziel. Bei ADIDAS reicht übrigens ein zweites “S”…und die Streifen erinnern an Funktionskleidung der 40er Jahre, oder was?

  83. 83

    Lonsdale wurde früher gerne von Nazis getragen, ist aber keine Nazimarke. Es gab sogar Boykottaufrufe von Nazis gegen die Marke, als die sich gegen ihre Vereinnahmung gewehrt haben. Aufschlussreich ist auch der deutsche Wikpedia-Artikel:

    In den 1980er und vor allem in den 1990er Jahren wendeten sich Teile der Skinheadszene von ihrem unpolitischen und eigentlich multikulturellen Ursprung ab und entwickelten eine zunehmend rechtsextremistische Orientierung. Dieser Prozess begann in England (initiiert durch Bewegungen wie die “National Front” und “British Movement”) und übertrug sich später auf den europäischen Kontinent. So wurden Skinheads in den 1990er Jahren schließlich die dominierend wahrnehmbare Subkultur des Rechtsextremismus – ungeachtet der Tatsache, dass es in dieser Zeit auch immer unpolitische bzw. antirassistische Skinheads gab.

    Die neuen, rechtsextremistisch orientierten Skinheads trugen oftmals weiterhin die Bekleidungsmarken der ursprünglichen, traditionellen Skinheadsubkultur. Lonsdale (wie auch andere betroffene Marken) stellte das vor große Imageprobleme. Bei Lonsdale trat hinzu, dass die zufällig im Markennamen enthaltene und unter geöffneten Jacken sichtbare Buchstabenfolge “NSDA” (vor allem in Deutschland) als Anspielung auf die “NSDAP” umgedeutet werden konnte. Umstritten ist hierbei, ob dies schon anfänglich zu der damaligen Beliebtheit der Marke in rechtsextremistischen Kreisen beigetragen haben könnte oder diese Deutung erst nachträglich hinzutrat. Mit dem Logo und der Kleidung der Marke Lonsdale war jedenfalls so ein Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie möglich, ohne dafür strafrechtlich belangt werden zu können, denn die direkte Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen ist nach § 86a des Strafgesetzbuches in Deutschland verboten.

    In den frühen 2000er Jahren war Lonsdale auch in der Hardcore-Techno-Szene (Gabber) beliebt. Vor allem in den Beneluxländern waren Teile dieser Szene rechtsextremistisch orientiert. Auffällige bzw. gewaltgeneigte Jugendliche dieser Szene wurden in der gesellschaftlichen Diskussion oft “Lonsdalejongeren” (niederländisch für “Lonsdale-Jugendliche”) genannt. Mit der nachlassenden Verbreitung dieser Musik verschwand dieses Phänomen jedoch immer mehr aus der Öffentlichkeit.

    Die Marke Lonsdale kann rückblickend als ein früher Fall dafür gesehen werden, wie Rechtsextremisten mehr oder minder versteckte Codes als Erkennungszeichen der Gesinnung nutzen.
    Distanzierung der Marke

    In Reaktion auf diese Vereinnahmung distanzierte sich die Marke von Rechtsextremismus. Die Punch GmbH aus Neuss (Lizenznehmerin der Marke in Deutschland) arbeitet seit dem Ende der 1990er Jahre hierzulande auf vielfältige Weise gegen das Image als Nazimarke und gegen unerwünschte Kunden an. In Kampagnen wurde unter dem Motto “Lonsdale Loves All Colours” bewusst mit Models unterschiedlicher ethnischer Herkunft geworben. Rechtsextremistische Händler wurden nicht mehr beliefert. Nach Unternehmensangaben sank hierdurch der Umsatz allein in Sachsen um 75 Prozent. 2005 sponserte Lonsdale den Christopher-Street-Day in Köln. Die Arbeit antirassistischer Initiativen wird bis heute unterstützt.

    In der Folge dieser Bemühungen gilt Lonsdale heute nach verbreiteter Auffassung kaum mehr als Erkennungszeichen der Rechtsextremisten[1]. Es gab sogar Boykottaufrufe von Rechtsextremisten.[2] Marken mit tatsächlichem rechtsextremen Hintergrund haben die damals von dieser Vereinnahmung betroffenen traditionellen Marken inzwischen weitgehend abgelöst. Hinzu kommt, dass Skinheads aktuell nicht mehr die dominierende rechtsextremistische Subkultur bilden.[3] Mit dem Erstarken der sogenannten “Autonomen Nationalisten” lehnt sich der subkulturelle und aktionsorientierte Teil des Rechtsextremismus im Hinblick auf Eigendarstellung sowie Organisations- und Aktionsformen aktuell stark an die Erscheinungsformen der Links-Autonomen an.

    Gleichwohl haben Lonsdale und andere damals vereinnahmte Marken noch damit zu kämpfen, in der Erinnerung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt in Verbindung gebracht zu werden. Immer noch finden sich z.B. einige Schulordnungen, die vor allem in den 1990er Jahren als Reaktion auf rechte Gewalt verfasst wurden, Verbote entsprechender Marken. 2006 wollte das Versandhaus Quelle nach Hinweisen der Jusos Papenburg die Marke aus dem Programm nehmen, zeigte sich aber nach öffentlicher Diskussion von der Glaubwürdigkeit der Distanzierung überzeugt und revidierte den Entschluss. 2009 wollte der Berliner Polizeipräsident seinen Zivilbeamten u.a. auch Kleidung der Marke Lonsdale verbieten, nahm dies aber nach Protesten ebenfalls zurück.[4]
    Sponsoring

    Im Profiboxen sponsert Lonsdale (UK) mit Carl Froch, Tom Watson, Tony Jeffries, Darren Barker, David Price, Joe Calzaghe und Nathan Clreverly eine Reihe von britischen Athleten (Stand 2012). Im Amateurboxen unterstützt Lonsdale in Deutschland seit 2011 die Boxer des FC St. Pauli.[5]

    Seit 2005 ist Lonsdale in Deutschland Partner der Initiative Laut gegen Nazis.

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